| UVP | 11.799 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- kompakt, leicht, wendig
- elektronisch komplett ausgestattet
- V2-Sound
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- gutes Fahrwerk
- Bremse hinten mit langem Regelintervall
- 48 PS Version obenraus dünn
- etwas zu kleine Anzeigen im TFT-Display
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 183 | kg |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Länge | 1.995 | mm |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe Viertakt mit 270 Grad Hubzapfenversatz | |
| Hubraum | 659 | ccm |
| Hub | 64 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 100 PS bei 10.500 U/Min | |
| Drehmoment | 67 NM bei 8.500 U/Min | |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 306 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen, Motor mittragendes Element | |
| Federung vorne | Kayaba USD 41 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55-ZR17 | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Vierkolben Festsattel, radial verschraubt ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die Aprilia RS 660 hält, was sie verspricht: Sie ist ein rassiger Supersportler und fährt sich auch so. Was A2-Führerscheininhaber jetzt vermutlich nicht so gerne hören wollen: Zu dieser Art Maschine passen 100 PS wesentlich besser als 48 PS. Gerade in oberen Drehzahlbereichen passiert bei der A2-Maschine einfach zu wenig - was aber nur derjenige bemerken wird, der schon einmal 100 PS oder mehr gefahren ist. Insofern werden die A2-Biker vermutlich wenig vermissen, weil sie es halt nicht anders kennen.Die RS660 macht auf Landstraßen jedenfalls viel Spaß und jeder Inhaber wird sich an der wirklich super-kompletten Ausstattung erfreuen können. Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von ZTS (Zweiradtechnik Schielmann in Bokel) zur Verfügung gestellt. Dort steht sie als Vorführer und freut sich auf Probefahrten!
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Aprilia RS 660 vs. MV Agusta Superveloce 800 – welcher Supersport passt besser?
Wenn zwei Sportmaschinen aufeinandertreffen, die beide auf Fahrspaß ausgelegt sind, wird der Vergleich schnell spannend. Die Aprilia RS 660 steht für ein agiles, modernes Supersport-Konzept mit klarer Ausrichtung auf Dynamik. Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt dagegen wie ein Statement: hochwertig inszeniert, mit viel Charakter und einem Anspruch, der sich nicht nur auf die Optik beschränkt. Doch wie unterscheiden sich die beiden wirklich – und wo liegen die Stärken und Schwächen im Alltag und auf der Hausstrecke?
Grundidee im Vergleich: Agilität vs. Premium-Charakter
Die Aprilia RS 660 zielt darauf ab, schnell in den richtigen Rhythmus zu kommen. Das zeigt sich im Gesamtpaket aus Motoransprache, Fahrwerksabstimmung und der Art, wie die Maschine Kurven einleitet. Die MV Agusta Superveloce 800 verfolgt ebenfalls sportliche Ziele, setzt aber stärker auf das Gefühl von „Handarbeit“: Motor, Fahrwerk und Elektronik greifen so ineinander, dass sich die Fahrt besonders „inszeniert“ anfühlt.
Beide Modelle sind Supersport-orientiert, aber die Prioritäten unterscheiden sich: Während die Aprilia häufig als besonders unkompliziert und direkt wahrgenommen wird, spielt die MV Agusta ihre Stärken dort aus, wo es um Charakter, Detailgefühl und ein besonders stimmiges Gesamtpaket geht.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Aprilia RS 660 wirkt oft wie ein Motor, der schnell „freigibt“ und Drehzahlbereiche zügig verbindet. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufig beschleunigt, überholt oder in dynamischen Passagen gefahren wird. Die Abstimmung unterstützt ein sportliches Fahren ohne ständiges „Suchen“ nach dem richtigen Gang.
Die MV Agusta Superveloce 800 bringt ebenfalls sportliche Performance, legt aber den Fokus stärker auf den Verlauf der Kraft und auf die Art, wie sich der Motor unter Last anfühlt. Dadurch kann die Maschine in flüssigen Kurven besonders souverän wirken. Gleichzeitig kann das Fahrgefühl je nach Stil etwas „feiner“ oder anspruchsvoller sein, weil die Charakteristik stärker spürbar ist.
Stärken und Schwächen beim Motorcharakter
- Aprilia RS 660: Stärken liegen in der direkten Ansprechbarkeit und dem unkomplizierten Vorwärtsdrang. Schwäche kann sein, dass Fahrer, die einen besonders „emotionalen“ Motorauftritt suchen, den Charakter weniger ausgeprägt finden.
- MV Agusta Superveloce 800: Stärken liegen in der stimmigen Kraftentfaltung und dem Premium-Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass die Maschine je nach Fahrweise etwas mehr Aufmerksamkeit erfordert, um das Maximum aus dem Charakter herauszuholen.
Fahrwerk und Handling: Kurvenrhythmus entscheidet
Beim Fahrwerk zeigt sich ein klarer Unterschied in der Philosophie. Die Aprilia RS 660 wirkt häufig wie ein Bike, das den Fahrer schnell in eine sportliche Linie bringt. Das Zusammenspiel aus Federung, Geometrie und der Art, wie das Vorderrad Last aufnimmt, unterstützt ein zügiges Umlegen und ein stabiles Durchfahren.
Die MV Agusta Superveloce 800 spielt ihre Stärken oft dann aus, wenn es um präzises Arbeiten geht: Das Fahrwerk wirkt kontrolliert, und das Motorrad vermittelt ein Gefühl von „Zusammenhalt“. Wer gerne sauber dosiert und die Linie bewusst aufbaut, findet hier häufig eine sehr direkte Rückmeldung.
Handling im Vergleich: Wer liegt in welchen Situationen vorn?
- Aprilia RS 660: Vorteil bei dynamischem Fahren mit häufigen Richtungswechseln und einem eher „einfachen“ Einstieg in den Kurvenrhythmus.
- MV Agusta Superveloce 800: Vorteil bei Fahrstilen, die auf Feingefühl, saubere Dosierung und ein besonders hochwertiges Fahrgefühl setzen.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Im Sportbereich sind Bremsen mehr als nur ein Bauteil – sie bestimmen, wie mutig man in Kurven und in der Beschleunigungsphase agiert. Beide Modelle sind auf sportliche Nutzung ausgelegt, aber die Unterschiede zeigen sich in der Art, wie sich die Verzögerung aufbaut und wie gut sich der Druck dosieren lässt.
Die Aprilia RS 660 punktet häufig mit einem sehr gut kontrollierbaren Ansprechverhalten. Das erleichtert das „Einfädeln“ in die Kurve, weil die Verzögerung berechenbar bleibt. Die MV Agusta Superveloce 800 kann sich dagegen besonders stark anfühlen, wenn das Bike bereits in der sportlichen Position ist und die Bremsleistung mit dem restlichen Setup harmoniert.
Stärken und Schwächen bei der Bremsperformance
- Aprilia RS 660: Stärken in der Dosierbarkeit und im schnellen, sicheren Gefühl beim Verzögern. Schwäche kann sein, dass bei sehr aggressiver Fahrweise die Abstimmung je nach Reifen und Beladung stärker angepasst werden muss.
- MV Agusta Superveloce 800: Stärken in der stimmigen Gesamtwirkung aus Bremsen und Fahrwerk. Schwäche kann sein, dass das Setup für manche Fahrer weniger „hands-off“ wirkt, wenn man sehr spontan bremst.
Elektronik und Assistenz: Moderne Unterstützung vs. sportliche Direktheit
Elektronik ist bei Supersportlern entscheidend, weil sie nicht nur Sicherheit bietet, sondern auch das Fahrgefühl verändert. Im Vergleich zeigt sich: Die Aprilia RS 660 wirkt häufig wie ein Motorrad, das Elektronik sinnvoll in den Fahralltag integriert. Fahrmodi und Eingriffe unterstützen sportliches Fahren, ohne das Gefühl zu „übernehmen“.
Die MV Agusta Superveloce 800 setzt ebenfalls auf moderne Systeme, legt aber stärker Wert auf ein besonders abgestimmtes Zusammenspiel. Das kann sich für Fahrer lohnen, die gerne mit der Maschine arbeiten und die Abstimmung als Teil des Fahrgefühls verstehen.
Was bedeutet das in der Praxis?
- Aprilia RS 660: Elektronik wirkt oft zugänglich – ideal, wenn schnell ein sportlicher Standard-Setup gefunden werden soll.
- MV Agusta Superveloce 800: Elektronik wirkt oft „charaktervoll“ – ideal, wenn man die Abstimmung bewusst nutzt und das Motorrad als Premium-Tool betrachtet.
Komfort und Alltag: Wie alltagstauglich sind die Supersportler?
Auch wenn beide Maschinen sportlich gebaut sind, entscheidet der Alltag über die Zufriedenheit. Die Aprilia RS 660 wirkt häufig als pragmatischer Begleiter: Sitzposition und Ergonomie sind sportlich, aber nicht so kompromisslos, dass jede Fahrt zur Tortur wird. Dazu kommt, dass das Gesamtpaket oft als „einfach zu fahren“ wahrgenommen wird.
Die MV Agusta Superveloce 800 kann im Alltag ebenfalls Spaß machen, wirkt aber stärker als „Erlebnis-Motorrad“. Wer gerne fährt, sich an Details erfreut und das Motorrad nicht nur als Transportmittel sieht, wird hier besonders viel Freude haben. Wer dagegen möglichst unkompliziert und stressfrei unterwegs sein möchte, könnte die Aprilia als entspannter empfinden.
Stärken und Schwächen im Alltag
- Aprilia RS 660: Stärken in der unkomplizierten Handhabung und dem schnellen Einstieg in den Fahrmodus. Schwäche kann sein, dass der Premium-Charakter weniger im Vordergrund steht.
- MV Agusta Superveloce 800: Stärken in der hochwertigen Anmutung und dem besonderen Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass der Fokus stärker auf „Genuss“ statt auf „maximaler Pragmatismus“ liegt.
Design und Verarbeitung: Zwei unterschiedliche Identitäten
Optik ist Geschmack – aber sie beeinflusst, wie man sich mit dem Motorrad identifiziert. Die Aprilia RS 660 wirkt sportlich, modern und funktional. Die MV Agusta Superveloce 800 setzt dagegen auf eine deutlich luxuriösere Inszenierung. Das kann sich auch in der Wahrnehmung der Qualität widerspiegeln: nicht nur beim Blick, sondern auch beim Gefühl, wie sich das Motorrad „anfühlt“.
Wer ein Motorrad sucht, das vor allem durch Fahrdynamik überzeugt, findet in der Aprilia oft eine sehr stimmige Wahl. Wer hingegen ein Bike möchte, das auch optisch und emotional stark wirkt, wird die MV Agusta besonders attraktiv finden.
Welche Stärken überwiegen: Aprilia oder MV Agusta?
Wenn die Aprilia RS 660 im Vergleich hervorsticht, dann meist bei der Kombination aus direktem Ansprechverhalten, gutem Handling und einem Setup, das schnell „funktioniert“. Sie ist häufig die Wahl für Fahrer, die sportlich unterwegs sind, ohne jedes Detail ständig neu interpretieren zu müssen.
Die MV Agusta Superveloce 800 punktet vor allem dort, wo es um Charakter, Premium-Feeling und ein besonders stimmiges Gesamtpaket geht. Sie ist oft die bessere Wahl für Fahrer, die nicht nur schnell fahren wollen, sondern auch das Gefühl und die Inszenierung der Fahrt genießen.
Fazit:
Die Aprilia RS 660 ist die passendere Wahl, wenn ein Supersport gesucht wird, der sich schnell erschließt: direktes Ansprechverhalten, unkomplizierter Kurvenrhythmus und ein Gesamtpaket, das im Alltag wie auf der Hausstrecke zuverlässig sportlich funktioniert. Wer häufig fährt, verschiedene Strecken nutzt und dabei ein Motorrad möchte, das wenig Erklärarbeit braucht, trifft mit der Aprilia meist ins Schwarze.
Die MV Agusta Superveloce 800 eignet sich besonders für Fahrer, die mehr als nur Performance erwarten: ein ausgeprägtes Premium-Gefühl, ein charaktervoll abgestimmtes Zusammenspiel aus Motor, Fahrwerk und Elektronik sowie eine starke emotionale Wirkung. Wer das Motorrad als Erlebnis sieht und bewusst mit der Abstimmung fährt, bekommt hier häufig die rundere „Genuss“-Maschine.
Kurz gesagt: Aprilia für dynamische Allround-Sportlichkeit, MV Agusta für Premium-Charakter und besonders stimmiges Fahrgefühl.