| UVP | 32.995 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2026~ | |
| UVP | 20.400 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Beschleunigung
- Elektronisch voll ausgestattet
- gute Bremsen
- leichtes Handling
- teuer
- Reichweite
- Wahsinns-Motor mit Raketen-Schubkraft
- fauchender Triple-Sound
- zupackende Brembo Stylema Bremsanlage
- volle Hütte inkl. semi-aktiven Fahrwerk von Öhlins
- nahezu einzigartiges Design
- sportlich fordernde Sitzposition
- Soziusbetrieb 1b
- Standgeräusch 98 db (konnte auch bei Pro stehen)
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 251 | kg |
| Radstand | 1.490 | mm |
| Länge | 2.135 | mm |
| Radstand | 1.490 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.080 | mm |
| Gewicht | 199 | kg |
| Radstand | 1.439 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.439 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Höhe | 1.120 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | E-Motor | |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 1 | |
| Motor-Bauart | Dreizylinder-12V-DOHC-Reihenmotor | |
| Hubraum | 1.160 | ccm |
| Hub | 61 | mm |
| Bohrung | 90 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | X-Ring-Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 105 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 116 NM bei 15.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 175 | km/h |
| Reichweite | 158 | km |
| Leistung | 180 PS bei 10.750 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 9.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 245 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 246 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | SHOWA SFF-BP (Federweg 115)mm | |
| Federung hinten | SHOWA BFRC (Federweg 115)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 58W | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR17 73W | |
| Rahmenbauart | Doppelrohrrahmen mit verschraubtem Heckrahmen | |
| Federung vorne | Voll einstellbare 43 mm Öhlins Up-Side-Down-Gabel, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Öhlins Monoshock Hinterradaufhängung mit Umlenkung, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 190/55 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Vierkolben-Monoblock-Radialmontage ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Dual-Kolben ( Ø 260 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Stylema Monoblock-Radialsättel, Kurven-ABS, radialer Handbremszylinder ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo-Doppelkolbenschwimmsattel ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Elektro-Motorrad fahren ist ein bisschen wie Auto-Scooter fahren. Draufsetzen und "Gas" gegen. Kein Getriebe, keine Kupplung, keine Schalterei, kein Motor ruckelt, kein Sound, kein Gestank, keine Wärmeabgabe, kein Auspuff, kein Gar nichts. Wie sich das live anfühlt, kann man nur ganz schwer beschreiben. Wir waren davon einerseits fasziniert, andererseits ist es tatsächlich für alteingesessene Biker quasi ein Kulturbruch. Daran muss man sich erst gewöhnen.Dennoch sind wir uns sicher: Es wird zukünftig mehr Elektro-Motorräder geben. Es wird wohl aber auch noch eine ganze lange Zeit lang Verbrenner geben. Warum sollten auch nicht beide Technologien parallel existieren können? Wir sind jedenfalls jedes Mal darüber überrascht, mit welcher Wucht gerade die Gegner von Elektro-Fahrzeugen ihre Meinungen über solche Maschinen in die Tasten hauen. Siehe Kommentare zu unserem Test auf YouTube. Jungs, bleibt entspannt, niemand zwingt Euch dazu, solche Bikes zu kaufen.
Die Test-Maschine wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Harley-Davidson Hamburg.
Fazit - was bleibt hängen
Was für ein Traumbike, die Speed Triple 1200RR! Vor allem der Motor und das Fahrwerk werden uns im Gedächtnis bleiben. Die Sitzposition allerdings auch: Wie gesagt, das ist nichts für Bandscheiben-Geschädigte oder die, die es werden wollen. Ansonsten ist das Konzept der RR relativ einzigartig. Lediglich die MV Agusta Superveloce verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Optik Café-Racer, alles andere Racer-Racer. Wir hatten jedenfalls jede Menge Spaß mit der Triumph Speed Triple 1200 RR.Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Triumph-Hamburg. Wer Bock hat auf eine Probefahrt: Dort steht sie als Vorführer und freut sich schon auf jede Menge Probefahrten, dazu ist sie schließlich da.
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson LiveWire vs Triumph Speed Triple 1200 RR: Vergleich für unterschiedliche Fahrwelten
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten, wird der Vergleich besonders spannend. Auf der einen Seite steht die Harley-Davidson LiveWire als Vertreter der E-Mobilität: direkt, leise und mit dem typischen Drehmoment-Feeling aus dem Stand. Auf der anderen Seite die Triumph Speed Triple 1200 RR, ein Roadster, der für sportliche Straßenfahrten gebaut ist und seine Leistung aus einem klassischen Verbrenner zieht. Genau diese Gegensätze machen den Reiz aus: Wie verändert sich das Fahrgefühl, wie unterscheiden sich die Stärken im Alltag und wo liegen die Grenzen?
Grundcharakter: E-Motor vs. Hochleistungs-Roadster
Die Harley-Davidson LiveWire setzt auf elektrische Antriebstechnik. Das bedeutet: keine Drehzahlorgien, kein Warten auf den richtigen Moment – sondern ein sehr unmittelbares Ansprechverhalten. Gerade beim Anfahren und beim Beschleunigen aus niedrigen Geschwindigkeiten wirkt die LiveWire oft souveräner, weil das Drehmoment praktisch sofort anliegt. Das ist nicht nur schnell, sondern auch angenehm kontrollierbar, wenn die Elektronik sauber eingreift.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR folgt dagegen dem klassischen Prinzip: Der Motor liefert Leistung über den Drehzahlbereich, und das Fahrgefühl ist stärker von der Motorcharakteristik geprägt. Wer gerne mit dem Gas arbeitet, fühlt sich hier schnell zuhause. Die Speed Triple wirkt dynamisch und „mechanisch“, also mit einem spürbaren Zusammenhang zwischen Gasgriff, Drehzahl und Beschleunigung.
Beschleunigung und Antrieb: Wie sich die Leistung anfühlt
Im direkten Vergleich zeigt sich: Die LiveWire spielt ihre Stärke vor allem dort aus, wo es auf sofortige Reaktion ankommt. Beim Herausbeschleunigen aus Kurven oder beim zügigen Überholen aus dem Stand heraus ist das elektrische Setup im Vorteil. Die Triumph kann zwar ebenfalls sehr kräftig beschleunigen, aber das Gefühl entsteht stärker über den Motorlauf und die Drehzahl.
Das führt zu einem wichtigen Punkt: Beide Motorräder sind schnell – aber auf unterschiedliche Art. Die LiveWire wirkt „linear“ und spontan, während die Speed Triple 1200 RR eher „aggressiv“ und drehzahlbetont rüberkommt. Wer häufig aus niedrigen Geschwindigkeiten beschleunigt, wird die LiveWire als besonders stimmig empfinden. Wer dagegen sportlich fährt und den Motor gerne im passenden Bereich hält, bekommt bei der Triumph mehr dieses typische Roadster-„Kick“-Gefühl.
Fahrwerk und Handling: Agilität im Alltag und auf der Landstraße
Beim Thema Fahrwerk und Handling geht es weniger um absolute Zahlen, sondern um das Zusammenspiel aus Stabilität, Rückmeldung und Einlenkverhalten. Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist als Performance-Roadster ausgelegt und zielt auf sportliche Kontrolle. In flotten Passagen wirkt sie oft wie ein Motorrad, das man „einfach“ in die Linie bringt und dann präzise weiterführt.
Die LiveWire ist ebenfalls auf sportliches Fahren ausgelegt, aber sie bringt durch den elektrischen Antrieb eine andere Gewichts- und Kraftverteilung mit. Das kann sich positiv auswirken, etwa bei der Traktion und beim ruhigen Vortrieb. Gleichzeitig ist das Fahrgefühl stärker von der Art abhängig, wie die Elektronik die Leistung in den Grip übersetzt. In der Praxis heißt das: Wer die LiveWire dynamisch bewegt, profitiert von der sofortigen Kraft – muss aber das Setup und die Fahrmodi im Blick behalten, damit das Motorrad genau so reagiert, wie es gewünscht ist.
Kurvengefühl: Linie halten vs. Drehmoment dosieren
In Kurven zeigt sich der Unterschied besonders deutlich. Die Triumph belohnt ein aktives Fahren: Gas geben, Linie halten, den Motor arbeiten lassen. Die LiveWire belohnt ebenfalls sportliches Fahren, aber eher über das Dosieren des Drehmoments. Das kann sehr direkt und spaßig sein – und gleichzeitig erfordert es ein bisschen mehr Feingefühl, wenn die Straße weniger Grip bietet.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beide Motorräder sind für zügiges Fahren gemacht, und entsprechend ist das Thema Bremsen zentral. Die Triumph wirkt dabei oft sehr „sportlich“ in der Dosierbarkeit: Man kann die Verzögerung fein ansteuern und bekommt ein klares Feedback. Die LiveWire kann ebenfalls stark verzögern, wobei hier zusätzlich die Rekuperation eine Rolle spielt. Das kann im Alltag ein Vorteil sein, weil es das Fahrgefühl beim Verzögern verändert und das Motorrad in bestimmten Situationen sehr kontrolliert wirken lässt.
Wichtig ist: Wer von einem Motorrad mit Rekuperation kommt, muss sich an die Charakteristik gewöhnen. Wer dagegen ein klassisches Bremsgefühl bevorzugt, wird sich bei der Speed Triple schneller „zu Hause“ fühlen.
Elektronik und Fahrmodi: Wie viel Unterstützung ist sinnvoll?
Moderne Motorräder leben von Elektronik – und beide Modelle bringen hier sinnvolle Systeme mit. Die LiveWire setzt stark auf die Abstimmung des elektrischen Antriebs: Fahrmodi, Traktionskontrolle und die Art, wie Leistung umgesetzt wird. Das Ziel ist, das Drehmoment so zu verteilen, dass es schnell und gleichzeitig beherrschbar bleibt.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist ebenfalls elektronisch unterstützt, aber der Fokus liegt stärker auf der sportlichen Fahrbarkeit: Traktionsmanagement, Fahrmodi und eine Abstimmung, die den Verbrenner-Charakter unterstützt. In der Praxis bedeutet das: Die Triumph lässt sich oft sehr „direkt“ sportlich bewegen, während die LiveWire eher über die richtige Moduswahl und die passende Leistungscharakteristik ihren besten Eindruck macht.
Alltag vs. sportliche Nutzung
Für den Alltag ist es angenehm, wenn die Elektronik das Motorrad in kritischen Momenten stabilisiert. Die LiveWire kann hier durch ihr sofortiges Ansprechverhalten und die Unterstützung im Antrieb überzeugen. Die Triumph punktet im Alltag häufig durch die intuitive Sportlichkeit: Man steigt auf, fährt los und hat schnell ein Gefühl für das Motorrad.
Komfort und Ergonomie: Wie sich die Sitzposition anfühlt
Bei Roadstern entscheidet die Ergonomie darüber, ob man gerne lange fährt oder nach kurzer Zeit umpositioniert. Die Speed Triple 1200 RR ist klar auf sportliche Straßenfahrten ausgelegt. Das bedeutet: eher dynamische Haltung, gute Kontrolle, aber nicht unbedingt „Tourer-Komfort“ im klassischen Sinn.
Die LiveWire wirkt dagegen oft wie ein Motorrad, das man im Alltag entspannt bewegen kann, ohne den sportlichen Charakter zu verlieren. Durch die andere Antriebskultur (weniger Vibrationen, andere Geräuschkulisse) kann sich das Fahren besonders ruhig anfühlen. Gleichzeitig ist die Frage, wie man die Sitzposition und die Reichweitenplanung in den Alltag integriert.
Reichweite, Laden und Praxis: Der größte Unterschied im Alltag
Der wohl größte praktische Unterschied zwischen beiden Motorrädern ist nicht die Leistung, sondern die Alltagslogistik. Die LiveWire ist ein E-Motorrad – damit rückt das Thema Reichweite und Ladeinfrastruktur automatisch in den Fokus. Für kurze bis mittlere Strecken im Alltag kann das sehr gut funktionieren. Wer aber regelmäßig lange Touren plant, muss Ladepunkte und Zeitfenster mitdenken.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist hier unkomplizierter: Tankstellen sind überall, und lange Strecken lassen sich ohne zusätzliche Planung fahren. Dafür bleibt der klassische Verbrenner-Charakter: Motorwärme, Geräuschkulisse und der typische Wartungs- und Verschleißrahmen eines leistungsstarken Motorrads.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson LiveWire – Stärken
- Sehr direktes Ansprechverhalten durch elektrisches Drehmoment
- Leises, ruhiges Fahrgefühl im Alltag
- Rekuperation kann das Fahr- und Bremsgefühl im Stadtverkehr angenehm verändern
- Elektronik unterstützt die Umsetzung der Leistung
Harley-Davidson LiveWire – Schwächen
- Planung von Reichweite und Laden ist Teil des Alltags
- Das Fahrgefühl hängt stärker von Moduswahl und Leistungscharakteristik ab
- Für sehr lange Touren braucht es mehr Vorausdenken
Triumph Speed Triple 1200 RR – Stärken
- Sportliches Roadster-Feeling mit klarer Motorcharakteristik
- Starke Dynamik über den Drehzahlbereich
- Sehr gute Kontrolle bei zügiger Fahrweise
- Unkomplizierte Langstreckenpraxis durch Tankstellen
Triumph Speed Triple 1200 RR – Schwächen
- Im Stadtverkehr kann der Verbrenner-Charakter weniger „entspannt“ wirken
- Sportliche Auslegung bedeutet nicht automatisch maximalen Langstreckenkomfort
- Wer maximale Ruhe und „Instant-Power“ sucht, wird beim E-Motorrad eher fündig
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrprofil?
Die Entscheidung zwischen Harley-Davidson LiveWire und Triumph Speed Triple 1200 RR hängt stark davon ab, wie und wo gefahren wird. Die LiveWire ist besonders attraktiv für Menschen, die im Alltag gerne spontan beschleunigen, die Ruhe eines E-Motorrads mögen und kurze bis mittlere Strecken regelmäßig fahren. Wer die Ladeplanung als Teil des Konzepts akzeptiert, bekommt ein Motorrad, das sich im Stadtverkehr und auf kurzen Landstraßen sehr modern und direkt anfühlt.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist die bessere Wahl, wenn sportliche Straßenfahrten im Vordergrund stehen und man ein Motorrad sucht, das sich wie ein klassischer Performance-Roadster anfühlt. Wer gerne dynamisch fährt, den Motor arbeiten lässt und auch längere Strecken ohne zusätzliche Planung genießen möchte, wird mit der Speed Triple sehr glücklich.
Fazit:
Die Harley-Davidson LiveWire ist ideal für alle, die das unmittelbare Drehmoment eines E-Motorrads lieben, im Alltag häufig unterwegs sind und die Vorteile von Rekuperation sowie der ruhigen Fahrkultur nutzen möchten. Sie punktet dort besonders, wo spontane Beschleunigung und entspanntes Handling zählen – mit dem einzigen großen Thema „Laden und Reichweite“ als Gegenstück.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist die richtige Wahl, wenn sportliche Dynamik, ein klarer Verbrenner-Charakter und unkomplizierte Langstreckenpraxis im Fokus stehen. Sie wirkt wie ein Motorrad für ambitionierte Straßenfahrten, bei denen präzises Handling und kraftvolle Performance zusammenkommen.
Kurz gesagt: Wer die Zukunft der Antriebstechnik im Alltag spüren will, nimmt die LiveWire. Wer maximale Roadster-Performance für die Straße sucht und dabei flexibel bleiben möchte, fährt mit der Speed Triple 1200 RR am besten.