Ducati
Multistrada V4 S
Harley-Davidson
Pan America 1250 Special
KTM
1290 Super Adventure S
Triumph
Tiger 1200 GT Pro
| UVP | 24.590 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 20.900 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 21.599 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2025 | |
| UVP | 20.545 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Hoher Sitzkomfort für Fahrer und Beifahrer
- Beeindruckender Motor, sportlich und kultiviert
- Guter Windschutz und leicht verstellbares Windschild
- Sehr handlich, dabei trotzdem stabiles Fahrverhalten
- Technisch alles an Bord (gegen Aufpreis), was das Herz begehrt
- Bremsen, Reifen, Fahrwerk: Alles super
- Reichweite könnte besser sein
- Voll ausgestattet kein Schnäppchen
- Motor mit Schmalz und Charakter
- Extrem gut ausgestattet inkl. semi-aktivem Fahrwerk
- Großes TFT-Touch-Cockpit mit Handyanbindung (inkl. Navi)
- Viel Platz für Fahrer & Beifahrer
- Eignet sich dank "Adaptive Ride Height" auch für kleinere Piloten
- Zuladung könnte höher ausfallen
- kurze Service-Intervalle
- kein Quick-Shifter erhältlich
- kein Kardan
- Bedienung erfordert Einarbeitung
- reichlich Power
- üppige Ausstattung
- gute Bedienbarkeit
- guter Reisekofort für Fahrer und Sozius
- gelungene Deitails
- reichlich Zubeör verfügbar
- hoher, aber in dieser Klasse nicht ungewöhnlicher Preis
- etwas eigenwillige Frontmaske (Geschmackssache)
- für manchen vielleicht etwas Techniküberladen
- Bulliger Motor
- Viel Platz für Fahrer & Sozius
- Komplette Ausstattung
- Semiaktives Fahrwerk
- Langstreckentaugliche Sitzposition
- leichte Lastwechselreaktionen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 240 | kg |
| Radstand | 1.567 | mm |
| Radstand | 1.567 | mm |
| Sitzhöhe: | 840-860 | mm |
| Gewicht | 258 | kg |
| Radstand | 1.585 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.585 | mm |
| Sitzhöhe: | 850-875 | mm |
| Höhe | 1.510 | mm |
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 849-869 | mm |
| Höhe | 1.520 | mm |
| Gewicht | 245 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.230 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 850-870 | mm |
| Höhe | 1.436 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V4 | |
| Hubraum | 1.158 | ccm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2 Revolution™ Max 1250 | |
| Hubraum | 1.252 | ccm |
| Hub | 72 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder-12V-DOHC-Reihenmotor | |
| Hubraum | 1.160 | ccm |
| Hub | 61 | mm |
| Bohrung | 90 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 170 PS bei 10.500 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 8.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 255 | km/h |
| Tankinhalt | 22 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 300 | km |
| Leistung | 152 PS bei 8.750 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 6.750 U/Min | |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 385 | km |
| Leistung | 160 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 138 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
| Leistung | 150 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 130 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 350 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Monocoque-Rahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down (Federweg 180)mm | |
| Federung hinten | Monoshock (Federweg 180)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-19 | |
| Reifen hinten | 170/60-17 | |
| Rahmenbauart | Dreiteiliger Leichtmetallrahmen mit Rohr-, Guss- und Formteilen, Motor mittragend | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel, 47 mm, mit elektronisch einstellbarem semi-aktivem Dämpfungssystem (Federweg 191)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein mit automatischer elektronischer Einstellung der Federvorspannung und semi-aktiver Steuerung von Druckstufe und Zugstufe der Dämpfung (Federweg 191)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70R19 60 V | |
| Reifen hinten | 170/60R17 72 V | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Semi-aktive WP-USD-Gabel Ø 48 mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | Semi-aktives WP-Monoshock-Federbein (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Druckguss-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR17 | |
| Rahmenbauart | GitterrohrrahmenStahlrohrrahmen mit geschmiedeten Aluminium-Auslegern. Verschraubter Aluminium-Heckrahmen. | |
| Federung vorne | Showa 49 mm Upside-Down-Vorderradgabel mit semi-aktiver Dämpfung. (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | Showa Zentralfederbein mit semi-aktiver Dämpfung und automatischer elektronischer Vorspannungseinstellung. (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | „Tri-Link“ Zweiarm-Aluminiumschwinge mit zwei Aluminium-Drehmomentstützen. | |
| Reifen vorne | 120/70R19 | |
| Reifen hinten | 150/70R18 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 330 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremsen ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 280 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo M4.30 Stylema Monoblock-Bremssättel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Einzelkolben-Bremssattel ( Ø 282 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Mann, hat das Spaß gebracht! Volker und Dietmar sind sich einig: Ein großer Wurf von Ducati. Die Wettbewerber müssen sich warm anziehen und wir freuen uns schon auf die ersten Vergleichstests mit GS & Co. Ob eingefleischte Ducati-Fans ebenso begeistert sind von der neuen Multistrada wie wir, sei dahingestellt. Objektiv betrachtet ist die neue V4S das bessere Motorrad, aber der eine oder andere wird die 1260er mit dem tollen V2 trotzdem bevorzugen, weil sie klassische Ducati-Tugenden besser repräsentiert als die neue Multi. Insofern polarisiert diese Maschine auch ein wenig, aber das muss sie wohl auch, wenn Ducati in die Top 10 will. Wir glauben, dass die Chance hierfür sehr gut stehen. Man hört von vielen Vorbestellungen, Ducati scheint alles richtig gemacht zu haben. Auguri, Ducati!Das Testmotorrad haben wir freundlicherweise zur Verfügung gestellt bekommen von Bergmann & Söhne Bremervörde.
Fazit - was bleibt hängen
Mir gefällt die neue Pan America richtig gut. Vor allem die Optik hat es mir angetan. Die Maschine sieht aus wie ein V8-MuscleCar oder wie eine Lokomotive, die dann doch zum Motorrad wurde. Klar, dieses Bike polarisiert und gerade die Front wird nicht jedem zusagen. Aber lieber so als Einheitsbrei. Die Harley hat Charakter und ist auf 10 km sofort zu erkennen.Mit der Pan Am hat Harley nicht nur Mut bewiesen, sondern schon im 1. Wurf ein erstaunlich gutes Adventure-Bike auf die Beine gestellt. Sie wird sicher nicht gleich der GS den Rang ablaufen, aber wir sind uns sicher: Dieses Bike wird schon seine Käufer finden. Vielleicht sogar gerade die Reise-Enduro-Fraktion, die gerne einmal etwas anderes, etwas Besonderes fahren möchte. Gut gemacht, Harley!
Das Test-Bike wurde uns zur Verfügung gestellt von MTK, dem Harley-Davidson Vertragshändler in Kiel.
Fazit - was bleibt hängen
Na gut, schlechte Motorräder werden heutzutage in dieser Klasse eigentlich ohnehin nicht mehr gebaut. Was bleibt da also noch zu sagen? Man muss die Fehler schon mit der Lupe suchen. Aber auch das haben wir natürlich gemacht und erwähnen daher folgende Kritikpunkte: Das Fach für das Mobiltelefon fällt für zahlreiche Modelle leider zu klein aus. Aus Sicht einer Reisemaschine wäre auch ein Kardan nett – aber klar es ist eben ´ne KTM.
Die Optik gerade der Frontmaske ist nicht jedermanns Sache – aber das fällt nun wirklich unter die Rubrik Geschmacksfrage. Der Kaufpreis ist recht üppig, aber auch damit ist die KTM nicht alleine. Kommen wir also zur Einstiegsfrage zurück, ob die KTM 1290 Super Adventure S der neue Maßstab ist. Der neue Maßstab ist vielleicht sehr ambitioniert ausgedrückt. Aber mithalten mit den großen Konkurrenzmaschinen aus diesem Segment kann die KTM allemal. Und man gewinnt fast den Eindruck, die Unterschiede werden immer kleiner.
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.
MotorradTest.de auf YouTube
Ducati Multistrada V4 S vs Harley-Davidson Pan America 1250 Special vs KTM 1290 Super Adventure S vs Triumph Tiger 1200 GT Pro: Wer passt zu welchem Fahrstil?
Wenn es um große Adventure-Bikes für lange Touren geht, treffen bei diesem Vergleich vier sehr unterschiedliche Philosophien aufeinander. Die Ducati Multistrada V4 S steht für sportliche Vielseitigkeit mit moderner Elektronik. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special verbindet den Charakter eines amerikanischen V-Twins mit dem Anspruch, auch abseits der Straße souverän zu bleiben. Die KTM 1290 Super Adventure S ist eher die kompromisslose „Mach’s richtig“-Maschine, die auf Dynamik und Kontrolle setzt. Und die Triumph Tiger 1200 GT Pro zielt auf komfortables Touring mit sehr stimmiger Gesamtbalance.
Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte der genannten Modelle miteinander verglichen – ohne einzelne Zahlen in den Vordergrund zu stellen. Stattdessen geht es darum, wie sich die Stärken und Schwächen im Alltag und auf Tour bemerkbar machen.
Motorcharakter: Wie sich Leistung und Drehmoment im Fahrgefühl unterscheiden
Ducati Multistrada V4 S: sportlich, präzise und sehr „drehfreudig“
Die Multistrada V4 S wirkt im Vergleich besonders dann stark, wenn zügiges Fahren gefragt ist. Der Motor liefert ein sehr direktes Ansprechverhalten und lässt sich fein dosieren. Das macht sie attraktiv, wenn Strecken nicht nur „abgespult“, sondern auch aktiv gefahren werden. Gleichzeitig bleibt das Bike dank der Abstimmung der Elektronik gut beherrschbar, auch wenn die Geschwindigkeit steigt.
Harley-Davidson Pan America 1250 Special: kräftig von unten, mit eigenem Rhythmus
Die Pan America 1250 Special spielt ihre Stärken vor allem im „entspannten Vorwärtskommen“ aus. Der V-Twin-Charakter sorgt für spürbare Schubkraft und ein Fahrgefühl, das weniger nach Drehzahljagd klingt und mehr nach souveränem Gleiten. Wer gern mit moderaten Drehzahlen unterwegs ist und dabei trotzdem Reserven spürt, findet hier eine sehr stimmige Mischung.
KTM 1290 Super Adventure S: maximaler Vortrieb und klare Dynamik
Die KTM wirkt im Vergleich wie die sportlichste Interpretation des Adventure-Gedankens. Der Motor unterstützt ein zügiges Beschleunigen und macht das Bike besonders interessant, wenn Überholmanöver, schnelle Richtungswechsel und dynamische Landstraßenfahrten im Fokus stehen. Die Abstimmung lässt sich dabei so nutzen, dass sie sowohl auf Straße als auch auf leichtem Offroad-Terrain ein gutes Maß an Kontrolle bietet.
Triumph Tiger 1200 GT Pro: kräftig, aber touring-orientiert
Die Tiger 1200 GT Pro ist weniger „aggressiv“ im Charakter als die KTM, aber keineswegs träge. Der Motor passt gut zu langen Etappen: gleichmäßiger Schub, gute Alltagstauglichkeit und ein Fahrgefühl, das auch bei längerer Fahrt nicht ermüdet. Wer gern konstant fährt und dabei trotzdem jederzeit reagieren möchte, wird den Ansatz schnell mögen.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Bei Adventure-Bikes entscheidet das Fahrwerk darüber, ob sich das Bike wie ein Tourer oder eher wie ein sportliches Gerät anfühlt. Im Vergleich zeigen sich klare Unterschiede:
Ducati: sportliche Kontrolle mit Touring-Tauglichkeit
Die Multistrada V4 S vermittelt ein sehr sicheres Gefühl in Kurven und bei wechselndem Tempo. Das Bike wirkt „aufgeräumt“: Lenkimpulse werden sauber umgesetzt, und die Abstimmung unterstützt zügiges Fahren, ohne dass Komfort komplett auf der Strecke bleibt. Schwäche: Wer sehr grobes Gelände erwartet, muss sich bewusst sein, dass der Fokus stärker auf Straße und leichtem Schotter liegt.
Harley: souverän und komfortorientiert, aber nicht das agilste Gefühl
Die Pan America 1250 Special spielt ihre Stärken auf langen Strecken aus. Das Fahrwerk wirkt stabil und ruhig, was besonders bei Autobahnabschnitten oder welligen Straßen angenehm ist. In engen Kehren kann sie sich im Vergleich jedoch etwas weniger „leichtfüßig“ anfühlen als die sportlicheren Modelle.
KTM: direktes Handling und viel Reserven
Die KTM ist im Handling oft diejenige, die am stärksten nach „Fahrspaß“ aussieht. Das Bike lädt zum aktiven Fahren ein und bleibt dabei kontrollierbar. Schwäche: Wer vor allem Komfort über alles stellt und sehr entspannt unterwegs ist, kann die KTM im Vergleich als etwas „präsenter“ empfinden – also weniger „gleitend“ als manche Konkurrenten.
Triumph: ausgewogene Mischung aus Komfort und Präzision
Die Tiger 1200 GT Pro wirkt wie der Mittelweg: Sie bietet gute Stabilität und gleichzeitig ein Handling, das nicht nur für geradeaus gedacht ist. Gerade auf Touren mit vielen unterschiedlichen Straßenverhältnissen zeigt sich die Stärke der Abstimmung. Schwäche: Wer maximale Sportlichkeit sucht, wird möglicherweise eher bei Ducati oder KTM fündig.
Elektronik und Assistenzsysteme: Wer macht das Fahren einfacher?
Bei modernen Adventure-Bikes ist Elektronik nicht nur „nice to have“, sondern beeinflusst direkt, wie entspannt sich ein Motorrad fahren lässt. Im Vergleich fällt auf:
Ducati: sehr fein abgestimmte Fahrmodi und Unterstützung
Die Multistrada V4 S bietet eine Elektronik, die sich gut an verschiedene Fahrstile anpassen lässt. Das hilft besonders auf Tour, wenn sich Tempo, Untergrund und Wetter schnell ändern. Die Stärken liegen in der Abstimmung und darin, dass sich das Bike auch bei wechselnden Bedingungen berechenbar anfühlt.
Harley: moderne Assistenz, aber mit eigenem Charakter
Die Pan America 1250 Special bringt ebenfalls umfangreiche Assistenzfunktionen mit. Im Vergleich wirkt die Elektronik so, dass sie den Charakter des Bikes unterstützt: kräftig, souverän und nicht zu „nervös“. Schwäche: Wer maximale Sport-Feinheit in der Regelung sucht, könnte die Ducati oder KTM als noch präziser empfinden.
KTM: Elektronik als Werkzeug für Dynamik
Die KTM nutzt Elektronik sehr „fahrdynamisch“. Das zeigt sich besonders, wenn man das Bike aktiv bewegt. Die Systeme unterstützen dabei, die Leistung kontrolliert auf die Straße zu bringen und auch bei wechselndem Grip nicht das Gefühl zu verlieren. Schwäche: Wer lieber „einfach nur entspannt“ fährt und wenig mit Einstellungen beschäftigt ist, muss sich eventuell etwas mehr mit den Möglichkeiten auseinandersetzen.
Triumph: Touring-orientierte Unterstützung
Die Tiger 1200 GT Pro wirkt in der Elektronik wie ein sehr gut durchdachtes Touring-Paket. Die Systeme sind darauf ausgelegt, das Fahren über lange Zeit angenehm zu machen. Im Vergleich ist das besonders spürbar, wenn es um Komfortfunktionen, Stabilität und eine insgesamt ruhige Fahrcharakteristik geht.
Komfort, Ergonomie und Windschutz: Wie gut bleibt man nach Stunden frisch?
Gerade bei großen Adventure-Bikes entscheidet der Komfort darüber, ob eine Tour „leicht“ wirkt oder anstrengend wird. Hier unterscheiden sich die Modelle spürbar:
Ducati: sportliche Sitzposition, die man mögen muss
Die Multistrada V4 S bietet eine sportlichere Ergonomie als manche reinen Tourer. Das ist ein Vorteil, wenn Kurven und aktives Fahren im Vordergrund stehen. Schwäche: Wer sehr lange, entspannte Autobahnfahrten bevorzugt, sollte darauf achten, ob die Sitzposition und der Windschutz zum eigenen Körper passen.
Harley: komfortorientiert und „langstreckentauglich“
Die Pan America 1250 Special fühlt sich auf Distanz sehr stimmig an. Die Sitz- und Fahrposition wirkt darauf ausgelegt, dass man nicht nach kurzer Zeit das Bedürfnis hat, sich zu bewegen. Schwäche: In sehr sportlichen Situationen kann das „Touring-Gefühl“ weniger direkt wirken als bei Ducati oder KTM.
KTM: sportlich, aber mit viel Alltagstauglichkeit
Die KTM ist nicht nur für den schnellen Kick gebaut. Im Vergleich zeigt sich, dass sie auch auf langen Strecken funktionieren kann. Trotzdem bleibt sie eher „sportlich präsent“. Wer Komfort priorisiert, wird die Ausstattung und Einstellungsmöglichkeiten nutzen wollen.
Triumph: sehr stimmige Touring-Ergonomie
Die Tiger 1200 GT Pro punktet im Vergleich häufig mit einer ausgewogenen Ergonomie. Das Bike wirkt so, als sei es für lange Tage gemacht: gute Übersicht, angenehme Sitzhaltung und ein Windschutz, der die Fahrt entspannter macht. Schwäche: Wer maximale Sportlichkeit sucht, wird nicht ganz so „spitz“ wie bei Ducati oder KTM fahren.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Damit das Bild klarer wird, hier die wichtigsten Tendenzen, die sich aus dem Vergleich der genannten Modelle ergeben:
- Ducati Multistrada V4 S: Stärken liegen in sportlicher Kontrolle, präzisem Ansprechverhalten und einer Elektronik, die das Fahren fein unterstützt. Schwäche: weniger „klassisch touring-entspannt“ als manche Konkurrenten.
- Harley-Davidson Pan America 1250 Special: Stärken liegen im souveränen Fahrgefühl, im kräftigen V-Twin-Charakter und im Langstreckenkomfort. Schwäche: im Vergleich nicht die agilste Option für sehr dynamische Fahrweise.
- KTM 1290 Super Adventure S: Stärken liegen in Dynamik, direktem Handling und viel Reserven bei zügiger Fahrt. Schwäche: wer maximale Ruhe und „einfach nur gleiten“ sucht, kann die KTM als etwas fordernder empfinden.
- Triumph Tiger 1200 GT Pro: Stärken liegen in der ausgewogenen Gesamtbalance, touringorientierter Elektronik und angenehmer Ergonomie. Schwäche: wer kompromisslos sportliche Performance priorisiert, findet bei Ducati oder KTM womöglich mehr „Spitze“.
Welche Tour passt zu welchem Bike?
Landstraße und schnelle Etappen
Für Strecken mit vielen Kurven und dem Wunsch, das Motorrad aktiv zu bewegen, ist die Ducati Multistrada V4 S oder die KTM 1290 Super Adventure S besonders passend. Beide wirken dynamisch und unterstützen ein zügiges Fahrtempo. Die Ducati fühlt sich dabei oft besonders präzise an, die KTM eher besonders direkt.
Langstrecke, Autobahn und entspanntes Reisen
Wer viele Kilometer am Stück fährt und dabei vor allem Komfort und Ruhe sucht, wird mit der Harley-Davidson Pan America 1250 Special oder der Triumph Tiger 1200 GT Pro sehr wahrscheinlich glücklich. Beide vermitteln ein „Touring zuerst“-Gefühl, wobei die Triumph im Vergleich häufig als besonders ausgewogen wahrgenommen wird.
Gemischte Strecken: Straße plus leichter Schotter
Wenn die Tour nicht nur aus Asphalt besteht, sondern auch mal schlechterer Untergrund dazukommt, spielen die Elektronik und das Fahrwerkskonzept eine große Rolle. Die Ducati und KTM wirken hier besonders „werkzeughaft“ und dynamisch, während Harley und Triumph eher auf souveräne Beherrschung und Komfort setzen.
Fazit:
Die Ducati Multistrada V4 S ist die beste Wahl, wenn sportliche Kontrolle, präzises Ansprechverhalten und eine Elektronik im Vordergrund stehen, die das Fahren bei wechselnden Bedingungen sehr fein unterstützt. Die KTM 1290 Super Adventure S passt besonders gut, wenn Dynamik und direktes Handling Priorität haben und auch zügige Fahrten mit viel Reserven Spaß machen sollen. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special empfiehlt sich für alle, die den Charakter eines V-Twins lieben und vor allem auf langen Strecken ein souveränes, komfortorientiertes Fahrgefühl suchen. Die Triumph Tiger 1200 GT Pro ist ideal, wenn eine ausgewogene Mischung aus Touring-Komfort, angenehmer Ergonomie und verlässlicher Elektronik den Ausschlag geben soll. Wer also vor allem „schnell und präzise“ will, greift eher zu Ducati oder KTM; wer „entspannt und ausdauernd“ bevorzugt, findet in Harley oder Triumph die passendere Richtung.