| UVP | 13.890 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | 11.799 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- sehr agiles Handling
- rasiermesserscharfes Fahrwerk
- angenehme Sitzposition, hoher & breiter Lenker
- gute Ausstattung
- im Vergleich zum Wettbewerb etwas zu teuer
- eingeschränkte Soziustauglichkeit
- Anzeigen im Cockpit etwas klein
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 151 | kg |
| Radstand | 1.443 | mm |
| Länge | 2.100 | mm |
| Radstand | 1.443 | mm |
| Sitzhöhe: | 904 | mm |
| Höhe | 1.150 | mm |
| Gewicht | 183 | kg |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Länge | 1.995 | mm |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Desmo Eintopf | |
| Hubraum | 659 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 116 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor | |
| Hubraum | 659 | ccm |
| Hub | 64 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | füssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 78 PS bei 9.750 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 8.000 U/Min | |
| Tankinhalt | 12 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 250 | km |
| Leistung | 95 PS bei 10.500 U/Min | |
| Drehmoment | 67 NM bei 8.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 215 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 341 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Marzocchi Telegabel Upside-Down 45mm voll einstellbar (Federweg 215)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 240)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge aus Aluminium | |
| Reifen vorne | 120/70 17 | |
| Reifen hinten | 160/70-17 | |
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | Kayaba USD-Gabel 41 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Kayaba-Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge Aluminium | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe Brembo M4.32 ( Ø 330 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben Bremssattel ( Ø 245 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsättel Brembo ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Festsattelbremse, Brembo ( Ø 220 mm) | |
Fazit
Testfahrten auf Supermotos sind für uns immer ein riesiger Spaß. Vermutlich deshalb, weil wir altersmäßig eigentlich nicht mehr so recht auf diese Art Motorrad passen. Trotzdem haben auch wir vor lauter Freude laut in den Helm gerufen, siehe Testvideo. Die Ducati macht bis auf den Sound im Stand hier alles richtig und wird sicherlich viele Freunde finden. Schließlich ist sie ja nun kräftiger als die Konkurrenz!Das Testbike haben wir von Bergmann & Söhne in Bremervörde zur Verfügung gestellt bekommen. Dort stehen sowohl die Standard Hypermotard als auch die RVE zum Anschauen - und Anfahren! B&S verkauft in Bremervörde neue Motorräder von Ducati und Suzuki. Im Eingangsbereich steht gerade eine GSX-8R in Grau-Rot. Superlecker!
Ein Besuch in Bremervörde lohnt sich unabhängig davon aber immer, weil Ducati-Verkäufer Holger stets ehrlich und unverblümt alle positiven wie negativen Aspekte des jeweiligen Testbikes aufzählt. So soll das sein!
Fazit - was bleibt hängen
Dir Aprilia Tuono 660 hält, was sie verspricht. Sie ist ein sportlich-rassiges Naked-Bike mit gaaaanz viel Charakter. Der Preis von 10.500 Euro ist etwas ambitioniert, vor allem im Vergleich zur Schwester RS 660, bei der der QuickShifter in Serie dabei ist. Wir würden trotz des Aufpreises von 219 Euro bei diesem Motorrad unbedingt zum QuickShifter raten, weil es a) zu diesem Bike passt und weil b) das 6-Gang Getriebe etwas knochig und hakelig ist.Die Tuono lässt einen nicht kalt, sie ist nicht perfekt und das ist auch gut so. Jede Fahrt wird zu einem Erlebnis und Design sowie Lautstärke lassen einen Tuono-Biker aus der Masse hervorstechen - geiles Bike!
Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Zweirad-Technik-Schielmann in Bokel - vielen Dank.
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Ducati Hypermotard 698 Mono RVE vs. Aprilia Tuono 660 – Vergleich
Wer zwischen der Ducati Hypermotard 698 Mono RVE und der Aprilia Tuono 660 schwankt, entscheidet im Grunde zwischen zwei sehr unterschiedlichen Philosophien: Die eine steht für kompromisslose Neugier auf das Wesentliche – leicht, direkt und mit dem besonderen Charakter eines Einzylinders. Die andere ist der moderne Streetfighter-Ansatz: ausgewogen, alltagstauglich und mit einem Motor, der sich sowohl zügig als auch kontrolliert anfühlt. Beide Motorräder machen Spaß, aber sie liefern den Spaß auf unterschiedliche Art.
Grundidee und Charakter: Einzylinder vs. V2-Feeling im Alltag
Die Ducati Hypermotard 698 Mono RVE setzt auf den Einzylinder-Ansatz. Das merkt man nicht nur am Klang, sondern vor allem an der Art, wie Leistung anliegt. Der Motor wirkt oft unmittelbarer, die Gasannahme fühlt sich direkter an und das Motorrad lädt stärker dazu ein, die Drehzahl aktiv zu nutzen. Das ist besonders dort spannend, wo man in der Stadt häufig beschleunigt, bremst und wieder anrollt – und wo ein Motorrad nicht einfach nur „mitläuft“, sondern mitdenkt.
Die Aprilia Tuono 660 verfolgt dagegen den Streetfighter-Standard: ein Motor, der sich sehr flexibel zeigt. Die Kraftentfaltung wirkt breiter nutzbar, wodurch sich das Motorrad sowohl im Alltag als auch auf der Landstraße angenehm dosieren lässt. Wer gern zügig fährt, aber nicht ständig am Drehzahlfenster „arbeiten“ möchte, findet hier meist den entspannteren Einstieg.
Fahrgefühl und Handling: Wie sich die Motorräder durch den Alltag bewegen
Beim Handling spielt die Abstimmung eine große Rolle. Die Ducati wirkt tendenziell lebendiger und „spontaner“ – gerade in engen Situationen. Das liegt nicht nur am Motor, sondern auch am Gesamtkonzept: Die Hypermotard ist darauf ausgelegt, Bewegungen schnell umzusetzen. Dadurch fühlt sie sich in der Stadt wie ein Motorrad an, das man gern „mit dem Körper“ führt: leicht einlenken, Linie halten, wieder herausbeschleunigen.
Die Aprilia Tuono 660 ist ebenfalls agil, aber mit einem anderen Schwerpunkt. Sie wirkt stabiler in der Linie und vermittelt mehr Ruhe, wenn die Straße schneller wird. In flotten Kurven hilft das Gefühl von Kontrolle: Man kann zügig fahren, ohne dass das Motorrad ständig nach Aufmerksamkeit verlangt. Das macht die Tuono besonders attraktiv, wenn längere Touren oder gemischte Strecken anstehen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Ducati Hypermotard 698 Mono RVE: Stärke ist die direkte Rückmeldung – vom Motor bis zum Fahrverhalten. Schwäche kann sein, dass der Einzylinder stärker nach „Mitfahren“ verlangt. Wer sehr entspannt unterwegs sein möchte und selten in höhere Drehzahlen geht, empfindet das Motorrad unter Umständen weniger souverän im Dauer-„Schongang“.
Aprilia Tuono 660: Stärke ist die breite Nutzbarkeit und die gute Balance zwischen sportlich und alltagstauglich. Schwäche kann sein, dass der Charakter weniger „roh“ wirkt als bei der Ducati. Wer genau diesen besonderen Einzylinder-Fokus sucht, könnte die Tuono als etwas weniger speziell empfinden.
Bremsen und Fahrwerk: Vertrauen in schnellen Momenten
Bei Bremsen und Fahrwerk entscheidet sich, wie sicher sich ein Motorrad in kritischen Situationen anfühlt. Beide Modelle sind auf sportliche Nutzung ausgelegt, aber die Art der Rückmeldung unterscheidet sich. Die Ducati vermittelt häufig das Gefühl, dass man sehr nah am Geschehen ist: Man spürt, wie das Motorrad auf Lastwechsel reagiert, und kann dadurch das Tempo in Kurven oft fein dosieren.
Die Aprilia punktet häufig mit einem harmonischen Zusammenspiel aus Stabilität und Ansprechverhalten. Gerade wenn die Straße wellig ist oder wenn man nicht jedes Detail der Strecke im Kopf hat, wirkt die Tuono oft „berechenbarer“. Das ist ein Vorteil für Fahrer, die sportlich unterwegs sind, aber nicht ständig am Limit arbeiten wollen.
Was das für den Alltag bedeutet
Für kurze Ausfahrten und spontane Fahrten ist die Ducati oft die emotionalere Wahl: Sie belohnt aktives Fahren und macht das „Kurvenfahren aus dem Handgelenk“ besonders attraktiv. Die Aprilia ist dagegen häufig die bessere Wahl, wenn der Tag mehr als nur eine Runde bereithält – etwa mit längeren Strecken, wechselndem Tempo und dem Wunsch nach Komfort, ohne den sportlichen Anspruch zu verlieren.
Sitzposition und Ergonomie: Wer sitzt wie gut?
Die Sitzposition ist bei beiden Motorrädern sportlich, aber nicht identisch. Die Ducati wirkt tendenziell kompakter und direkter, was das Gefühl verstärkt, schnell „in die Fahrt“ zu kommen. Das kann besonders auf kurvigen Strecken Spaß machen, weil man sich schnell auf die Linie konzentriert.
Die Aprilia Tuono 660 bietet häufig eine ergonomische Sportlichkeit, die sich auch über längere Zeit angenehm anfühlt. Wer regelmäßig pendelt oder Touren plant, profitiert oft davon, dass sich die Haltung nicht zu stark nach „voll sportlich“ anfühlt. Dadurch wird die Tuono häufig zur Allround-Lösung, ohne dass sie ihren Charakter verliert.
Motor und Fahrbarkeit: Drehmomentnutzung und Gasgefühl
Im Vergleich der Motorcharakteristik zeigt sich der größte Unterschied: Die Ducati setzt auf den Einzylinder-Fokus und damit auf ein spürbares Ansprechverhalten. Das macht das Motorrad besonders interessant für Fahrer, die gern mit dem Gas arbeiten und die Drehzahl als Werkzeug nutzen. Die Aprilia dagegen wirkt oft wie ein Motor, der „einfach da ist“: Kraftentfaltung, die sich gut dosieren lässt, und ein Fahrgefühl, das auch dann funktioniert, wenn man nicht ständig den perfekten Gang trifft.
Beide Motorräder können sportlich bewegt werden – aber die Ducati fordert mehr aktive Fahrtechnik, während die Aprilia mehr Komfort im Sinne von „leicht sportlich“ bietet. Das ist keine Wertung im Sinne von besser oder schlechter, sondern eine Frage des persönlichen Fahrstils.
Für wen passt welches Motorrad?
Die Ducati Hypermotard 698 Mono RVE ist besonders spannend für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich lebendig anfühlt, schnell auf Eingaben reagiert und einen klaren Charakter hat. Wer gern kurvenbetont fährt, in der Stadt Spaß an spontanen Beschleunigungen hat und Einzylinder-Feeling wirklich mag, findet in der Ducati oft die passendere Wahl.
Die Aprilia Tuono 660 passt besonders gut zu Fahrern, die ein sportliches Motorrad wollen, das im Alltag unkompliziert bleibt und auf unterschiedlichen Strecken zuverlässig funktioniert. Wer häufig unterwegs ist, Touren plant oder einfach ein Motorrad sucht, das sich schnell „richtig“ anfühlt, wird mit der Tuono meist sehr zufrieden sein.
Stärken und Schwächen zusammengefasst
Ducati Hypermotard 698 Mono RVE: Stärken liegen in Direktheit, Charakter und dem besonderen Einzylinder-Erlebnis. Schwächen liegen eher in der höheren Erwartung an aktives Fahren und im weniger „entspannten“ Gefühl bei dauerhaft gleichmäßigem Tempo.
Aprilia Tuono 660: Stärken liegen in der breiten Nutzbarkeit, der ausgewogenen Abstimmung und dem alltagstauglichen Sportgefühl. Schwächen liegen eher darin, dass der Charakter weniger „nischenhaft“ wirkt als bei der Ducati.
Fazit:
Die Ducati Hypermotard 698 Mono RVE ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad vor allem eins sein soll: direkt, lebendig und charakterstark. Wer den Einzylinder liebt, gern aktiv fährt und in der Stadt sowie auf kurvigen Strecken die unmittelbare Rückmeldung sucht, wird mit der Ducati besonders viel Freude haben. Die Aprilia Tuono 660 ist dagegen ideal, wenn ein sportlicher Streetfighter gesucht wird, der im Alltag unkompliziert bleibt und auf längeren Strecken sowie auf wechselnden Straßenbedingungen souverän wirkt. Wer ein Motorrad möchte, das schnell Spaß macht, ohne ständig nach Drehzahl und Fahrtechnik zu verlangen, trifft mit der Tuono meist die passendere Entscheidung. Kurz gesagt: Ducati für den Charakter und die direkte Interaktion, Aprilia für die ausgewogene Allround-Performance.