UVP 27.890 €
Baujahr von 2023 bis 2026~
UVP 7.220 €
Baujahr von 2026 bis 2026~
Der Teufel trägt ... dick auf.
Weiter zum Testbericht
Die neue, "kleine" GS mit 48 PS für A2-Führerscheininhaber im Test
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • bulliger Auftritt
  • bulliger Motor
  • technisch komplett ausgestattet
  • lässt sich leichter fahren als es aussieht
  • potenter Sound
  • gieriges Gerät mit Ecken und Kanten
Kontra:
  • QuickShifter nicht so smooth wie bei der Multistrada
  • für unseren Geschmack etwas zu rappelig - Ansichtssache
  • nicht gerade ein Schnäppchen
Pro:
  • sehr leichtes Adventure-Bike
  • gute Serien-Ausstattung mit Heizgriffen, ABS Pro, Connectivity mit Navi etc.
  • gutmütiges Fahrverhalten
  • elastischer Motor
  • gute Verarbeitung, guter Qualitätseindruck
Kontra:
  • kein Tempomat

Abmessungen & Gewicht

Gewicht236kg
Radstand1.593mm
Radstand1.593mm
Sitzhöhe: 790 mm
Gewicht178kg
Radstand1.465mm
Länge2.161mm
Radstand1.465mm
Sitzhöhe: 845 mm
Höhe1.210mm

Motor

Motor-BauartV4
Hubraum1.158ccm
Hub54mm
Bohrung83mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartReihentwin
Hubraum420ccm
Hub52mm
Bohrung72mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung168 PS bei 10.750 U/Min
Drehmoment126 NM bei 7.500 U/Min
Tankinhalt20Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite313km
Leistung48 PS bei 8.750 U/Min
Drehmoment43 NM bei 6.750 U/Min
Höchstgeschw.165km/h
Tankinhalt14Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite368km

Fahrwerk

RahmenbauartMonocoque-Rahmen
Federung vorneUSD 50 mm, voll einstellbar (Federweg 120)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 145)mm
Aufhängung hintenEinarmschwinge aus Aluminium
Reifen vorne120/70 ZR 17
Reifen hinten240/45 ZR 17
RahmenbauartStahlrohrrahmen, Antriebseinheit mittragend, Stahlrohrheckrahmen
Federung vorneUpside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 43 mm (Federweg 180)mm
Federung hintenFederbein mit einstellbarer Federvorspannung und Zugstufendämpfung inklusive wegeabhängiger Dämpfung (Federweg 180)mm
Aufhängung hintenAluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne100/90 R19
Reifen hinten130/80 R17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Brembo Stylema Monoblock-Bremssättel ( Ø 330 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 265 mm)
Bremsen vorneEinscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben Durchmesser 310 mm, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinscheibenbremse, Durchmesser 240 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm)

Fazit - was bleibt hängen

Die neue Ducati Diavel ist zwar nach wie vor ein echtes Poserbike, aber sie hat objektiv gesehen auch viele Stärken, die man ihr auf den ersten Blick so nicht zutraut: Sportlichkeit, Kurvenverhalten, Agilität und Fahrspaß sind auf hohem Niveau. Dazu die brutale Leistung des V4 und die extrem guten Bremsen ergeben ein explosives Gemisch. Diejenigen, die die Diavel nur auf ihr extrovertiertes Aussehen reduzieren wollen, machen einen kapitalen Fehler. 
 
Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Ducati Hamburg für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in der Papenreye neben vielen anderen roten aus Bologna für Probefahrten zur Verfügung. Wer sich unsicher ist, ob so ein Kraftpaket das Richtige ist: Einfach mal ausprobieren, ihr werdet die Probefahrt weder vergessen noch bereuen! Also sofort Probefahrt vereinbaren: 040 / 668 516 94

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 27.090 €
  • Verfügbarkeit: seit 03/2023
  • Farben: Rot, Schwarz

Fazit: Kleine GS, großer Spaßfaktor

Die BMW F 450 GS ist genau das Motorrad, das der GS-Familie gefehlt hat: leicht, zugänglich, modern und trotzdem glaubwürdig. Sie bringt den Abenteuer-Gedanken zurück auf eine Größe, die im Alltag wirklich Sinn ergibt. Man muss keine Weltreise planen, um mit ihr Spaß zu haben. Eine Feierabendrunde, ein Schotterweg, ein Wochenende mit Softbags oder einfach der tägliche Weg zur Arbeit reichen völlig, damit sie ihren Charakter zeigt.

Ihr größter Trick ist nicht die Technik, nicht der Name und auch nicht die Optik. Ihr größter Trick ist, dass sie sofort Lust macht. Sie wirkt nicht kompliziert, nicht überdimensioniert und nicht wie ein Motorrad, das ständig beweisen muss, wie wichtig es ist. Sie fährt sich leicht, bietet genug Leistung, hat ein ordentliches Fahrwerk, sinnvolle Elektronik und diesen kleinen Schuss GS-Charme, der aus einem normalen Weg plötzlich eine kleine Tour macht.

Wer maximale Leistung, riesige Reichweite und Autobahn-Dominanz sucht, ist hier falsch. Wer aber ein Motorrad will, das im Alltag nicht nervt, auf der Landstraße grinst, im Gelände nicht gleich kapituliert und dabei hochwertig gemacht ist, sollte die F 450 GS sehr ernst nehmen. BMW hat hier keine Baby-GS gebaut, die nur süß aussehen soll. BMW hat eine kleine GS gebaut, die erwachsen genug ist, um vielen großen Motorrädern im echten Leben ziemlich frech auf den Koffer zu fahren.

Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf den Autobahnen A7 oder A21 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 7.220€
  • Verfügbarkeit: seit 2026
  • Farben: rot, schwarz, tricolor

MotorradTest.de auf YouTube

Ducati Diavel V4 vs. BMW F 450 GS: Vergleich, Stärken & Schwächen

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Ducati Diavel V4 und die BMW F 450 GS, wird der Vergleich besonders spannend. Denn hier treffen ein kraftvoller, straßenorientierter Charakter und ein klarer Fokus auf Vielseitigkeit und Offroad-Feeling aufeinander. Wer sich zwischen diesen beiden Modellen entscheidet, sucht meist nicht nur „das schnellere“ Bike, sondern das passendere Motorrad für den eigenen Alltag, die bevorzugten Strecken und den gewünschten Fahrstil.

Im Folgenden geht es um einen praxisnahen Vergleich: Wie unterscheiden sich die beiden Konzepte bei Fahrgefühl, Ergonomie, Handling, Bremsen, Ausstattung und dem, was man im Alltag wirklich merkt? Dabei werden die Stärken und Schwächen herausgearbeitet – ohne die Modelle auf einzelne Zahlen zu reduzieren.

Grundcharakter: Straßenpower vs. Abenteuer-Allrounder

Ducati Diavel V4 – markant, laut im Charakter, kompromissarm auf Straße

Die Ducati Diavel V4 ist ein Motorrad, das sofort nach Performance aussieht und sich auch so anfühlt. Der Fokus liegt klar auf der Straße: dynamische Beschleunigung, ein sportlicher Vortrieb und ein Fahrgefühl, das Kurven und Tempo belohnt. Die Sitzposition ist dabei eher auf „entspanntes Vorwärtskommen mit sportlichem Anspruch“ ausgelegt – nicht auf lange Offroad-Passagen.

BMW F 450 GS – bereit für Alltag und Abenteuer

Die BMW F 450 GS steht dagegen für ein Konzept, das man gern vielseitig nutzt. Sie wirkt wie ein Motorrad, das sowohl im Stadtverkehr als auch auf Landstraßen und auf unbefestigten Wegen eine gute Figur macht. Der Charakter ist weniger „Show und Tempo“ und mehr „Kontrolle und Flexibilität“. Gerade wer häufig zwischen unterschiedlichen Strecken wechselt, findet hier einen starken Ansatz.

Sitzposition & Ergonomie: Wie fühlt sich das Motorrad im Alltag an?

Ein großer Unterschied zeigt sich bereits beim ersten Eindruck der Ergonomie. Die Diavel V4 setzt auf eine Sitzhaltung, die sportlich wirkt, aber nicht in Richtung „Track“ geht. Das unterstützt ein souveränes Handling bei zügiger Fahrweise und sorgt dafür, dass man sich auf der Straße schnell wohlfühlt.

Die F 450 GS ist dagegen auf eine aufrechtere, alltagstaugliche Haltung ausgelegt. Das hilft besonders, wenn häufig umpositioniert wird: beim Rangieren, bei Stop-and-go, auf wechselnden Untergründen oder wenn längere Strecken mit Pausen geplant sind. Wer viel unterwegs ist und dabei unterschiedliche Fahrbedingungen erwartet, profitiert von dieser „Allround“-Ergonomie.

Motor & Antrieb: Kraftentfaltung und Fahrbarkeit im Vergleich

Diavel V4: direkter Punch und sportliche Durchzugskraft

Die Ducati Diavel V4 spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo man die Leistung spürt: beim Beschleunigen aus dem Stand, beim zügigen Überholen und beim dynamischen Herausbeschleunigen aus Kurven. Die Kraftentfaltung wirkt dabei so abgestimmt, dass man nicht ständig „nacharbeiten“ muss. Das macht das Motorrad besonders attraktiv für Fahrer, die gern aktiv fahren und den Motor als zentrales Erlebnis sehen.

F 450 GS: kontrollierte Leistung für wechselnde Bedingungen

Die BMW F 450 GS setzt stärker auf Fahrbarkeit und nutzbare Leistung über verschiedene Situationen hinweg. Gerade auf Straßen mit wechselndem Grip oder auf unbefestigten Abschnitten zählt, wie gut sich das Motorrad dosieren lässt. Der Antrieb unterstützt ein ruhigeres, kontrolliertes Fahren – ohne dass der Spaßfaktor verloren geht.

Fahrwerk & Handling: Stabilität vs. Agilität

Beim Fahrwerk zeigt sich die Philosophie beider Modelle deutlich. Die Diavel V4 ist auf straßentaugliche Dynamik ausgelegt: Sie fühlt sich bei zügiger Fahrt stabil an und vermittelt ein sportliches, präzises Gefühl. In schnellen Kurven und auf gutem Asphalt wirkt das Motorrad besonders „zusammenhängend“ – als würde alles aufeinander abgestimmt sein, um Tempo sicher in Richtung Kurvenausgang zu übertragen.

Die F 450 GS ist dagegen auf Vielseitigkeit ausgelegt. Das Handling wirkt agil genug für den Alltag, bleibt aber auch auf unebenen Strecken berechenbar. Wer gern mal einen Feldweg nimmt oder auf schlechten Straßen unterwegs ist, wird den Vorteil dieser Abstimmung spüren: Das Motorrad bleibt handlich, ohne dabei „zu nervös“ zu werden.

Bremsen & Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern

Beim Bremsen geht es nicht nur um „Stopp“, sondern um Dosierbarkeit und Gefühl. Die Diavel V4 ist auf sportliche Verzögerung ausgelegt und vermittelt ein direktes Feedback. Das ist besonders dann angenehm, wenn man häufig aus höheren Geschwindigkeiten verzögert oder sportlich in Kurven einfährt.

Die F 450 GS punktet vor allem mit einem bremsfreundlichen Gesamtpaket für unterschiedliche Untergründe. Gerade im Alltag und auf wechselndem Grip ist das wichtig: Man möchte nicht raten müssen, sondern sich auf die Bremswirkung verlassen können. Hier wirkt das Konzept „kontrolliert und sicher“ besonders stimmig.

Ausstattung & Elektronik: Komfort, Unterstützung und Fahrmodi

Beide Motorräder bringen moderne Elektronik mit, aber mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Die Diavel V4 zielt stärker auf ein sportlich abgestimmtes Fahrerlebnis: Unterstützungssysteme sollen Dynamik ermöglichen und gleichzeitig das Handling stabil halten. Das macht sie interessant für Fahrer, die gern variieren – von entspannt bis zügig.

Die F 450 GS setzt stärker auf Alltagstauglichkeit und situative Anpassung. Elektronik und Assistenzfunktionen unterstützen dabei, dass das Motorrad in verschiedenen Situationen souverän bleibt – egal ob Stadt, Landstraße oder ein kurzer Ausflug abseits der Straße. Wer häufig „gemischt“ fährt, profitiert von dieser Ausrichtung.

Komfort & Alltagstauglichkeit: Wer profitiert im echten Leben?

Im Alltag zeigt sich ein typischer Unterschied: Die Diavel V4 fühlt sich besonders dann richtig an, wenn die Fahrt geplant ist – also wenn es um zügige Strecken, Kurven und ein klares Straßenprofil geht. Sie ist weniger dafür gemacht, ständig zwischen engen Wegen, schlechten Untergründen und häufigem Rangieren zu pendeln.

Die F 450 GS wirkt dagegen wie ein Motorrad, das man gern „einfach nimmt“. Sie passt gut zu Pendelstrecken, Wochenendtouren und spontanen Umwegen. Gerade wenn die Route nicht immer vorher feststeht, ist diese Flexibilität ein echter Pluspunkt.

Stärken & Schwächen im direkten Vergleich

Stärken der Ducati Diavel V4

  • Sportlicher Straßenfokus: dynamisches Fahrgefühl und klare Performance-Ausrichtung.
  • Direkte Kraftentfaltung: macht Überholmanöver und zügiges Fahren besonders attraktiv.
  • Präzises Handling auf gutem Asphalt: vermittelt Stabilität bei zügiger Gangart.

Schwächen bzw. Grenzen der Ducati Diavel V4

  • Weniger „Abenteuer“-Komfort abseits der Straße: das Konzept ist primär straßenorientiert.
  • Anspruch an den Fahrstil: wer sehr entspannt und „weich“ fahren will, könnte den sportlichen Charakter als fordernder empfinden.

Stärken der BMW F 450 GS

  • Vielseitigkeit: funktioniert gut in unterschiedlichen Umgebungen und Streckenprofilen.
  • Kontrolliertes Fahrgefühl: unterstützt dosiertes Fahren, auch wenn der Untergrund nicht perfekt ist.
  • Alltagstaugliche Ergonomie: erleichtert das Handling im Alltag und auf gemischten Routen.

Schwächen bzw. Grenzen der BMW F 450 GS

  • Weniger Fokus auf maximale Straßenperformance: wer „Diavel-Feeling“ sucht, wird eher woanders fündig.
  • Charakterunterschied: das Motorrad ist weniger auf „Show und Tempo“ ausgelegt, sondern auf „Fahren und Ankommen“.

Welche Kaufentscheidung passt zu welchem Fahrprofil?

Der Vergleich lässt sich am besten über das eigene Nutzungsprofil entscheiden. Die Ducati Diavel V4 ist besonders passend, wenn die Straße der Hauptspielplatz ist: Kurven, zügige Ausfahrten, ein Motorrad, das sich wie ein Statement anfühlt und bei dynamischer Fahrweise seine Stärken ausspielt.

Die BMW F 450 GS ist die bessere Wahl, wenn die Route nicht immer gleich ist. Wer gern pendelt, spontan umplant, gelegentlich Schotter oder schlechte Straßen mitnimmt und dabei ein Motorrad möchte, das sich in vielen Situationen sicher und handlich anfühlt, wird mit der GS-Philosophie deutlich glücklicher.

Fazit:

Die Ducati Diavel V4 ist für Fahrerinnen und Fahrer gedacht, die vor allem auf der Straße unterwegs sind und dort ein besonders intensives, dynamisches Fahrgefühl suchen. Ihr Konzept überzeugt durch sportlichen Charakter, direkte Kraftentfaltung und ein Handling, das bei zügiger Gangart Vertrauen gibt. Wer häufig Kurven und Tempo priorisiert, bekommt hier ein Motorrad, das genau dafür gemacht wirkt.

Die BMW F 450 GS passt besser zu einem Alltag, der mehr Abwechslung mit sich bringt: Stadt, Landstraße und gelegentliche Ausflüge abseits des Asphalts. Die Stärke liegt in der Vielseitigkeit, der kontrollierten Fahrbarkeit und der ergonomischen Alltagstauglichkeit. Wer ein Motorrad möchte, das sich flexibel an unterschiedliche Strecken anpasst und dabei souverän bleibt, trifft mit der GS-Option meist die rundere Wahl.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙