| UVP | 11.799 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2025 | |
| UVP | 20.400 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- sehr agiles Handling
- rasiermesserscharfes Fahrwerk
- angenehme Sitzposition, hoher & breiter Lenker
- gute Ausstattung
- im Vergleich zum Wettbewerb etwas zu teuer
- eingeschränkte Soziustauglichkeit
- Anzeigen im Cockpit etwas klein
- Wahsinns-Motor mit Raketen-Schubkraft
- fauchender Triple-Sound
- zupackende Brembo Stylema Bremsanlage
- volle Hütte inkl. semi-aktiven Fahrwerk von Öhlins
- nahezu einzigartiges Design
- sportlich fordernde Sitzposition
- Soziusbetrieb 1b
- Standgeräusch 98 db (konnte auch bei Pro stehen)
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 183 | kg |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Länge | 1.995 | mm |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Gewicht | 199 | kg |
| Radstand | 1.439 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.439 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Höhe | 1.120 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor | |
| Hubraum | 659 | ccm |
| Hub | 64 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | füssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Dreizylinder-12V-DOHC-Reihenmotor | |
| Hubraum | 1.160 | ccm |
| Hub | 61 | mm |
| Bohrung | 90 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | X-Ring-Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 95 PS bei 10.500 U/Min | |
| Drehmoment | 67 NM bei 8.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 215 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 341 | km |
| Leistung | 180 PS bei 10.750 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 9.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 245 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 246 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | Kayaba USD-Gabel 41 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Kayaba-Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge Aluminium | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Doppelrohrrahmen mit verschraubtem Heckrahmen | |
| Federung vorne | Voll einstellbare 43 mm Öhlins Up-Side-Down-Gabel, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Öhlins Monoshock Hinterradaufhängung mit Umlenkung, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 190/55 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsättel Brembo ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Festsattelbremse, Brembo ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Stylema Monoblock-Radialsättel, Kurven-ABS, radialer Handbremszylinder ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo-Doppelkolbenschwimmsattel ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Dir Aprilia Tuono 660 hält, was sie verspricht. Sie ist ein sportlich-rassiges Naked-Bike mit gaaaanz viel Charakter. Der Preis von 10.500 Euro ist etwas ambitioniert, vor allem im Vergleich zur Schwester RS 660, bei der der QuickShifter in Serie dabei ist. Wir würden trotz des Aufpreises von 219 Euro bei diesem Motorrad unbedingt zum QuickShifter raten, weil es a) zu diesem Bike passt und weil b) das 6-Gang Getriebe etwas knochig und hakelig ist.Die Tuono lässt einen nicht kalt, sie ist nicht perfekt und das ist auch gut so. Jede Fahrt wird zu einem Erlebnis und Design sowie Lautstärke lassen einen Tuono-Biker aus der Masse hervorstechen - geiles Bike!
Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Zweirad-Technik-Schielmann in Bokel - vielen Dank.
Fazit - was bleibt hängen
Was für ein Traumbike, die Speed Triple 1200RR! Vor allem der Motor und das Fahrwerk werden uns im Gedächtnis bleiben. Die Sitzposition allerdings auch: Wie gesagt, das ist nichts für Bandscheiben-Geschädigte oder die, die es werden wollen. Ansonsten ist das Konzept der RR relativ einzigartig. Lediglich die MV Agusta Superveloce verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Optik Café-Racer, alles andere Racer-Racer. Wir hatten jedenfalls jede Menge Spaß mit der Triumph Speed Triple 1200 RR.Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Triumph-Hamburg. Wer Bock hat auf eine Probefahrt: Dort steht sie als Vorführer und freut sich schon auf jede Menge Probefahrten, dazu ist sie schließlich da.
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Aprilia Tuono 660 vs Triumph Speed Triple 1200 RR – Vergleich im Alltag und auf der Straße
Wenn zwei Naked Bikes aufeinandertreffen, die beide für Fahrspaß, Agilität und eine markante Optik stehen, wird der Vergleich schnell spannend. Die Aprilia Tuono 660 und die Triumph Speed Triple 1200 RR verfolgen dabei unterschiedliche Philosophien: Die Tuono 660 setzt auf ein leichtes, lebendiges Gesamtpaket und ein sehr direktes Ansprechverhalten. Die Speed Triple 1200 RR dagegen ist deutlich größer gedacht – mit dem Anspruch, auch bei hoher Dynamik souverän zu bleiben und dabei eine kräftige, durchzugsstarke Performance zu liefern.
Im Folgenden geht es darum, wie sich die beiden Modelle in der Praxis unterscheiden: Wie wirkt sich die Motorisierung auf das Fahrgefühl aus? Was fällt bei Fahrwerk und Bremsen auf? Und welches Bike ist eher für den Alltag, welches eher für sportliche Ausfahrten gemacht?
Motor und Fahrgefühl: Charakter statt nur Zahlen
Der größte Unterschied zwischen Aprilia Tuono 660 und Triumph Speed Triple 1200 RR liegt im Motoransatz. Die Tuono 660 ist spürbar auf ein agiles, drehfreudiges Fahren ausgelegt. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufiges Beschleunigen aus Kurven heraus, zügiges Anfahren in der Stadt und ein dynamisches Spiel mit dem Gas im Vordergrund stehen. Das Ansprechverhalten wirkt dabei eher „direkt“: Gas auf, Reaktion da – ohne dass man das Gefühl bekommt, das Motorrad müsse erst „wach werden“.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR spielt dagegen in einer anderen Liga. Hier steht weniger das „Drehzahlspiel“ im Fokus, sondern die Kraftentfaltung über einen breiteren Bereich. Das zeigt sich vor allem dann, wenn aus mittleren Geschwindigkeiten zügig beschleunigt wird oder wenn Überholmanöver und schnelle Richtungswechsel mit viel Reserven angegangen werden. Die RR-Version vermittelt dabei das Gefühl, dass sie auch bei sportlicher Gangart stabil bleibt und nicht nur im „Sweet Spot“ Spaß macht.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
Aprilia Tuono 660 punktet mit einem lebendigen, leichtfüßigen Charakter. Wer gern früh beschleunigt, häufig schaltet und das Motorrad wie ein Werkzeug für Kurven nutzt, wird die Tuono 660 als sehr passend empfinden. Als mögliche Schwäche kann sich ergeben, dass die Speed Triple 1200 RR bei sehr hohen Ansprüchen an Durchzug und Reserven einfach mehr „Luft“ nach oben bietet.
Triumph Speed Triple 1200 RR ist stark, wenn es um souveräne Power, kräftigen Vortrieb und ein sportliches Gesamtgefühl bei zügigem Fahren geht. Als Gegenpol kann gelten: Das größere Leistungs- und Kraftpaket verlangt je nach Situation mehr Feingefühl – nicht, weil es unbeherrschbar wäre, sondern weil die Dynamik schneller „da“ ist, als man es von einem kleineren Motor gewohnt ist.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. sportliche Stabilität
Beim Handling zeigt sich ein klarer Unterschied: Die Aprilia Tuono 660 wirkt wie ein Motorrad, das auf schnelle Richtungswechsel und ein agiles Einlenken ausgelegt ist. In engen Passagen und bei häufigem Tempowechsel fühlt sie sich besonders natürlich an. Das Fahrwerk unterstützt dabei ein zügiges Vorankommen, ohne dass es sich wie ein reines „Rennsetup“ anfühlt. Dadurch eignet sich die Tuono 660 auch für Touren, bei denen nicht nur die schnellste Linie zählt, sondern auch Komfort und Alltagstauglichkeit eine Rolle spielen.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR setzt stärker auf Stabilität und sportliche Kontrolle. Gerade wenn die Geschwindigkeit steigt oder die Straße unruhiger wird, zeigt sich die RR-Philosophie: Das Motorrad bleibt in der Linie ruhiger, vermittelt mehr „Sicherheit“ bei dynamischer Fahrweise und unterstützt ein selbstbewusstes Kurvenfahren. Das kann bedeuten, dass sich die Speed Triple 1200 RR weniger wie ein „leichtes Spielzeug“ anfühlt, sondern eher wie ein sportlicher Begleiter, der auch bei härterem Einsatz konstant bleibt.
Bremsen und Verzögerung: Vertrauen beim Anbremsen
Beim Thema Bremsen wird der Charakter der beiden Bikes besonders deutlich. Die Triumph Speed Triple 1200 RR bietet durch die sportlichere Ausrichtung und die stärkere Performance das Gefühl, dass auch bei späteren Anbremsungen genügend Reserven vorhanden sind. Das ist vor allem dann spürbar, wenn aus höherem Tempo in die Kurve gebremst wird und das Motorrad dabei stabil bleiben soll.
Die Aprilia Tuono 660 bremst ebenfalls überzeugend und wirkt dabei oft „griffig“ und gut dosierbar. In der Praxis heißt das: Wer sportlich fährt, kann die Verzögerung sauber dosieren und das Motorrad kontrolliert in die Kurve bringen. Die Schwäche liegt eher nicht in der Bremsleistung selbst, sondern im Vergleich zur RR-Variante: Bei maximal ambitionierter Fahrweise kann die Triumph durch ihr Gesamtpaket mehr Reserven ausspielen.
Alltagstauglichkeit: Wie bequem ist der Spaß?
Naked Bikes sind oft dann die richtige Wahl, wenn Alltag und Fahrspaß zusammenpassen sollen. Die Aprilia Tuono 660 ist hier besonders interessant, weil sie sich im Alltag unkompliziert anfühlt. Das Handling ist leicht zu „lesen“, die Sitzposition wirkt nicht übertrieben sportlich und das Motorrad bleibt auch bei wechselnden Streckenabschnitten angenehm. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist oder Touren plant, bei denen auch mal längere Strecken am Stück gefahren werden, findet in der Tuono 660 eine sehr stimmige Balance.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist ebenfalls alltagstauglich, aber mit einem klaren sportlichen Fokus. Das Motorrad wirkt bereit für zügige Ausfahrten und zeigt seine Stärken besonders dann, wenn die Strecke mehr Kurven als Autobahn bietet. Für den Alltag bedeutet das: Es macht Spaß, aber es ist eher ein Bike, das man bewusst fährt – weniger „nebenbei“, mehr mit dem Gefühl, dass es für Dynamik gebaut wurde.
Stärken und Schwächen im Alltag
Aprilia Tuono 660 ist stark, wenn kurze Wege, Stadtverkehr und spontane Touren im Vordergrund stehen. Die mögliche Schwäche ist, dass wer regelmäßig sehr sportlich unterwegs ist und dabei ständig das Maximum sucht, die Grenzen der kleineren Motorisierung früher spüren könnte.
Triumph Speed Triple 1200 RR ist stark, wenn lange Ausfahrten, zügiges Fahren und hohe Ansprüche an Reserven dazugehören. Als Schwäche kann sich ergeben, dass das Motorrad bei sehr entspanntem Fahren weniger „leicht“ wirkt als die Tuono 660 – einfach weil die Performance und die sportliche Ausrichtung stärker spürbar sind.
Komponenten und Gesamtkonzept: Was fühlt sich „runder“ an?
Beim Gesamtkonzept zeigt sich: Die Aprilia Tuono 660 ist ein Motorrad, das auf ein stimmiges Gesamtpaket aus Agilität, direktem Antrieb und einem Fahrgefühl setzt, das schnell Vertrauen aufbaut. Das macht sie besonders attraktiv für Fahrer, die gern selbst aktiv fahren und das Motorrad als dynamisches Werkzeug nutzen.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR wirkt dagegen wie ein Paket, das auf sportliche Performance und Kontrolle bei hoher Dynamik optimiert ist. Das zeigt sich nicht nur im Motor, sondern auch in der Art, wie das Motorrad das Tempo „mitnimmt“ und wie stabil es sich anfühlt, wenn es zügig wird. Wer ein Naked Bike sucht, das auch bei ambitionierter Fahrweise nicht an Charakter verliert, findet in der RR-Variante einen starken Kandidaten.
Welche Unterschiede sind entscheidend?
Wenn die beiden Modelle gegeneinander abgewogen werden, lassen sich die wichtigsten Unterschiede so zusammenfassen:
- Motorcharakter: Tuono 660 wirkt drehfreudig und agil, Speed Triple 1200 RR liefert mehr Durchzug und Reserven.
- Handling: Tuono 660 fühlt sich leichter und wendiger an, Speed Triple 1200 RR setzt stärker auf Stabilität.
- Bremsgefühl: Triumph vermittelt bei sportlicher Gangart mehr „Biss“ im Gesamteindruck, Aprilia bleibt gut dosierbar und kontrollierbar.
- Alltag vs. Sportfokus: Aprilia ist besonders unkompliziert für gemischte Nutzung, Triumph ist eher die Wahl für bewusste sportliche Ausfahrten.
Fazit:
Die Aprilia Tuono 660 ist die bessere Wahl, wenn ein Naked Bike gesucht wird, das im Alltag unkompliziert bleibt und auf kurvigen Strecken mit Agilität und direktem Fahrgefühl überzeugt. Wer gern dynamisch fährt, aber dabei Wert auf ein leichtes Handling und ein Motorrad legt, das sich schnell „richtig“ anfühlt, wird mit der Tuono 660 viel Freude haben. Sie eignet sich besonders für gemischte Nutzung aus Stadt, Landstraße und Touren, bei denen das Motorrad nicht nur schnell, sondern auch angenehm zu bewegen sein soll.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR passt am besten, wenn sportliche Ansprüche höher sind und das Bike auch bei sehr dynamischer Fahrweise souverän bleiben soll. Wer häufig zügig unterwegs ist, gern mit Reserven fährt und ein spürbar kraftvolles Gesamtpaket sucht, findet in der RR-Version den stärkeren Partner. Kurz gesagt: Tuono 660 für agiles, lebendiges Fahren – Speed Triple 1200 RR für maximale Performance und sportliche Stabilität.