UVP 7.220 €
Baujahr von 2026 bis 2026~
UVP 10.645 €
Baujahr von 2011 bis 2024
Die neue, "kleine" GS mit 48 PS für A2-Führerscheininhaber im Test
Weiter zum Testbericht
Japanische Schönheit mit viel Chrome und Königswelle.
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • sehr leichtes Adventure-Bike
  • gute Serien-Ausstattung mit Heizgriffen, ABS Pro, Connectivity mit Navi etc.
  • gutmütiges Fahrverhalten
  • elastischer Motor
  • gute Verarbeitung, guter Qualitätseindruck
Kontra:
  • kein Tempomat
Pro:
  • lässige Optik
  • cooler Sound
  • einfaches Fahrverhalten
  • einfachste Bedienung
  • viel Chrome
Kontra:
  • Bremsen könnten stärker zupacken
  • teilweise Vibrationen
  • überschaubare Leistung

Abmessungen & Gewicht

Gewicht178kg
Radstand1.465mm
Länge2.161mm
Radstand1.465mm
Sitzhöhe: 845 mm
Höhe1.210mm
Gewicht221kg
Radstand1.465mm
Länge2.180mm
Radstand1.465mm
Sitzhöhe: 790 mm
Höhe1.075mm

Motor

Motor-BauartReihentwin
Hubraum420ccm
Hub52mm
Bohrung72mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartReihe
Hubraum773ccm
Hub83mm
Bohrung77mm
KühlungLuft
AntriebKette
Gänge5

Fahrleistungen

Leistung48 PS bei 8.750 U/Min
Drehmoment43 NM bei 6.750 U/Min
Höchstgeschw.165km/h
Tankinhalt14Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite368km
Leistung48 PS bei 6.500 U/Min
Drehmoment60 NM bei 2.500 U/Min
Höchstgeschw.170km/h
Tankinhalt14Liter

Fahrwerk

RahmenbauartStahlrohrrahmen, Antriebseinheit mittragend, Stahlrohrheckrahmen
Federung vorneUpside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 43 mm (Federweg 180)mm
Federung hintenFederbein mit einstellbarer Federvorspannung und Zugstufendämpfung inklusive wegeabhängiger Dämpfung (Federweg 180)mm
Aufhängung hintenAluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne100/90 R19
Reifen hinten130/80 R17
RahmenbauartDoppelschleife
Federung vorneTelegabel 41mm, nicht einstellbar (Federweg 130)mm
Federung hintenStereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 107)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne100/90-19 Zoll
Reifen hinten130/80-18 Zoll

Bremsen

Bremsen vorneEinscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben Durchmesser 310 mm, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinscheibenbremse, Durchmesser 240 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm)
Bremsen vorneEinzelscheibe ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe

Fazit: Kleine GS, großer Spaßfaktor

Die BMW F 450 GS ist genau das Motorrad, das der GS-Familie gefehlt hat: leicht, zugänglich, modern und trotzdem glaubwürdig. Sie bringt den Abenteuer-Gedanken zurück auf eine Größe, die im Alltag wirklich Sinn ergibt. Man muss keine Weltreise planen, um mit ihr Spaß zu haben. Eine Feierabendrunde, ein Schotterweg, ein Wochenende mit Softbags oder einfach der tägliche Weg zur Arbeit reichen völlig, damit sie ihren Charakter zeigt.

Ihr größter Trick ist nicht die Technik, nicht der Name und auch nicht die Optik. Ihr größter Trick ist, dass sie sofort Lust macht. Sie wirkt nicht kompliziert, nicht überdimensioniert und nicht wie ein Motorrad, das ständig beweisen muss, wie wichtig es ist. Sie fährt sich leicht, bietet genug Leistung, hat ein ordentliches Fahrwerk, sinnvolle Elektronik und diesen kleinen Schuss GS-Charme, der aus einem normalen Weg plötzlich eine kleine Tour macht.

Wer maximale Leistung, riesige Reichweite und Autobahn-Dominanz sucht, ist hier falsch. Wer aber ein Motorrad will, das im Alltag nicht nervt, auf der Landstraße grinst, im Gelände nicht gleich kapituliert und dabei hochwertig gemacht ist, sollte die F 450 GS sehr ernst nehmen. BMW hat hier keine Baby-GS gebaut, die nur süß aussehen soll. BMW hat eine kleine GS gebaut, die erwachsen genug ist, um vielen großen Motorrädern im echten Leben ziemlich frech auf den Koffer zu fahren.

Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf den Autobahnen A7 oder A21 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 7.220€
  • Verfügbarkeit: seit 2026
  • Farben: rot, schwarz, tricolor

Fazit - was bleibt hängen

Keine Ganganzeige, kein Benzinfüllstandsanzeige, keine Fahrmodi, kein gar nichts. Die Kawasaki W800 verzichtet bewusst auf alles, was heutige moderne Maschinen an Technik an Bord haben. Ist das schlimm? Im Gegenteil, bei einem Retrobike wie der W800 ist das genau richtig. Statt in irgendwelchen Menüs herumzufummeln starten wir einfach den Motor und fahren los. Herrlich. Übrigens hätte der W800 ein Kickstarter irgendwie auch gut zu Gesicht gestanden. Naja, im Alltag ist so ein Anlasser per Knopfdruck dann vielleicht doch ganz okay. Moderne Technik eben...
 
Vielen Dank an Thomas aus Meldorf, der uns seine Kawasaki W800 für diesen Test zur Verfügung gestellt hat. Einen Kaffee und ein interessantes Gespräch zur Lage der Nation war auch noch drin - insgesamt daher ein schöner Tag mit einem schönen Motorrad.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 10.645 €
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 7.000 €
  • Verfügbarkeit: seit 2011
  • Farben: grau-schwarz-blau

MotorradTest.de auf YouTube

BMW F 450 GS vs. Kawasaki W 800 – Vergleich für Alltag, Tour & Stil

Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, steckt oft genau darin der Reiz: Die BMW F 450 GS steht für ein modernes, vielseitiges Konzept, das sich auf Alltag und Tour gleichermaßen wohlfühlt. Die Kawasaki W 800 dagegen setzt auf klassischen Retro-Charme und einen Motorcharakter, der eher nach entspanntem Cruisen klingt als nach sportlicher Eile. Im folgenden Vergleich geht es darum, wie sich die beiden Konzepte im Alltag anfühlen – und welche Stärken und Schwächen sich daraus ergeben.

Grundidee der beiden Motorräder

BMW F 450 GS: vielseitig und alltagstauglich

Die BMW F 450 GS ist als Konzept auf Flexibilität ausgelegt. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man nicht nur für die Wochenendrunde nutzt, sondern auch für regelmäßige Fahrten: zur Arbeit, über Landstraßen, auf Touren mit wechselndem Tempo. Das spürt man vor allem daran, dass die Maschine auf kontrolliertes Fahren und eine stimmige Balance zwischen Komfort und Agilität ausgelegt ist.

Kawasaki W 800: Retro-Vibe und entspanntes Fahren

Die Kawasaki W 800 verfolgt einen anderen Ansatz. Hier steht der Charakter im Vordergrund: ein klassisches Styling, eine Sitzposition, die eher nach „einsteigen und losfahren“ aussieht, und ein Motor, der sich auf gleichmäßiges Dahingleiten konzentriert. Wer gern mit Gefühl fährt, statt ständig die nächste Beschleunigung zu suchen, findet in der W 800 schnell den passenden Rhythmus.

Motorcharakter und Fahrgefühl im Vergleich

BMW F 450 GS: dynamisch nutzbar statt nur „laut“

Im Vergleich zeigt sich: Die BMW F 450 GS wirkt so abgestimmt, dass sie in vielen Situationen souverän reagiert. Beim Anfahren und im Stadtverkehr spielt sie ihre Stärken aus, weil sie sich gut dosieren lässt. Auf Landstraßen fühlt sie sich dann wie ein Motorrad an, das man zügig bewegen kann, ohne dass es ständig nach „mehr“ verlangt. Die BMW ist damit eher die Wahl für Fahrer, die unterschiedliche Strecken fahren und dabei nicht jedes Mal das Setup neu „denken“ wollen.

Kawasaki W 800: Drehmomentgefühl und ruhige Kraftentfaltung

Die Kawasaki W 800 setzt stärker auf ein gleichmäßiges, angenehmes Ansprechverhalten. Der Motor wirkt weniger wie ein „Sportgerät“, sondern mehr wie ein Cruiser, der Kraft in einem Bereich bereitstellt, der sich für entspanntes Fahren anbietet. Das ist besonders dann angenehm, wenn die Strecke nicht ständig nach Vollgas ruft, sondern nach flüssigem Vorankommen. Wer gern im mittleren Drehzahlbereich unterwegs ist, wird die W 800 schnell als stimmig empfinden.

Sitzposition und Ergonomie

BMW F 450 GS: aufrechte Kontrolle

Die BMW F 450 GS bietet eine Sitzposition, die eher auf Übersicht und Kontrolle ausgelegt ist. Dadurch wirkt sie im Alltag praktisch: man sitzt nicht zu „gestreckt“, aber auch nicht zu „eingekuschelt“. Das hilft vor allem bei längeren Fahrten, weil die Haltung nicht nach kurzer Zeit in eine Richtung kippt. Gleichzeitig unterstützt die Ergonomie das aktive Fahren, etwa beim Wechsel zwischen Stadt und Landstraße.

Kawasaki W 800: entspannter Cruiser-Ansatz

Bei der Kawasaki W 800 ist die Sitzhaltung klar cruiser-orientiert. Das kann ein großer Vorteil sein, wenn man lange Strecken ruhig und gelassen fahren möchte. Gleichzeitig ist das Motorrad damit weniger auf „sportliche“ Beweglichkeit ausgelegt. Wer häufig enge Kurven dynamisch ansteuert oder viel mit sportlicher Haltung unterwegs ist, könnte die W 800 als weniger „agil“ empfinden als die BMW.

Fahrwerk, Handling und Alltagstauglichkeit

BMW F 450 GS: agil und souverän

Die BMW F 450 GS spielt ihre Stärken beim Handling aus. Sie wirkt so abgestimmt, dass Richtungswechsel leichtfallen und man das Motorrad gut kontrollieren kann. Gerade im Alltag, wenn sich Tempo und Untergrund ständig ändern, ist das ein Pluspunkt. Die BMW wirkt außerdem so, als wäre sie darauf vorbereitet, nicht nur auf perfekten Straßen zu glänzen, sondern auch mit Unebenheiten und wechselndem Grip klarzukommen.

Kawasaki W 800: stabil und komfortorientiert

Die Kawasaki W 800 fühlt sich eher wie ein Motorrad an, das Stabilität und Komfort in den Vordergrund stellt. Das ist besonders angenehm, wenn man gleichmäßig fährt und nicht ständig „arbeitet“. Auf der anderen Seite kann das Handling im Vergleich weniger „leicht“ wirken, wenn man sehr aktiv fährt oder häufig schnelle Richtungswechsel erzwingt. Für entspannte Touren ist das oft genau richtig – für sportlich ambitionierte Fahrstile weniger.

Bremsen und Sicherheit im Vergleich

Beide Motorräder sind so konzipiert, dass sie im Alltag verlässlich bremsen. Im Vergleich zeigt sich jedoch ein Unterschied im Charakter: Die BMW F 450 GS wirkt tendenziell wie ein Motorrad, das man präzise dosieren kann, was in wechselnden Situationen hilft. Die Kawasaki W 800 kann ebenfalls souverän verzögern, wirkt aber stärker auf „ruhige Kontrolle“ ausgelegt. Wer häufig in dichten Stadtverkehrsphasen unterwegs ist, wird die BMW oft als feinfühliger empfinden; wer eher Landstraße und entspannte Touren fährt, wird mit der W 800 ebenfalls gut zurechtkommen.

Stärken und Schwächen – direkt gegenübergestellt

Stärken der BMW F 450 GS

  • Vielseitigkeit: passt gut zu unterschiedlichen Strecken und Fahrstilen.
  • Agiles Handling: macht Richtungswechsel und aktives Fahren leichter.
  • Alltagstaugliche Ergonomie: unterstützt eine kontrollierte Sitzhaltung über längere Zeit.
  • Motor nutzbar in vielen Situationen: nicht nur für „eine Art“ Fahrt gedacht.

Schwächen bzw. Grenzen der BMW F 450 GS

  • Wer ausschließlich den Retro-Charakter sucht, findet bei der BMW weniger „Cruiser-Feeling“.
  • Für sehr entspannte, langsame Fahrten kann die BMW sich „zu vielseitig“ anfühlen, weil sie automatisch zu mehr Fahraktivität einlädt.

Stärken der Kawasaki W 800

  • Retro-Charme: optisch und vom Fahrgefühl her klarer Wiedererkennungswert.
  • Entspanntes Cruisen: Motorcharakter und Sitzposition fördern ruhiges Fahren.
  • Stabilität: wirkt auf längeren Strecken angenehm berechenbar.
  • Guter Fokus auf Genuss: weniger „Technik- und Tempo-Spiel“, mehr Fahrkultur.

Schwächen bzw. Grenzen der Kawasaki W 800

  • Weniger „leicht“ im Handling, wenn häufig sehr dynamisch gefahren wird.
  • Wer viel in Situationen unterwegs ist, in denen schnelle Richtungswechsel und aktives Arbeiten gefragt sind, könnte die BMW als passender empfinden.

Für welche Fahrprofile passt welches Motorrad?

Stadt, Pendeln und gemischte Strecken

Wenn der Alltag aus kurzen Wegen, wechselndem Tempo und gelegentlichen Ausflügen besteht, ist die BMW F 450 GS meist die bessere Wahl. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man ohne großen Aufwand „mitnimmt“ und das in vielen Situationen souverän bleibt. Die Kawasaki W 800 kann zwar ebenfalls im Alltag funktionieren, aber sie spielt ihre Stärken stärker dann aus, wenn die Fahrt mehr nach Genuss und weniger nach „Durchschleusen“ aussieht.

Landstraße und Touren

Für Touren auf Landstraßen ist die Entscheidung weniger eindeutig: Die BMW F 450 GS punktet, wenn die Tour abwechslungsreich ist und man gern flexibel beschleunigt, bremst und Kurven dynamisch ansteuert. Die Kawasaki W 800 ist dagegen besonders attraktiv, wenn die Tour nach ruhigem Tempo, gleichmäßigem Rhythmus und klassischem Fahrgefühl klingt. Beide können lange Strecken, aber sie liefern unterschiedliche Arten von Komfort.

Fahrstil: aktiv vs. entspannt

Wer gern aktiv fährt, sich auf präzises Handling freut und das Motorrad als Werkzeug für unterschiedliche Situationen sieht, wird mit der BMW F 450 GS glücklicher. Wer dagegen Wert auf entspannte Fahrkultur legt, das Motorrad eher als Begleiter für Genussmomente versteht und den Retro-Look liebt, findet in der Kawasaki W 800 eine sehr stimmige Option.

Kaufberatung: worauf beim Vergleich achten?

Beim Vergleich der BMW F 450 GS und der Kawasaki W 800 lohnt es sich, nicht nur auf Daten zu schauen, sondern auf das, was sich beim Fahren wirklich unterscheidet: Wie fühlt sich die Sitzposition an? Wie leicht lässt sich das Motorrad im Alltag bewegen? Passt der Motorcharakter zum eigenen Fahrstil? Gerade bei unterschiedlichen Konzepten ist eine Probefahrt oft der schnellste Weg, um die richtige Richtung zu finden.

Fazit:

Die BMW F 450 GS ist die passendere Wahl, wenn ein Motorrad für viele Situationen funktionieren soll: Stadt, Landstraße und Touren mit abwechslungschem Tempo. Ihr Vorteil liegt in der vielseitigen Abstimmung, dem agilen Handling und einer Ergonomie, die über längere Zeit kontrolliert bleibt. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur für eine bestimmte Art Fahrt „richtig“ ist, sondern für den Alltag und darüber hinaus, wird mit der BMW meist besser bedient.

Die Kawasaki W 800 ist dagegen ideal für alle, die vor allem Fahrgefühl und Stil suchen: entspanntes Cruisen, ein klassischer Charakter und ein Motorrad, das sich auf gleichmäßigen Rhythmus freut. Sie wirkt besonders dann stimmig, wenn Touren eher nach Genuss als nach sportlicher Aktivität klingen. Kurz gesagt: BMW für Vielseitigkeit und aktives Fahren, Kawasaki für Retro-Genuss und ruhige Touren.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙