| UVP | 10.650 € | |
| Baujahr | von 2023 bis 2026~ | |
| UVP | 5.720 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- toller Motor
- ausgereifte Maschine ohne echte Schwächen
- Sitzhöhen von 760 bis 840 mm möglich
- gute Bremsen
- Kurven-ABS und dynamische Traktionskontrolle ohne Aufpreis
- Windschild zu klein
- Serienbereifung 1b
- exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
- vitaler Motor
- sehr leichtes und gutmütiges Handling
- ideal für Einsteiger und Stadtverkehr
- Tripper-Dash-TFT-Display mit integrierter Kartennavigation
- Bequeme, aufrechte und zugängliche Ergonomie
- eingeschränkte Langstreckentauglichkeit
- Brems- und Kupplungshebel sind nicht einstellbar
- geringer Windschutz
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 227 | kg |
| Radstand | 1.590 | mm |
| Länge | 2.296 | mm |
| Radstand | 1.590 | mm |
| Sitzhöhe: | 815-830 | mm |
| Höhe | 1.225 | mm |
| Gewicht | 184 | kg |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Länge | 2.145 | mm |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.125 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder-Viertaktmotor | |
| Hubraum | 895 | ccm |
| Hub | 77 | mm |
| Bohrung | 86 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Einzylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile | |
| Hubraum | 452 | ccm |
| Hub | 82 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 87 PS bei 6.750 U/Min | |
| Drehmoment | 91 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 349 | km |
| Leistung | 40 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 40 NM bei 5.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 150 | km/h |
| Tankinhalt | 11 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 324 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen in Schalenbauweise | |
| Federung vorne | Teleskopgabel 41 mm (Federweg 170)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein, Zugstufendämpfung einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 110/80 R19 | |
| Reifen hinten | 150/70 R17 | |
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Ø43-mm Telegabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Mono-Federbein (Federweg 145)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-17 | |
| Reifen hinten | 160/60-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben, Durchmesser 305 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 305 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Durchmesser 265 mm, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe mit Zweikolben-Bremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe mit Einkolben-Bremssattel ( Ø 270 mm) | |
Fazit
Die BMW F 800 GS ist ein überzeugendes Adventure-Bike zu einem fairen Preis. Sie ist bereits in Serie gut ausgestattet und kann mit dem BMW-Zubehörbaukasten nach Belieben erweitert werden. Mag sein, dass dieses Motorrad nicht gerade den Preis für das emotionalste Bike 2024 gewinnen wird, dass ihr aber vermutlich völlig egal. Sie ist Understatement pur, kann fast alles und gehört vermutlich zu dem am meisten unterschätztem Motorrad in ihrer Klasse. Wer mit der 900 GS liebäugelt, aber gerade Ebbe im Geldbeutel vorfindet, sollte sich genauer mit der 800 GS beschäftigen ...Die Testmaschine wurde uns von Bergmann & Söhne in Neumünster zur Verfügung gestellt. Dort steht sie als Vorführer und freut sich schon auf weitere Probefahrer. Wer zwischen der 800er und der 900er GS schwankt: Beide Maschinen können bei B&S in Neumünster angetestet werden. Zwischendurch noch einen Kaffee und dabei das üppige Gebrauchtbike-Angebot checken - wunderbar!
Fazit: Kein Poser, sondern ein Kumpel auf zwei Rädern
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist kein Motorrad für Stammtisch-Superlative. Sie gewinnt keine Leistungsduelle, sie protzt nicht mit Elektronik, und sie tut nicht so, als wäre sie ein verkleideter Rennstrecken-Drache. Genau deshalb ist sie so sympathisch. Sie konzentriert sich auf das, was auf echten Straßen zählt: einfache Bedienung, gutes Gefühl, genug Leistung, ehrliches Handling und einen Preis, bei dem man nicht sofort die Lebensplanung neu aufstellen muss.
Besonders stark ist sie für A2-Fahrerinnen und -Fahrer, Pendler, Wiedereinsteiger und alle, die ein unkompliziertes Naked Bike mit Charakter suchen. Die Guerrilla 450 kann seriös, aber sie bleibt dabei frech. Sie ist bequem genug für den Alltag, agil genug für die Hausstrecke und charmant genug, um auch nach Wochen noch gern den langen Weg nach Hause zu nehmen. Wer viel Autobahn fährt oder maximale Sportlichkeit sucht, sollte sich woanders umsehen. Wer aber ein Motorrad möchte, das nach fünf Minuten vertraut wirkt und nach zehn Minuten Laune macht, liegt hier ziemlich richtig.MotorradTest.de auf YouTube
BMW F 800 GS (ab 2023) vs. Royal Enfield Guerrilla 450 – Vergleich
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, steckt dahinter oft genau die richtige Frage: Soll es eher die große, etablierte Reiseenduro sein – oder ein moderner, eigenständiger Allrounder mit Neo-Retro-Charakter? Der Vergleich zwischen der BMW F 800 GS (ab 2023) und der Royal Enfield Guerrilla 450 zeigt, wie stark sich Fahrgefühl, Einsatzbereich und Prioritäten unterscheiden können. Beide Modelle sind für viele Fahrer interessant, aber sie spielen ihre Stärken in unterschiedlichen Szenarien aus.
Grundcharakter: Reiseenduro gegen Neo-Retro-Allrounder
Die BMW F 800 GS steht klassisch für das Adventure-Genre: aufrecht, komfortabel, mit dem Anspruch, lange Strecken souverän zu begleiten. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man nicht nur für eine Tour nutzt, sondern für viele. Die Royal Enfield Guerrilla 450 dagegen setzt auf einen markanten Look und einen Charakter, der eher nach „einfach losfahren“ klingt. Sie ist weniger auf „große Expedition“ getrimmt, sondern auf Alltag, Landstraße und kurze bis mittlere Ausfahrten – mit einem Stil, der sofort auffällt.
Erwartungen an den Fahrstil
Wer eine Maschine sucht, die sich wie ein verlässlicher Reisebegleiter anfühlt, wird bei der BMW F 800 GS schnell heimisch. Wer dagegen ein Motorrad möchte, das sich lebendig und unkompliziert anfühlt und dabei optisch wie technisch einen eigenen Weg geht, findet in der Royal Enfield Guerrilla 450 eine spannende Alternative.
Motor & Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Motoren zeigt sich vor allem eines: Beide Motorräder sind alltagstauglich, aber sie liefern den „Kick“ auf unterschiedliche Weise. Die BMW F 800 GS zielt auf einen gleichmäßigen, kontrollierbaren Vortrieb. Das passt besonders gut, wenn häufig mit Gepäck gefahren wird oder wenn man lange Strecken in einem ruhigen Rhythmus abspult. Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt dagegen oft direkter im Ansprechverhalten und kann sich beim Beschleunigen „präsenter“ anfühlen. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das eher nach spontanen Fahrten und dynamischen Momenten aussieht.
Stärken und Schwächen im Vergleich
- BMW F 800 GS: Stärken liegen in der souveränen Abstimmung und dem entspannten Durchzug für längere Touren. Schwäche kann sein, dass der Charakter weniger „verspielt“ wirkt als bei Motorrädern, die stärker auf unmittelbare Spontanität setzen.
- Royal Enfield Guerrilla 450: Stärken liegen in der lebendigen Art und dem eigenständigen Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass sie bei sehr langen, gleichförmigen Autobahn- oder Reiseetappen nicht ganz die gleiche „Reiseenduro-Ruhe“ vermittelt.
Fahrwerk & Handling: Stabilität vs. Agilität
Das Fahrwerk entscheidet stark darüber, wie sich ein Motorrad auf unterschiedlichen Straßen anfühlt. Die BMW F 800 GS ist auf Kontrolle und Stabilität ausgelegt. Gerade bei wechselnden Untergründen, bei längeren Strecken oder wenn die Maschine „mit allem“ unterwegs ist, spielt sie ihre Stärken aus. Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt im Vergleich oft agiler im Stadt- und Landstraßenbetrieb. Das kann sich besonders dann auszahlen, wenn häufig um die Ecke gefahren wird, wenn Tempo variabler ist oder wenn man sich in engen Situationen schnell bewegen möchte.
Kurvengefühl und Alltagstauglichkeit
In schnellen Kurven und bei zügigem Landstraßentempo zeigt die BMW F 800 GS ihren Vorteil durch die „aufgeräumte“ Stabilität. Die Royal Enfield Guerrilla 450 punktet dagegen mit einem unmittelbaren Gefühl für die Linie und einem Motorrad, das sich leicht „mitnehmen“ lässt. Wer häufig im urbanen Umfeld unterwegs ist oder kurze Wege mit viel Abwechslung fährt, wird die Agilität der Guerrilla oft als angenehm empfinden.
Bremsen & Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beim Thema Bremsen geht es nicht nur um „wie stark“, sondern auch um „wie berechenbar“. Die BMW F 800 GS bietet in der Regel ein sehr konsistentes Bremsgefühl, das sich gut dosieren lässt. Das ist besonders wertvoll, wenn man bei wechselnden Bedingungen fährt oder wenn man sich auf längere Touren konzentriert. Die Royal Enfield Guerrilla 450 kann ebenfalls überzeugen, wirkt aber im Vergleich stärker als Motorrad, das man bewusst fährt: Wer die Dosierung findet, bekommt ein stimmiges Gefühl. Wer hingegen sehr „tourig“ und gleichmäßig bremst, wird die BMW oft als noch entspannter empfinden.
Sitzposition & Komfort: Für lange Strecken oder kurze Wege?
Die Sitzposition ist bei beiden Modellen ein zentraler Unterschied. Die BMW F 800 GS ist auf eine aufrechte, tourentaugliche Haltung ausgelegt. Das unterstützt Komfort über längere Zeit und reduziert die Ermüdung, wenn man mehrere Stunden unterwegs ist. Die Royal Enfield Guerrilla 450 bietet eine Haltung, die eher nach „entspanntem Street-Fahren“ aussieht. Sie passt gut, wenn die Fahrt nicht zwangsläufig aus stundenlangen Autobahnabschnitten besteht, sondern aus abwechslungsreichen Strecken, bei denen man häufiger stoppt, startet und die Umgebung genießt.
Ergonomie im Vergleich
Für Menschen, die regelmäßig lange Strecken fahren und dabei möglichst entspannt bleiben möchten, ist die BMW F 800 GS meist die passendere Wahl. Für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das im Alltag schnell verfügbar ist und sich nicht wie ein „Projekt“ anfühlt, kann die Royal Enfield Guerrilla 450 die bessere Entscheidung sein.
Ausstattung & Technik: Moderne Reisefeatures vs. klare Einfachheit
Bei der Ausstattung zeigt sich ein typisches Muster: Die BMW F 800 GS bringt als Reiseenduro-Referenz häufig eine sehr durchdachte Technik- und Komfortausstattung mit. Das kann sich in der Praxis in Form von Assistenzsystemen, gut integrierter Elektronik und einer insgesamt „rund“ wirkenden Bedienlogik zeigen. Die Royal Enfield Guerrilla 450 setzt stärker auf ein stimmiges Gesamtpaket, das sich weniger nach „maximaler Feature-Liste“ anfühlt, sondern nach „funktioniert und sieht gut aus“.
Bedienung und Nutzergefühl
Wer Wert auf moderne Assistenz und eine sehr strukturierte Bedienung legt, wird bei der BMW schnell Vorteile sehen. Wer dagegen ein Motorrad bevorzugt, das sich nicht zu technisch anfühlt und bei dem man sich auf das Fahren konzentriert, wird die Guerrilla oft als angenehm unkompliziert wahrnehmen.
Alltag, Wartung & Kosten: Was man beim Kauf realistisch einplant
Beim Thema Kosten spielen nicht nur Anschaffung und Verbrauch eine Rolle, sondern auch die Frage, wie gut sich ein Motorrad im Alltag „betreiben“ lässt. Die BMW F 800 GS profitiert in der Regel von einem großen Händler- und Service-Netz sowie von einer etablierten Ersatzteilversorgung. Das kann die Planung für viele Fahrer erleichtern, gerade wenn man regelmäßig fährt. Die Royal Enfield Guerrilla 450 kann ebenfalls attraktiv sein, vor allem wenn man das Motorrad als Allrounder nutzt und die Wartung im Rahmen des eigenen Fahrprofils bleibt.
Stärken und Schwächen im Betrieb
- BMW F 800 GS: Stärke ist die „Langstrecken-Logik“ im Betrieb – Service, Ersatzteilverfügbarkeit und ein Gesamtkonzept, das auf Touren ausgelegt ist. Schwäche kann sein, dass die Maschine insgesamt eher nach „Adventure-Setup“ verlangt, wenn man sie nur selten nutzt.
- Royal Enfield Guerrilla 450: Stärke ist der unkomplizierte Charakter für den Alltag. Schwäche kann sein, dass man je nach Region und Nutzung stärker auf die konkrete Service-Situation achten sollte.
Für wen passt welches Motorrad?
Beide Motorräder können die richtige Wahl sein – entscheidend ist das Fahrprofil.
BMW F 800 GS (ab 2023): Ideal für Touren und Vielnutzer
Die BMW F 800 GS ist besonders passend, wenn häufig längere Strecken gefahren werden, wenn Komfort und Stabilität im Vordergrund stehen und wenn das Motorrad als „Allround-Reiseenduro“ dienen soll. Sie eignet sich für Menschen, die gerne planen, ausgedehnte Touren fahren und dabei ein sehr berechenbares Fahrgefühl schätzen.
Royal Enfield Guerrilla 450: Ideal für Stadt, Landstraße und Stilbewusste
Die Royal Enfield Guerrilla 450 passt gut, wenn der Fokus auf abwechslungsreichen Fahrten liegt, bei denen das Motorrad schnell verfügbar sein soll. Sie ist eine starke Option für Fahrer, die ein eigenständiges Design mögen, die Agilität im Alltag schätzen und ein Motorrad suchen, das sich nicht wie ein „Reiseprojekt“ anfühlt.
Fazit:
Die BMW F 800 GS (ab 2023) ist die bessere Wahl für alle, die ein Motorrad für lange Touren, häufiges Fahren und ein sehr stabiles, komfortorientiertes Gesamtpaket suchen. Sie punktet mit souveränem Fahrgefühl, tourentauglicher Ergonomie und einer Technik, die sich im Alltag wie ein durchdachtes System anfühlt. Wer viel Strecke macht, wird die GS meist als entspannter und berechenbarer erleben.
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist dagegen die passende Wahl, wenn der Schwerpunkt auf Alltag, Landstraße und einem Motorrad mit eigenem Charakter liegt. Sie wirkt oft lebendig, lässt sich agil bewegen und macht Lust auf spontane Fahrten. Wer ein stilvolles, unkompliziertes Gesamtbild sucht und nicht primär auf „maximale Reiseenduro“ setzt, findet in der Guerrilla eine sehr stimmige Option.
Kurz gesagt: GS für Touren-Vielnutzer, Guerrilla für den modernen Allround-Genuss.