| UVP | 7.220 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 20.299 € | |
| Baujahr | von 2013 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- sehr leichtes Adventure-Bike
- gute Serien-Ausstattung mit Heizgriffen, ABS Pro, Connectivity mit Navi etc.
- gutmütiges Fahrverhalten
- elastischer Motor
- gute Verarbeitung, guter Qualitätseindruck
- kein Tempomat
- Kraftvoller Motor
- Stabiles Fahrwerk
- Bedienung
- Elektronische Helfer
- Bremsen
- Soziustauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 178 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.161 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.210 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.497 | mm |
| Radstand | 1.497 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihentwin | |
| Hubraum | 420 | ccm |
| Hub | 52 | mm |
| Bohrung | 72 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V2 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 48 PS bei 8.750 U/Min | |
| Drehmoment | 43 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 165 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 368 | km |
| Leistung | 180 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 140 NM bei 8.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 287 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen, Antriebseinheit mittragend, Stahlrohrheckrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 43 mm (Federweg 180)mm | |
| Federung hinten | Federbein mit einstellbarer Federvorspannung und Zugstufendämpfung inklusive wegeabhängiger Dämpfung (Federweg 180)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90 R19 | |
| Reifen hinten | 130/80 R17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP-USD Ø 48 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | WP-Monoshock per Umlenkung (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 200/55-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben Durchmesser 310 mm, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Durchmesser 240 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | 2 x Brembo Stylema Monoblock Vierkolben-Radialfestsattel, Bremsscheiben, schwimmend ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit: Kleine GS, großer Spaßfaktor
Die BMW F 450 GS ist genau das Motorrad, das der GS-Familie gefehlt hat: leicht, zugänglich, modern und trotzdem glaubwürdig. Sie bringt den Abenteuer-Gedanken zurück auf eine Größe, die im Alltag wirklich Sinn ergibt. Man muss keine Weltreise planen, um mit ihr Spaß zu haben. Eine Feierabendrunde, ein Schotterweg, ein Wochenende mit Softbags oder einfach der tägliche Weg zur Arbeit reichen völlig, damit sie ihren Charakter zeigt.
Ihr größter Trick ist nicht die Technik, nicht der Name und auch nicht die Optik. Ihr größter Trick ist, dass sie sofort Lust macht. Sie wirkt nicht kompliziert, nicht überdimensioniert und nicht wie ein Motorrad, das ständig beweisen muss, wie wichtig es ist. Sie fährt sich leicht, bietet genug Leistung, hat ein ordentliches Fahrwerk, sinnvolle Elektronik und diesen kleinen Schuss GS-Charme, der aus einem normalen Weg plötzlich eine kleine Tour macht.
Wer maximale Leistung, riesige Reichweite und Autobahn-Dominanz sucht, ist hier falsch. Wer aber ein Motorrad will, das im Alltag nicht nervt, auf der Landstraße grinst, im Gelände nicht gleich kapituliert und dabei hochwertig gemacht ist, sollte die F 450 GS sehr ernst nehmen. BMW hat hier keine Baby-GS gebaut, die nur süß aussehen soll. BMW hat eine kleine GS gebaut, die erwachsen genug ist, um vielen großen Motorrädern im echten Leben ziemlich frech auf den Koffer zu fahren.
Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf den Autobahnen A7 oder A21 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.
Fazit - doch kein Biest
Ist die Super Duke das Biest, wie KTM sie selber nennt? Nein. Trotz all der formidablen Leistung, die immer zur Verfügung steht: Kaum je wurde diese so verantwortungsbewusst dargeboten. Biestig ist hier nichts, was für ein Glück. Die Super Duke wird öfter Freudentränen statt Angstschweiß produzieren.
Die KTM ist ein umgängliches Motorrad, das sich selbst in der Stadt nicht unwohl fühlt. Für ein Naked Bike ist die Soziustauglichkeit verträglich, der Windschutz hingegen … nunja. Wer jemals die Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h ausprobieren will, sollte sich gut festhalten oder mit 30 Metern doppelseitigem Klebeband am Bike fixieren.
Ansonsten: Daumen hoch!
Das Test-Bike wurde uns von Motorrad-Ruser zur Verfügung gestellt.
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BMW F 450 GS vs KTM 1290 Super Duke R: Vergleich für unterschiedliche Fahrwelten
Wenn zwei Motorräder so klar unterschiedliche Konzepte verfolgen, wird der Vergleich besonders spannend. Die BMW F 450 GS steht für Agilität, Alltagstauglichkeit und eine Ausrichtung, die sowohl auf Touren als auch auf leichtes Gelände zielt. Die KTM 1290 Super Duke R dagegen ist ein kompromissloses Naked-Bike mit Fokus auf Dynamik, Temperament und sportlicher Performance. Genau hier liegt der Kern des Vergleichs: Nicht nur die technischen Daten unterscheiden sich, sondern vor allem, wie sich die Maschinen im Alltag und auf der Strecke anfühlen.
Grundidee und Charakter: Enduro-nah vs. Streetfighter pur
BMW F 450 GS: vielseitig, kontrolliert, alltagstauglich
Die BMW F 450 GS wirkt wie ein Motorrad, das man gern nutzt. Der Charakter ist eher „mitdenken“ als „durchreißen“. In der Praxis bedeutet das: Die Maschine macht es leicht, zügig zu fahren, ohne dass man ständig am Limit arbeiten muss. Gerade im Stadtverkehr und auf kurvigen Landstraßen spielt die GS ihre Stärken aus, weil sie handlich bleibt und das Fahrgefühl sehr direkt, aber gut kontrollierbar ist.
KTM 1290 Super Duke R: aggressiv, schnell, kompromisslos
Die KTM 1290 Super Duke R ist dagegen ein Statement. Das Bike ist auf maximale Dynamik ausgelegt und belohnt sportliches Fahren. Der Motorcharakter ist deutlich „präsenter“, die Beschleunigung wirkt kraftvoll und spontan. Wer gern zügig beschleunigt, früh einlenkt und das Motorrad aktiv bewegt, findet hier eine Maschine, die sich wie ein Werkzeug für schnelle Kurven und flotte Ausfahrten anfühlt.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der beiden Modelle zeigt sich ein klarer Unterschied: Die BMW F 450 GS setzt auf ein harmonisches Zusammenspiel aus Motorleistung, Drehmomentverlauf und gut dosierbarer Kraft. Das macht sie besonders attraktiv, wenn unterschiedliche Streckenprofile anstehen – von der kurzen Runde bis zur längeren Tour. Die KTM 1290 Super Duke R hingegen spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn es um kräftige Schubphasen und spürbare Reserven geht. Das Motorrad fühlt sich dann besonders lebendig an und zieht auch bei sportlicher Gangart souverän nach vorn.
Stärken und Schwächen lassen sich hier gut gegenüberstellen: Die BMW wirkt oft „leichter zu fahren“, weil die Kraft gut in den Alltag integrierbar ist. Die KTM ist dagegen „intensiver“ – wer das mag, bekommt ein sehr direktes Fahrerlebnis. Wer eher entspannt unterwegs sein will, empfindet die KTM mitunter als fordernder, weil das Bike förmlich dazu einlädt, das Tempo hochzuziehen.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. sportliche Stabilität
Im Handling unterscheiden sich die Motorräder spürbar. Die BMW F 450 GS wirkt wendig und unkompliziert. Gerade bei häufigem Richtungswechsel, beim Rangieren oder auf wechselhaftem Untergrund ist das ein Vorteil. Die Maschine vermittelt ein Gefühl von Kontrolle, ohne dass man viel „arbeiten“ muss.
Die KTM 1290 Super Duke R ist dagegen auf sportliche Dynamik ausgelegt. In schnellen Passagen und bei zügigem Kurventempo zeigt sie ihre Stabilität und ihr Durchsetzungsvermögen. Gleichzeitig verlangt sie mehr Aufmerksamkeit, wenn man sehr langsam oder sehr vorsichtig unterwegs ist – nicht, weil sie schlecht wäre, sondern weil das Konzept stärker auf Performance getrimmt ist.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beim Thema Bremsen zeigt sich in der Praxis vor allem der Unterschied zwischen „komfortabler Alltagsbremsung“ und „sportlicher Verzögerung“. Die BMW F 450 GS bietet ein gut dosierbares Bremsgefühl, das sich für Alltag und Touren sehr angenehm anfühlt. Das ist besonders hilfreich, wenn man nicht ständig auf maximale Verzögerungswerte aus ist, sondern einfach sicher und kontrolliert fahren möchte.
Die KTM 1290 Super Duke R ist auf sportliches Tempo ausgelegt. Das bedeutet: Beim harten Verzögern und in sportlichen Situationen wirkt die Bremsleistung besonders kraftvoll. Wer gern dynamisch fährt, bekommt hier schnell ein hohes Maß an Vertrauen. Wer dagegen überwiegend entspannt unterwegs ist, kann die KTM-Bremsperformance als „zu viel des Guten“ empfinden – nicht negativ, aber eben nicht der Fokus.
Elektronik und Fahrmodi: Unterstützung oder Feintuning
Beide Motorräder setzen auf moderne Elektronik, aber mit unterschiedlicher Zielrichtung. Die BMW F 450 GS wirkt so, als sei die Elektronik darauf ausgelegt, das Fahren in vielen Situationen angenehm zu machen: kontrolliert, berechenbar und leicht anpassbar. Das hilft besonders dann, wenn unterschiedliche Bedingungen herrschen oder wenn man sich nicht jedes Mal neu auf das Motorrad einstellen möchte.
Die KTM 1290 Super Duke R nutzt Elektronik stärker als Teil des sportlichen Pakets. Fahrmodi und Assistenzsysteme unterstützen dabei, die Leistung je nach Fahrstil zu kanalisieren. Das ist ein Vorteil, wenn man die Maschine bewusst bewegt und das Setup fein abstimmen möchte. Gleichzeitig gilt: Wer Elektronik eher als „nice to have“ sieht, wird bei der KTM mehr Möglichkeiten finden, als man im Alltag wirklich nutzt.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie – und warum das wichtig ist
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt im Vergleich. Die BMW F 450 GS bietet eine Position, die eher auf Übersicht und Alltagstauglichkeit ausgelegt ist. Das macht sie angenehm für längere Fahrten und für Situationen, in denen man häufig die Position anpasst. Außerdem unterstützt die GS-typische Auslegung dabei, auch mal entspannter zu fahren, ohne dass man sofort „sportlich verkrampft“.
Die KTM 1290 Super Duke R ist sportlicher interpretiert. Die Haltung wirkt direkter auf Performance ausgerichtet, was das Kurvenfahren und schnelle Manöver unterstützt. Für sportlich ambitionierte Fahrer ist das ein Plus. Für lange, entspannte Touren kann die KTM je nach Körpergröße und Fahrgewohnheit weniger „neutral“ wirken als die BMW.
Alltag, Tour und Einsatzgebiet: Wo die Stärken wirklich zählen
BMW F 450 GS: ideal, wenn Vielseitigkeit wichtiger ist als maximale Attacke
Die BMW F 450 GS passt besonders gut, wenn der Alltag und die Tourenplanung gemischt sind. Sie ist eine Maschine, die man gern nutzt, weil sie nicht nur auf eine einzige Art von Fahrt optimiert ist. Wer gern flexibel bleibt – Stadt, Landstraße, gelegentlich auch unbefestigte Wege – findet hier eine stimmige Basis.
KTM 1290 Super Duke R: ideal, wenn Fahrspaß und Tempo im Vordergrund stehen
Die KTM 1290 Super Duke R ist die bessere Wahl, wenn der Fokus klar auf sportlicher Dynamik liegt. Wer Kurven nicht nur „durchfährt“, sondern aktiv sucht, wer Beschleunigung als Teil des Fahrvergnügens sieht und wer das Motorrad als Antrieb für den eigenen Fahrstil versteht, wird die KTM besonders genießen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
BMW F 450 GS – Stärken: leichtes Handling, gut dosierbares Fahrgefühl, vielseitige Einsatzmöglichkeiten und eine Ergonomie, die für Alltag und Touren angenehm bleibt. Schwächen: wer ausschließlich maximale Performance sucht, wird die Ausrichtung weniger „aggressiv“ finden als bei der KTM.
KTM 1290 Super Duke R – Stärken: starke Dynamik, sportliche Stabilität, intensives Beschleunigungsgefühl und ein Elektronikpaket, das sportliches Fahren unterstützt. Schwächen: für sehr entspannte Nutzung oder lange, neutrale Touren kann die sportlichere Auslegung weniger „allround“ wirken als die BMW.
Fazit: Welches Bike ist für wen die bessere Wahl?
Die BMW F 450 GS ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das sich im Alltag unkompliziert anfühlt und auf unterschiedlichen Streckenprofilen souverän bleibt. Wer Wert auf kontrolliertes Fahrverhalten, eine angenehme Sitzposition und ein vielseitiges Einsatzbild legt, bekommt mit der GS ein stimmiges Gesamtpaket. Sie eignet sich besonders für Fahrer, die gern flexibel unterwegs sind und nicht jedes Mal das Gefühl haben wollen, das Motorrad müsse „ausgereizt“ werden.
Die KTM 1290 Super Duke R passt dagegen besser zu Fahrern, die Tempo und Fahrspaß in den Mittelpunkt stellen. Das Motorrad wirkt intensiver, sportlicher und belohnt dynamisches Fahren mit spürbarer Kraft und Stabilität. Wer Kurven und Beschleunigung als Hauptargument sieht und ein Motorrad möchte, das deutlich mehr „Attacke“ ausstrahlt, wird mit der KTM deutlich mehr Begeisterung finden.
Kurz gesagt: GS für Vielseitigkeit und Alltagstouren, Super Duke R für sportliche Dynamik und Performance-Fokus.