| UVP | 6.069 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 14.750 € | |
| Baujahr | von 2016 bis 2023 | |
Pro und Kontra
- leicht und handlich zu fahren
- charakterstarker V2-Motor
- lässiges Design
- schöner Blubber-Sound
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- sehr zugägnglichj dank niedriger Sitzhöhe
- Leistungspotenzial nicht voll ausgeschöpft
- eingeschränkte Soziustauglichkeit
- Bremsen vorne könnte bissiger sein
- Qualität
- Durchzugsvermögen
- Details
- Preis-Leistung
- Langstreckenkomfort
- Drehwilligkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.170 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 730 | mm |
| Höhe | 1.100 | mm |
| Gewicht | 220 | kg |
| Radstand | 1.527 | mm |
| Länge | 2.175 | mm |
| Radstand | 1.527 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.330 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V-Twin/4-Takt | |
| Hubraum | 385 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 60 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxer | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Öl-Luft | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 34 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 35 NM bei 5.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 152 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 417 | km |
| Leistung | 110 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 116 NM bei 6.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 321 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | 35-mm-Upside-down-Gabel (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine (Federweg 65)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 130/90-R16 | |
| Reifen hinten | 150/80-R16 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Telegabel 43 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Paralever | |
| Reifen vorne | 120/70 R 19 | |
| Reifen hinten | 170/60 R 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Bremsscheibe mit 4-Kolben-Axial Bremssattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Bremsscheibe mit schwimmend gelagertem Einkolben-Bremssattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 265 mm) | |
Fazit
Die Benelli Leoncino Bobber 400 ist kein Motorrad für Leistungsfanatiker, keine Mini-Harley-Kopie und auch kein reines Lifestyle-Spielzeug. Sie ist vielmehr ein clever geschnürtes Gesamtpaket für alle, die den Bobber-Stil mögen, aber nicht in Gewicht, Preis und Leistungsexzesse abrutschen wollen. Ihre größten Stärken liegen im eigenständigen Design, in der niedrigen Sitzhöhe, im zugänglichen Handling und vor allem im charmanten V2-Motor mit Riemenantrieb. Schwächen dürfte sie dort zeigen, wo ihre Gattung naturgemäß Grenzen hat: bei Schräglagenfreiheit, Windschutz und sportlicher Härte. Doch genau darum geht es hier nicht. Die Leoncino Bobber 400 will entspannt, cool und charaktervoll sein – und nach allem, was bislang über sie bekannt ist, gelingt ihr das erstaunlich überzeugend. Unter dem Strich ist sie eine der interessantesten Neuerscheinungen im A2-Cruiser-Segment: eigenständig, fair bepreist und mit deutlich mehr Seele, als man in dieser Klasse erwarten würde.
MotorradTest.de auf YouTube
Benelli Leoncino Bobber 400 vs. BMW R nineT Scrambler – Vergleich & Kaufberatung
Wenn es um Retro-Charakter geht, treffen sich zwei Welten: Auf der einen Seite steht die Benelli Leoncino Bobber 400 mit ihrem markanten Bobber-Look und dem Anspruch, Fahrspaß im Alltag unkompliziert zu machen. Auf der anderen Seite steht die BMW R nineT Scrambler, die den Scrambler-Gedanken mit viel Detailverliebtheit und dem typischen BMW-Anspruch an Verarbeitung und Fahrdynamik verbindet. Beide Motorräder wirken auf den ersten Blick wie aus derselben Design-Familie – doch beim Fahren und im Gesamtpaket unterscheiden sie sich deutlich.
Im folgenden Vergleich werden die wichtigsten Punkte gegenübergestellt: Wie unterscheiden sich die beiden Modelle bei Motor- und Fahrcharakter, bei Fahrwerk und Bremsen, bei Sitzposition und Handling sowie bei Ausstattung und Alltagstauglichkeit? Dabei geht es nicht darum, eine pauschale Siegerformel zu finden, sondern darum, welches Motorrad zu welchem Fahrstil und zu welchen Erwartungen passt.
Design und Charakter: Bobber vs. Scrambler
Die Benelli Leoncino Bobber 400 setzt auf den klassischen Bobber-Vibe: kompakte Proportionen, betonte Linien und ein Look, der bewusst „clean“ wirkt. Das Motorrad strahlt eine gewisse Leichtigkeit aus – optisch wie auch vom Gesamteindruck her. Wer ein Motorrad sucht, das im Stadtbild auffällt, ohne dabei überladen zu wirken, findet hier eine stimmige Basis.
Die BMW R nineT Scrambler spielt dagegen die Scrambler-Karte: mehr „Adventure“-Anmutung, robuste Details und ein Gesamtbild, das gleichzeitig retro und erwachsen wirkt. BMW schafft es, den Charakter nicht nur über Optik zu erzählen, sondern auch über die Art, wie sich das Motorrad präsentiert: wertig, durchdacht und mit einem klaren Premium-Fokus.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beim Motorcharakter unterscheiden sich die beiden Konzepte spürbar. Die Benelli Leoncino Bobber 400 zielt auf ein direktes, alltagstaugliches Ansprechverhalten. Die Kraft wirkt dabei eher „zugänglich“: Beschleunigung und Tempoaufbau fühlen sich unkompliziert an, wodurch das Motorrad besonders in urbanen Situationen Spaß macht. Gerade wenn häufiges Anfahren, kurze Strecken und wechselnde Verkehrssituationen den Alltag bestimmen, spielt die Benelli ihre Stärken aus.
Die BMW R nineT Scrambler wirkt im Vergleich oft souveräner und „erwachsener“ in der Art, wie sie Leistung bereitstellt. Der Motor arbeitet so, dass sich längere Strecken und zügigeres Fahren entspannter anfühlen können. Das Motorrad vermittelt dabei mehr Reserven im Fahrgefühl – nicht zwingend, weil es ständig „auf Anschlag“ laufen muss, sondern weil die Leistungsentfaltung insgesamt harmonischer wirkt.
Stärken und Schwächen beim Antrieb
Benelli Leoncino Bobber 400: Stärke ist die unkomplizierte Alltagstauglichkeit. Schwäche kann sein, dass wer regelmäßig sportlich zügig unterwegs ist, schneller an Grenzen des eigenen Anspruchs stößt – vor allem dann, wenn lange Autobahnabschnitte oder sehr dynamische Überholmanöver zur Routine werden.
BMW R nineT Scrambler: Stärke ist das insgesamt souveräne Fahrgefühl und die Premium-Anmutung im Antrieb. Schwäche ist weniger das Motorrad selbst, sondern eher die Erwartungshaltung: Wer vor allem ein günstiges, „einfaches“ Bike sucht, muss sich bewusst sein, dass die BMW-Philosophie stärker in Richtung Premium und damit auch in Richtung höherer Gesamtkosten geht.
Fahrwerk und Bremsen: Stabilität vs. Agilität
Im Fahrwerk zeigt sich der Unterschied zwischen „Alltag mit Stil“ und „Stil mit Fahrdynamik“. Die Benelli Leoncino Bobber 400 ist darauf ausgelegt, sich im Alltag leicht zu bewegen. Das Handling wirkt oft agil, wodurch das Motorrad in der Stadt, auf Landstraßen und bei wechselnden Straßenverhältnissen angenehm zu kontrollieren ist. Gerade bei häufigen Richtungswechseln und beim entspannten Cruisen fühlt sich die Benelli stimmig an.
Die BMW R nineT Scrambler legt den Fokus stärker auf Stabilität und ein präziseres Gesamtgefühl. Das Fahrwerk unterstützt das Motorrad dabei, auch bei flotterem Tempo ruhig und berechenbar zu bleiben. Auf längeren Strecken und bei anspruchsvolleren Kurvenpassagen kann das ein echter Vorteil sein, weil sich das Motorrad weniger „unruhig“ anfühlt und mehr Vertrauen vermittelt.
Bremsen im Vergleich
Bei den Bremsen spielt die BMW häufig ihre Premiumstärke aus: Die Dosierbarkeit und das Ansprechverhalten wirken oft besonders fein. Die Benelli Leoncino Bobber 400 bremst ebenfalls zuverlässig, aber wer sehr sportlich fährt oder häufig aus höheren Geschwindigkeiten stark verzögern möchte, wird die BMW-Feinheit eher zu schätzen wissen.
Sitzposition und Ergonomie: Wer sitzt wie bequem?
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt, weil sie direkt beeinflusst, wie lange ein Motorrad angenehm zu fahren ist. Die Benelli Leoncino Bobber 400 wirkt tendenziell kompakter und „direkter“. Das kann für kürzere Strecken und für das schnelle Umsetzen von Fahrmanövern ein Vorteil sein. Gleichzeitig kann die eher sportlich/retro geprägte Haltung bei längeren Fahrten je nach Körpergröße und Sitzgewohnheit unterschiedlich empfunden werden.
Die BMW R nineT Scrambler bietet häufig eine ergonomische Balance, die sich für längere Touren besser anfühlen kann. Das Motorrad wirkt so, als sei es darauf ausgelegt, nicht nur „gut auszusehen“, sondern auch über Stunden hinweg kontrollierbar und komfortabel zu bleiben. Wer regelmäßig weitere Strecken fährt, profitiert oft von dieser Ausgewogenheit.
Ausstattung und Alltag: Was zählt, wenn man wirklich fährt
Im Alltag entscheidet nicht nur der Motor, sondern auch die Gesamtausstattung und die Art, wie das Motorrad im Alltag funktioniert. Die Benelli Leoncino Bobber 400 punktet typischerweise mit einem stimmigen Setup für den täglichen Gebrauch: Bedienung, Übersichtlichkeit und ein unkompliziertes Fahrgefühl stehen im Vordergrund. Das Motorrad wirkt wie gemacht für „rauf, los, genießen“ – ohne dass man ständig an Details denken muss.
Die BMW R nineT Scrambler spielt dagegen stärker in Richtung Premium-Integration. Verarbeitung, Detailqualität und das Gesamtpaket wirken oft wie aus einem Guss. Wer Wert auf hochwertige Komponenten legt und das Motorrad auch als „Projekt“ im Sinne von Individualisierung betrachtet, findet bei BMW häufig mehr Möglichkeiten, den eigenen Stil auszubauen.
Stärken und Schwächen im Alltag
Benelli Leoncino Bobber 400: Stärke ist die unkomplizierte Nutzung und der klare Fokus auf Fahrspaß im Alltag. Schwäche kann sein, dass bei sehr hohen Ansprüchen an Premium-Details oder bei intensiver Langstrecken-Nutzung die BMW-Philosophie attraktiver wirkt.
BMW R nineT Scrambler: Stärke ist die Premium-Qualität und das souveräne Gesamtgefühl. Schwäche ist die höhere Investition – und damit die Frage, ob das Motorrad wirklich zu den eigenen Fahrgewohnheiten passt oder ob ein „weniger“ an Premium für den Alltag die bessere Wahl wäre.
Für wen passt welches Motorrad?
Die Entscheidung zwischen Benelli Leoncino Bobber 400 und BMW R nineT Scrambler hängt weniger von „besser“ oder „schlechter“ ab, sondern davon, welche Prioritäten gesetzt werden.
Benelli Leoncino Bobber 400 – die passende Wahl für…
… alle, die einen markanten Bobber-Look wollen und ein Motorrad suchen, das sich im Alltag leicht anfühlt. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist, kurze bis mittlere Strecken fährt und dabei Wert auf unkomplizierten Fahrspaß legt, findet in der Benelli eine stimmige Option. Auch dann, wenn das Motorrad nicht als „einmal im Jahr große Tour“ gedacht ist, sondern als regelmäßiger Begleiter.
BMW R nineT Scrambler – die passende Wahl für…
… alle, die ein Premium-Retro-Motorrad suchen und dabei mehr Wert auf souveränes Fahrgefühl, Detailqualität und Langstreckenkomfort legen. Wer gerne zügiger unterwegs ist, längere Strecken plant und das Motorrad nicht nur als Transportmittel, sondern als hochwertiges Gesamtpaket betrachtet, wird an der BMW mehr Freude haben. Auch für Fahrer, die ihr Motorrad gerne individualisieren und dabei auf eine starke Basis setzen, ist die Scrambler-Variante besonders interessant.
Fazit:
Die Benelli Leoncino Bobber 400 ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf einem stimmigen Bobber-Design, unkompliziertem Handling und einem Motorrad liegt, das im Alltag schnell Spaß macht. Sie wirkt leicht zu bewegen, passt gut zu Stadtfahrten und zu entspannten Touren, bei denen das Motorrad vor allem „einfach funktionieren“ soll. Wer regelmäßig längere Strecken sehr dynamisch fährt oder besonders hohe Ansprüche an Premium-Feinheiten stellt, könnte jedoch schneller das Gefühl bekommen, dass die BMW-Philosophie mehr Reserven bietet.
Die BMW R nineT Scrambler überzeugt vor allem als hochwertiges Gesamtpaket: souveräneres Fahrgefühl, oft feinere Dosierbarkeit bei Bremsen und ein insgesamt erwachseneres Auftreten. Sie ist ideal für Fahrer, die Retro-Optik mit Premium-Qualität verbinden möchten und das Motorrad auch auf längeren Strecken genießen wollen. Wer bereit ist, mehr in das Gesamtpaket zu investieren, bekommt dafür ein Motorrad, das sich nicht nur gut anfühlt, sondern auch über viele Details hinweg überzeugt.