| UVP | 7.220 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 13.090 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- sehr leichtes Adventure-Bike
- gute Serien-Ausstattung mit Heizgriffen, ABS Pro, Connectivity mit Navi etc.
- gutmütiges Fahrverhalten
- elastischer Motor
- gute Verarbeitung, guter Qualitätseindruck
- kein Tempomat
- Motor
- Sound
- Materialauswahl
- Verarbeitung
- Preis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 178 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.161 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.210 | mm |
| Gewicht | 206 | kg |
| Radstand | 1.514 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.514 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
| Höhe | 1.330 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihentwin | |
| Hubraum | 420 | ccm |
| Hub | 52 | mm |
| Bohrung | 72 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Desmodromisch gesteuerter V2 | |
| Hubraum | 1.079 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 98 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 48 PS bei 8.750 U/Min | |
| Drehmoment | 43 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 165 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 368 | km |
| Leistung | 86 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 4.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 204 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 280 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen, Antriebseinheit mittragend, Stahlrohrheckrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 43 mm (Federweg 180)mm | |
| Federung hinten | Federbein mit einstellbarer Federvorspannung und Zugstufendämpfung inklusive wegeabhängiger Dämpfung (Federweg 180)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90 R19 | |
| Reifen hinten | 130/80 R17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel, einstellbar (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Einstellbares Zentralfederbein (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge aus Alu | |
| Reifen vorne | MT 60 RS 120/70 ZR18 | |
| Reifen hinten | MT 60 RS 180/55 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben Durchmesser 310 mm, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Durchmesser 240 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 245 mm) | |
Fazit: Kleine GS, großer Spaßfaktor
Die BMW F 450 GS ist genau das Motorrad, das der GS-Familie gefehlt hat: leicht, zugänglich, modern und trotzdem glaubwürdig. Sie bringt den Abenteuer-Gedanken zurück auf eine Größe, die im Alltag wirklich Sinn ergibt. Man muss keine Weltreise planen, um mit ihr Spaß zu haben. Eine Feierabendrunde, ein Schotterweg, ein Wochenende mit Softbags oder einfach der tägliche Weg zur Arbeit reichen völlig, damit sie ihren Charakter zeigt.
Ihr größter Trick ist nicht die Technik, nicht der Name und auch nicht die Optik. Ihr größter Trick ist, dass sie sofort Lust macht. Sie wirkt nicht kompliziert, nicht überdimensioniert und nicht wie ein Motorrad, das ständig beweisen muss, wie wichtig es ist. Sie fährt sich leicht, bietet genug Leistung, hat ein ordentliches Fahrwerk, sinnvolle Elektronik und diesen kleinen Schuss GS-Charme, der aus einem normalen Weg plötzlich eine kleine Tour macht.
Wer maximale Leistung, riesige Reichweite und Autobahn-Dominanz sucht, ist hier falsch. Wer aber ein Motorrad will, das im Alltag nicht nervt, auf der Landstraße grinst, im Gelände nicht gleich kapituliert und dabei hochwertig gemacht ist, sollte die F 450 GS sehr ernst nehmen. BMW hat hier keine Baby-GS gebaut, die nur süß aussehen soll. BMW hat eine kleine GS gebaut, die erwachsen genug ist, um vielen großen Motorrädern im echten Leben ziemlich frech auf den Koffer zu fahren.
Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf den Autobahnen A7 oder A21 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.
Fazit
Die Ducati Scrambler hat in der Modellpalette der Italiener eine Sonderstellung: Sie beruhigt den Fahrer. Gleichzeitig liefert sie eine ganz andere Art der Genusstouren, die eher auf Cruisen abzielt. Dafür verzichtet sie auf hohen Nutzwert (und übrigens auch auf eine höhere Geländetauglichkeit). Zwischenspurts auf Landstraßen und in der Stadt sind ihre Reviere, mit bollerndem Sound geht es voran. Wer Spaß haben, wer endlich den Sinn von V2-Motoren erkennen will und derjenige mit dem Sinn für Emotionen kann sich über die Scrambler freuen. Eine Ducati? Ja, aber sie ist für die einen das schwarze Schaf in der Familie, für die anderen die einzige Ducati, die sie sich kaufen möchten. Kunststück: Viel Konkurrenz hat sie nicht, es gibt hauptsächlich die BMW R nineT Scrambler und diverse Triumph-Modelle auf dem Markt.Letzte Anmerkung: Die 1100er steht mit 12.990 Euro in der Preisliste, während es die kleine Schwester mit 75 PS ab knapp 8.000 gibt. Ein happiger Aufpreis für 11 Mehr-PS - aber wer das kann, sollte es sich gönnen.
Das Testmotorrad wurde uns freundlicher Weise von Ducati Hamburg zur Verfügung gestellt.
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BMW F 450 GS vs. Ducati Scrambler 1100 – der Vergleich
Wenn zwei Motorräder aus unterschiedlichen Welten aufeinandertreffen, wird der Vergleich besonders spannend. Die BMW F 450 GS steht für einen modernen, alltagstauglichen Ansatz mit klarer Reise- und Offroad-Ader. Die Ducati Scrambler 1100 dagegen bringt den typischen Scrambler-Charakter: markant, emotional und mit einem Motor, der spürbar nach vorne zieht. Wer sich zwischen beiden Modellen entscheidet, sucht im Grunde nach der passenden Mischung aus Fahrgefühl, Komfort und Einsatzgebiet.
Im Folgenden werden die wichtigsten Unterschiede anhand der im Vergleich betrachteten Punkte herausgearbeitet – ohne Zahlenfriedhof, dafür mit einem Blick auf Stärken und Schwächen im Alltag.
Charakter und Fahrgefühl: GS-Logik vs. Scrambler-Emotion
Die BMW F 450 GS wirkt wie ein Motorrad, das für viele Situationen gebaut ist. Der Fokus liegt auf kontrollierbarer Dynamik, gutem Vortrieb und einem Fahrgefühl, das auch dann noch angenehm bleibt, wenn der Tag länger wird. Besonders auf gemischten Strecken – Stadt, Landstraße und gelegentlich auch unbefestigte Wege – spielt die GS ihre Stärke aus: Sie fühlt sich nicht „zu schade“ an, sondern eher wie ein verlässlicher Begleiter.
Die Ducati Scrambler 1100 setzt dagegen auf den klassischen Ducati-Drive. Der Motor und die Art, wie das Motorrad auf Gasbefehle reagiert, sind deutlich „präsenter“. Das macht Spaß, wenn die Route kurvig ist oder wenn das Fahren selbst im Vordergrund steht. Gleichzeitig ist genau diese Emotionalität auch der Punkt, an dem sich die Frage stellt: Soll das Motorrad vor allem funktionieren und entspannen – oder vor allem begeistern?
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Im Vergleich zeigt sich: Beide Motorräder liefern Vortrieb, aber auf unterschiedliche Weise. Die BMW F 450 GS ist eher auf gleichmäßige, souveräne Kraftentfaltung ausgelegt. Das hilft besonders beim entspannten Fahren, beim Überholen in moderaten Geschwindigkeitsbereichen und bei konstantem Tempo auf längeren Strecken. Das Motorrad wirkt dabei „ruhiger“ in der Reaktion – nicht träge, aber berechenbar.
Die Ducati Scrambler 1100 spielt ihre Stärken stärker in der Dynamik aus. Beim Beschleunigen fühlt sich das Motorrad lebendiger an, und der Motor macht deutlich, dass er nicht nur Transportmittel sein will. Wer gerne zügig fährt oder das Motorrad spürbar arbeiten lässt, bekommt hier mehr „Biss“. Als mögliche Schwäche kann sich das für manche Fahrer in Situationen zeigen, in denen fein dosiertes Fahren gefragt ist – etwa im dichten Stadtverkehr oder bei sehr entspanntem Cruisen.
Fahrwerk und Handling: Kontrolle auf der einen, Agilität auf der anderen Seite
Beim Fahrwerk unterscheiden sich die Schwerpunkte. Die BMW F 450 GS ist auf ein ausgewogenes Zusammenspiel aus Stabilität und Alltagstauglichkeit ausgelegt. Das merkt man daran, dass sie auf wechselndem Untergrund nicht sofort „aus der Spur“ gerät und Kurvenfahrten auch dann noch gut kontrollierbar bleiben, wenn die Straße nicht perfekt ist. Gerade wer gelegentlich abseits der glatten Asphaltwelt unterwegs ist, profitiert von dieser Grundruhe.
Die Ducati Scrambler 1100 punktet eher mit dem Gefühl von Direktheit. Das Motorrad lässt sich spürbar aktiv bewegen, und das macht es attraktiv für Fahrer, die gerne mit dem Motorrad „arbeiten“. In schnellen Richtungswechseln wirkt die Scrambler oft sehr lebendig. Als mögliche Schwäche kann sich je nach Fahrstil ergeben, dass der Fokus stärker auf Fahrspaß liegt als auf maximaler Gelassenheit – vor allem, wenn die Strecke lang und unruhig wird.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beide Motorräder sind auf sicheres Verzögern ausgelegt, aber das subjektive Gefühl kann unterschiedlich sein. Die BMW F 450 GS vermittelt beim Bremsen häufig den Eindruck von Stabilität und kontrollierbarer Dosierbarkeit. Das ist besonders wertvoll, wenn Verkehr, Ampeln und wechselnde Situationen den Alltag prägen.
Die Ducati Scrambler 1100 bietet ebenfalls starke Bremsleistung, wirkt aber im Gesamtpaket oft „sportlicher“ im Ansprechverhalten. Wer zügig fährt und gerne dynamisch bremst, wird das als Vorteil sehen. Wer hingegen sehr entspannt unterwegs ist, kann die sportlichere Charakteristik manchmal als etwas weniger „weich“ empfinden – das ist jedoch stark abhängig von Fahrstil und Beladung.
Ergonomie und Sitzposition: Für welche Körperhaltung passt was?
Die Ergonomie ist ein entscheidender Punkt, weil sie den Unterschied zwischen „einfach fahren“ und „nach einer Weile unzufrieden sein“ ausmachen kann. Die BMW F 450 GS zielt auf eine aufrechte, alltagstaugliche Sitzposition. Das unterstützt eine entspannte Haltung, besonders auf längeren Strecken und bei wechselnder Fahrweise. Auch für Fahrer, die öfter unterwegs sind und nicht nur kurze Touren planen, ist das ein Plus.
Die Ducati Scrambler 1100 bringt eine Sitzposition, die stärker nach „Fahren mit Stil“ wirkt. Lenker und Haltung sind so ausgelegt, dass das Motorrad sich nah am Fahrer anfühlt. Das kann sehr angenehm sein, wenn die Tour kurvig ist und das Fahren im Mittelpunkt steht. Als mögliche Schwäche kann sich ergeben, dass die Haltung für sehr lange Strecken oder für bestimmte Körpergrößen weniger „neutral“ wirkt als bei der GS – hier lohnt ein genauer Blick auf die persönliche Passform.
Komfort und Alltag: Stadt, Landstraße und längere Touren
Im Alltag zählt vor allem, wie gut ein Motorrad mit unterschiedlichen Anforderungen klarkommt. Die BMW F 450 GS wirkt in dieser Hinsicht wie ein Multitalent: Sie ist leicht in den Alltag zu integrieren, bleibt dabei stabil und vermittelt ein Gefühl von „einfach machen“. Gerade wenn der Tagesplan aus Pendeln, kurzen Wegen und gelegentlichen Ausflügen besteht, spielt die GS ihre Stärken aus.
Die Ducati Scrambler 1100 ist ebenfalls alltagstauglich, aber mit stärkerem Fokus auf Fahrgefühl und Stil. In der Stadt kann das Motorrad durch seine Präsenz und den Motorcharakter besonders Spaß machen. Gleichzeitig kann die Scrambler für manche Fahrer weniger „unaufgeregt“ wirken, wenn es darum geht, möglichst entspannt zu rollen. Wer das Motorrad als Erlebnis betrachtet, wird die Vorteile eher sehen; wer vor allem Effizienz und Ruhe sucht, könnte die GS bevorzugen.
Ausstattung und Praxis: Was im Vergleich wirklich zählt
Bei der Ausstattung geht es weniger darum, wer „mehr“ hat, sondern darum, was im Alltag sinnvoll genutzt wird. Die BMW F 450 GS wirkt in der Praxis oft als Motorrad, das auf funktionale Ergänzungen und eine durchdachte Nutzung ausgelegt ist. Das unterstützt die Idee, das Bike flexibel einzusetzen – vom Wochenendtrip bis zur Tour mit Gepäck.
Die Ducati Scrambler 1100 punktet stärker über den Charakter und die Art, wie sich das Motorrad „anfühlt“. Wer Wert auf ein stimmiges Gesamtbild legt und das Motorrad gerne individuell gestaltet, wird hier eher glücklich. Als Schwäche kann sich zeigen, dass der Fokus stärker auf dem Erlebnis liegt als auf maximaler Zweckmäßigkeit – je nachdem, wie man das Motorrad tatsächlich nutzt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
BMW F 450 GS – Stärken
- Allround-Charakter: gut für gemischte Strecken und wechselnde Bedingungen
- Kontrolliertes Fahrgefühl: berechenbar und angenehm im Alltag
- Komfortorientierte Ergonomie: hilfreich für längere Fahrten
- Reise- und Nutzgedanke: wirkt wie ein Motorrad zum Mitnehmen
BMW F 450 GS – mögliche Schwächen
- Wer vor allem maximale Emotion sucht, könnte die Charakteristik als etwas „ruhiger“ empfinden
- In sehr dynamischen Situationen hängt der Spaß stärker vom eigenen Fahrstil ab
Ducati Scrambler 1100 – Stärken
- Emotionaler Motorcharakter: spürbar lebendig beim Beschleunigen
- Agiles Fahrgefühl: macht Lust auf Kurven und dynamische Fahrten
- Stil und Präsenz: Motorrad-Feeling steht klar im Vordergrund
Ducati Scrambler 1100 – mögliche Schwächen
- Für sehr entspannte Langstreckenfahrer kann die „Erlebnis“-Ausrichtung weniger neutral wirken
- Im dichten Stadtverkehr kann die Dosierbarkeit je nach Gewohnheit unterschiedlich empfunden werden
Fazit:
Die BMW F 450 GS ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das im Alltag zuverlässig funktioniert und auf gemischten Strecken souverän bleibt. Wer häufig unterwegs ist, auch mal abseits des perfekten Asphalts fährt und dabei Wert auf eine entspannte Sitzposition sowie ein kontrolliertes Fahrgefühl legt, bekommt mit der GS ein stimmiges Gesamtpaket. Die Ducati Scrambler 1100 passt dagegen besonders gut zu Fahrern, die das Motorrad vor allem als Erlebnis sehen: mit einem Motor, der deutlich mehr Emotion vermittelt, und einem Fahrgefühl, das Lust auf Dynamik macht. Wer kurvige Strecken genießt, gerne zügig unterwegs ist und das Design sowie den Charakter stärker gewichtet als maximale Zweckmäßigkeit, wird an der Scrambler mehr Freude haben.
Kurz gesagt: GS für Vielseitigkeit und Ruhe, Scrambler für Fahrspaß und Präsenz.