Ducati Hyperstrada 939 versus Zero SR/F

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Ducati

Ducati Hyperstrada 939

Supermoto
Zero

Zero SR/F

Naked

Baujahr / UVP / Testbericht

Baujahr von 2016 bis 2018
Baujahr von 2019 bis 2024~
UVP
UVP 25.757 €
waveform
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Pro:
  • Extrem wendig
  • Sportlicher Motor
  • Exklusiv
Pro:
  • Fahrleistungen
  • Verarbeitung
  • Fahrkomfort
  • Bremsen
  • Unterhaltskosten
Kontra:
  • Verarbeitung
  • Autobahntauglichkeit
Kontra:
  • Preis
  • Reichweite

Abmessungen & Gewicht

Radstand: 1.485 mm
Länge :
2.100 mm , Höhe : 860 mm
Sitzhöhe :
810 mm
Gewicht :
201 kg
Radstand: 1.450 mm
Sitzhöhe :
787 mm
Gewicht :
220 (max: 454 ) kg

Motor

Motor-Bauart: V 2 Zylinder
Hubraum: 937 ccm
Hub: 68 mm
Bohrung: 94 mm
Kühlung: flüssig
Antrieb: Kette
Gänge: 6
Motor-Bauart: Z-Force 75-10, Wechselstrommotor
Kühlung: luftgekühlt
Antrieb: Riemen, Kupplungsfreier Direktantrieb
Gänge: 0

Fahrleistungen

Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h
Leistung: 110 PS bei 9.000 U/Min
Drehmoment: 95 NM bei 7.500 U/Min
Tankinhalt: 16 Liter
Verbrauch:
5 l
Reichweite:
307 km
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Leistung: 110 PS bei 5.000 U/Min
Drehmoment: 190 NM bei 0 U/Min
Reichweite:
158 km

Fahrwerk

Rahmenbauart:
Gitterrohr (Stahl )
Federung vorne:
43mm Upside-Down-Gabel (Federweg 130 mm)
Federung hinten:
Monofederbein (Federweg 130 mm)
Aufhängung hinten:
Einarmschwinge
Reifen vorne: Pirelli Scorpion Trail, 120/70 ZR17
Reifen hinten: Pirelli Scorpion Trail, 180/55 ZR17
Federung vorne:
Showa Upside-down-Gabel 43 mm, Federvorspannung, Druck- und Zugstufendämpfung einstellbar (Federweg 120 mm)
Federung hinten:
Showa-Gasdruck Stoßdämpfer, Federvorspannung, Druck- und Zugstufendämpfung einstellbar (Federweg 140 mm)
Reifen vorne: 120/70-17
Reifen hinten: 180/55-17

Bremsen

Bremse vorne
Doppelscheibe ( 320 mm) Bremse hinten
Scheibe ( 245 mm)
Bremse vorne
Doppelscheibe,Vierkolben-Radialsättel J. Juan ( 320 mm) Bremse hinten
Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel J. Juan ( 240 mm)

Fazit - gelingt der Kompromiss?

Ja. Tatsächlich gelingt der Kompromiss, aus einem der wendigsten Motorräder überhaupt ein tourentaugliches Motorrad zu schaffen, ohne dessen Kernkompetenzen einzuschränken. Der zweite Teil des Satzes ist allerdings der weitaus wichtigere, denn die Hyperstrada ist keinesfalls mit einem Tourer zu verwechseln. Trotz Scheibe ist der Windschutz stark eingeschränkt, die Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h reine Theorie. Kann man mal machen, aber nach kurzer Zeit pendelt sich die ideale Reisegeschwindigkeit bei 130 km/h ein. Der Weg ist hier nicht das Ziel, sondern die einigermaßen gut überstandene Prüfung bis zum nächsten Gebirgspass.
Die Hyperstrada ist ein alltagstaugliches Funbike, mit dem man auch länger von zuhause wegbleiben kann und einen Mordsspaß geliefert bekommt. 
Sie ist eine Ducati durch und durch. Positiv bedeutet das, dass die Ducati umso besser funktioniert, je schneller es voran geht. Aber eben vor allem dann. Wer ein Motorrad für die gemütliche Runde zwischendurch sucht, sollte beim freundlichen Händler einer anderen Marke vorstellig werden.
Negativ bedeuten die Bürde und Würde, eine echte Ducati zu sein, offensichtlich eine nur unterdurchschnittlich zu nennende Verarbeitungsqualität und manch unverständliche Entscheidungen. So sind die Koffer nicht wasserdicht. Ducati weiß das, und legt zwei wasserdichte Beutel bei, was zwar funktioniert, aber eben ein Gefummel ist.
Seit 2012 gehört Ducati den Qualitätsfanatikern von Audi. Liebe Audianer: Wollt ihr nicht mal kurz nach Italien fahren? Ist schön da, und nebenbei könntet Ihr dafür sorgen, dass Schrauben nach zwei Jahren (!) nicht rosten, der Kunststoff am Heck sowie das Display (siehe Bildergalerie) nicht ausgeblichen sind sowie langsam stumpf werden. Die hintere Bremse mag aus unerfindlichen Gründen nicht dauerhaft funktionieren - alle zwei Monate heißt es auf zum Händler, der dann wieder entlüften muss.

Danke. Würde mir sehr helfen.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Für ein vier Jahre altes Modell zahlt man etwa 8500 Euro.
  • Verfügbarkeit: ab 2013 bis 2017. Die Duc ist ein seltenes Modell - deutschlandweit stehen selten mehr als 20 zum Verkauf.
  • Farben: rot, weiß, rot-weiß, schwarz

Digitales Motorradfahren

Viele dieser Empfindungen fallen durch die digitale Form des Motorradfahrens weg. Die Zero ist einfach schnell, sauschnell. Dazu genügt ein Dreh am Gashebel, mehr nicht. Wer das mag, oder für wen gerade diese unmittelbare Umsetzung den Reiz ausmacht, für den ist die Zero eine klare Kaufempfehlung.

Die Frage jedes Tests ist es herauszufinden, ob das Testobjekt gut oder schlecht ist. Die Zero SR/F ist unter den Einschränkungen aller batterielektrischen Fahrzeuge (teuer, wenig Reichweite) nicht nur ein gutes, sondern ein sehr gutes Motorrad. Die Zero ist insgesamt und in der Summe ihrer hochwertigen Bauteile ein tolles Motorrad. Allerdings eines, das den Fahrer digital entkoppelt mit dem bedient, was sie am besten kann – gnadenloser Durchzug ohne Ende.

Und ich habe eine Erkenntnis gewonnen: Bislang nahm ich an, dass zu meiner Definition von Fahrspaß die Motorleistung den größten Teil beiträgt – jetzt weiß ich, dass mir die Art und Weise, wie diese Leistung entsteht, wichtig ist.

Das Testbike wurde uns von Tecius & Reimers in Hamburg zur Verfügung gestellt.

Preis / Verfügbarkeit / Farben / Baujahre

  • Preis: 20.490 €
  • Gebraucht (4 Jahre alt): 10.000 €
  • Baujahre: seit 2012 (Vormodell)
  • Verfügbarkeit aller Zeros: ab 2007, wenig Angebote
  • Farben: rot, blaugrau