| UVP | 12.199 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 21.599 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Sehr gute Ausstattung
- Geländegängig
- Hohe, angenehme Sitzposition
- Leicht und wendig
- Wg. geringer Schrittbogenlänge auch für normal große Personen fahrbar
- Windschutz 1b
- Windschild nicht verstellbar
- Aufkleber nicht überlackiert
- reichlich Power
- üppige Ausstattung
- gute Bedienbarkeit
- guter Reisekofort für Fahrer und Sozius
- gelungene Deitails
- reichlich Zubeör verfügbar
- hoher, aber in dieser Klasse nicht ungewöhnlicher Preis
- etwas eigenwillige Frontmaske (Geschmackssache)
- für manchen vielleicht etwas Techniküberladen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 204 | kg |
| Radstand | 1.525 | mm |
| Länge | 2.220 | mm |
| Radstand | 1.525 | mm |
| Sitzhöhe: | 860 | mm |
| Höhe | 1.440 | mm |
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 849-869 | mm |
| Höhe | 1.520 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 659 | ccm |
| Hub | 64 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 80 PS bei 9.250 U/Min | |
| Drehmoment | 70 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 450 | km |
| Leistung | 160 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 138 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Kayaba 43-mm-Upside-Down-Gabel, voll einstellbar (Federweg 240)mm | |
| Federung hinten | Kayaba Monoshock-Federbein, voll einstellbar (Federweg 240)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90 - 21 | |
| Reifen hinten | 150/70 - 18 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Semi-aktive WP-USD-Gabel Ø 48 mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | Semi-aktives WP-Monoshock-Federbein (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Druckguss-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, Vierkolben-Bremssättel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibenbremse, Einkolben-Bremssattel ( Ø 260 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die Aprilia Tuareg 660 ist eine gute Reise-Enduro mit starker Tendenz zu "Enduro". Das merkt man schon rein optisch am Motorschutz, dem 21 Zoll Vorderrad und den langen Federwegen. Dennoch fühlt sich das Bike auch auf der Straße gut an und ist dort nicht fehl am Platze. Kritikpunkte sind das nicht verstellbare Windschild, die etwas lieblosen Aufkleber (nicht überlackiert) und der etwas sparsame Platz für den Beifahrer. Davon abgesehen macht die Tuareg aber einen guten Job.Der Preis von knapp 12.000 Euro geht im Vergleich zur Yamaha (ca. 11.000 Euro) in Ordnung, da die Aprilia technisch besser ausgestattet ist. Der Werbespruch "DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN - Maximale Performance und hoher Fahrkomfort" ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber es stimmt schon: Die Tuareg macht sowohl im Gelände als auch auf der Straße eine gute Figur.
Das Testbike wurde uns von ZTS (Zweiradtechnik Schielman) für diesen Test zur Verfügung gestellt. ZTS ist in Bokel beheimatet, dort findet man schöne Landstraßen und auch ein wenig Gelände für eine ausgiebige Probefahrt. Kaffee gibt es dort auch, ein Ausflug zu ZTS lohnt sich also. Schönen Gruß an Hajo!
Fazit - was bleibt hängen
Na gut, schlechte Motorräder werden heutzutage in dieser Klasse eigentlich ohnehin nicht mehr gebaut. Was bleibt da also noch zu sagen? Man muss die Fehler schon mit der Lupe suchen. Aber auch das haben wir natürlich gemacht und erwähnen daher folgende Kritikpunkte: Das Fach für das Mobiltelefon fällt für zahlreiche Modelle leider zu klein aus. Aus Sicht einer Reisemaschine wäre auch ein Kardan nett – aber klar es ist eben ´ne KTM.
Die Optik gerade der Frontmaske ist nicht jedermanns Sache – aber das fällt nun wirklich unter die Rubrik Geschmacksfrage. Der Kaufpreis ist recht üppig, aber auch damit ist die KTM nicht alleine. Kommen wir also zur Einstiegsfrage zurück, ob die KTM 1290 Super Adventure S der neue Maßstab ist. Der neue Maßstab ist vielleicht sehr ambitioniert ausgedrückt. Aber mithalten mit den großen Konkurrenzmaschinen aus diesem Segment kann die KTM allemal. Und man gewinnt fast den Eindruck, die Unterschiede werden immer kleiner.
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.
MotorradTest.de auf YouTube
Aprilia Tuareg 660 vs KTM 1290 Super Adventure S – welcher Adventure-Typ passt?
Wenn zwei Motorräder aus der Adventure-Welt kommen, aber sehr unterschiedliche Schwerpunkte setzen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Aprilia Tuareg 660 steht für ein agiles, leicht zu beherrschendes Konzept, das sich auf kurvigen Straßen und moderatem Gelände zuhause fühlt. Die KTM 1290 Super Adventure S dagegen ist die große Reise- und Langstreckenmaschine: mehr Reserven, mehr Komfortanspruch und ein deutlich souveräneres Auftreten bei hohen Geschwindigkeiten und langen Etappen.
Im Folgenden geht es nicht um reine Zahlen, sondern darum, wie sich die typischen Eigenschaften der beiden Modelle im Alltag und auf Tour ausspielen. Dabei werden die aufgelisteten Vergleichswerte beider Motorräder miteinander eingeordnet – und daraus entsteht ein klares Bild: Für wen eignet sich welches Bike besonders?
Grundcharakter: leichtes Adventure vs. große Reiseenduro
Die Tuareg 660 wirkt wie ein Motorrad, das man gern „mitnimmt“: Sie ist darauf ausgelegt, schnell in den Rhythmus zu kommen, zügig zu reagieren und auch dann Spaß zu machen, wenn die Strecke nicht perfekt vorbereitet ist. Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen eher die Maschine, die man „plant“: Sie ist für lange Strecken, hohe Tageskilometer und anspruchsvolle Bedingungen gemacht. Das merkt man schon daran, wie beide Motorräder ihre Stärken ausspielen.
Motor und Antrieb: wie sich die Leistung im Fahrgefühl zeigt
In den Vergleichswerten zeigt sich der Unterschied: Die KTM bringt deutlich mehr „Biss“ und Reserven, während die Tuareg 660 ihren Charakter über ein ausgewogeneres, leichteres Handling und eine harmonische Leistungsentfaltung ausspielt. Auf der Straße bedeutet das: Die KTM 1290 Super Adventure S lädt dazu ein, zügig zu beschleunigen und auch bei Überholmanövern oder Autobahnabschnitten jederzeit nachzulegen. Die Aprilia Tuareg 660 ist hingegen oft die bessere Wahl, wenn die Tour aus vielen Kurven besteht und wenn das Motorrad nicht ständig „gegen“ das eigene Tempo arbeiten soll.
Auch das Drehmomentverhalten spielt eine Rolle: Die KTM wirkt im Vergleich oft wie ein Motor, der die Geschwindigkeit „trägt“, während die Tuareg eher wie ein Motor funktioniert, der den Fahrer aktiv im Fahrfluss hält. Wer gern dynamisch fährt, aber nicht ständig das Maximum sucht, findet in der Aprilia häufig den entspannteren Zugang.
Fahrwerk und Handling: Agilität oder Stabilität?
Beim Fahrwerk trennt sich die Spreu schnell. Die Tuareg 660 ist in den Vergleichswerten und im daraus resultierenden Fahrverhalten stärker auf Beweglichkeit ausgelegt. Das zeigt sich besonders in engen Passagen, bei Richtungswechseln und auf Straßen mit wechselndem Belag. Die KTM ist dagegen auf Stabilität und Kontrolle bei höheren Geschwindigkeiten ausgelegt. Das ist ein großer Vorteil, wenn die Strecke lang ist und der Wind oder der Asphalt nicht immer freundlich sind.
Lenkung, Gewicht und Alltagstauglichkeit
Die Unterschiede in den Vergleichsdaten wirken sich direkt auf das Handling aus. Die Aprilia Tuareg 660 lässt sich leichter „umsetzen“, was in der Stadt, beim Rangieren oder auf kurvigen Landstraßen spürbar wird. Die KTM 1290 Super Adventure S verlangt dagegen mehr Aufmerksamkeit beim Rangieren und beim langsamen Fahren. Dafür bietet sie bei Tempo und bei Lastwechseln ein sehr souveränes Gefühl.
Wer häufig zwischen Alltag, Feierabendrunde und Wochenendtour wechselt, profitiert meist von der Aprilia. Wer dagegen regelmäßig große Strecken plant und dabei auch mal zügig unterwegs ist, wird die KTM als deutlich entspannter empfinden.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen bei jedem Tempo
Bei den Bremsen zeigt sich im Vergleich: Die KTM ist klar auf hohe Belastung und starke Verzögerung ausgelegt. Das ist besonders relevant, wenn man mit Gepäck fährt, viel Autobahnanteil hat oder aus höheren Geschwindigkeiten in den nächsten Abschnitt einlenkt. Die Aprilia bremst ebenfalls zuverlässig, wirkt aber im Gesamtkonzept eher auf „sportlich-präzise“ statt auf „maximal belastbar“.
In der Praxis bedeutet das: Auf der KTM 1290 Super Adventure S fühlt sich das Motorrad auch dann sicher an, wenn die Tour anspruchsvoll wird. Die Aprilia Tuareg 660 punktet eher durch ein leichtes, direktes Ansprechverhalten, das das Fahren in moderaten bis mittleren Geschwindigkeitsbereichen besonders angenehm macht.
Elektronik und Assistenz: Komfort auf der großen Reise
Ein großer Unterschied liegt in der Elektronik-Philosophie. Die KTM 1290 Super Adventure S ist in den Vergleichswerten typischerweise stärker auf Assistenz und Fahrmodi ausgelegt. Das hilft vor allem auf langen Strecken: Traktion, Fahrcharakter und Ansprechverhalten lassen sich so einstellen, dass man sich auf die Strecke konzentrieren kann – statt ständig „nachzuregulieren“.
Die Aprilia Tuareg 660 bietet ebenfalls moderne Unterstützung, bleibt aber im Gesamtkonzept oft näher am „einfach fahren“. Das ist ein Plus, wenn man weniger Menüs durchgehen möchte und lieber schnell versteht, wie sich das Motorrad verhält.
Windschutz, Ergonomie und Langstreckenkomfort
Gerade bei der Ergonomie und beim Windschutz zeigt sich der Reisefokus der KTM. Die Super Adventure S ist darauf ausgelegt, auch bei längeren Autobahnabschnitten oder bei wechselnden Wetterlagen angenehm zu bleiben. Die Tuareg 660 ist dagegen eher die Maschine für Touren, bei denen die Straße im Vordergrund steht: Kurven, Landstraßen, wechselnde Untergründe – und weniger das „Dauertempo“.
Offroad-Potenzial: moderates Gelände vs. kontrolliertes Abenteuer
Beide Motorräder sind „Adventure“, aber sie interpretieren den Begriff unterschiedlich. Die Aprilia Tuareg 660 wirkt im Vergleich klar wie das Bike, das man auch mal abseits der perfekten Straße gern bewegt. Durch das leichtere Handling und die insgesamt ausgewogene Auslegung ist sie oft die bessere Wahl, wenn es auf Schotter, Feldwege oder unübersichtliche Streckenabschnitte geht.
Die KTM 1290 Super Adventure S kann ebenfalls Offroad – aber sie ist eher das Motorrad, das man mit Bedacht einsetzt. Die große Leistung und die Stabilität sind Vorteile, wenn man kontrolliert fährt und das Motorrad sicher im Griff hat. Wer jedoch häufig in sehr langsamen, technischen Passagen unterwegs ist, wird die Aprilia meist als entspannter empfinden.
Gepäck, Reichweite und Tourenplanung
Beim Thema Reiseausrüstung zeigt sich der Unterschied zwischen „Tages- und Wochenendtour“ und „große Expedition“. Die KTM ist in den Vergleichswerten und im Gesamtkonzept typischerweise stärker auf längere Etappen ausgelegt: mehr Reserven, mehr Komfort und ein Setup, das sich für Gepäck und längere Fahrten besonders gut eignet.
Die Aprilia kann natürlich auch Touren – aber sie passt besser zu einem Stil, bei dem das Motorrad nicht nur das Ziel, sondern auch die Strecke selbst „mitfährt“. Wer gern flexibel bleibt, spontan umplant und dabei nicht jedes Mal das Gefühl haben möchte, ein großes Reisemobil zu bewegen, findet in der Tuareg 660 oft die passendere Basis.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Aprilia Tuareg 660 – Stärken
- Agiles Handling durch das insgesamt ausgewogene Konzept, besonders in kurvigen Abschnitten.
- Einfacher Fahrspaß: schnell im Rhythmus, ohne dass man ständig „arbeiten“ muss.
- Offroad-nahes Gefühl für moderates Gelände und wechselnde Untergründe.
Aprilia Tuareg 660 – Schwächen
- Weniger Reserven bei sehr hohen Geschwindigkeiten und langen Autobahnabschnitten im Vergleich zur KTM.
- Reisefokus ist vorhanden, aber nicht so konsequent wie bei der großen Super Adventure.
KTM 1290 Super Adventure S – Stärken
- Große Leistungs- und Reservestärke für dynamische Überholmanöver und zügige Etappen.
- Langstreckenkomfort durch den Reisecharakter, Windschutz und insgesamt souveräne Stabilität.
- Starke Elektronik-Unterstützung, die das Fahren auf langen Strecken erleichtert.
KTM 1290 Super Adventure S – Schwächen
- Mehr Gewicht im Alltag: langsames Fahren und Rangieren sind anspruchsvoller.
- Offroad in sehr technischen Situationen erfordert mehr Routine und Aufmerksamkeit.
Für wen passt welches Motorrad?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern davon, welcher Fahrstil im Vordergrund steht. Die Aprilia Tuareg 660 passt besonders gut zu Fahrern, die gern viel Abwechslung mögen: kurvige Landstraßen, spontane Abstecher auf Schotter und ein Motorrad, das sich leicht anfühlt und schnell auf Änderungen reagiert. Auch wer häufig zwischen Alltag und Tour wechselt, wird die Aprilia als unkomplizierten Begleiter erleben.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist ideal für alle, die regelmäßig lange Strecken fahren, Komfort und Stabilität bei Tempo schätzen und dabei gern dynamisch unterwegs sind. Wer große Touren plant, Gepäck mitnimmt und sich auf Elektronik und souveräne Fahrwerksarbeit verlassen möchte, bekommt mit der KTM ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Fazit:
Die Aprilia Tuareg 660 ist die bessere Wahl, wenn Abwechslung zählt: kurvige Straßen, moderates Gelände und ein Motorrad, das sich leicht und lebendig anfühlt. Sie bringt Fahrspaß in den Vordergrund und macht Touren besonders dann stark, wenn die Strecke nicht nur aus Autobahn besteht. Die KTM 1290 Super Adventure S gewinnt dagegen, wenn lange Etappen, hoher Komfort und viel Reserven im Fokus stehen. Sie wirkt wie die Maschine für große Reisen, bei denen Stabilität, Windschutz und Elektronik-Unterstützung den Unterschied machen. Kurz gesagt: Wer ein agiles Adventure für vielseitige Strecken sucht, fährt mit der Tuareg 660 entspannter. Wer ein Reise-Adventure für Tempo, Distanz und souveräne Kontrolle bevorzugt, liegt mit der KTM 1290 Super Adventure S richtig.