| UVP | 23.950 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Windschutz
- Bulliger Boxer
- Tolle Optik
- Lässige Sitzposition
- Zylinder stehen manchmal im Weg
- Rangieren ohne Rückwärtsfahrhilfe fast unmöglich
- Nichts für Einsteiger
- Bulliger Motor
- Leistung ohne Ende
- sehr gute Qualitätsanmutung
- hervorragendes Fahrwerk
- sehr gute Bremsen
- QuickShifter etwas ruckelig
- nicht ganz billig
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 365 | kg |
| Radstand | 1.731 | mm |
| Länge | 2.440 | mm |
| Radstand | 1.731 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.342 | mm |
| Gewicht | 239 | kg |
| Radstand | 1.485 | mm |
| Länge | 2.222 | mm |
| Radstand | 1.485 | mm |
| Sitzhöhe: | 805 | mm |
| Höhe | 1.405 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2 Zyl. Boxer | |
| Hubraum | 1.802 | ccm |
| Hub | 100 | mm |
| Bohrung | 107 | mm |
| Kühlung | Öl-Luft | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Viertakt-Boxermotor mit zwei obenliegenden stirnradgetriebenen Nockenwellen | |
| Hubraum | 1.254 | ccm |
| Hub | 76 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | Luft-/Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 91 PS bei 4.750 U/Min | |
| Drehmoment | 158 NM bei 3.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 285 | km |
| Leistung | 136 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 143 NM bei 6.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 25 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 520 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Stahlrahmen mit angeschraubten Unterzügen | |
| Federung vorne | Teleskopgabel (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 90)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge aus Stahl | |
| Reifen vorne | 130/90 B16 | |
| Reifen hinten | 180/65 B16 | |
| Rahmenbauart | zweiteiliges Rahmenkonzept aus Haupt- und daran angeschraubtem Heckrahmen, mittragender Motor | |
| Federung vorne | BMW Motorrad Telelever, Zentralfederbein, Standrohrdurchmesser 37 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | BMW Motorrad Paralever; WAD Federbein, Federvorspannung mittels Handrad hydraulisch stufenlos einstellbar, Zugstufendämpfung per Handrad einstellbar (Federweg 136)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse ( Ø 276 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die BMW R 18 Classic ist ein vollausgestatteter Cruiser-Tourer, mit dem man auch zu zweit gerne eine längere Fahrt in Angriff nehmen darf. Im Gegensatz zu einem Adventure-Bike sind die Gepäck-Kapazitäten zwar begrenzt, einer längeren Tagestour auf der Route 66 steht aber nichts im Wege. Dieses Bike ist aufgrund seiner schieren Größe und Leistung einfach ein beeindruckendes Stück Technik. Hätten wir auch gerne im Stall.Das Test-Motorrad wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Pinneberg bei Hamburg für diesen Test zur Verfügung gestellt. Wer die R 18 Classic gerne einmal ausprobieren möchte, der ist hier herzlich Willkommen und einen guten Kaffee gibt es sogar auch. Außerdem stehen hier jede Menge gebrauchte Maschinen und andere Vorführer herum, ein Besuch in Pinneberg lohnt sich also allemal.
Fazit
Die BMW R 1250 R ist eine sehr ausgereifte und ausgewogene Maschine. Man merkt ihr an, dass BMW sie im Laufe der Jahre einfach immer weiter verbessert hat. Obwohl schon die R1200R aus dem Jahr 2006 eine echte Bank war, so ist die aktuelle Maschine ein echtes Prachtstück. Wer die Vorgängerin hat, muss nicht zugreifen, so viele Veränderungen gab es zum Modelljahr 2023 nun auch wieder nicht, aber alle potentiellen Roadster-Käufer sollten zumindest mal eine Probefahrt auf der aktuellen Version machen. Wenn es Euch so geht wie mir, werdet ihr nicht mehr absteigen wollen.Das Testbike wurde uns netterweise von Bergmann & Söhne in Neumünster für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht sie als Vorführer und wartet auf weitere Probefahrer. Nur zu, traut Euch! Bei B&S Neumünster stehen übrigens derzeit sehr viele BMW und Suzuki-Modelle im Laden und es gibt es jede Menge Maschinen zum Probefahren, auch gute Gebrauchte - also: Vorbeischauen lohnt sich allemal.
MotorradTest.de auf YouTube
BMW R 18 Classic vs. BMW R 1250 R: Vergleich der beiden BMW-Boxer
Wenn zwei BMW-Boxer gegeneinander antreten, geht es selten nur um Zahlen. Bei der BMW R 18 Classic und der BMW R 1250 R treffen zwei Philosophien aufeinander: Die eine setzt auf klassische Präsenz, schwere Ruhe und ein Cruiser-Gefühl. Die andere ist moderner Roadster-Ansatz mit Fokus auf Agilität, Alltagstauglichkeit und vielseitiges Fahrverhalten. Genau diese Unterschiede machen den Vergleich spannend – und helfen dabei, das Motorrad zu finden, das wirklich zum eigenen Fahrstil passt.
Grundcharakter: Cruiser-Feeling vs. Roadster-Alltag
BMW R 18 Classic – große Gesten, entspannte Linie
Die BMW R 18 Classic wirkt wie aus einer anderen Zeit: bullige Proportionen, markante Optik und ein Fahrgefühl, das eher nach „ankommen“ als nach „hetzen“ klingt. Das Motorrad ist darauf ausgelegt, Kilometer entspannt zu rollen. Wer gerne mit ruhigem Tempo fährt, sich an der Optik erfreut und das Motorrad als Charakterstück sieht, findet hier eine starke Identität.
BMW R 1250 R – dynamisch, aber alltagstauglich
Die BMW R 1250 R ist dagegen der Typ „viel Motorrad für jeden Tag“. Sie verbindet sportlichere Haltung mit einer breiten Nutzbarkeit: Stadt, Landstraße und längere Touren lassen sich damit gut abdecken. Das Fahrwerk und die Geometrie zielen spürbar darauf, dass man nicht nur geradeaus gut unterwegs ist, sondern auch in Kurven sicher und kontrolliert bleibt.
Motor & Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beide Modelle setzen auf den Boxer-Charakter, aber die Art, wie Leistung und Drehmoment rüberkommen, unterscheidet sich deutlich. Die BMW R 18 Classic spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn man gleichmäßig fährt und das Motorrad „arbeiten“ lässt. Das Ansprechverhalten wirkt dabei eher kultiviert und souverän, passend zum Cruiser-Ansatz.
Die BMW R 1250 R wirkt im Vergleich lebendiger und reaktionsfreudiger. Gerade beim Beschleunigen aus dem Stand oder beim zügigen Überholen zeigt sich der Roadster-Charakter: Das Motorrad lässt sich leichter dosieren und unterstützt flotteres Fahren, ohne dass es dabei unruhig wird. Wer häufig zwischen entspanntem Cruisen und dynamischem Fahren wechselt, wird die Flexibilität der R 1250 R besonders schätzen.
Fahrwerk & Handling: Stabilität vs. Wendigkeit
BMW R 18 Classic – souverän und ruhig
Die BMW R 18 Classic vermittelt ein Gefühl von Stabilität. Das Motorrad liegt in der Spur sicher, und das Fahrwerk wirkt darauf abgestimmt, lange Strecken angenehm zu machen. In typischen Cruiser-Situationen – gleichmäßige Fahrt, entspannte Kurvenfahrt, ruhiges Tempo – fühlt sich das Gesamtpaket stimmig an.
Als mögliche Schwäche kann man festhalten: Wer sehr häufig enge Kehren fährt oder das Motorrad wie ein leichtes Roadster-Motorrad „durchzieht“, merkt schneller, dass der Charakter eher auf Gelassenheit ausgelegt ist. Das ist kein Nachteil für die Zielgruppe, aber ein Unterschied, der im Alltag spürbar wird.
BMW R 1250 R – präzise und vielseitig
Die BMW R 1250 R punktet mit einem Handling, das sich anfühlt, als wäre es für unterschiedliche Situationen gemacht. In Kurven wirkt das Motorrad kontrolliert, und die Abstimmung unterstützt ein aktiveres Fahren. Gerade auf Landstraßen, bei wechselndem Tempo oder wenn die Strecke mehr verlangt, zeigt sich die Stärke des Roadster-Konzepts.
Im Gegenzug kann die R 1250 R weniger „schwer und majestätisch“ wirken als die R 18 Classic. Wer genau dieses Cruiser-Gefühl sucht, wird die R 1250 R eher als sportlich-praktisch wahrnehmen.
Bremsen & Sicherheit: Vertrauen in jeder Situation
Bei beiden Motorrädern steht die Sicherheit im Fokus, aber die Wirkung im Fahrgefühl ist unterschiedlich. Die BMW R 1250 R bietet durch den Roadster-Ansatz oft das Gefühl, dass man Bremsmanöver sehr direkt dosieren kann – besonders dann, wenn man sportlicher fährt oder häufiger aus höheren Geschwindigkeiten verzögert.
Die BMW R 18 Classic kann ebenfalls mit starker Bremsleistung überzeugen, wirkt aber insgesamt mehr auf „kontrolliertes Anhalten“ und souveräne Stabilität ausgelegt. Wer viel entspannt unterwegs ist, profitiert von der ruhigen Gesamtwirkung. Wer dagegen häufig hart bremst und sehr dynamisch fährt, wird die R 1250 R als etwas „agiler“ im Bremsgefühl erleben.
Ergonomie & Sitzposition: Für lange Strecken oder aktives Fahren
Die Sitzposition ist einer der größten Unterschiede im Vergleich. Die BMW R 18 Classic setzt auf eine entspannte Haltung, die zum Cruiser passt. Dadurch wird das Fahren über längere Zeit oft als angenehm empfunden, weil der Körper nicht permanent „gegen“ die Haltung arbeitet.
Die BMW R 1250 R bietet dagegen eine aufrechtere, aber aktivere Sitzposition. Das macht sie besonders interessant, wenn der Alltag mehr Abwechslung bringt: Stadtverkehr, Landstraße, kurze Touren zwischendurch. Wer gerne öfter die Position verändert oder das Motorrad dynamischer bewegt, wird die R 1250 R als flexibler erleben.
Komfort & Alltag: Wind, Vibrationen und Nutzbarkeit
Komfort ist nicht nur eine Frage von „bequemem Sitzen“, sondern auch von Windschutz, Geräuschkulisse und dem Gesamteindruck bei Fahrt. Die BMW R 18 Classic zielt klar auf entspanntes Reisen. Das Motorrad wirkt wie gemacht für Touren, bei denen man nicht ständig das Tempo nachregeln muss, sondern die Fahrt genießen möchte.
Die BMW R 1250 R ist im Alltag oft im Vorteil, weil sie sich leichter in den Tagesrhythmus einfügt. Sie eignet sich gut für wechselnde Streckenprofile und lässt sich im Alltag unkompliziert bewegen. Wer häufig kurze Wege fährt oder oft zwischen Stadt und Landstraße pendelt, wird die R 1250 R als pragmatischer empfinden.
Technik & Ausstattung: Moderne Features vs. klassischer Fokus
Technisch sind beide Modelle auf hohem Niveau, aber die Ausrichtung unterscheidet sich. Die BMW R 1250 R wirkt insgesamt „moderner“ im Gesamtkonzept: Sie passt gut zu Fahrern, die Technik und Assistenzsysteme als Teil des Komforts sehen und das Motorrad gerne vielseitig nutzen.
Die BMW R 18 Classic setzt stärker auf den klassischen Look und das stimmige Gesamtbild. Das bedeutet nicht, dass sie unmodern wäre – aber der Fokus liegt spürbar mehr auf dem Charakter und dem Erlebnis. Wer ein Motorrad möchte, das sich wie ein Statement anfühlt, wird die R 18 Classic besonders attraktiv finden.
Stärken & Schwächen im direkten Vergleich
BMW R 18 Classic – Stärken
- Starker Cruiser-Charakter mit klassischer Optik und Präsenz
- Entspanntes Fahrgefühl für ruhige Touren und gleichmäßiges Tempo
- Stabile Gesamtwirkung bei längeren Strecken
BMW R 18 Classic – mögliche Schwächen
- Weniger „leichtfüßig“ bei sehr dynamischem Fahren und engen Passagen
- Charakterorientierung kann nicht jedem Fahrstil gefallen
BMW R 1250 R – Stärken
- Vielseitiges Roadster-Handling für Stadt, Landstraße und Touren
- Reaktionsfreudigeres Fahrgefühl bei wechselndem Tempo
- Pragmatischer Alltagseinsatz durch flexible Nutzbarkeit
BMW R 1250 R – mögliche Schwächen
- Weniger Cruiser-„Majestät“ im Vergleich zur R 18 Classic
- Wer vor allem auf klassisches Design und ruhige Dominanz setzt, findet möglicherweise weniger „Wow-Effekt“
Welche BMW passt zu welchem Fahrertyp?
Die BMW R 18 Classic ist besonders passend für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich nicht nur fortbewegt, sondern auch eine Haltung zeigt. Wer gerne entspannt fährt, Wert auf Stil legt und Touren genießt, wird mit der R 18 Classic sehr zufrieden sein. Auch wenn man nicht ständig sportlich unterwegs ist, kann das Motorrad genau dann glänzen, wenn man die Fahrt als Erlebnis betrachtet.
Die BMW R 1250 R richtet sich an alle, die ein vielseitiges Motorrad möchten, das im Alltag und auf längeren Strecken gleichermaßen funktioniert. Wer häufig zwischen verschiedenen Fahrbedingungen wechselt, gerne zügig unterwegs ist oder das Motorrad in Kurven aktiv bewegt, findet in der R 1250 R den besseren Partner. Sie wirkt wie die „Allround“-Wahl unter den beiden.
Fazit:
Die BMW R 18 Classic ist die richtige Wahl, wenn der Fokus auf klassischem Cruiser-Charakter, ruhigem Fahrgefühl und einer souveränen, stabilen Art zu fahren liegt. Sie überzeugt vor allem dann, wenn Touren entspannt sein sollen und das Motorrad optisch wie technisch als stimmiges Gesamterlebnis wirken darf. Wer dagegen ein Motorrad sucht, das sich im Alltag leicht bewegen lässt, auf Landstraßen präzise reagiert und auch bei wechselndem Tempo flexibel bleibt, trifft mit der BMW R 1250 R die bessere Entscheidung. Beide Modelle sind starke Boxer – aber die R 18 Classic steht für Stil und Gelassenheit, während die R 1250 R für Vielseitigkeit und aktives Fahren gemacht ist. So lässt sich schnell entscheiden: Cruiser-Erlebnis oder Roadster-Allrounder – je nachdem, wie die eigene Fahrt sich anfühlen soll.