UVP 7.220 €
Baujahr von 2026 bis 2026~
UVP 12.499 €
Baujahr von 2018 bis 2020
Die neue, "kleine" GS mit 48 PS für A2-Führerscheininhaber im Test
Weiter zum Testbericht
Adventure ohne Abenteuer
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • sehr leichtes Adventure-Bike
  • gute Serien-Ausstattung mit Heizgriffen, ABS Pro, Connectivity mit Navi etc.
  • gutmütiges Fahrverhalten
  • elastischer Motor
  • gute Verarbeitung, guter Qualitätseindruck
Kontra:
  • kein Tempomat
Pro:
  • sauber durchkonstruiertes Motorrad
  • Motor - kräftig und drehmomentstark
  • Preis/Leistung
  • Sitzposition
  • Verarbeitung
Kontra:
  • sauber durchkonstruiertes Motorrad ;) - siehe Fazit
  • TFT-Display lädt zur Ablenkung ein

Abmessungen & Gewicht

Gewicht178kg
Radstand1.465mm
Länge2.161mm
Radstand1.465mm
Sitzhöhe: 845 mm
Höhe1.210mm
Gewicht215kg
Radstand1.500mm
Länge2.160mm
Radstand1.500mm
Sitzhöhe: 850 mm
Höhe1.375mm

Motor

Motor-BauartReihentwin
Hubraum420ccm
Hub52mm
Bohrung72mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-Bauart4-Takt, Flüssigkeitsgekühlt, DOHC, 4 Ventile
Hubraum847ccm
Hub59mm
Bohrung78mm
KühlungFlüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung48 PS bei 8.750 U/Min
Drehmoment43 NM bei 6.750 U/Min
Höchstgeschw.165km/h
Tankinhalt14Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite368km
Leistung115 PS bei 10.000 U/Min
Drehmoment88 NM bei 8.500 U/Min
Höchstgeschw.210km/h
Tankinhalt18Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite310km

Fahrwerk

RahmenbauartStahlrohrrahmen, Antriebseinheit mittragend, Stahlrohrheckrahmen
Federung vorneUpside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 43 mm (Federweg 180)mm
Federung hintenFederbein mit einstellbarer Federvorspannung und Zugstufendämpfung inklusive wegeabhängiger Dämpfung (Federweg 180)mm
Aufhängung hintenAluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne100/90 R19
Reifen hinten130/80 R17
RahmenbauartBrückenrohrrahmen
Federung vorneTeleskopgabel (Federweg 137)mm
Federung hintenSchwinge (Federweg 142)mm
Aufhängung hintenÜber Hebelsystem angelenktes Federbein
Reifen vorne120/70ZR17M/C
Reifen hinten180/55ZR17M/C

Bremsen

Bremsen vorneEinscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben Durchmesser 310 mm, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinscheibenbremse, Durchmesser 240 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 298 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe ( Ø 245 mm)

Fazit: Kleine GS, großer Spaßfaktor

Die BMW F 450 GS ist genau das Motorrad, das der GS-Familie gefehlt hat: leicht, zugänglich, modern und trotzdem glaubwürdig. Sie bringt den Abenteuer-Gedanken zurück auf eine Größe, die im Alltag wirklich Sinn ergibt. Man muss keine Weltreise planen, um mit ihr Spaß zu haben. Eine Feierabendrunde, ein Schotterweg, ein Wochenende mit Softbags oder einfach der tägliche Weg zur Arbeit reichen völlig, damit sie ihren Charakter zeigt.

Ihr größter Trick ist nicht die Technik, nicht der Name und auch nicht die Optik. Ihr größter Trick ist, dass sie sofort Lust macht. Sie wirkt nicht kompliziert, nicht überdimensioniert und nicht wie ein Motorrad, das ständig beweisen muss, wie wichtig es ist. Sie fährt sich leicht, bietet genug Leistung, hat ein ordentliches Fahrwerk, sinnvolle Elektronik und diesen kleinen Schuss GS-Charme, der aus einem normalen Weg plötzlich eine kleine Tour macht.

Wer maximale Leistung, riesige Reichweite und Autobahn-Dominanz sucht, ist hier falsch. Wer aber ein Motorrad will, das im Alltag nicht nervt, auf der Landstraße grinst, im Gelände nicht gleich kapituliert und dabei hochwertig gemacht ist, sollte die F 450 GS sehr ernst nehmen. BMW hat hier keine Baby-GS gebaut, die nur süß aussehen soll. BMW hat eine kleine GS gebaut, die erwachsen genug ist, um vielen großen Motorrädern im echten Leben ziemlich frech auf den Koffer zu fahren.

Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf den Autobahnen A7 oder A21 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 7.220€
  • Verfügbarkeit: seit 2026
  • Farben: rot, schwarz, tricolor

Fazit - was bleibt hängen

Der Autor dieser Zeilen gibt es gerne zu: Er hat ein Faible für etwas schräge Motorräder, Typen und Tätigkeiten. Mir ist die Yamaha deshalb in ihrer Unaufgeregtheit zu distanziert, was aber eine rein persönliche Wertung ist.
Die Yamaha versucht sehr erfolgreich alles Schräge außer Schräglagen aus ihrem Leben zu verbannen. Sie ist ein echter Tipp und wird sich auf dem Markt mit all ihren Fähigkeiten sicher behaupten - die Yamaha Tracer 900 GT ist ideal für Leute, die ungern Fehler machen oder fahren. 

Typen wie ich müssen weitersuchen. Kennt man ja ...

Unser Dank an Motorrad Ruser für das Bereitstellen des Testbikes.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 12.400€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 7.500€
  • Baujahre: seit 2015
  • Verfügbarkeit: gut
  • Farben: blau, schwarz, grau

MotorradTest.de auf YouTube

BMW F 450 GS vs Yamaha Tracer 900 GT – Vergleich & Empfehlung

Wenn zwei Motorräder aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die BMW F 450 GS steht für ein modernes, agiles Adventure-Konzept, das sich vor allem dann wohlfühlt, wenn der Weg nicht nur geradeaus führt. Die Yamaha Tracer 900 GT dagegen ist eher die Touring-orientierte Antwort: komfortabel, alltagstauglich und mit dem Anspruch, lange Strecken entspannt zu begleiten. Genau hier setzt dieser Vergleich an: nicht nur auf dem Papier, sondern in der Praxis – also dort, wo es zählt: beim Fahrgefühl, bei der Alltagstauglichkeit und bei der Frage, wie gut sich die jeweiligen Stärken in echte Touren übersetzen.

Grundidee im Vergleich: Adventure vs. Touring

Die BMW F 450 GS wirkt wie ein Motorrad, das bewusst auf Wendigkeit und Kontrolle ausgelegt ist. Sie ist darauf getrimmt, sich leichtfüßig zu bewegen – in der Stadt genauso wie auf kurvigen Landstraßen. Der Fokus liegt auf einem souveränen Handling und einem Konzept, das auch dann Spaß macht, wenn die Strecke mal unübersichtlicher wird.

Die Yamaha Tracer 900 GT verfolgt eine andere Philosophie: Sie ist als Reise-Tourer gedacht, der Komfort und Stabilität in den Vordergrund stellt. Gerade bei längeren Fahrten spielt das Gesamtpaket aus Windschutz, Sitzkomfort und Ausstattung seine Stärken aus. Wer häufig auf Autobahnabschnitten unterwegs ist oder einfach gern „durchzieht“, findet hier eine Maschine, die genau dafür gemacht ist.

Motorcharakter und Antrieb: Wie fühlt sich die Leistung an?

Im direkten Vergleich zeigt sich: Die BMW F 450 GS setzt auf einen Motor, der sich eher dynamisch und kontrolliert anfühlt. Die Leistungsentfaltung wirkt so, dass man sie gut dosieren kann – ideal, wenn es im Alltag öfter mal eng wird oder wenn auf kurvigen Strecken häufiges Anpassen an Tempo und Linie gefragt ist. Das Motorrad wirkt dabei weniger wie ein „großer Hammer“, sondern mehr wie ein präzises Werkzeug, das den Fahrer unterstützt.

Die Yamaha Tracer 900 GT spielt ihre Stärken dagegen über den Charakter eines größeren, touringorientierten Antriebs aus. Die Kraft steht so bereit, dass Überholmanöver und zügiges Beschleunigen auch bei höheren Geschwindigkeiten entspannt möglich sind. Besonders auf längeren Strecken macht sich das bemerkbar: weniger „arbeiten müssen“, mehr fließen lassen. Das ist ein wichtiger Unterschied, wenn man häufig mit Gepäck fährt oder einfach gern konstant unterwegs ist.

Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Reise-Stabilität

Beim Handling ist die BMW F 450 GS klar im Vorteil, wenn es um schnelle Richtungswechsel und ein leichtes, kontrolliertes Fahrgefühl geht. Das Motorrad vermittelt das Gefühl, dass man es aktiv führen kann – auch dann, wenn die Straße nicht perfekt ist. Gerade auf Landstraßen mit wechselndem Belag oder bei sportlicherer Fahrweise zeigt sich die Stärke: Das Bike reagiert direkt und wirkt dabei nicht nervös.

Die Yamaha Tracer 900 GT ist dagegen stark, wenn es um Stabilität und ruhiges Geradeausgefühl geht. Auf Autobahn und bei längeren Etappen ist das ein echter Komfortfaktor. Das Fahrwerk unterstützt eine entspannte Sitzposition und hält das Motorrad auch bei wechselnden Bedingungen gut in der Spur. Wer viel reist, profitiert davon, weil sich die Maschine weniger „anfühlt“, als würde sie ständig neu justiert werden müssen.

Ergonomie und Sitzkomfort: Wie gut passt das Motorrad zum Alltag?

Ergonomie ist bei beiden Modellen ein Thema, aber mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Die BMW F 450 GS wirkt so konzipiert, dass sie auch bei kürzeren Fahrten und häufigem Stop-and-go angenehm bleibt. Die Sitzposition unterstützt eine aktive Haltung, die das Motorrad lebendig wirken lässt. Das ist besonders dann vorteilhaft, wenn der Alltag aus Stadtverkehr, kurzen Ausfahrten und gelegentlichen Ausflügen besteht.

Die Yamaha Tracer 900 GT setzt stärker auf Langstrecken-Komfort. Die Sitzposition und die Gesamtkonzeption sind darauf ausgelegt, dass man auch nach mehreren Stunden noch gern weiterfährt. Dazu kommt der Touring-Ansatz: Windschutz und Verkleidung helfen dabei, den Fahrtwind zu reduzieren und die Belastung auf dem Körper zu senken. Das macht einen spürbaren Unterschied, wenn Touren nicht nur „ein paar Stunden“, sondern wirklich „Tagesetappen“ sind.

Ausstattung und Elektronik: Was bringt Sicherheit und Komfort?

Bei der BMW F 450 GS steht die Funktionalität im Vordergrund. Die Elektronik unterstützt vor allem das sichere, kontrollierte Fahren – besonders dann, wenn Untergrund und Grip variieren. Das ist ein Vorteil, wenn das Motorrad nicht nur auf glattem Asphalt bewegt wird, sondern auch mal abseits der typischen Route landet. Die Assistenzsysteme wirken dabei wie ein Sicherheitsnetz, das das Fahrgefühl nicht überlagert, sondern ergänzt.

Die Yamaha Tracer 900 GT geht beim Komfort und bei der „Touring-Logik“ deutlich weiter. Gerade im Zusammenspiel aus Windschutz, Bedienkonzept und elektronischen Helfern entsteht ein Paket, das das Motorrad im Alltag und auf Reisen besonders angenehm macht. Wer Wert auf eine moderne Ausstattung legt und gern mit möglichst wenig „Handarbeit“ fährt, findet hier einen klaren Pluspunkt.

Windschutz und Verkleidung: Unterschiedliche Prioritäten

Hier zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen Adventure und Touring. Die BMW F 450 GS ist eher auf ein freieres Fahrgefühl ausgelegt. Das kann auf kurvigen Strecken und bei wechselnden Geschwindigkeiten sehr angenehm sein, weil man sich weniger „eingeschlossen“ fühlt. Gleichzeitig ist das Motorrad damit nicht der klassische Kandidat, wenn es darum geht, den Fahrtwind auf langen Autobahnabschnitten maximal zu reduzieren.

Die Yamaha Tracer 900 GT ist genau in diesem Punkt stark. Der Windschutz und die Verkleidung sind so gedacht, dass die Fahrt auch bei höheren Geschwindigkeiten entspannter bleibt. Das ist besonders relevant, wenn die Touren häufig aus Autobahnanteilen bestehen oder wenn man mit Gepäck unterwegs ist und den Körper möglichst entlasten möchte.

Alltagstauglichkeit: Parken, Rangieren, Stadtverkehr

Im Alltag zählt nicht nur das Fahrgefühl, sondern auch die praktische Handhabung. Die BMW F 450 GS wirkt wie ein Motorrad, das sich gut in den Tagesablauf integrieren lässt. Das Konzept ist auf „einfach losfahren“ ausgelegt: kurze Strecken, spontane Umwege, mal schnell anhalten – das Motorrad macht dabei einen unkomplizierten Eindruck.

Die Yamaha Tracer 900 GT ist ebenfalls alltagstauglich, aber eher auf der Ebene von Komfort und Reichweite des Einsatzes. Wer viel pendelt oder regelmäßig längere Strecken zwischen Terminen fährt, profitiert von der Touring-Ausrichtung. In der Stadt kann die größere Touring-Charakteristik je nach Fahrweise und Umgebung spürbar sein – dafür entschädigt das Motorrad auf der Strecke mit Ruhe und Fahrkomfort.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

BMW F 450 GS – Stärken

  • Agiles Handling für kurvige Strecken und dynamische Fahrweise
  • Kontrollierbarer Motorcharakter, der sich gut dosieren lässt
  • Adventure-orientierte Gesamtwirkung, die auch bei wechselndem Untergrund Spaß macht
  • Alltagsfreundlich durch unkomplizierte Fahrbarkeit

BMW F 450 GS – Schwächen

  • Weniger Fokus auf maximalen Langstrecken-Windschutz im Vergleich zur Touring-Variante
  • Für reine „Reise-Highway“-Touren kann die Touring-Philosophie der Konkurrenz im Komfortpaket vorne liegen

Yamaha Tracer 900 GT – Stärken

  • Reiseorientierter Komfort für längere Etappen
  • Stabile Fahrcharakteristik bei höheren Geschwindigkeiten
  • Touring-Ausstattung mit Fokus auf Entlastung und angenehmes Fahren
  • Leistungsgefühl für zügiges Vorankommen auch mit Gepäck

Yamaha Tracer 900 GT – Schwächen

  • Im „leichtfüßigen“ Handling kann die Adventure-Logik der BMW im direkten Vergleich weniger verspielt wirken
  • Je nach Einsatzprofil ist die Touring-Charakteristik in der Stadt manchmal weniger „minimalistisch“

Für wen lohnt sich welches Motorrad?

Die BMW F 450 GS ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich aktiv fahren lässt und dabei vielseitig bleibt. Wer gern kurvige Strecken fährt, im Alltag flexibel unterwegs ist und das Gefühl mag, das Motorrad jederzeit kontrollieren zu können, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket. Auch für Menschen, die gelegentlich abseits der klassischen Route unterwegs sind, wirkt die Adventure-Ausrichtung wie ein echter Vorteil.

Die Yamaha Tracer 900 GT richtet sich an alle, die Tourenkomfort priorisieren und gern längere Strecken am Stück fahren. Wer Windschutz, ruhiges Fahrverhalten und eine moderne Ausstattung schätzt, findet in der Tracer 900 GT eine Maschine, die den Alltag und die Reise gleichermaßen gut abdeckt. Besonders für regelmäßige Tagesetappen mit Autobahnanteilen oder für Fahrten mit Gepäck ist das Konzept überzeugend.

Fazit:

Die BMW F 450 GS ist die bessere Wahl, wenn ein agiles, kontrolliertes Adventure-Fahrgefühl im Vordergrund steht. Sie passt zu Fahrern, die gern aktiv unterwegs sind, Kurven lieben und ein Motorrad möchten, das sich auch im Alltag unkompliziert anfühlt. Die Yamaha Tracer 900 GT gewinnt dagegen dort, wo Touring-Komfort und entspanntes Langstreckenfahren zählen. Wer häufig längere Strecken fährt, Windschutz und Stabilität bei Tempo schätzt und eine moderne Ausstattung als echten Mehrwert sieht, wird mit der Tracer 900 GT glücklicher. Kurz gesagt: Adventure-Fokus führt zur BMW, Reise-Fokus zur Yamaha – und beide Entscheidungen sind je nach Fahrprofil absolut nachvollziehbar.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙