Ducati Hyperstrada 939 versus Triumph Scrambler 1200 XE

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Modell
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Ducati

Ducati Hyperstrada 939

Supermoto
Triumph

Triumph Scrambler 1200 XE

Scrambler

Baujahr / UVP / Testbericht

Baujahr von 2016 bis 2018
Baujahr von 2019 bis 2024~
UVP
UVP 15.295 €
waveform
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Pro:
  • Extrem wendig
  • Sportlicher Motor
  • Exklusiv
Pro:
  • Verarbeitung
  • Komfort
  • Bremsen
  • kraftvoller Motor
  • Materialqualität
Kontra:
  • Verarbeitung
  • Autobahntauglichkeit
Kontra:
  • Geländetauglichkeit
  • Hitzenetwicklung am Oberschenkel

Abmessungen & Gewicht

Radstand: 1.485 mm
Länge :
2.100 mm , Höhe : 860 mm
Sitzhöhe :
810 mm
Gewicht :
201 kg
Radstand: 1.570 mm
Länge :
2.325 mm , Höhe : 1.250 mm
Sitzhöhe :
870 mm
Gewicht :
230 kg

Motor

Motor-Bauart: V 2 Zylinder
Hubraum: 937 ccm
Hub: 68 mm
Bohrung: 94 mm
Kühlung: flüssig
Antrieb: Kette
Gänge: 6
Motor-Bauart: 8V-SOHC-Reihenmotor, 270° Hubzapfenversatz 2 Zylinder
Hubraum: 1.200 ccm
Hub: 80 mm
Bohrung: 98 mm
Kühlung: flüssig
Antrieb: X-Ring-Kette
Gänge: 6

Fahrleistungen

Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h
Leistung: 110 PS bei 9.000 U/Min
Drehmoment: 95 NM bei 7.500 U/Min
Tankinhalt: 16 Liter
Verbrauch:
5 l
Reichweite:
307 km
Höchstgeschwindigkeit: 177 km/h
Leistung: 90 PS bei 7.000 U/Min
Drehmoment: 110 NM bei 4.250 U/Min
Tankinhalt: 15 Liter
Verbrauch:
5 l
Reichweite:
330 km

Fahrwerk

Rahmenbauart:
Gitterrohr (Stahl )
Federung vorne:
43mm Upside-Down-Gabel (Federweg 130 mm)
Federung hinten:
Monofederbein (Federweg 130 mm)
Aufhängung hinten:
Einarmschwinge
Reifen vorne: Pirelli Scorpion Trail, 120/70 ZR17
Reifen hinten: Pirelli Scorpion Trail, 180/55 ZR17
Rahmenbauart:
Zentrahlrohrrahmen mit Unterzügen (Stahl )
Federung vorne:
Voll einstellbare 47 mm Marzocchi Upside-Down Gabel (Federweg 250 mm)
Federung hinten:
Voll einstellbare Marzocchi Stereo-Federbeine mit Ausgleichsbehälter (Federweg 250 mm)
Aufhängung hinten:
Aluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne: 90/90-21
Reifen hinten: 150/70 R17

Bremsen

Bremse vorne
Doppelscheibe ( 320 mm) Bremse hinten
Scheibe ( 245 mm)
Bremse vorne
Doppelscheibe, Brembo M4.30 4-Kolben Monoblock Bremssättel, Radialbremssättel ( 320 mm) Bremse hinten
Einzelscheibe, Nissin Einkolben-Schwimmsattel ( 255 mm)

Fazit - gelingt der Kompromiss?

Ja. Tatsächlich gelingt der Kompromiss, aus einem der wendigsten Motorräder überhaupt ein tourentaugliches Motorrad zu schaffen, ohne dessen Kernkompetenzen einzuschränken. Der zweite Teil des Satzes ist allerdings der weitaus wichtigere, denn die Hyperstrada ist keinesfalls mit einem Tourer zu verwechseln. Trotz Scheibe ist der Windschutz stark eingeschränkt, die Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h reine Theorie. Kann man mal machen, aber nach kurzer Zeit pendelt sich die ideale Reisegeschwindigkeit bei 130 km/h ein. Der Weg ist hier nicht das Ziel, sondern die einigermaßen gut überstandene Prüfung bis zum nächsten Gebirgspass.
Die Hyperstrada ist ein alltagstaugliches Funbike, mit dem man auch länger von zuhause wegbleiben kann und einen Mordsspaß geliefert bekommt. 
Sie ist eine Ducati durch und durch. Positiv bedeutet das, dass die Ducati umso besser funktioniert, je schneller es voran geht. Aber eben vor allem dann. Wer ein Motorrad für die gemütliche Runde zwischendurch sucht, sollte beim freundlichen Händler einer anderen Marke vorstellig werden.
Negativ bedeuten die Bürde und Würde, eine echte Ducati zu sein, offensichtlich eine nur unterdurchschnittlich zu nennende Verarbeitungsqualität und manch unverständliche Entscheidungen. So sind die Koffer nicht wasserdicht. Ducati weiß das, und legt zwei wasserdichte Beutel bei, was zwar funktioniert, aber eben ein Gefummel ist.
Seit 2012 gehört Ducati den Qualitätsfanatikern von Audi. Liebe Audianer: Wollt ihr nicht mal kurz nach Italien fahren? Ist schön da, und nebenbei könntet Ihr dafür sorgen, dass Schrauben nach zwei Jahren (!) nicht rosten, der Kunststoff am Heck sowie das Display (siehe Bildergalerie) nicht ausgeblichen sind sowie langsam stumpf werden. Die hintere Bremse mag aus unerfindlichen Gründen nicht dauerhaft funktionieren - alle zwei Monate heißt es auf zum Händler, der dann wieder entlüften muss.

Danke. Würde mir sehr helfen.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Für ein vier Jahre altes Modell zahlt man etwa 8500 Euro.
  • Verfügbarkeit: ab 2013 bis 2017. Die Duc ist ein seltenes Modell - deutschlandweit stehen selten mehr als 20 zum Verkauf.
  • Farben: rot, weiß, rot-weiß, schwarz

Gut, aber ....

Was also bekommt die Triumph Scambler 1200XE? Daumen hoch oder runter? Einen Daumen hoch, auch wenn sie wahrscheinlich eines der überflüssigsten Motorräder auf dem Markt ist. Aber unter den anderen Scramblern gehört sie mit ihrer ausgewogenen Art, der guten Verarbeitung und dem stimmigen Design zur Spitze. Sollte man eine Scrambler in die engere Wahl nehmen, bitte Probefahrt vereinbaren.

Die eher mäßige Geländetauglichkeit ist dagegen den meisten Kunden egal. Die Sitzhöhe sowie der heiße Oberschenkel dürften da schon eher Kaufhürden sein.

Es gibt zudem eine eher für die Straße ausgelegte Variante namens XC, die sogar 1.000 Euro günstiger ist. Allerdings: Es fehlen ihr das Kurven-ABS, die Handprotektoren, Heizgriffe und der Off-Road Pro-Fahrmodus. Da ist der Tausender mehr für die XE gut angelegtes Geld.

Das Testbike wurde uns von Q-Bike in Hamburg zur Verfügung gestellt.

Preis / Farben / Baujahre

  • Preis: 14.550 €
  • Baujahre: seit 2019
  • Farben: blau, weiß