| UVP | 10.650 € | |
| Baujahr | von 2023 bis 2026~ | |
| UVP | 11.799 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- toller Motor
- ausgereifte Maschine ohne echte Schwächen
- Sitzhöhen von 760 bis 840 mm möglich
- gute Bremsen
- Kurven-ABS und dynamische Traktionskontrolle ohne Aufpreis
- Windschild zu klein
- Serienbereifung 1b
- sehr agiles Handling
- rasiermesserscharfes Fahrwerk
- angenehme Sitzposition, hoher & breiter Lenker
- gute Ausstattung
- im Vergleich zum Wettbewerb etwas zu teuer
- eingeschränkte Soziustauglichkeit
- Anzeigen im Cockpit etwas klein
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 227 | kg |
| Radstand | 1.590 | mm |
| Länge | 2.296 | mm |
| Radstand | 1.590 | mm |
| Sitzhöhe: | 815-830 | mm |
| Höhe | 1.225 | mm |
| Gewicht | 183 | kg |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Länge | 1.995 | mm |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder-Viertaktmotor | |
| Hubraum | 895 | ccm |
| Hub | 77 | mm |
| Bohrung | 86 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor | |
| Hubraum | 659 | ccm |
| Hub | 64 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | füssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 87 PS bei 6.750 U/Min | |
| Drehmoment | 91 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 349 | km |
| Leistung | 95 PS bei 10.500 U/Min | |
| Drehmoment | 67 NM bei 8.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 215 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 341 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen in Schalenbauweise | |
| Federung vorne | Teleskopgabel 41 mm (Federweg 170)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein, Zugstufendämpfung einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 110/80 R19 | |
| Reifen hinten | 150/70 R17 | |
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | Kayaba USD-Gabel 41 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Kayaba-Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge Aluminium | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben, Durchmesser 305 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 305 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Durchmesser 265 mm, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsättel Brembo ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Festsattelbremse, Brembo ( Ø 220 mm) | |
Fazit
Die BMW F 800 GS ist ein überzeugendes Adventure-Bike zu einem fairen Preis. Sie ist bereits in Serie gut ausgestattet und kann mit dem BMW-Zubehörbaukasten nach Belieben erweitert werden. Mag sein, dass dieses Motorrad nicht gerade den Preis für das emotionalste Bike 2024 gewinnen wird, dass ihr aber vermutlich völlig egal. Sie ist Understatement pur, kann fast alles und gehört vermutlich zu dem am meisten unterschätztem Motorrad in ihrer Klasse. Wer mit der 900 GS liebäugelt, aber gerade Ebbe im Geldbeutel vorfindet, sollte sich genauer mit der 800 GS beschäftigen ...Die Testmaschine wurde uns von Bergmann & Söhne in Neumünster zur Verfügung gestellt. Dort steht sie als Vorführer und freut sich schon auf weitere Probefahrer. Wer zwischen der 800er und der 900er GS schwankt: Beide Maschinen können bei B&S in Neumünster angetestet werden. Zwischendurch noch einen Kaffee und dabei das üppige Gebrauchtbike-Angebot checken - wunderbar!
Fazit - was bleibt hängen
Dir Aprilia Tuono 660 hält, was sie verspricht. Sie ist ein sportlich-rassiges Naked-Bike mit gaaaanz viel Charakter. Der Preis von 10.500 Euro ist etwas ambitioniert, vor allem im Vergleich zur Schwester RS 660, bei der der QuickShifter in Serie dabei ist. Wir würden trotz des Aufpreises von 219 Euro bei diesem Motorrad unbedingt zum QuickShifter raten, weil es a) zu diesem Bike passt und weil b) das 6-Gang Getriebe etwas knochig und hakelig ist.Die Tuono lässt einen nicht kalt, sie ist nicht perfekt und das ist auch gut so. Jede Fahrt wird zu einem Erlebnis und Design sowie Lautstärke lassen einen Tuono-Biker aus der Masse hervorstechen - geiles Bike!
Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Zweirad-Technik-Schielmann in Bokel - vielen Dank.
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BMW F 800 GS (ab 2023) vs. Aprilia Tuono 660 – Vergleich im Motorradtest
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick nach „Allround“ klingen, aber aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die BMW F 800 GS (ab 2023) steht für Reiseenduro-Logik: aufrecht, alltagstauglich und mit dem Anspruch, auch abseits fester Straßen eine gute Figur zu machen. Die Aprilia Tuono 660 dagegen ist eine Sportnaked, die vor allem dort glänzt, wo es zügig, kurvig und dynamisch wird. Genau diese Gegensätze machen den Reiz aus: Welche Stärken überwiegen – und welche Schwächen sollte man im Blick behalten, bevor man sich festlegt?
Grundidee: Reiseenduro vs. Sportnaked
BMW F 800 GS (ab 2023): Fokus auf Vielseitigkeit
Die BMW ist als Motorrad gedacht, das viele Situationen abdecken soll: Pendeln, Wochenendtouren und auch längere Strecken. Die aufrechte Sitzposition unterstützt eine entspannte Haltung, während die GS-typische Ausrichtung auf Komfort und Kontrolle setzt. Im Vergleich zeigt sich: Die BMW wirkt wie das „Werkzeug“, das man immer wieder gern aus dem Schuppen holt – auch dann, wenn die Tour spontan länger wird.
Aprilia Tuono 660: Fokus auf Agilität und Fahrspaß
Die Aprilia Tuono 660 ist dagegen klar auf Dynamik getrimmt. Als Naked Bike steht sie für direktes Ansprechverhalten und ein Fahrgefühl, das schnell Lust auf Kurven macht. Im Vergleich fällt auf: Wo die BMW eher auf ruhige Souveränität setzt, will die Tuono 660 spürbar fordern – und belohnt das mit einem sportlichen Charakter.
Motor und Fahrgefühl: Charakter entscheidet
BMW: gleichmäßiger Vortrieb für Touren
Im direkten Vergleich zeigt sich der Unterschied im Einsatzprofil. Die BMW F 800 GS (ab 2023) liefert einen Vortrieb, der sich gut dosieren lässt. Das hilft im Alltag, etwa beim Anfahren im Stadtverkehr oder beim entspannten Rollen auf Landstraßen. Die Stärke liegt weniger im „Anreißen“ für maximale Schräglage, sondern im kontinuierlichen, tourentauglichen Tempo.
Aprilia: sportlicheres Ansprechverhalten
Die Aprilia Tuono 660 wirkt im Vergleich deutlich lebendiger. Das Ansprechverhalten ist direkter, die Gasannahme fühlt sich unmittelbarer an. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das schneller in den „Sportmodus“ schaltet – besonders beim Beschleunigen aus Kurven oder beim zügigen Wechsel zwischen verschiedenen Fahrzuständen.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Wendigkeit
BMW: souverän und kontrolliert
Die BMW F 800 GS (ab 2023) spielt ihre Stärken vor allem bei gleichmäßigem Tempo und bei wechselnden Untergründen aus. Das Fahrwerk zielt auf Kontrolle und Komfort. Im Vergleich wirkt die GS dadurch besonders dann überzeugend, wenn die Strecke nicht nur aus perfekten Asphaltbögen besteht oder wenn längere Etappen gefahren werden.
Aprilia: präzise für Kurvenrhythmus
Die Tuono 660 ist im Handling spürbar „sportlicher“. Im Vergleich fällt auf, dass sie das Tempo leichter in Schräglage übersetzt und ein agiles Gefühl vermittelt. Das ist ein klarer Vorteil, wenn die Tour aus vielen Kurven besteht und man gern zügig fährt. Gleichzeitig sollte man im Hinterkopf behalten: Sportliche Agilität bedeutet oft auch, dass man die Maschine stärker „mitfährt“, statt sie nur entspannt laufen zu lassen.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Bei beiden Motorrädern spielt die Bremsanlage eine wichtige Rolle, aber der Charakter unterscheidet sich. Im Vergleich zeigt sich: Die BMW wirkt auf Stabilität und kontrolliertes Verzögern ausgelegt, was besonders bei längeren Fahrten und wechselnden Bedingungen angenehm ist. Die Aprilia punktet eher mit einem sportlichen Bremsgefühl, das sich gut für dynamische Manöver eignet. Wer häufig hart und zügig bremst, wird an der Aprilia tendenziell mehr „Sport-Feedback“ spüren, während die BMW eher mit Ruhe und Planbarkeit überzeugt.
Elektronik und Assistenz: Fahrmodi als Werkzeug
BMW: Elektronik für Alltag und Tour
Die BMW F 800 GS (ab 2023) setzt im Vergleich auf Elektronik, die das Fahren in unterschiedlichen Situationen erleichtert. Fahrmodi und Assistenzfunktionen helfen dabei, das Motorrad an Wetter, Untergrund und Fahrstil anzupassen. Das ist besonders praktisch, wenn die Tour nicht immer gleich aussieht – etwa bei wechselndem Grip oder wenn man nicht jedes Mal „sportlich“ fahren möchte.
Aprilia: Elektronik für sportliche Abstimmung
Die Tuono 660 nutzt Elektronik ebenfalls als Abstimmungswerkzeug. Im Vergleich wirkt das System eher darauf ausgelegt, sportliche Dynamik zu unterstützen. Wer gern mit Gas und Drehzahl arbeitet, profitiert davon, dass sich das Motorrad feinfühlig anfühlen kann. Gleichzeitig gilt: Wer die Elektronik als „Sicherheitsnetz“ nutzt, wird sich bei der BMW oft noch stärker aufgehoben fühlen, während die Aprilia mehr den Fokus auf sportliche Performance legt.
Ergonomie und Sitzposition: Aufrecht entspannt vs. sportlich aktiv
BMW: aufrechte Haltung für lange Strecken
Im Vergleich ist die Sitzposition der BMW ein klarer Pluspunkt. Die aufrechte Geometrie unterstützt eine entspannte Körperhaltung, was besonders bei längeren Fahrten angenehm ist. Auch im Stadtverkehr wirkt die GS dadurch weniger „angespannt“. Wer viel unterwegs ist und nicht nur kurze Strecken fährt, wird die BMW-typische Ergonomie schnell zu schätzen wissen.
Aprilia: sportliche Position für dynamische Fahrweise
Die Tuono 660 ist als Naked Bike deutlich aktiver. Im Vergleich bedeutet das: Die Haltung ist sportlicher, der Fahrer ist stärker in die Kontrolle eingebunden. Das macht Spaß, kann aber auf sehr langen Strecken oder bei häufigem Stop-and-Go weniger komfortabel wirken als die aufrechte GS-Position.
Ausstattung und Alltag: Was man wirklich spürt
Beim Thema Ausstattung zeigt sich im Vergleich vor allem die Philosophie der Hersteller. Die BMW F 800 GS (ab 2023) wirkt wie ein Motorrad, das man für Touren und Alltag „bereit“ macht: praktische Nutzung, gute Übersicht und ein Gesamtpaket, das auf Funktion setzt. Die Aprilia Tuono 660 ist dagegen stärker auf das Fahrerlebnis fokussiert: Sie fühlt sich wie ein Motorrad an, das man für Fahrspaß nutzt und bei dem die sportliche Ausrichtung im Vordergrund steht.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der BMW F 800 GS (ab 2023)
- Touren- und alltagstauglicher Charakter durch entspannte Sitzposition und kontrolliertes Fahrgefühl.
- Stabilität und Planbarkeit – besonders angenehm bei längeren Strecken und wechselnden Bedingungen.
- Elektronik als Unterstützung, um das Motorrad je nach Situation passend zu fahren.
Schwächen der BMW F 800 GS (ab 2023)
- Wenn der Fokus auf maximaler sportlicher Agilität liegt, wirkt die BMW im Vergleich weniger „direkt“ als eine Sportnaked.
- Wer vor allem Kurven im sportlichen Rhythmus sucht, könnte den Charakter als weniger „spontan“ empfinden.
Stärken der Aprilia Tuono 660
- Sportliches Ansprechverhalten und ein lebendigeres Fahrgefühl.
- Agiles Handling für dynamische Kurvenfahrten.
- Elektronik für sportliche Abstimmung, die das Fahren schnell „griffig“ macht.
Schwächen der Aprilia Tuono 660
- Die sportlichere Sitzposition kann auf sehr langen Strecken weniger komfortabel sein.
- Für gemischte Einsätze mit Fokus auf entspanntes Reisen wirkt die GS-Philosophie im Vergleich oft stimmiger.
Welche Wahl passt besser?
Der Vergleich BMW F 800 GS (ab 2023) vs. Aprilia Tuono 660 lässt sich am besten über das eigene Fahrprofil entscheiden. Wer ein Motorrad sucht, das im Alltag funktioniert, lange Strecken entspannt macht und auch bei wechselnden Bedingungen souverän bleibt, findet in der BMW F 800 GS (ab 2023) eine sehr stimmige Basis. Wer dagegen vor allem Kurvenfahrten liebt, ein direktes Ansprechverhalten möchte und das Motorrad gern dynamisch bewegt, wird mit der Aprilia Tuono 660 deutlich mehr „Sport-Feeling“ erleben.
Fazit:
Die BMW F 800 GS (ab 2023) ist die bessere Wahl für alle, die ein vielseitiges Motorrad für Alltag und Touren suchen: Die aufrechte Ergonomie, das kontrollierte Fahrgefühl und die tourenorientierte Abstimmung machen sie im Vergleich besonders attraktiv für längere Strecken und wechselnde Bedingungen. Wer häufig entspannt fährt, Wert auf Planbarkeit legt und das Motorrad als zuverlässigen Begleiter sehen möchte, wird mit der GS glücklich.
Die Aprilia Tuono 660 passt dagegen am besten zu Fahrern, die sportliche Dynamik priorisieren: Das direktere Ansprechverhalten, das agile Handling und der kurvenorientierte Charakter sorgen im Vergleich für mehr unmittelbaren Fahrspaß. Wer gern zügig unterwegs ist, das Motorrad aktiv bewegt und sportliches Feedback mag, findet in der Tuono 660 die passendere Interpretation eines „Allround“-Motorrads.