| UVP | 10.650 € | |
| Baujahr | von 2023 bis 2026~ | |
| UVP | 7.220 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- toller Motor
- ausgereifte Maschine ohne echte Schwächen
- Sitzhöhen von 760 bis 840 mm möglich
- gute Bremsen
- Kurven-ABS und dynamische Traktionskontrolle ohne Aufpreis
- Windschild zu klein
- Serienbereifung 1b
- sehr leichtes Adventure-Bike
- gute Serien-Ausstattung mit Heizgriffen, ABS Pro, Connectivity mit Navi etc.
- gutmütiges Fahrverhalten
- elastischer Motor
- gute Verarbeitung, guter Qualitätseindruck
- kein Tempomat
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 227 | kg |
| Radstand | 1.590 | mm |
| Länge | 2.296 | mm |
| Radstand | 1.590 | mm |
| Sitzhöhe: | 815-830 | mm |
| Höhe | 1.225 | mm |
| Gewicht | 178 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.161 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.210 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder-Viertaktmotor | |
| Hubraum | 895 | ccm |
| Hub | 77 | mm |
| Bohrung | 86 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihentwin | |
| Hubraum | 420 | ccm |
| Hub | 52 | mm |
| Bohrung | 72 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 87 PS bei 6.750 U/Min | |
| Drehmoment | 91 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 349 | km |
| Leistung | 48 PS bei 8.750 U/Min | |
| Drehmoment | 43 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 165 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 368 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen in Schalenbauweise | |
| Federung vorne | Teleskopgabel 41 mm (Federweg 170)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein, Zugstufendämpfung einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 110/80 R19 | |
| Reifen hinten | 150/70 R17 | |
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen, Antriebseinheit mittragend, Stahlrohrheckrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 43 mm (Federweg 180)mm | |
| Federung hinten | Federbein mit einstellbarer Federvorspannung und Zugstufendämpfung inklusive wegeabhängiger Dämpfung (Federweg 180)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90 R19 | |
| Reifen hinten | 130/80 R17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben, Durchmesser 305 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 305 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Durchmesser 265 mm, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen vorne | Einscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben Durchmesser 310 mm, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Durchmesser 240 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit
Die BMW F 800 GS ist ein überzeugendes Adventure-Bike zu einem fairen Preis. Sie ist bereits in Serie gut ausgestattet und kann mit dem BMW-Zubehörbaukasten nach Belieben erweitert werden. Mag sein, dass dieses Motorrad nicht gerade den Preis für das emotionalste Bike 2024 gewinnen wird, dass ihr aber vermutlich völlig egal. Sie ist Understatement pur, kann fast alles und gehört vermutlich zu dem am meisten unterschätztem Motorrad in ihrer Klasse. Wer mit der 900 GS liebäugelt, aber gerade Ebbe im Geldbeutel vorfindet, sollte sich genauer mit der 800 GS beschäftigen ...Die Testmaschine wurde uns von Bergmann & Söhne in Neumünster zur Verfügung gestellt. Dort steht sie als Vorführer und freut sich schon auf weitere Probefahrer. Wer zwischen der 800er und der 900er GS schwankt: Beide Maschinen können bei B&S in Neumünster angetestet werden. Zwischendurch noch einen Kaffee und dabei das üppige Gebrauchtbike-Angebot checken - wunderbar!
Fazit: Kleine GS, großer Spaßfaktor
Die BMW F 450 GS ist genau das Motorrad, das der GS-Familie gefehlt hat: leicht, zugänglich, modern und trotzdem glaubwürdig. Sie bringt den Abenteuer-Gedanken zurück auf eine Größe, die im Alltag wirklich Sinn ergibt. Man muss keine Weltreise planen, um mit ihr Spaß zu haben. Eine Feierabendrunde, ein Schotterweg, ein Wochenende mit Softbags oder einfach der tägliche Weg zur Arbeit reichen völlig, damit sie ihren Charakter zeigt.
Ihr größter Trick ist nicht die Technik, nicht der Name und auch nicht die Optik. Ihr größter Trick ist, dass sie sofort Lust macht. Sie wirkt nicht kompliziert, nicht überdimensioniert und nicht wie ein Motorrad, das ständig beweisen muss, wie wichtig es ist. Sie fährt sich leicht, bietet genug Leistung, hat ein ordentliches Fahrwerk, sinnvolle Elektronik und diesen kleinen Schuss GS-Charme, der aus einem normalen Weg plötzlich eine kleine Tour macht.
Wer maximale Leistung, riesige Reichweite und Autobahn-Dominanz sucht, ist hier falsch. Wer aber ein Motorrad will, das im Alltag nicht nervt, auf der Landstraße grinst, im Gelände nicht gleich kapituliert und dabei hochwertig gemacht ist, sollte die F 450 GS sehr ernst nehmen. BMW hat hier keine Baby-GS gebaut, die nur süß aussehen soll. BMW hat eine kleine GS gebaut, die erwachsen genug ist, um vielen großen Motorrädern im echten Leben ziemlich frech auf den Koffer zu fahren.
Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf den Autobahnen A7 oder A21 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.
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BMW F 800 GS (ab 2023) vs. BMW F 450 GS – Vergleich für Straße, Schotter und Alltag
Wer sich im Adventure-Segment umsieht, landet schnell bei der BMW GS-Familie. In diesem Vergleich stehen zwei Modelle im Fokus: die BMW F 800 GS (ab 2023) und die BMW F 450 GS. Beide sind auf vielseitige Einsätze ausgelegt – vom täglichen Pendeln bis zur Tour über Landstraßen und auf leichtem Schotter. Trotzdem unterscheiden sie sich spürbar in der Art, wie sie sich fahren, wie sie sich anfühlen und welche Zielgruppe sie besonders gut abholen.
Im Folgenden werden die aufgelisteten Werte der beiden Motorräder miteinander verglichen. Dabei geht es nicht nur um Zahlen, sondern darum, was diese im Alltag bedeuten: Wie wirkt sich das auf Fahrgefühl, Komfort, Reichweite und Handling aus? Und wo liegen die jeweiligen Stärken – aber auch die möglichen Schwächen?
Grundidee: Zwei GS-Ansätze für unterschiedliche Ansprüche
Die BMW F 800 GS (ab 2023) ist eher der „klassische“ Reiseenduro-Charakter innerhalb der GS-Welt: Sie zielt auf eine ausgewogene Mischung aus Leistung, Stabilität und Langstreckenkomfort. Die BMW F 450 GS setzt dagegen stärker auf Agilität und Zugänglichkeit – besonders dort, wo leichtes Handling und ein entspanntes Fahrgefühl im Vordergrund stehen.
Schon beim Blick auf die Eckdaten wird klar: Die F 800 GS ist tendenziell die Wahl für Fahrerinnen und Fahrer, die mehr Reserven und eine souveräne Gangart suchen. Die F 450 GS wirkt dagegen wie ein Bike, das sich besonders leicht in den Alltag integrieren lässt und auf Touren mit weniger „Schwere“ im Kopf fährt.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Motorwerte zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den beiden Konzepten: Die F 800 GS bietet im Regelfall mehr Durchzug und Reserven, während die F 450 GS auf ein lebendiges, gut dosierbares Ansprechverhalten ausgelegt ist.
Das macht im Alltag einen Unterschied: Auf Landstraßen kann die F 800 GS mit mehr „Luft“ zwischen den Geschwindigkeitsbereichen überzeugen. Beim Beschleunigen aus dem Stand oder aus niedrigen Drehzahlen wirkt sie oft souveräner, besonders wenn Gepäck oder Mitfahrer im Spiel sind. Die F 450 GS hingegen spielt ihre Stärken dort aus, wo häufiges Beschleunigen, kurvige Strecken und ein dynamisches, aber kontrolliertes Fahrtempo gefragt sind.
Stärken und Schwächen beim Motor-Charakter
- BMW F 800 GS (ab 2023): Stärken liegen in der Reserve und im entspannten Fahren über längere Strecken. Schwäche kann sein, dass sie für sehr leichte oder unerfahrene Fahrerinnen und Fahrer „präsenter“ wirkt, als es für den Einstieg nötig wäre.
- BMW F 450 GS: Stärken liegen in der Zugänglichkeit und im agilen Gefühl. Schwäche kann sein, dass bei hoher Zuladung oder sehr zügiger Fahrweise die Reserven schneller „aufgebraucht“ wirken als bei der F 800 GS.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Auch die Fahrwerks- und Geometrie-Parameter (wie sie in den Vergleichsdaten auftauchen) geben Hinweise darauf, wie sich die Motorräder in unterschiedlichen Situationen verhalten. Die F 800 GS wirkt tendenziell auf Stabilität ausgelegt: Geradeauslauf und sicheres Gefühl bei höheren Geschwindigkeiten sind häufig ein Pluspunkt. Die F 450 GS ist dagegen oft die „leichtere“ Wahl im Handling – besonders bei langsamen Geschwindigkeiten, beim Rangieren und in engen Passagen.
Auf Schotter oder schlechten Straßen zeigt sich der Unterschied meist so: Die F 800 GS kann durch ihre ruhige Art überzeugen, wenn die Strecke länger wird und man nicht ständig „nacharbeiten“ möchte. Die F 450 GS ist dafür prädestiniert, wenn es darum geht, schnell die Linie zu finden und das Motorrad im Alltag unkompliziert zu bewegen.
Was bedeutet das für die Praxis?
Wer häufig auf wechselnden Untergründen unterwegs ist und dabei ein Motorrad sucht, das auch bei längeren Touren gelassen bleibt, findet in der F 800 GS oft den passenderen Charakter. Wer dagegen viel in der Stadt unterwegs ist, häufig zwischen Ampeln und Kreisverkehren wechselt oder Touren plant, bei denen Agilität wichtiger ist als maximale Souveränität, dürfte mit der F 450 GS glücklicher werden.
Ergonomie: Sitzhöhe, Gewicht und Alltagstauglichkeit
Bei Adventure-Motorrädern entscheidet die Ergonomie oft darüber, ob man sich wirklich wohlfühlt. Im Vergleich spielen dabei besonders Sitzhöhe und Gewicht eine Rolle. Die F 450 GS ist in der Regel auf ein zugänglicheres Handling ausgelegt, was sich vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten bemerkbar macht. Die F 800 GS kann dagegen durch ihre Größe und ihr Gesamtgewicht mehr „Motorradgefühl“ vermitteln – was für viele Tourenfahrerinnen und Tourenfahrer genau richtig ist, für andere aber am Anfang eine Hürde sein kann.
Auch die Bedienbarkeit im Alltag hängt stark davon ab, wie gut man im Stand und beim Rangieren Kontrolle hat. Gerade wenn es um häufiges Auf- und Absteigen geht – etwa bei Stopps, Tankstellen oder Pausen – wird dieser Punkt schnell relevant.
Stärken und Schwächen in der Ergonomie
- BMW F 800 GS (ab 2023): Stärken: oft sehr tourentauglich, stabiler Auftritt. Schwäche: kann für kleinere Fahrerinnen und Fahrer oder für Einsteiger mit wenig Erfahrung im Handling etwas mehr Kraft und Routine verlangen.
- BMW F 450 GS: Stärken: leichter zu bewegen, oft angenehmer Einstieg in die GS-Welt. Schwäche: wer sehr lange Strecken mit hoher Zuladung plant, könnte sich mehr Reserven wünschen.
Reichweite und Tourenplanung: Tank und Einsatzprofil
Für viele ist Reichweite ein entscheidender Faktor, weil sie den Fahrplan entspannt. Im Vergleich der Tankdaten zeigt sich: Die F 800 GS ist tendenziell stärker auf längere Etappen ausgelegt, während die F 450 GS eher das „effiziente Touren“-Konzept unterstützt. Das heißt nicht, dass die F 450 GS ungeeignet wäre – im Gegenteil: Für viele Tagesetappen ist sie absolut ausreichend. Aber wer regelmäßig sehr lange Strecken ohne häufige Pausen plant, profitiert häufig von der größeren Reserve der F 800 GS.
Bremsen, Elektronik und Komfort: Was man spürt
Auch wenn sich die Details je nach Ausstattung unterscheiden können, lässt sich aus den Vergleichsdaten ableiten, wie die beiden Modelle den Komfort und die Sicherheit im Alltag adressieren. Die F 800 GS wird häufig als „komfortorientierter“ wahrgenommen, besonders wenn es um ruhiges Fahren und das Gefühl von Stabilität geht. Die F 450 GS wirkt dagegen oft wie ein Bike, das sich leichter anfühlt und dadurch im Alltag weniger „aufwendig“ wirkt.
Elektronik und Assistenzfunktionen sind bei modernen Motorrädern ein wichtiger Teil des Gesamtpakets. In der Praxis bedeutet das: Je besser die Unterstützung beim Anfahren, beim Fahren auf wechselndem Untergrund oder bei wechselnden Lastzuständen greift, desto entspannter wird die Tour. Hier kann die F 800 GS durch ihr tourenorientiertes Konzept punkten, während die F 450 GS durch ihre Zugänglichkeit besonders für Einsteiger und Gelegenheitsfahrerinnen und -fahrer attraktiv bleibt.
Für wen passt welches Motorrad?
Der Vergleich lässt sich am besten über das Einsatzprofil zusammenfassen. Die BMW F 800 GS (ab 2023) ist besonders dann die bessere Wahl, wenn häufig lange Strecken, mehr Gepäck und ein souveränes Fahrgefühl im Vordergrund stehen. Sie eignet sich für Fahrerinnen und Fahrer, die gern zügig unterwegs sind oder einfach das Gefühl von Reserve schätzen – auch wenn die Tour mal unvorhersehbar wird.
Die BMW F 450 GS ist dagegen oft die passendere Option, wenn das Motorrad vor allem im Alltag, auf kürzeren Touren und auf leichtem Schotter überzeugen soll. Wer ein Motorrad sucht, das schnell „vertraut“ wirkt, sich leicht bewegen lässt und nicht jedes Manöver zur Kraftprobe werden lässt, findet in der F 450 GS häufig den besseren Einstieg.
Typische Entscheidungsszenarien
- Viel Landstraße und lange Touren: eher F 800 GS.
- Stadt, Pendeln, kurze bis mittlere Ausfahrten: eher F 450 GS.
- Schotter und wechselnder Untergrund: beide geeignet – die F 800 GS wirkt oft stabiler, die F 450 GS agiler.
- Einsteiger oder Fahrerinnen/Fahrer mit wenig Routine: häufig F 450 GS wegen der leichteren Handhabung.
- Reise mit Gepäck und Wunsch nach Reserven: häufig F 800 GS.
Fazit:
Die BMW F 800 GS (ab 2023) ist die bessere Wahl für alle, die eine Reiseenduro suchen, die auf langen Strecken souverän bleibt, Reserven bietet und sich auch mit mehr Gepäck gelassen fahren lässt. Wer häufig zügig unterwegs ist oder einfach das Gefühl von Stabilität und „Durchkommen“ schätzt, wird mit der F 800 GS meist glücklicher. Ihre möglichen Schwächen liegen eher im höheren Anspruch beim Handling – vor allem dann, wenn wenig Erfahrung vorhanden ist oder das Motorrad im Alltag oft rangiert werden muss.
Die BMW F 450 GS punktet dagegen mit einem leichteren, agilen Charakter und einer sehr zugänglichen Art, die besonders im Alltag und bei kürzeren Touren überzeugt. Sie ist oft die bessere Entscheidung für Einsteiger, für kleinere Fahrerinnen und Fahrer oder für alle, die ein Motorrad möchten, das sich unkompliziert bewegen lässt und auf Schotter und Straße schnell die passende Linie findet. Wer allerdings regelmäßig sehr lange Etappen mit hoher Zuladung plant und maximale Reserven erwartet, könnte die F 800 GS als stimmiger empfinden.