| UVP | 27.890 € | |
| Baujahr | von 2023 bis 2026~ | |
| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- bulliger Auftritt
- bulliger Motor
- technisch komplett ausgestattet
- lässt sich leichter fahren als es aussieht
- potenter Sound
- gieriges Gerät mit Ecken und Kanten
- QuickShifter nicht so smooth wie bei der Multistrada
- für unseren Geschmack etwas zu rappelig - Ansichtssache
- nicht gerade ein Schnäppchen
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 236 | kg |
| Radstand | 1.593 | mm |
| Radstand | 1.593 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V4 | |
| Hubraum | 1.158 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 168 PS bei 10.750 U/Min | |
| Drehmoment | 126 NM bei 7.500 U/Min | |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 313 | km |
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Monocoque-Rahmen | |
| Federung vorne | USD 50 mm, voll einstellbar (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 145)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge aus Aluminium | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 240/45 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Stylema Monoblock-Bremssättel ( Ø 330 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die neue Ducati Diavel ist zwar nach wie vor ein echtes Poserbike, aber sie hat objektiv gesehen auch viele Stärken, die man ihr auf den ersten Blick so nicht zutraut: Sportlichkeit, Kurvenverhalten, Agilität und Fahrspaß sind auf hohem Niveau. Dazu die brutale Leistung des V4 und die extrem guten Bremsen ergeben ein explosives Gemisch. Diejenigen, die die Diavel nur auf ihr extrovertiertes Aussehen reduzieren wollen, machen einen kapitalen Fehler.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Ducati Hamburg für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in der Papenreye neben vielen anderen roten aus Bologna für Probefahrten zur Verfügung. Wer sich unsicher ist, ob so ein Kraftpaket das Richtige ist: Einfach mal ausprobieren, ihr werdet die Probefahrt weder vergessen noch bereuen! Also sofort Probefahrt vereinbaren: 040 / 668 516 94
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
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Ducati Diavel V4 vs. KTM 990 RC R – welcher Motorradtyp passt besser?
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die optisch und vom Charakter her kaum unterschiedlicher sein könnten, wird der Vergleich besonders spannend. Die Ducati Diavel V4 steht für kraftvolle Cruiser-Ästhetik, eine breite, souveräne Fahrweise und den Anspruch, auch auf längeren Strecken Spaß zu machen. Die KTM 990 RC R dagegen ist klar sportlich ausgerichtet: spitzes Handling, sportliche Sitzposition und ein Setup, das auf Dynamik und präzises Fahren ausgelegt ist. Im direkten Vergleich zeigt sich schnell: Es geht weniger um „wer ist schneller“, sondern darum, wie man fahren möchte und welche Stärken im Alltag wirklich zählen.
Grundidee: Cruiser-Feeling vs. Rennstrecken-DNA
Die Diavel V4 bringt die typische Ducati-Philosophie mit: ein Motor, der sich nicht nur nach Leistung anfühlt, sondern nach Drehmoment und Durchzug. Die Silhouette wirkt massig und selbstbewusst, die Sitzposition ist so gestaltet, dass man entspannt sitzt, ohne komplett in eine „Liegeposition“ zu rutschen. Dadurch passt das Bike besonders gut zu Fahrten, bei denen man nicht nur Kilometer abspult, sondern die Fahrt genießen will.
Die KTM 990 RC R ist dagegen ein Motorrad, das man eher mit sportlicher Linie, klarer Rückmeldung und direkterem Fahrgefühl verbindet. Die Sitzposition ist deutlich näher an dem, was man von sportlichen Maschinen kennt: Fahrer und Maschine arbeiten enger zusammen. Wer Kurven liebt und das Motorrad gerne aktiv bewegt, bekommt hier ein Setup, das fördert statt bremst.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung anfühlt
Im Vergleich der Motorcharakteristik zeigt sich ein deutlicher Unterschied. Die Ducati Diavel V4 wirkt in der Praxis oft wie ein „Allround-Kraftpaket“: Der Antrieb liefert spürbaren Schub und lässt sich in vielen Situationen angenehm dosieren. Gerade beim Beschleunigen aus niedrigen bis mittleren Geschwindigkeiten spielt die Diavel ihre Stärke aus: Sie wirkt weniger wie ein reines Drehzahlwerk und mehr wie ein Motor, der die Fahrt trägt.
Die KTM 990 RC R spielt dagegen stärker die Karte „sportlich und zielgerichtet“. Das Fahrgefühl ist direkter, die Maschine reagiert schneller auf Gasbefehle und lädt dazu ein, das Motorrad in Schwung zu bringen. In Kombination mit der sportlichen Geometrie entsteht ein Zusammenspiel, das Kurvenfahrten besonders dynamisch macht. Wer gerne zügig fährt und das Motorrad „arbeitet“ lässt, wird die RC R als sehr passend empfinden.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
Diavel V4: Stärke ist der souveräne Vortrieb und das entspannte Gefühl, auch ohne ständiges Hochdrehen zügig voranzukommen. Schwäche kann sein, dass der Fokus stärker auf „kraftvoll und angenehm“ liegt als auf maximaler Rennstrecken-Agilität.
RC R: Stärke ist die sportliche Reaktionsfreude und das präzise Zusammenspiel aus Motor und Fahrwerk. Schwäche kann sein, dass die sportliche Auslegung im Alltag je nach Fahrstil weniger „entspannt“ wirkt als bei einem Cruiser.
Ergonomie und Sitzposition: Komfort vs. Aktivität
Bei der Ergonomie trennt sich die Spreu schnell. Die Ducati Diavel V4 ist so ausgelegt, dass man eher „mit“ dem Motorrad fährt statt „gegen“ die eigene Körperhaltung. Das hilft besonders auf längeren Strecken oder wenn die Fahrt nicht ausschließlich aus Kurven besteht. Die Sitzposition wirkt insgesamt zugänglicher, wodurch sich das Bike auch für gemischte Touren eignet.
Die KTM 990 RC R verlangt mehr aktive Haltung. Die Sitzposition ist sportlich, die Arme und Beine sind stärker auf eine dynamische Fahrweise abgestimmt. Das ist ein Vorteil, wenn das Ziel Kurven, zügige Passagen und ein direktes Feedback sind. Wer dagegen viel im Stadtverkehr steht oder lange Strecken eher entspannt fahren möchte, spürt schneller, dass die RC R klar auf sportliche Nutzung optimiert ist.
Was das für den Alltag bedeutet
Die Diavel V4 ist im Alltag oft die „einfachere“ Wahl, weil sie Komfort und Kraftgefühl kombiniert. Die RC R ist die „bewusstere“ Wahl: Wer sich auf sportliches Fahren freut, bekommt ein Motorrad, das genau dafür gemacht ist.
Fahrwerk und Handling: Wie beide Motorräder Kurven „lesen“
Beim Fahrwerk zeigt sich der Unterschied zwischen Cruiser- und Sportauslegung. Die Ducati Diavel V4 vermittelt ein Gefühl von Stabilität und Souveränität. In schnellen, fließenden Passagen wirkt sie oft ruhig und kontrolliert. Das ist besonders dann ein Plus, wenn die Straße nicht perfekt ist oder wenn man nicht ständig am Limit fahren will.
Die KTM 990 RC R ist auf Agilität und präzises Einlenken ausgelegt. Das Handling wirkt „sportlicher“, also eher darauf getrimmt, das Motorrad schnell in die gewünschte Linie zu bringen und dort zu halten. Gerade in kurvigen Regionen oder bei sportlichen Fahrten ist das ein klarer Vorteil.
Stärken und Schwächen im Handling
Diavel V4: Stärke ist die ruhige, kontrollierte Art – gut für flüssige Fahrten und entspannteres Tempo. Schwäche kann sein, dass die sportliche „Spitze“ im Vergleich zu einer RC R weniger im Vordergrund steht.
RC R: Stärke ist das direkte Einlenken und die sportliche Rückmeldung. Schwäche kann sein, dass die sportliche Auslegung in weniger perfekten Bedingungen oder bei sehr entspanntem Fahrstil weniger „gelassen“ wirkt.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Im Vergleich der Bremsen geht es vor allem um das Zusammenspiel aus Dosierbarkeit, Standfestigkeit und dem Gefühl, das beim Bremsen entsteht. Die Ducati Diavel V4 zielt auf ein sicheres, gut kontrollierbares Bremsverhalten ab, das zu einer souveränen Fahrweise passt. Das hilft besonders, wenn man nicht nur sportlich bremst, sondern auch im Alltag häufig verzögert.
Die KTM 990 RC R ist stärker auf sportliche Situationen ausgelegt. Das Bremsgefühl wirkt oft „direkter“ und unterstützt eine zügige Fahrweise. Wer gerne spät bremst oder in Kurven dynamisch verzögert, profitiert von dieser Ausrichtung.
Worauf man achten sollte
Beide Motorräder können Vertrauen geben – aber auf unterschiedliche Art. Die Diavel V4 wirkt eher wie „kontrolliert und souverän“, die RC R eher wie „sportlich und direkt“. Welche Variante besser passt, hängt stark davon ab, ob der Fokus auf Alltag und Touren oder auf sportlicher Fahrdynamik liegt.
Alltagstauglichkeit vs. sportlicher Anspruch
Die Ducati Diavel V4 ist besonders dann überzeugend, wenn das Motorrad mehr sein soll als nur ein Werkzeug für die nächste Kurve. Sie eignet sich für gemischte Einsätze: Stadt, Landstraße, längere Touren. Das Cruiser-Konzept sorgt dafür, dass man nicht ständig „arbeiten“ muss, um sich wohlzufühlen.
Die KTM 990 RC R ist dagegen stärker auf sportliche Nutzung ausgerichtet. Das heißt nicht, dass sie im Alltag unbrauchbar wäre – aber sie belohnt eher den Fahrer, der das Motorrad aktiv bewegt und die sportliche Auslegung wirklich nutzt. Wer regelmäßig zügig fährt oder auch mal einen Trackday ins Auge fasst, wird die RC R als sehr stimmig empfinden.
Welche Wahl macht Sinn? – Entscheidungshilfe
Wenn die Entscheidung zwischen Ducati Diavel V4 und KTM 990 RC R fällt, hilft ein Blick auf die eigene Fahrrealität:
- Diavel V4 ist ideal, wenn ein kraftvoller Cruiser-Charakter, komfortablere Ergonomie und souveränes Fahrgefühl wichtiger sind als maximale Sportspitze.
- RC R ist ideal, wenn sportliches Handling, direkteres Feedback und eine klar dynamische Ausrichtung im Vordergrund stehen.
Typische Fahrerprofile
Die Diavel V4 passt zu Fahrern, die gerne genießen, beschleunigen und lange Strecken entspannt absolvieren. Die RC R passt zu Fahrern, die Kurven gezielt anfahren, das Motorrad aktiv bewegen und ein sportliches Setup spüren möchten.
Fazit:
Die Ducati Diavel V4 ist die bessere Wahl, wenn ein kraftvoller Cruiser-Charakter, ein souveränes Fahrgefühl und eine insgesamt entspanntere Sitz- und Fahrhaltung wichtiger sind. Sie spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn Strecken abwechslungsreich sind und man nicht ständig auf maximale Sportlichkeit achten möchte, sondern auf Durchzug, Kontrolle und Komfort.
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl, wenn sportliches Fahren im Fokus steht: präzises Einlenken, direkteres Feedback und ein Handling, das dynamische Kurvenfahrten unterstützt. Wer das Motorrad gerne aktiv bewegt und die sportliche Auslegung wirklich nutzt, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Kurz gesagt: Diavel V4 für Genuss, Kraft und Touren – RC R für Agilität, Dynamik und sportliche Fahrweise.