| UVP | 14.460 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- prächtiger Motor mit Dampf
- topfiger Boxersound
- sehr gute Qualitätsanmutung
- sehr gute Bremsen
- chilliges Dahincruisen ebenso möglich wie sportliches Angasen
- QuickShifter ruckelt
- Fussrasten stören im Stand
- Blinkerintegration im Rücklicht
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 227 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.200 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 754 | mm |
| Höhe | 1.110 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Luft/Ölgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 95 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 110 NM bei 6.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 203 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 275 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel, Durchmesser 45 mm (Federweg 90)mm | |
| Federung hinten | direkt angelenktes, wegabhängig gedämpftes Zentralfederbein, Federbasis einstellbar, Zugstufendämpfung einstellbar (Federweg 90)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90 R19 | |
| Reifen hinten | 150/80 R16 | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben, 4-Kolben-Monobloc-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit
Die BMW R12 hält, was sie verspricht: Lässiges Cruisen mit dem Dampf des guten alten Lufti-Boxers. Den Leistungsunterschied zur nineT merkt man nicht, die Kiste geht ab wie ein Fuchs. Sie bremst toll, fühlt sich ausgereift und sicher an und vermittelt jede Menge Fahrspaß. Ein "echter" Cruiser á la Harley ist sie zwar schon aufgrund der Fußrasten-Position nicht, dennoch bringt sie den Fahrer runter und verleitet zum lässigen Dahingleiten. Wunderbar.Die Testmaschine wurde uns von Bergmann & Söhne in Pinneberg für diesen Test zur Verfügung gestellt. Die R12 steht dort als Vorführer und freut sich über Probefahrer. Wer den direkten Vergleich zur ebenfalls neuen R12 nineT machen will - die steht da auch als Vorführer. Also, ab geht's nach Pinneberg, zweimal Probefahrt buchen. Bringt voll Bock!
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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BMW R 12 vs. MV Agusta Superveloce 800 – welcher Roadster passt besser?
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick nach „Roadster“ aussehen, aber aus unterschiedlichen Welten stammen, wird der Vergleich besonders spannend. Die BMW R 12 steht für eine klare, moderne Interpretation von klassischer Motorradkultur: ruhiger, stimmiger Charakter, viel Alltagstauglichkeit und ein sehr stimmiges Gesamtpaket. Die MV Agusta Superveloce 800 dagegen bringt eine deutlich sportlichere Handschrift mit: mehr Emotion, mehr „Show“, und ein Fahrgefühl, das stärker auf Dynamik und Leidenschaft ausgelegt ist.
Im Folgenden geht es weniger um einzelne Zahlen, sondern um das, was im Alltag und auf der Hausstrecke wirklich zählt: Wie wirkt der Motor, wie arbeitet das Fahrwerk, wie gut bremsen die Maschinen, und wie unterscheiden sie sich in Komfort, Handling und Anspruch.
Motorcharakter: entspanntes Drehmoment vs. sportliche Agilität
Die BMW R 12 wirkt in der Praxis wie ein Motorrad, das man gerne „einfach laufen lässt“. Der Motoransatz ist eher auf souveräne Kraftentfaltung ausgelegt: gleichmäßig, gut dosierbar und angenehm, wenn es im Stadtverkehr oder auf längeren Strecken entspannt zugehen soll. Das macht die R 12 besonders dann attraktiv, wenn das Motorrad nicht ständig nach Aufmerksamkeit verlangt, sondern zuverlässig liefert.
Die MV Agusta Superveloce 800 spielt dagegen stärker die Rolle des „Antriebs mit Charakter“. Der Motor fühlt sich lebendiger an und unterstützt das sportliche Fahren spürbar. Wer gerne früher beschleunigt, enger an der Linie fährt oder Kurven mit mehr Schwung angeht, wird die MV Agusta oft als direkter und „spritziger“ erleben. Das ist ein Plus für dynamische Fahrer – kann aber auch bedeuten, dass man den Umgang mit Gas und Drehzahl bewusster gestalten möchte.
Fahrwerk und Handling: stabiler Allrounder vs. sportlicheres Setup
Beim Fahrwerk zeigt sich ein klarer Unterschied in der Zielrichtung. Die BMW R 12 ist tendenziell auf ein harmonisches Zusammenspiel aus Komfort und Kontrolle ausgelegt. Das Motorrad liegt ruhig, vermittelt Vertrauen und bleibt auch dann gut beherrschbar, wenn die Straße nicht perfekt ist. Gerade auf wechselnden Belägen oder bei längeren Touren ist das ein Vorteil: weniger Stress, mehr „Flow“.
Die MV Agusta Superveloce 800 fühlt sich dagegen oft wie ein Motorrad an, das mehr nach vorn will. Das Handling wirkt präziser und sportlicher, das Einlenken geht spürbar williger von der Hand. In schnellen Kurven oder auf kurvigen Strecken kann das ein echter Gewinn sein. Gleichzeitig gilt: Wer vor allem Komfort sucht oder häufig über holprige Strecken fährt, wird die BMW R 12 vermutlich als entspannter wahrnehmen.
Bremsen: souveränes Verzögern vs. sportliche Dosierbarkeit
Beide Motorräder können im Bremsverhalten überzeugen, aber auf unterschiedliche Art. Die BMW R 12 punktet mit einem insgesamt gutmütigen, gut dosierbaren Gefühl. Das macht sie attraktiv, wenn häufig aus dem Alltag heraus gebremst wird – etwa an Ampeln, im dichten Verkehr oder bei wechselnden Geschwindigkeiten.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt im Vergleich oft „sportlicher“: Die Bremsen lassen sich zügig ansprechen und unterstützen dynamisches Fahren. Wer gerne kräftig verzögert und die Maschine aktiv in die Kurve bringt, wird die MV Agusta als direkter erleben. Für sehr entspannte Fahrstile kann das zwar nicht negativ sein, aber es verstärkt den Eindruck, dass die Superveloce eher für Fahrer gemacht ist, die das Motorrad auch wirklich nutzen möchten.
Komfort und Alltag: BMW mit mehr Ruhe, MV mit mehr Anspruch
Im Alltag spielt die BMW R 12 ihre Stärken besonders aus. Die Sitzposition wirkt auf längere Zeit oft entspannter, und das Motorrad vermittelt das Gefühl, dass es für „jeden Tag“ gemacht ist. Dazu kommt: Das Gesamtpaket aus Motorcharakter, Fahrwerk und Bedienbarkeit wirkt sehr stimmig. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur am Wochenende Spaß macht, sondern auch unter der Woche zuverlässig funktioniert, findet in der R 12 häufig den besseren Match.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist ebenfalls alltagstauglich, aber der Charakter ist stärker auf Fahrspaß ausgerichtet. Das kann bedeuten, dass man das Motorrad bewusster fährt und sich mehr auf das Fahrgefühl konzentriert. Wer gerne „mit dem Motorrad arbeitet“, wird die MV Agusta lieben. Wer dagegen möglichst wenig Aufwand möchte und vor allem entspannt unterwegs sein will, könnte die BMW als angenehmer empfinden.
Design und Emotion: klassisch-elegant vs. italienische Präsenz
Design ist natürlich Geschmackssache, aber es gibt klare Tendenzen. Die BMW R 12 wirkt modern-klassisch: stimmige Linien, ein ruhiger Auftritt und ein Look, der nicht schreit, sondern überzeugt. Das ist ein Plus für alle, die ein Motorrad möchten, das auch nach Jahren noch „richtig“ aussieht.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen ein Statement. Der Auftritt ist deutlich präsenter, die Marke steht für Emotion und Stil. Wer bei jedem Start gern ein bisschen mehr „Gänsehaut“ möchte, wird an der MV Agusta häufig mehr Freude haben. Die Schwäche liegt eher nicht im Design selbst, sondern darin, dass der sportliche Charakter auch im Alltag stärker spürbar ist.
Ausstattung und Fahrassistenz: Fokus auf Gesamtpaket vs. sportliche Ausrichtung
Bei der Ausstattung zeigt sich ebenfalls ein Unterschied: Die BMW R 12 wirkt wie ein Motorrad, das als Gesamtpaket gedacht ist. Bedienbarkeit, Übersicht und das Gefühl, dass alles zusammenpasst, stehen im Vordergrund. Das ist besonders dann attraktiv, wenn das Motorrad nicht nur „Spaßgerät“, sondern auch ein verlässlicher Begleiter sein soll.
Die MV Agusta Superveloce 800 setzt stärker auf das sportliche Fahrerlebnis. Das kann sich in der Art zeigen, wie sich das Motorrad anfühlt und wie es auf dynamische Eingriffe reagiert. Wer Technik und Fahrgefühl als Einheit betrachtet, wird die MV Agusta oft als konsequenter sportlich empfinden. Wer dagegen vor allem Komfort- und Alltagsfeatures priorisiert, findet in der BMW R 12 häufig das rundere Gesamtpaket.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
BMW R 12 – Stärken
- Harmonischer Motorcharakter, der entspanntes Fahren erleichtert
- Ruhiges, vertrauensvolles Fahrverhalten auch auf wechselnden Straßen
- Alltagstauglichkeit durch stimmige Ergonomie und unkompliziertes Handling
- Modern-klassisches Design, das langfristig wirkt
BMW R 12 – mögliche Schwächen
- Wer maximale Sportlichkeit sucht, empfindet die R 12 im Vergleich als weniger „aggressiv“ im Antrieb
- Der Fokus liegt stärker auf Ausgewogenheit als auf kompromissloser Dynamik
MV Agusta Superveloce 800 – Stärken
- Sportlicher, lebendiger Charakter mit stärkerem Fokus auf Fahrspaß
- Präziseres, direkteres Handling für dynamische Kurvenfahrten
- Emotion und Präsenz – das Motorrad macht optisch und akustisch Eindruck
MV Agusta Superveloce 800 – mögliche Schwächen
- Der sportliche Anspruch kann im Alltag mehr Aufmerksamkeit verlangen
- Für sehr entspannte Touren kann die BMW R 12 als „stressfreier“ wirken
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, „welches besser“ ist, sondern davon, welches Fahrgefühl gesucht wird. Die BMW R 12 ist besonders stark, wenn ein Motorrad gesucht wird, das sich im Alltag leicht anfühlt, auf längeren Strecken Ruhe ausstrahlt und dabei trotzdem Charakter hat. Sie passt gut zu Fahrern, die ein stimmiges Gesamtpaket möchten: komfortabel, souverän, modern-klassisch.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist die richtige Wahl, wenn Fahrspaß und Dynamik im Vordergrund stehen. Wer gerne sportlich fährt, Kurven aktiv angeht und das Motorrad als Erlebnis betrachtet, bekommt hier eine Maschine, die stärker nach „mehr“ ruft. Auch wer Design und Emotion priorisiert, wird an der Superveloce häufig mehr Freude haben.
Fazit:
Die BMW R 12 ist der bessere Griff für alle, die einen ausgewogenen Roadster suchen: souveräner Motorcharakter, ruhiges Handling und ein Gesamtpaket, das im Alltag wie auf Touren angenehm funktioniert. Wer Komfort, Gelassenheit und ein modern-klassisches Design priorisiert, findet in der R 12 meist die passendere Wahl.
Die MV Agusta Superveloce 800 empfiehlt sich, wenn Dynamik und Emotion stärker zählen als reiner Alltagskomfort. Das Motorrad wirkt direkter, sportlicher und unterstützt aktives Fahren spürbar. Wer Kurven liebt, das Motorrad gerne „arbeitet“ und optisch wie akustisch ein echtes Highlight sucht, wird mit der Superveloce deutlich mehr Gänsehaut bekommen.
Kurz gesagt: BMW R 12 für den stimmigen Allround-Roadster, MV Agusta Superveloce 800 für den sportlichen Genuss mit mehr Präsenz.