| UVP | 7.220 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2005 bis 2006 | |
Pro und Kontra
- sehr leichtes Adventure-Bike
- gute Serien-Ausstattung mit Heizgriffen, ABS Pro, Connectivity mit Navi etc.
- gutmütiges Fahrverhalten
- elastischer Motor
- gute Verarbeitung, guter Qualitätseindruck
- kein Tempomat
- trotz Größe und Gewicht leicht und wendig zu fahren
- gebraucht relativ günstig
- eignet sich auch als Tourer
- herrlicher Boxer mit Sound
- ausreichend Leistung, durchzugsstark
- anfälliges ABS-System
- fummeliger Batterieausbau
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 178 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.161 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.210 | mm |
| Gewicht | 238 | kg |
| Radstand | 1.487 | mm |
| Länge | 2.170 | mm |
| Radstand | 1.487 | mm |
| Sitzhöhe: | 800 | mm |
| Höhe | 1.220 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihentwin | |
| Hubraum | 420 | ccm |
| Hub | 52 | mm |
| Bohrung | 72 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxer 4-Takt | |
| Hubraum | 1.130 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Öl-Luft | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 48 PS bei 8.750 U/Min | |
| Drehmoment | 43 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 165 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 368 | km |
| Leistung | 85 PS bei 6.750 U/Min | |
| Drehmoment | 98 NM bei 5.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 197 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 446 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen, Antriebseinheit mittragend, Stahlrohrheckrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 43 mm (Federweg 180)mm | |
| Federung hinten | Federbein mit einstellbarer Federvorspannung und Zugstufendämpfung inklusive wegeabhängiger Dämpfung (Federweg 180)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90 R19 | |
| Reifen hinten | 130/80 R17 | |
| Rahmenbauart | Dreiteiliges Rahmenkonzept aus Vorder- und Hinterrahmen mit mittragendem Motor | |
| Federung vorne | BMW Motorrad Telelever; Standrohrdurchmesser 35 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 135)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge mit Paralever | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben Durchmesser 310 mm, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Durchmesser 240 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Vierkolben-Festsattel-Doppelscheibenbremse ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Zweikolben-Festsattelbremse ( Ø 276 mm) | |
Fazit: Kleine GS, großer Spaßfaktor
Die BMW F 450 GS ist genau das Motorrad, das der GS-Familie gefehlt hat: leicht, zugänglich, modern und trotzdem glaubwürdig. Sie bringt den Abenteuer-Gedanken zurück auf eine Größe, die im Alltag wirklich Sinn ergibt. Man muss keine Weltreise planen, um mit ihr Spaß zu haben. Eine Feierabendrunde, ein Schotterweg, ein Wochenende mit Softbags oder einfach der tägliche Weg zur Arbeit reichen völlig, damit sie ihren Charakter zeigt.
Ihr größter Trick ist nicht die Technik, nicht der Name und auch nicht die Optik. Ihr größter Trick ist, dass sie sofort Lust macht. Sie wirkt nicht kompliziert, nicht überdimensioniert und nicht wie ein Motorrad, das ständig beweisen muss, wie wichtig es ist. Sie fährt sich leicht, bietet genug Leistung, hat ein ordentliches Fahrwerk, sinnvolle Elektronik und diesen kleinen Schuss GS-Charme, der aus einem normalen Weg plötzlich eine kleine Tour macht.
Wer maximale Leistung, riesige Reichweite und Autobahn-Dominanz sucht, ist hier falsch. Wer aber ein Motorrad will, das im Alltag nicht nervt, auf der Landstraße grinst, im Gelände nicht gleich kapituliert und dabei hochwertig gemacht ist, sollte die F 450 GS sehr ernst nehmen. BMW hat hier keine Baby-GS gebaut, die nur süß aussehen soll. BMW hat eine kleine GS gebaut, die erwachsen genug ist, um vielen großen Motorrädern im echten Leben ziemlich frech auf den Koffer zu fahren.
Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf den Autobahnen A7 oder A21 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.
Fazit - was bleibt hängen
Die BMW R 1150 R ist ein dankbares Bike, welches den Fahrer auch mit hohen Laufleistungen ein souveränes und sicheres Fahrgefühl bietet. Gebrauchte Maschinen dieses Typs gibt es zahlreich, die meisten glücklicherweise im unverbastelten Originalzustand. So richtig billig sind aber auch alte Maschinen nicht: Unter 4.000 Euro sind 1150er im guten Zustand kaum zu haben. Um die Eingangsfrage zu beantworten: Ja, es lohnt sich heute noch, ein 15 Jahre altes Motorrad zu kaufen. Zumindest, wenn es sich um eine BMW R 1150 R handelt.MotorradTest.de auf YouTube
BMW F 450 GS vs BMW R 1150 R: Vergleich der beiden BMW-Charaktere
Wenn zwei BMW-Modelle so unterschiedlich wirken wie die BMW F 450 GS und die BMW R 1150 R, lohnt sich ein genauer Blick. Hier treffen ein modernes, leichtes Konzept mit Fokus auf Agilität und vielseitige Einsatzmöglichkeiten auf einen klassischen Boxer-Antrieb mit spürbarem Charakter und einem bewährten Reise- und Alltagsanspruch. Der Vergleich zeigt: Es geht weniger um „besser“ oder „schlechter“, sondern darum, welches Motorrad zum eigenen Fahrstil, zur gewünschten Nutzung und zum bevorzugten Fahrgefühl passt.
Grundidee und Motorrad-Philosophie
Die BMW F 450 GS steht für ein Konzept, das auf Dynamik und Alltagstauglichkeit setzt. Die GS-Baureihe ist bekannt dafür, dass sie nicht nur auf Asphalt funktioniert, sondern auch auf Schotter und leichtem Offroad-Einsatz eine gute Figur macht. Die BMW R 1150 R dagegen verkörpert den klassischen Roadster-Ansatz: aufrechte bis sportlich entspannte Sitzposition, ein Motor, der sich wie ein „Anker“ anfühlt, und ein Fahrstil, der eher auf gleichmäßiges Gleiten und kontrollierte Kraftentwicklung ausgelegt ist.
Was das im Alltag bedeutet
Wer häufig in der Stadt unterwegs ist, kurze Strecken fährt oder gern flexibel zwischen Fahrbahnen und Fahrstilen wechselt, wird an der F 450 GS vor allem die handliche Auslegung und das agile Handling schätzen. Die R 1150 R spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn längere Strecken anstehen und ein ruhiger, souveräner Rhythmus gefragt ist. Beide Motorräder können Reisen, aber sie „reisen“ auf unterschiedliche Weise: die GS eher vielseitig und variabel, die R eher komfortorientiert und klassisch.
Motor und Antrieb: Charakter statt nur Zahlen
Im direkten Vergleich fällt vor allem der unterschiedliche Motorcharakter auf. Die BMW F 450 GS wirkt im Ansprechverhalten meist direkter und dynamischer. Das macht sie attraktiv für Fahrer, die gern beschleunigen, zügig aus Kurven herauskommen und auch mal spontan das Tempo variieren. Die BMW R 1150 R hingegen bringt den typischen Boxer-Charakter mit: Kraftentfaltung, die sich oft gleichmäßiger anfühlt, dazu ein Motorlauf, der dem Motorrad eine eigene Identität gibt.
Stärken und Schwächen im Fahrgefühl
- BMW F 450 GS: Stärken liegen in der spritzigen Reaktion und dem „leichten“ Gefühl beim Beschleunigen. Schwäche kann sein, dass Fahrer, die einen sehr ruhigen, gleichmäßigen Langstrecken-Flow bevorzugen, den Boxer-Charakter der R vermissen.
- BMW R 1150 R: Stärken liegen in der souveränen Kraftentfaltung und dem klassischen Boxer-Feeling. Schwäche kann sein, dass das Motorrad im Vergleich zur GS weniger „spielerisch“ wirkt, wenn es um schnelle Richtungswechsel oder sehr agile Fahrmanöver geht.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Gelassenheit
Das Fahrwerk ist ein zentraler Unterschied. Die BMW F 450 GS ist auf ein vielseitiges Einsatzprofil ausgelegt: Sie soll auf wechselndem Untergrund kontrollierbar bleiben und dabei ein sicheres, gut dosierbares Fahrgefühl vermitteln. Dadurch wirkt sie oft wie ein Motorrad, das man gern „arbeitet“ – also aktiv fährt, Linien sucht und auch mal abseits der perfekten Straße unterwegs ist.
Die BMW R 1150 R ist dagegen stärker auf Stabilität und Komfort im Reisealltag ausgelegt. Das Fahrwerk unterstützt einen ruhigen Fahrstil, bei dem das Motorrad die Strecke „mitträgt“. In schnellen Passagen oder bei gleichmäßigem Tempo fühlt sich die R oft besonders stimmig an. Wer dagegen häufig enge Kurven, häufiges Stop-and-go oder sehr dynamische Manöver bevorzugt, wird die GS als agiler empfinden.
Bremsen und Kontrolle
Beide Motorräder bieten Bremsleistung, die im Alltag zuverlässig funktioniert. Im Vergleich zeigt sich jedoch: Die F 450 GS wirkt häufig „direkter“ in der Dosierung, was in Situationen mit wechselnder Traktion oder bei sportlicherer Gangart Vorteile bringt. Die R 1150 R punktet eher mit einem berechenbaren Gesamtgefühl – besonders dann, wenn man vorausschauend fährt und das Motorrad nicht ständig an die Grenzen der Dynamik bringt.
Sitzposition und Ergonomie: Wer sitzt wie?
Die Sitzposition entscheidet stark darüber, wie sich ein Motorrad über längere Zeit anfühlt. Die BMW F 450 GS bietet typischerweise eine aufrechte, kontrollierte Haltung, die das Handling erleichtert und den Fahrer auch bei wechselndem Untergrund unterstützt. Das ist praktisch, wenn die Fahrt nicht nur aus Autobahn oder Landstraße besteht, sondern aus einer Mischung aus Alltag, Landstraße und gelegentlichem Schotter.
Die BMW R 1150 R ist eher auf Roadster-typischen Komfort ausgelegt. Die Haltung ist oft entspannter als bei sehr sportlichen Maschinen, aber gleichzeitig so, dass man zügig fahren kann. Für viele Fahrer ist das ein guter Kompromiss aus Alltag und Tour. Wer jedoch sehr häufig im Gelände oder auf holprigem Untergrund unterwegs ist, wird die GS-typische Ergonomie meist als passender empfinden.
Komfort auf langen Strecken
Für lange Touren kann die R 1150 R besonders angenehm sein, weil das Motorrad auf ruhiges Gleiten und Stabilität ausgelegt ist. Die F 450 GS ist ebenfalls tourentauglich, wirkt aber stärker wie ein Motorrad, das man „mitnimmt“: Man fährt nicht nur Strecke ab, sondern erlebt sie abwechslungsreicher. Je nach persönlichem Stil kann das ein Vorteil sein oder auch bedeuten, dass man auf der R den entspannteren Rhythmus bevorzugt.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und gemischte Strecken
Im Alltag zählt vor allem, wie leicht sich ein Motorrad bewegen lässt, wie gut es sich im Verkehr anfühlt und wie unkompliziert es im Alltag bleibt. Die BMW F 450 GS spielt ihre Stärken besonders dort aus, wo häufiges Anfahren, Rangieren und wechselnde Situationen vorkommen. Das Motorrad wirkt oft wie gemacht für „kurz mal raus“ – und wenn es dann doch länger wird, bleibt es flexibel.
Die BMW R 1150 R ist im Alltag ebenfalls stark, aber anders. Sie wirkt häufig wie ein Motorrad, das man gern startet, um dann zügig in einen gleichmäßigen Fahrmodus zu kommen. In der Stadt kann das je nach Fahrweise weniger „leichtfüßig“ wirken als die GS, dafür ist das Gefühl auf der Landstraße oft sehr stimmig.
Stärken und Schwächen im Vergleich
- BMW F 450 GS: Stärken: vielseitig, agil, gut für gemischte Strecken. Schwächen: wer ausschließlich auf maximalen Langstreckenkomfort im klassischen Stil setzt, könnte die R als entspannter empfinden.
- BMW R 1150 R: Stärken: klassischer Boxer-Charakter, souveränes Reisegefühl, stimmiger Roadster-Komfort. Schwächen: bei sehr dynamischem Stadtverkehr oder häufigem „Offroad-light“ wirkt die GS meist passender.
Für wen lohnt sich welcher Kauf?
Der Vergleich zwischen BMW F 450 GS und BMW R 1150 R ist am Ende auch eine Frage der Erwartung. Wer ein Motorrad sucht, das sich modern und flexibel anfühlt, gern variiert fährt und auch mal abseits des perfekten Asphalts unterwegs ist, findet in der F 450 GS häufig die passendere Basis. Sie passt zu Fahrern, die sich nicht auf eine einzige Art von Strecke festlegen wollen.
Wer dagegen ein Motorrad möchte, das mit Charakter, Ruhe und einem klassischen Antriebserlebnis überzeugt, und wer Touren plant, bei denen gleichmäßiges Tempo und souveräne Kontrolle im Vordergrund stehen, wird mit der R 1150 R oft glücklicher. Sie ist besonders attraktiv für Fahrer, die den Boxer-Charakter lieben und ein Motorrad suchen, das sich wie ein bewährter Begleiter anfühlt.
Typische Entscheidungsszenarien
- GS-Szenario: viel gemischte Nutzung, gelegentlich Schotter, häufiges Kurvenfahren, Lust auf Agilität.
- R-Szenario: Fokus auf Landstraße und Touren, Wunsch nach klassischem Fahrgefühl, entspannter Reise-Flow.
Fazit:
Die BMW F 450 GS ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das vielseitig einsetzbar ist und sich im Alltag sowie auf gemischten Strecken besonders agil anfühlt. Ihr Vorteil liegt im dynamischen Ansprechverhalten und im Handling, das Lust auf aktives Fahren macht – inklusive der Möglichkeit, auch mal abseits des reinen Asphalts unterwegs zu sein. Wer häufig zwischen Stadt, Landstraße und „nicht ganz perfekten“ Straßenverhältnissen wechselt, bekommt hier meist das stimmigere Gesamtpaket.
Die BMW R 1150 R spielt ihre Stärken aus, wenn der Fokus auf klassischem Boxer-Charakter, souveränem Fahrgefühl und einem angenehmen Reise-Tempo liegt. Sie wirkt besonders dann überzeugend, wenn längere Strecken im Vordergrund stehen und ein ruhiger, kontrollierter Rhythmus wichtiger ist als maximale Agilität. Wer den Roadster-Ansatz mag und das Motorrad als Charaktermaschine erleben möchte, trifft mit der R oft die richtige Entscheidung.
Kurz gesagt: GS für Vielfalt und Agilität, R für Charakter und Reise-Flow.