UVP 7.220 €
Baujahr von 2026 bis 2026~
UVP
Baujahr von 2010 bis 2018
Die neue, "kleine" GS mit 48 PS für A2-Führerscheininhaber im Test
Weiter zum Testbericht
Rasen statt Reisen?
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • sehr leichtes Adventure-Bike
  • gute Serien-Ausstattung mit Heizgriffen, ABS Pro, Connectivity mit Navi etc.
  • gutmütiges Fahrverhalten
  • elastischer Motor
  • gute Verarbeitung, guter Qualitätseindruck
Kontra:
  • kein Tempomat
Pro:
  • Motorleistung
  • Sound
  • Präzises Fahrwerk
  • Platzverhältnisse
Kontra:
  • Karge Ausstattung

Abmessungen & Gewicht

Gewicht178kg
Radstand1.465mm
Länge2.161mm
Radstand1.465mm
Sitzhöhe: 845 mm
Höhe1.210mm
Gewicht232kg
Radstand1.529mm
Länge2.190mm
Radstand1.529mm
Sitzhöhe: 845 mm
Höhe1.495mm

Motor

Motor-BauartReihentwin
Hubraum420ccm
Hub52mm
Bohrung72mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Hubraum1.198ccm
Hub68mm
Bohrung106mm
Kühlungflüssig
AntriebKette

Fahrleistungen

Leistung48 PS bei 8.750 U/Min
Drehmoment43 NM bei 6.750 U/Min
Höchstgeschw.165km/h
Tankinhalt14Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite368km
Leistung152 PS bei 9.500 U/Min
Drehmoment128 NM bei 7.500 U/Min
Höchstgeschw.248km/h
Tankinhalt20Liter

Fahrwerk

RahmenbauartStahlrohrrahmen, Antriebseinheit mittragend, Stahlrohrheckrahmen
Federung vorneUpside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 43 mm (Federweg 180)mm
Federung hintenFederbein mit einstellbarer Federvorspannung und Zugstufendämpfung inklusive wegeabhängiger Dämpfung (Federweg 180)mm
Aufhängung hintenAluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne100/90 R19
Reifen hinten130/80 R17
Federung hintenMonofederbein

Bremsen

Bremsen vorneEinscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben Durchmesser 310 mm, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinscheibenbremse, Durchmesser 240 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe
Bremsen hintenScheibe

Fazit: Kleine GS, großer Spaßfaktor

Die BMW F 450 GS ist genau das Motorrad, das der GS-Familie gefehlt hat: leicht, zugänglich, modern und trotzdem glaubwürdig. Sie bringt den Abenteuer-Gedanken zurück auf eine Größe, die im Alltag wirklich Sinn ergibt. Man muss keine Weltreise planen, um mit ihr Spaß zu haben. Eine Feierabendrunde, ein Schotterweg, ein Wochenende mit Softbags oder einfach der tägliche Weg zur Arbeit reichen völlig, damit sie ihren Charakter zeigt.

Ihr größter Trick ist nicht die Technik, nicht der Name und auch nicht die Optik. Ihr größter Trick ist, dass sie sofort Lust macht. Sie wirkt nicht kompliziert, nicht überdimensioniert und nicht wie ein Motorrad, das ständig beweisen muss, wie wichtig es ist. Sie fährt sich leicht, bietet genug Leistung, hat ein ordentliches Fahrwerk, sinnvolle Elektronik und diesen kleinen Schuss GS-Charme, der aus einem normalen Weg plötzlich eine kleine Tour macht.

Wer maximale Leistung, riesige Reichweite und Autobahn-Dominanz sucht, ist hier falsch. Wer aber ein Motorrad will, das im Alltag nicht nervt, auf der Landstraße grinst, im Gelände nicht gleich kapituliert und dabei hochwertig gemacht ist, sollte die F 450 GS sehr ernst nehmen. BMW hat hier keine Baby-GS gebaut, die nur süß aussehen soll. BMW hat eine kleine GS gebaut, die erwachsen genug ist, um vielen großen Motorrädern im echten Leben ziemlich frech auf den Koffer zu fahren.

Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf den Autobahnen A7 oder A21 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 7.220€
  • Verfügbarkeit: seit 2026
  • Farben: rot, schwarz, tricolor

MotorradTest.de auf YouTube

BMW F 450 GS vs Ducati Multistrada 1200 – Vergleich für Touren, Alltag und Abenteuer

Wer ein Adventure-Motorrad sucht, landet schnell bei zwei sehr unterschiedlichen Konzepten: Die BMW F 450 GS steht für ein modernes, agiles Gesamtpaket, das sich vor allem durch seine Leichtigkeit, seine klare Fahrbarkeit und den Fokus auf Alltagstauglichkeit auszeichnet. Die Ducati Multistrada 1200 dagegen ist stärker auf den großen Reiseeinsatz und die Premium-Inszenierung ausgelegt. Hier geht es weniger um „einfach nur fahren“, sondern um ein Motorrad, das sich mit Elektronik, Komfort und Fahrspaß zu einem Gesamtbild verbindet.

Im folgenden Vergleich werden die typischen Stärken und Schwächen beider Modelle gegenübergestellt – damit sich schneller ein Gefühl dafür ergibt, welches Bike besser zum eigenen Fahrprofil passt.

Grundidee im Vergleich: Agilität vs. Premium-Reise

BMW F 450 GS: leicht, direkt, alltagstauglich

Die BMW F 450 GS wirkt wie ein Motorrad, das man gern „einfach nimmt“. Das Konzept zielt auf ein gutmütiges Handling, eine übersichtliche Sitzposition und ein Fahrverhalten, das auch im Stadtverkehr und auf kurvigen Landstraßen schnell Vertrauen aufbaut. Gerade wenn häufig kurze bis mittlere Strecken anstehen, spielt die F 450 GS ihre Vorteile aus: Sie lässt sich unkompliziert bewegen und wirkt nicht wie ein schweres Reisegerät, das erst „in Fahrt kommen muss“.

Ducati Multistrada 1200: souverän, komfortorientiert, technisch

Die Ducati Multistrada 1200 ist dagegen ein Motorrad, das sich eher wie ein ausgewachsenes Reise-Tool anfühlt. Die Charakteristik ist stärker auf Durchzug, Stabilität und ein rundes Gesamtpaket ausgelegt. Dazu kommt der Ducati-typische Anspruch an Ausstattung und Fahrgefühl: Elektronik und Komfortfunktionen sorgen dafür, dass sich lange Strecken entspannter anfühlen und das Motorrad je nach Situation „mitdenkt“.

Motor & Fahrcharakter: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt

BMW: kontrolliert und angenehm drehfreudig

Bei der BMW F 450 GS steht die nutzbare Leistung im Vordergrund. Der Motorcharakter wirkt so, dass sich das Motorrad in vielen Situationen spontan und ohne großes „Planen“ bewegen lässt. Das macht sie besonders interessant, wenn häufig im Alltag gefahren wird oder wenn auf Touren viele Wechsel zwischen Stadt, Landstraße und zügigen Passagen vorkommen.

Ducati: mehr Reserven für lange Strecken

Die Ducati Multistrada 1200 spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn es um gleichmäßiges Tempo, souveränen Vortrieb und entspanntes Fahren über längere Distanzen geht. Der Motor liefert spürbar mehr „Biss“ für Überholmanöver und Autobahnabschnitte. Wer häufig mit Gepäck unterwegs ist oder regelmäßig größere Tagesetappen fährt, profitiert von dieser Reiseorientierung.

Fahrwerk & Handling: Agilität vs. Stabilität

BMW F 450 GS: leicht zu bewegen, präzise im Kurvengefühl

Das Fahrwerk der BMW wirkt darauf ausgelegt, das Motorrad in Kurven schnell in die gewünschte Linie zu bringen. Gerade bei wechselnden Untergründen oder wenn es mal enger wird, zeigt sich die Stärke: Das Handling bleibt übersichtlich, das Motorrad wirkt nicht träge. Gleichzeitig ist das Fahrgefühl so abgestimmt, dass es auch auf längeren Strecken nicht „anstrengend“ wird, sondern eher ermüdungsarm bleibt.

Ducati Multistrada 1200: stabiler Geradeauslauf, souverän bei Tempo

Die Multistrada 1200 fühlt sich bei höherem Tempo und auf längeren Strecken besonders stimmig an. Das Motorrad bleibt ruhig, vermittelt Sicherheit und unterstützt den Fahrer dabei, die Linie zu halten. In schnellen Kurven und auf Autobahnabschnitten ist das ein klarer Vorteil. Wer dagegen häufig sehr enge Kehren oder langsame Manöver im Alltag fährt, kann die Ducati als etwas „größer“ wahrnehmen – nicht negativ, aber spürbar anders als die BMW.

Elektronik & Assistenz: Moderne Unterstützung auf unterschiedliche Art

BMW: pragmatisch, gut nutzbar

Die BMW F 450 GS setzt auf Elektronik, die sich in den Alltag einfügt. Das Ziel ist, das Motorrad berechenbar zu machen und Fahrfehler abzufedern, ohne das Fahrgefühl zu „verkomplizieren“. Gerade wenn unterschiedliche Straßenbedingungen vorkommen, hilft die Abstimmung dabei, dass das Motorrad auch dann kontrollierbar bleibt, wenn die Situation nicht perfekt ist.

Ducati: mehr Komfort- und Fahrmodi-Charakter

Die Ducati Multistrada 1200 bringt eine stärkere Premium- und Komfortorientierung mit. Die Elektronik wirkt wie ein Werkzeugkasten: Fahrmodi und Assistenzfunktionen unterstützen je nach Stil und Situation. Das ist besonders dann attraktiv, wenn häufig Touren gefahren werden und das Motorrad nicht nur „funktionieren“, sondern sich anfühlen soll wie ein durchdachtes Reisegerät.

Komfort & Ergonomie: Sitzgefühl, Windschutz und Alltag

BMW: entspannter Einstieg, gute Übersicht

Die BMW F 450 GS punktet mit einer Sitzposition, die nicht übermäßig „sportlich“ wirkt, aber dennoch aktiv genug bleibt. Das macht sie interessant für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sowohl auf Tour als auch im Alltag nicht zu unbequem wird. Der Wind- und Komfortaspekt hängt stark von der konkreten Ausstattung ab, aber das Grundgefühl bleibt: Die F 450 GS ist eher auf „einfach losfahren“ ausgelegt.

Ducati: Reise-Komfort als Schwerpunkt

Die Multistrada 1200 ist deutlich stärker auf Komfort ausgelegt. Das zeigt sich im Gesamtpaket aus Fahrwerkseindruck, Ergonomie und dem Eindruck, dass das Motorrad für längere Strecken gemacht ist. Wer häufig mit längeren Etappen unterwegs ist oder Wert auf ein „ruhiges“ Fahrgefühl legt, wird hier schneller glücklich. Gleichzeitig sollte klar sein: Der Komfortanspruch geht oft mit einem gewissen Anspruch an Abstimmung und Ausstattung einher.

Ausstattung & Praxis: Was im Alltag wirklich zählt

BMW F 450 GS: unkompliziertes Touren-Setup

Die BMW wirkt wie ein Motorrad, das sich gut für ein pragmatisches Setup eignet: Gepäck, Schutz, sinnvolle Ergänzungen – fertig. Gerade wenn das Motorrad nicht nur als „Showpiece“, sondern als echtes Alltags- und Tourenwerkzeug genutzt wird, spielt die F 450 GS ihre Stärken aus. Sie wirkt weniger „aufwendig“, sondern eher effizient.

Ducati Multistrada 1200: Premium-Ausstattung und Reise-Feeling

Die Ducati bringt mehr „Premium-Charakter“ in die Praxis. Das kann bedeuten, dass sich das Motorrad in der Ausstattung stärker unterscheidet, je nach Version und Konfiguration. Wer genau hinschaut und die passende Ausstattung wählt, bekommt ein sehr stimmiges Reisegefühl. Wer dagegen eher schlicht unterwegs sein möchte, könnte die Ducati als „zu viel Motorrad“ empfinden – nicht im Sinne von schlecht, sondern im Sinne von Anspruch.

Stärken & Schwächen im direkten Vergleich

Stärken der BMW F 450 GS

  • Agiles Handling für Stadt, Landstraße und kurvige Strecken
  • Einfaches Fahrgefühl, das schnell Vertrauen aufbaut
  • Alltagstaugliche Ausrichtung mit Fokus auf nutzbare Praxis

Schwächen der BMW F 450 GS

  • Für Fahrer, die vor allem maximale Reise-Reserven suchen, kann die Charakteristik weniger „groß“ wirken
  • Je nach Fahrprofil ist die Ducati bei sehr langen Etappen im Komfort- und Stabilitätsgefühl im Vorteil

Stärken der Ducati Multistrada 1200

  • Reiseorientierter Charakter mit souveränem Vortrieb
  • Stabilität bei Tempo und auf langen Strecken
  • Premium-Elektronik und Komfortanspruch

Schwächen der Ducati Multistrada 1200

  • Im engen Alltag kann sie sich im Vergleich zur BMW größer anfühlen
  • Wer eine möglichst unkomplizierte „Plug-and-Play“-Nutzung ohne viel Feintuning erwartet, muss die Ausstattung bewusst wählen

Für wen lohnt sich welches Motorrad?

BMW F 450 GS – ideal für…

Die BMW F 450 GS passt besonders gut, wenn häufig gemischt gefahren wird: Stadt, Feierabendrunde, Wochenendtour und gelegentlich längere Strecken. Wer ein Motorrad möchte, das leicht zu bewegen ist, schnell reagiert und sich nicht „schwer“ anfühlt, findet in der BMW eine sehr stimmige Wahl. Auch für Fahrer, die Wert auf ein klares, kontrolliertes Fahrgefühl legen, ist die F 450 GS stark.

Ducati Multistrada 1200 – ideal für…

Die Ducati Multistrada 1200 ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt klar auf Reisen liegt: lange Etappen, Autobahnanteile, zügiges Fahren und ein Motorrad, das sich mit Komfort und Elektronik wie ein Premium-Reisebegleiter anfühlt. Wer häufig mit Gepäck unterwegs ist oder einfach das Gefühl von Reserven und Stabilität sucht, wird die Multistrada schneller als „passend“ empfinden.

Fazit:

Die BMW F 450 GS ist die richtige Wahl, wenn ein agiles, leicht zu handhabendes Adventure-Motorrad im Vordergrund steht. Sie überzeugt mit einem unkomplizierten Fahrgefühl, guter Alltagstauglichkeit und einer Linie, die besonders auf kurvigen Strecken und in gemischtem Einsatz Spaß macht. Wer oft spontan fährt, kurze bis mittlere Touren plant oder ein Motorrad sucht, das sich nicht wie ein großes Reisegerät anfühlt, trifft mit der BMW einen sehr passenden Nerv.

Die Ducati Multistrada 1200 lohnt sich vor allem dann, wenn lange Strecken, souveräner Vortrieb und Premium-Komfort Priorität haben. Die Multistrada wirkt stabil bei Tempo, bietet ein stärkeres Reise- und Elektronik-Feeling und macht Touren besonders dann angenehm, wenn es um entspanntes Dahingleiten und Reserven geht. Kurz gesagt: BMW für Agilität und Alltag, Ducati für Reisekomfort und Premium-Stabilität.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙