| UVP | 32.995 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2026~ | |
| UVP | 17.490 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Beschleunigung
- Elektronisch voll ausgestattet
- gute Bremsen
- leichtes Handling
- teuer
- Reichweite
- Motor
- Wertigkeit
- Fahrwerk
- Display / Bedienung
- Soziustauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 251 | kg |
| Radstand | 1.490 | mm |
| Länge | 2.135 | mm |
| Radstand | 1.490 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.080 | mm |
| Gewicht | 237 | kg |
| Radstand | 1.525 | mm |
| Länge | 2.223 | mm |
| Radstand | 1.525 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.295 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | E-Motor | |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 1 | |
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 1.203 | ccm |
| Hub | 74 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 105 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 116 NM bei 15.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 175 | km/h |
| Reichweite | 158 | km |
| Leistung | 123 PS bei 8.250 U/Min | |
| Drehmoment | 118 NM bei 6.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 193 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 220 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | SHOWA SFF-BP (Federweg 115)mm | |
| Federung hinten | SHOWA BFRC (Federweg 115)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 58W | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR17 73W | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Sachs USD 43mm Gabel, voll einstellbar (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Sachs Monofederbein ohne Umlenkung, voll einstellbar (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17 58W | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17 73W | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Vierkolben-Monoblock-Radialmontage ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Dual-Kolben ( Ø 260 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelbremsscheiben, Brembo 4-Kolben-Festsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 260 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Elektro-Motorrad fahren ist ein bisschen wie Auto-Scooter fahren. Draufsetzen und "Gas" gegen. Kein Getriebe, keine Kupplung, keine Schalterei, kein Motor ruckelt, kein Sound, kein Gestank, keine Wärmeabgabe, kein Auspuff, kein Gar nichts. Wie sich das live anfühlt, kann man nur ganz schwer beschreiben. Wir waren davon einerseits fasziniert, andererseits ist es tatsächlich für alteingesessene Biker quasi ein Kulturbruch. Daran muss man sich erst gewöhnen.Dennoch sind wir uns sicher: Es wird zukünftig mehr Elektro-Motorräder geben. Es wird wohl aber auch noch eine ganze lange Zeit lang Verbrenner geben. Warum sollten auch nicht beide Technologien parallel existieren können? Wir sind jedenfalls jedes Mal darüber überrascht, mit welcher Wucht gerade die Gegner von Elektro-Fahrzeugen ihre Meinungen über solche Maschinen in die Tasten hauen. Siehe Kommentare zu unserem Test auf YouTube. Jungs, bleibt entspannt, niemand zwingt Euch dazu, solche Bikes zu kaufen.
Die Test-Maschine wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Harley-Davidson Hamburg.
Es geht ohne Scrambler
Was also ist das Revier der Indian? Lange Reisen eher nicht. Dem stehen der nur 13 Liter fassende (dafür wunderschöne) Tank entgegen, der schon erwähnte fehlende Windschutz und die Tatsache, dass die Sozia nicht gerade verwöhnt wird. Auf dem Platz in der zweiten Reihe ist leiden angesagt, er ist knapp, und die Fußrasten liegen sehr hoch.
Auch hier ähnelte unser Fast Tracker also den Scramblern der Konkurrenz. Ich persönlich würde nie eine Scrambler kaufen: Ob Ducati, Triumph oder BMW – bei allen saß ich auf dem Motorrad. Die Indian hingegen versteht es sehr schön, den Fahrer zu integrieren, er ist stärker als bei der Konkurrenz ins Fahrzeug eingefasst.
Jetzt müsste ich für ein typisches Zweit- oder Hobbybike nur noch knapp 16.000 Euro auftreiben … schön ist sie schon und in ihrer Durchzugskraft … aber ich wiederhole mich, deshalb ist hier jetzt Schluss. Fazit: Alle haben eine Scrambler, nur Indian nicht. Macht nichts: Es gibt ja die FTR 1200 S.
Das Testbike wurden uns von Legendary Motorcycles in Hamburg zur Verfügung gestellt.
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson LiveWire vs. Indian FTR 1200 Sport – Vergleich im Alltag und auf der Straße
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson LiveWire und die Indian FTR 1200 Sport, wird der Vergleich besonders spannend. Auf der einen Seite steht ein modernes Elektromotorrad mit direktem Ansprechverhalten und dem typischen „Instant“-Gefühl. Auf der anderen Seite wartet ein V2-befeuerter Streetfighter-Ansatz, der mit Charakter, Klang und einem sehr klaren Fahrprofil überzeugt. Beide Bikes sind sportlich gedacht, aber sie liefern den Spaß auf sehr unterschiedliche Weise.
Im Folgenden geht es darum, wie sich die aufgelisteten Werte beider Modelle in der Praxis anfühlen: beim Beschleunigen, beim Handling, bei der Alltagstauglichkeit und bei der Frage, welches Motorrad besser zu bestimmten Fahrstilen passt.
Grundidee: E-Motor vs. V2-Charakter
Harley-Davidson LiveWire: sofort, leise, modern
Die Harley-Davidson LiveWire steht für ein sehr modernes Konzept: elektrisches Drehmoment, ein spürbar direktes Ansprechverhalten und ein Fahrgefühl, das weniger nach „Gangwechseln“ und mehr nach „Regeln“ wirkt. Die Werte, die typischerweise bei E-Motorrädern im Fokus stehen, drehen sich um Leistung, Drehmomentverlauf und die praktische Nutzbarkeit im Alltag. Gerade das Zusammenspiel aus Leistung und dem schnellen Drehmoment macht die LiveWire besonders interessant für Stadtverkehr und dynamische Strecken.
Indian FTR 1200 Sport: kraftvoll, kernig, straßenorientiert
Die Indian FTR 1200 Sport verfolgt einen anderen Ansatz: ein V2-Motor mit spürbarer „Punch“-Charakteristik, der sich nicht nur über Zahlen definiert, sondern über das, was man beim Fahren wahrnimmt. Die aufgelisteten Werte wie Motorleistung, Drehmoment und das Setup von Fahrwerk und Bremsen zeigen: Dieses Motorrad ist für sportliche Einsätze gebaut, ohne dabei komplett auf Komfort zu verzichten. Wer gern zügig unterwegs ist, findet hier ein Bike, das sich sehr direkt anfühlt – aber eben auf die klassische Art.
Beschleunigung und Antrieb: Wie sich die Werte im Fahrgefühl übersetzen
LiveWire: Drehmoment sofort nutzbar
Bei der LiveWire ist das Zusammenspiel aus elektrischer Leistungsabgabe und dem schnellen Drehmoment besonders entscheidend. In der Praxis bedeutet das: Beschleunigung wirkt oft „linear“ und kontrollierbar, ohne dass man ständig den Motor in bestimmte Drehzahlbereiche bringen muss. Das ist ein klarer Vorteil im Stadtverkehr, an Ampeln oder beim Überholen auf kurzen Strecken. Die Werte sprechen hier für ein Motorrad, das Dynamik ohne große Verzögerung liefert.
FTR 1200 Sport: V2-Schub mit spürbarer Charakteristik
Die Indian setzt dagegen auf den V2-Charakter. Die aufgelisteten Werte deuten auf einen Motor hin, der besonders im mittleren Drehzahlbereich kräftig zieht. Das fühlt sich oft „mechanischer“ an als bei einem E-Motorrad: Man spürt den Motor, man hört ihn (je nach Auspuff/Setup) und man bekommt ein Fahrgefühl, das stärker mit dem Gas und der Drehzahl „arbeitet“. Für Kurvenfahrten und zügiges Landstraßen-Tempo ist das ein Plus, weil der Schub sehr gut dosierbar sein kann.
Handling und Fahrwerk: Stabilität, Kurvengefühl und Alltag
LiveWire: agil durch modernes Setup
Auch wenn E-Motorräder oft mit einem anderen Gewichtsschwerpunkt assoziiert werden, zeigt die LiveWire in der Praxis vor allem eines: Sie wirkt häufig agil und lässt sich gut in die Linie bringen. Die aufgelisteten Werte zu Fahrwerk und Geometrie sind ein Hinweis darauf, dass das Motorrad für sportliche Fahrten ausgelegt ist, aber nicht nur für die Rennstrecke. Gerade auf kurvigen Straßen kann das helfen, weil man das Bike schnell „positionieren“ kann.
FTR 1200 Sport: sportlich, aber mit klarer Straßenorientierung
Die FTR 1200 Sport ist ebenfalls auf sportliches Fahren ausgelegt. Die Werte zu Fahrwerk, Bremsen und Gesamtsetup sprechen dafür, dass das Motorrad in schnellen Richtungswechseln stabil bleibt und beim Bremsen kontrolliert einlenkt. Wer gern dynamisch fährt und das Motorrad aktiv bewegt, wird hier ein sehr direktes Gefühl bekommen. Gleichzeitig ist das Setup so gewählt, dass es im Alltag nicht komplett „hart“ wirkt, sondern eine brauchbare Balance bietet.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Bei beiden Motorrädern ist das Thema Bremsen entscheidend, weil sportliche Fahrten immer auch starkes Verzögern bedeuten. Die aufgelisteten Werte zu Bremsanlage und Bremsleistung geben einen Hinweis darauf, wie schnell das Motorrad aus hohen Geschwindigkeiten kontrolliert heruntergeregelt werden kann. Die LiveWire profitiert dabei von der insgesamt sehr gut dosierbaren Antriebskontrolle, während die FTR 1200 Sport mit einem klassischen, sehr „direkten“ Bremsgefühl punkten kann. In der Praxis heißt das: Beide Bikes können sportlich gefahren werden, aber das Sicherheitsgefühl entsteht unterschiedlich – einmal stärker über die Antriebskontrolle, einmal über das klassische Zusammenspiel aus Motorcharakter und Bremsleistung.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Pendeln und längere Strecken
LiveWire: stark im Kurzstrecken-Alltag
Die LiveWire ist besonders dann im Element, wenn Fahrten kurz bis mittel sind und das Motorrad häufig genutzt wird. Die aufgelisteten Werte rund um Reichweite und Laden sind hier der entscheidende Punkt: Wer zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann, macht aus dem E-Motorrad schnell ein sehr praktisches Alltagsgerät. Für spontane lange Touren kann die Planung hingegen stärker ins Gewicht fallen als bei einem klassischen Motorrad.
FTR 1200 Sport: flexibel für längere Touren
Die Indian spielt ihre Stärken besonders bei Fahrern aus, die gern spontan losfahren und auch längere Strecken ohne große Planung bevorzugen. Die aufgelisteten Werte zu Tank-/Kraftstoffthemen (bzw. Reichweite im klassischen Sinn) und die generelle Straßenorientierung sprechen dafür, dass das Motorrad für Touren gut geeignet ist. Dazu kommt: Der V2-Charakter macht auch längere Abschnitte abwechslungsreich, weil das Fahrgefühl nicht „steril“ wirkt, sondern lebendig bleibt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson LiveWire – Stärken
- Sehr direktes Ansprechverhalten durch elektrisches Drehmoment: ideal für Stadt und dynamische Situationen.
- Modernes Fahrgefühl: weniger Drehzahlmanagement, mehr „Gas geben und kontrollieren“.
- Sportliche Agilität durch ein straßenorientiertes Setup, das sich gut in die Linie bringen lässt.
Harley-Davidson LiveWire – Schwächen
- Planungsaufwand bei längeren Fahrten: Reichweite und Ladeoptionen beeinflussen die Route.
- Alltagsnutzen hängt stark von der Ladeinfrastruktur ab.
Indian FTR 1200 Sport – Stärken
- V2-Charakter mit spürbarem Schub: macht das Fahren emotional und abwechslungsreich.
- Sportliches Straßen-Setup: Handling und Bremsgefühl wirken auf dynamische Fahrten ausgelegt.
- Flexibilität für längere Strecken: weniger abhängig von Ladeplanung.
Indian FTR 1200 Sport – Schwächen
- Mehr „Fahrarbeit“ durch klassischen Motorcharakter: Drehzahl und Gasgefühl spielen stärker mit.
- Für reine Kurzstrecken kann der E-Vorteil (Instant-Dynamik) der LiveWire im Alltag stärker wirken.
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrstil?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern davon, wie gefahren werden soll. Die LiveWire ist besonders attraktiv, wenn das Fahrprofil aus Stadtverkehr, häufigen Stop-and-go-Situationen und dem Wunsch nach einem sehr direkten, modernen Antrieb besteht. Die FTR 1200 Sport ist die bessere Wahl, wenn ein klassisches, kerniges Fahrgefühl mit V2-Schub gesucht wird und längere Touren ohne Ladeplanung im Vordergrund stehen.
Für wen die Harley-Davidson LiveWire besonders gut ist
- Für Pendler und Stadtfahrer, die Dynamik ohne Verzögerung lieben.
- Für Fahrer, die ein modernes Fahrgefühl bevorzugen und regelmäßig laden können.
- Für alle, die sportlich fahren möchten, aber weniger über Drehzahlmanagement nachdenken wollen.
Für wen die Indian FTR 1200 Sport besonders gut ist
- Für Fahrer, die den V2-Charakter spüren und hören wollen.
- Für Tourenfahrer, die flexibel bleiben möchten.
- Für alle, die ein sportliches Straßenhandling suchen und das Motorrad aktiv bewegen.
Fazit:
Die Harley-Davidson LiveWire ist die überzeugendere Wahl, wenn das tägliche Fahrprofil aus Stadt, kurzen bis mittleren Strecken und dem Wunsch nach sofortiger Dynamik besteht. Die aufgelisteten Werte spiegeln ein Motorrad wider, das sich durch elektrisches Drehmoment und ein modernes, sehr direktes Ansprechverhalten besonders leicht und spritzig fahren lässt. Wer regelmäßig laden kann, bekommt damit ein alltagstaugliches Sportgefühl mit klaren Vorteilen im Stop-and-go.
Die Indian FTR 1200 Sport punktet vor allem dann, wenn klassischer Fahrspaß im Vordergrund steht: V2-Schub, spürbarer Charakter und ein Setup, das sportliche Fahrten auf der Straße unterstützt. Die aufgelisteten Werte deuten auf ein Motorrad hin, das sich für dynamische Landstraßen und längere Touren besonders gut eignet, ohne dass die Planung durch Ladezeiten dominiert wird.
Kurz gesagt: LiveWire für modern-direkte Dynamik im Alltag, FTR 1200 Sport für kernigen V2-Spaß und flexible Touren.