BMW F 850 GS versus Kawasaki Z H2

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Modell
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BMW

BMW F 850 GS

Reise-Enduro
Kawasaki

Kawasaki Z H2

Naked

Baujahr / UVP / Testbericht

Baujahr von 2018 bis 2023
Baujahr von 2020 bis 2024~
UVP 13.000 €
UVP 19.295 €
waveform
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Pro:
  • erhabene Sitzposition
  • gutes Fahrverhalten auf Straße und im Gelände
  • reichhaltiges Angebot an Extras und Zubehörartikeln
  • gelungene Optik
Pro:
  • Drehmoment
  • Maximalleistung
  • Fahrwerk
  • Sicherheitsausstattung
Kontra:
  • Windschild könnte etwas größer ausfallen
  • Preis schnellt durch Extras in die Höhe
  • nicht ganz so wendig
Kontra:
  • Soziuskomfort

Abmessungen & Gewicht

Radstand: 1.593 mm
Länge :
2.305 mm , Höhe : 1.356 mm
Sitzhöhe :
860 mm bis 880 mm
Gewicht :
229 (max: 445 ) kg
Radstand: 1.455 mm
Länge :
2.085 mm , Höhe : 1.130 mm
Sitzhöhe :
830 mm
Gewicht :
239 kg

Motor

Motor-Bauart: Reihe 2 Zylinder
Hubraum: 853 ccm
Hub: 77 mm
Bohrung: 84 mm
Kühlung: wassergekühlt
Antrieb: Kette
Gänge: 6
Motor-Bauart: Viertakt-Reihenvierzylinder mit Kompressor 4 Zylinder
Hubraum: 998 ccm
Hub: 55 mm
Bohrung: 76 mm
Kühlung: flüssig
Antrieb: O-Ring Kette
Gänge: 6

Fahrleistungen

Höchstgeschwindigkeit: 204 km/h
Leistung: 95 PS bei 8.250 U/Min
Drehmoment: 92 NM bei 6.250 U/Min
Tankinhalt: 15 Liter
Verbrauch:
4 l
Reichweite:
341 km
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
Leistung: 200 PS bei 11.000 U/Min
Drehmoment: 137 NM bei 8.500 U/Min
Tankinhalt: 19 Liter
Verbrauch:
8 l
Reichweite:
250 km

Fahrwerk

Rahmenbauart:
Stahlbrückenrahmen in Schalenbauweise (Stahl )
Federung vorne:
Upside-down Gabel, Ø 43 mm (Federweg 204 mm)
Federung hinten:
Monofederbein (Federweg 219 mm)
Aufhängung hinten:
Zweiarmschwinge
Reifen vorne: 90/90 21
Reifen hinten: 150/70 R17
Rahmenbauart:
Gitterrohrrahmen (Stahl )
Federung vorne:
Showa 41-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 120 mm)
Federung hinten:
Horizontaler Backlink-Gasdruck-Stoßdämpfer von Showa (Federweg 134 mm)
Aufhängung hinten:
Aluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne: 120/70ZR17M/C (58W)
Reifen hinten: 190/55ZR17M/C (75W)

Bremsen

Bremse vorne
Doppelscheibe ( 305 mm) Bremse hinten
Scheibe ( 265 mm)
Bremse vorne
Petal-Doppelscheibe, 4-Kolben Festsattel, radial montiert ( 300 mm) Bremse hinten
Petal-Einzelscheibe, 1-Kolben Schwimmsattel ( 250 mm)

Fazit - was bleibt hängen

An der BMW F 850 GS werden zu Weilen Preis und Herkunft kritisiert. So finden sich in unserem Testkanal auf YouTube zum Beispiel Kommentare wie: "... Motorrad aus China, Preis aus Bayern..." "... ohne Navi, mit 'nem Chinamotor (da spart nur BMW richtig Geld)..." oder "... China Böller als Premiummarke...".

Sicherlich, BMW-Motorräder haben Ihren Preis, das ist keine Frage. Allerdings finden wir den Einstiegspreis für das Serienmodell mit 11.900 € (die aktuelle CRF1000L Africa Twin kostet immerhin 13.490 € in der Basisvariante) nicht so überzogen. Problematisch ist eher, dass - und darüber lässt sich auch trefflich diskutieren - die lange Liste an Sonderausstattunsmöglichkeiten den Preis schnell in die Höhe steigen lässt. Da landet man je nach Wunschliste problemlos auch mal bei 15.000 € und mehr. Und ja, auch das ist leider typisch BMW.

Aber es hilft am Ende nix: BMW Bikes erfreuen sich einer großen Fangemeinde, trotz des hohen Preises, weil es eben gelungene und solide Motorräder sind. Die These, dass die F 850 GS durch ihre Herkunft qualitativ nicht Schritt halten kann, können wir in unserem Test nicht stützen. In unseren Augen ist die BMW F 850 GS deutlich erwachsener geworden als ihre Vorgängerinnen und rückt damit ganz klar näher an ihre große Boxer-Schwestern. Inwieweit es allerdings gelingt, den Vorsprung der Africa Twin (die wollen wir uns übrigens in den nächsten Tagen mal für einen Test besorgen) von Konkurrent Honda einzuholen, muss man sehen. Wir drücken jedenfalls die Daumen denn die Bayerin hat uns an sich ganz gut gefallen.

Testosteron feiert eine Party

200 PS und die daraus resultierenden Fahrleistungen wollen verantwortungsvoll eingesetzt werden. Die Kawasaki Z H2 ist eine Meisterin darin, den Fahrer darin zu unterstützen. Souveräne Leistung? Jederzeit. Ein zum Rasen animierendes Gerät für potentielle Selbstmörder? Niemals. Dass sie gut Gehen kann, ist unzweifelhaft, aber so dargeboten wie hier, kann das vor allem gutgehen.

Dreht man auf, feiert das Testosteron im Körper Vollversammlung und die Innereien des Körpers werden vorgespannt. Ob man das mag oder nicht ist eine subjektive und damit nicht zu bewertende Meinung. Ob die Kawa alles tut, um das beherrschbar zu gestalten ist objektiv – und das tut die Kawa. Test bestanden.

So ist die Z die beste Lösung für all die, die ein tourentaugliches Naked Bike mit voller Leistungsstufe suchen. Allerdings: Der Platz für den Sozius ist da, aber er könnte besser sein. Warum nur sind die wenigsten Naked Bikes für die Tour zu zweit geeignet? Am Leistungsmangel bei voller Auslastung der Zuladung wird es nicht liegen …

Das Testbike wurde uns von Heller und Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.

Preis / Farben / Baujahre

  • Preis: 17.095€
  • Baujahre: seit 2020
  • Farben: immer schwarz, Rahmen in schwarz, grün oder rot