UVP 32.995 €
Baujahr von 2020 bis 2026~
UVP 22.100 €
Baujahr von 2020 bis 2025
Das erste Elektro-Motorrad von Harley Davidson
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MV Motorcycle Art: Ein Supersportler als Kunstwerk für die Straße
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Pro und Kontra

Pro:
  • Beschleunigung
  • Elektronisch voll ausgestattet
  • gute Bremsen
  • leichtes Handling
Kontra:
  • teuer
  • Reichweite
Pro:
  • Optik zum Niederknien
  • Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
  • Modernste Technik
  • Top Bremsen
  • Triple-Sound vom Feinsten
  • einstellbares Fahrwerk
Kontra:
  • auf Dauer anstrengende Sitzposition
  • Beifahrer nur für den Notfall
  • bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie

Abmessungen & Gewicht

Gewicht251kg
Radstand1.490mm
Länge2.135mm
Radstand1.490mm
Sitzhöhe: 780 mm
Höhe1.080mm
Gewicht198kg
Radstand1.380mm
Länge2.030mm
Radstand1.380mm
Sitzhöhe: 830 mm

Motor

Motor-BauartE-Motor
Kühlungflüssig
AntriebRiemen
Gänge1
Motor-Bauart3-Zylinder Reihe, Viertakt
Hubraum798ccm
Hub54mm
Bohrung79mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung105 PS bei 8.000 U/Min
Drehmoment116 NM bei 15.000 U/Min
Höchstgeschw.175km/h
Reichweite158km
Leistung148 PS bei 13.000 U/Min
Drehmoment88 NM bei 10.600 U/Min
Höchstgeschw.240km/h
Tankinhalt16Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite258km

Fahrwerk

RahmenbauartBrückenrahmen
Federung vorneSHOWA SFF-BP (Federweg 115)mm
Federung hintenSHOWA BFRC (Federweg 115)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70 ZR17 58W
Reifen hinten180/55 ZR17 73W
RahmenbauartALS Steel tubular trellis
Federung vorneMarzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm
Federung hintenSachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm
Aufhängung hintenAluminiumguss-Einarmschwinge
Reifen vorne120/70 - ZR 17
Reifen hinten180/55 - ZR 17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Brembo Vierkolben-Monoblock-Radialmontage ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo Dual-Kolben ( Ø 260 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe ( Ø 220 mm)

Fazit - was bleibt hängen

Elektro-Motorrad fahren ist ein bisschen wie Auto-Scooter fahren. Draufsetzen und "Gas" gegen. Kein Getriebe, keine Kupplung, keine Schalterei, kein Motor ruckelt, kein Sound, kein Gestank, keine Wärmeabgabe, kein Auspuff, kein Gar nichts. Wie sich das live anfühlt, kann man nur ganz schwer beschreiben. Wir waren davon einerseits fasziniert, andererseits ist es tatsächlich für alteingesessene Biker quasi ein Kulturbruch. Daran muss man sich erst gewöhnen.

Dennoch sind wir uns sicher: Es wird zukünftig mehr Elektro-Motorräder geben. Es wird wohl aber auch noch eine ganze lange Zeit lang Verbrenner geben. Warum sollten auch nicht beide Technologien parallel existieren können? Wir sind jedenfalls jedes Mal darüber überrascht, mit welcher Wucht gerade die Gegner von Elektro-Fahrzeugen ihre Meinungen über solche Maschinen in die Tasten hauen. Siehe Kommentare zu unserem Test auf YouTube. Jungs, bleibt entspannt, niemand zwingt Euch dazu, solche Bikes zu kaufen.

Die Test-Maschine wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Harley-Davidson Hamburg.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 33.000€
  • Gebraucht (1 Jahre alt): 30.000€
  • Verfügbarkeit: seit 2019
  • Farben: schwarz, gelb, orange

Fazit - was bleibt hängen

Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die  Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!
 
Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 21.390€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 16.500€
  • Baujahre: 2020-2022
  • Farben: rot, gelb

MotorradTest.de auf YouTube

Harley-Davidson LiveWire vs. MV Agusta Superveloce 800: Motorradvergleich

Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten, wird ein Vergleich besonders spannend: Die Harley-Davidson LiveWire steht für elektrisches Drehmoment, modernes Packaging und ein völlig anderes Ansprechverhalten. Die MV Agusta Superveloce 800 dagegen verkörpert den klassischen Reiz eines sportlichen Verbrenners: Charakter, Klang (bzw. das, was man daran mag) und ein Fahrgefühl, das stark über Motor und Fahrwerk vermittelt wird. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Welche Stärken zeigen sich im Alltag, auf der Landstraße und auf sportlicheren Strecken – und wo liegen die jeweiligen Grenzen?

Grundidee im Vergleich: elektrisch vs. sportlich-italienisch

Die LiveWire ist als E-Motorrad konsequent auf ein direktes, spontanes Ansprechen ausgelegt. Das bedeutet: Beschleunigung fühlt sich oft „mechanisch“ an, weil das Drehmoment sofort anliegt. Gleichzeitig verändert sich das gesamte Erlebnis: Geräuschkulisse, Schaltgefühl und die Art, wie man Leistung dosiert, sind anders als bei einem Verbrenner.

Die Superveloce 800 ist hingegen ein Motorrad, das seine sportliche Ausrichtung über Motorcharakter, Getriebe und die Abstimmung von Fahrwerk sowie Geometrie vermittelt. Wer gerne im richtigen Drehzahlfenster fährt, findet hier eine Maschine, die sich über den Antrieb „aufbaut“ und dabei ein sehr klassisches Fahrerlebnis liefert.

Fahrgefühl: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt

Harley-Davidson LiveWire: Drehmoment sofort, Dosierung anders

Im Vergleich zeigt sich die Stärke der LiveWire vor allem beim Anfahren und bei kurzen Beschleunigungsphasen. Das elektrische Drehmoment wirkt sehr direkt, wodurch sich Überholmanöver und das schnelle Reagieren im Stadtverkehr oft unkompliziert anfühlen. Auch das „Anfahren aus dem Stand“ ist weniger abhängig von Schaltvorgängen oder Drehzahlfenstern.

Als Gegenpunkt gilt: Wer ein Motorrad sucht, das sich stark über Motorgeräusch, Schaltvorgänge und ein klar definiertes Drehzahlband definiert, wird beim E-Motorrad weniger „klassische“ Rückmeldung bekommen. Die LiveWire spielt ihre Stärken eher über die unmittelbare Kraftentfaltung aus.

MV Agusta Superveloce 800: sportlicher Verbrenner-Charakter

Die Superveloce 800 punktet im Vergleich dort, wo man den Motor bewusst nutzt: beim dynamischen Fahren auf Landstraßen, in Kurvenfolgen und auf Strecken, auf denen man gerne zügig unterwegs ist. Die Leistungsentfaltung wirkt stärker „prozesshaft“ – man spürt, wie sich das Motorrad über Drehzahl und Gasstellung aufbaut.

Schwächen liegen eher nicht in der Performance selbst, sondern in der Art, wie man sie im Alltag „verwaltet“: Wer häufig stop-and-go fährt, muss sich stärker mit dem klassischen Fahrbetrieb arrangieren. Außerdem ist die Reichweiten- und Tanklogik natürlich eine andere als bei einem E-Motorrad.

Technik und Fahrassistenz: Moderne Konzepte vs. bewährte Sportlogik

Beide Modelle sind technisch anspruchsvoll, aber mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Die LiveWire setzt auf die Vorteile der Elektrotechnik: weniger bewegliche Teile, ein anderes Antriebsmanagement und ein sehr direktes Ansprechverhalten. Dadurch kann sich die Wartungs- und Betriebslogik im Alltag anders anfühlen als bei einem Verbrenner.

Die Superveloce 800 setzt auf sportliche Ingenieurskunst im Verbrennerbereich: Motor, Getriebe und Fahrwerk arbeiten als System. Im Vergleich zeigt sich, dass das Motorrad besonders dann überzeugt, wenn man die sportliche Auslegung wirklich nutzt – also wenn die Fahrweise zu Fahrwerk und Antrieb passt.

Fahrwerk, Bremsen und Handling: Wo die Stärken liegen

Beim Handling unterscheiden sich die Charaktere deutlich. Die LiveWire wirkt häufig „leichtfüßig“ im Ansprechverhalten, weil die Kraft ohne Verzögerung anliegt. Das kann das Einlenken und das schnelle Korrigieren im Stadt- und Landstraßenbetrieb erleichtern. Gleichzeitig hängt das Fahrgefühl stark davon ab, wie gut die Traktion und die elektronische Abstimmung zur Fahrweise passen.

Die Superveloce 800 spielt ihre Stärken eher über die Kombination aus Fahrwerksgefühl und sportlicher Geometrie aus. Wer gerne zügig fährt, profitiert von einem Motorrad, das sich in Kurven sehr zielgerichtet anfühlt. Im Vergleich zeigt sich: Die Superveloce belohnt eine aktive Fahrweise, während die LiveWire auch bei entspannterem Tempo sehr souverän wirkt.

Komfort und Alltag: Welche Maschine passt besser in den Alltag?

LiveWire im Alltag: praktisch, aber mit Lade-Thema

Die LiveWire ist im Alltag besonders dann stark, wenn das Umfeld das Laden unkompliziert macht. Kurze Strecken, Pendeln und spontane Fahrten profitieren vom elektrischen Antrieb, weil das Motorrad ohne Wartezeiten auf „Motorwärme“ und ohne Schaltvorgänge auskommt. Das Fahrgefühl bleibt dabei sehr gleichmäßig.

Als Schwäche im Vergleich bleibt das Thema Ladeplanung: Wer lange Strecken plant oder keinen verlässlichen Zugang zum Laden hat, muss seine Route und Gewohnheiten anpassen. Das ist weniger ein Problem der Maschine selbst, sondern der Rahmenbedingungen.

Superveloce 800 im Alltag: schnell verfügbar, aber sportlich

Die Superveloce 800 ist im Alltag schnell „einsatzbereit“, weil das klassische Tanken die Planung vereinfacht. Wer ohnehin mit Verbrennern unterwegs ist, kennt die Logik: Reichweite, Tankstopps und die Art, wie man Fahrten organisiert.

Als Schwäche kann sich die sportlichere Auslegung bemerkbar machen: Je nach Fahrstil und Körperhaltung kann das Motorrad bei längeren Strecken weniger „entspannt“ wirken als ein stärker auf Komfort ausgelegtes Modell. Im Vergleich ist die Superveloce also eher für Fahrer interessant, die auch unterwegs gerne sportlich unterwegs sind.

Design und Markencharakter: Emotion vs. Zukunftsgefühl

Bei der LiveWire steht der moderne, markante Look im Vordergrund. Harley-Davidson bringt hier einen klaren Anspruch mit: ein E-Motorrad, das nicht nach „Kompromiss“ aussieht, sondern nach eigenem Konzept. Das Design wirkt wie ein Statement – und das passt zum elektrischen Fahrgefühl.

Die Superveloce 800 ist dagegen ein Motorrad, das stark über italienische Sportlichkeit und Detailverliebtheit wirkt. Im Vergleich zeigt sich: Wer sich an der Optik und am „Sport-Mindset“ der Marke erfreut, wird sich mit der Maschine besonders schnell identifizieren.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Stärken der Harley-Davidson LiveWire

  • Direktes Drehmoment für spontanes Beschleunigen und entspanntes Anfahren.
  • Modernes Antriebskonzept mit anderer Dosierung und sehr gleichmäßigem Fahrgefühl.
  • Alltagstauglichkeit besonders auf Pendel- und Kurzstrecken, wenn Laden gut möglich ist.

Schwächen der Harley-Davidson LiveWire

  • Ladeplanung kann den Alltag beeinflussen, wenn die Infrastruktur nicht passt.
  • Weniger klassisches Motor-Feedback im Vergleich zu Verbrennern.

Stärken der MV Agusta Superveloce 800

  • Sportlicher Verbrenner-Charakter mit klarer Dynamik über Drehzahl und Gas.
  • Kurven- und Fahrwerksgefühl für Fahrer, die aktiv fahren möchten.
  • Planbarkeit durch klassische Tanklogik für längere Touren.

Schwächen der MV Agusta Superveloce 800

  • Sportliche Auslegung kann bei sehr langen Strecken weniger komfortabel wirken.
  • Alltagstempo fühlt sich weniger „entspannt“ an als bei einem E-Motorrad mit Direktantrieb.

Welche Maschine ist die bessere Wahl?

Im Vergleich wird schnell klar: Es gibt nicht „das eine“ bessere Motorrad, sondern die bessere Wahl für den eigenen Alltag und den gewünschten Fahrstil.

LiveWire: ideal für wen?

Die Harley-Davidson LiveWire ist besonders passend für Fahrer, die das direkte Ansprechverhalten lieben, gerne im Stadtverkehr unterwegs sind und das Thema Laden in den Alltag integrieren können. Wer kurze bis mittlere Strecken häufig fährt und dabei ein modernes, ruhiges und dennoch kraftvolles Fahrgefühl sucht, findet hier eine sehr stimmige Lösung.

Superveloce 800: ideal für wen?

Die MV Agusta Superveloce 800 passt am besten zu Fahrern, die den sportlichen Charakter eines Verbrenners suchen: dynamisches Fahren, aktives Kurvenhandling und ein Motorrad, das sich über Motor und Fahrwerk „aufbaut“. Wer längere Touren plant und die klassische Reichweiten- und Tanklogik bevorzugt, wird mit der Superveloce besonders glücklich.

Fazit:

Die Harley-Davidson LiveWire ist die bessere Wahl, wenn im Alltag vor allem spontane Beschleunigung, ein modernes Antriebskonzept und ein sehr direktes Fahrgefühl zählen – vorausgesetzt, das Laden lässt sich unkompliziert organisieren. Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen die passendere Option, wenn sportliches Fahren mit Verbrenner-Charakter im Vordergrund steht: Motor, Drehzahlgefühl und ein kurvenorientiertes Setup machen den Reiz aus, während die klassische Tourenplanung einfacher bleibt. Wer elektrisch „neu denken“ möchte und den Alltag darauf ausrichtet, bekommt mit der LiveWire ein starkes Gesamtpaket. Wer dagegen Emotion über Motor und Fahrwerk sucht und sportlich unterwegs sein will, findet in der Superveloce 800 den überzeugenderen Partner.

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