| UVP | 32.995 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2026~ | |
| UVP | 16.949 € | |
| Baujahr | von 2023 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Beschleunigung
- Elektronisch voll ausgestattet
- gute Bremsen
- leichtes Handling
- teuer
- Reichweite
- komplette technische Ausstattung in Serie
- prächtiger Triple mit reichlich Dampf
- semi-aktives Fahrwerk
- starke Bremsen
- 30 Liter Koffer inklusive
- eingeschränkte Offroad-Fähigkeiten
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 251 | kg |
| Radstand | 1.490 | mm |
| Länge | 2.135 | mm |
| Radstand | 1.490 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.080 | mm |
| Gewicht | 223 | kg |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Länge | 2.175 | mm |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Sitzhöhe: | 845-860 | mm |
| Höhe | 1.430 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | E-Motor | |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 1 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 105 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 116 NM bei 15.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 175 | km/h |
| Reichweite | 158 | km |
| Leistung | 119 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 218 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 380 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | SHOWA SFF-BP (Federweg 115)mm | |
| Federung hinten | SHOWA BFRC (Federweg 115)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 58W | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR17 73W | |
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | 41mm Upside-Down-Telegabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 137)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Vierkolben-Monoblock-Radialmontage ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Dual-Kolben ( Ø 260 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 267 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Elektro-Motorrad fahren ist ein bisschen wie Auto-Scooter fahren. Draufsetzen und "Gas" gegen. Kein Getriebe, keine Kupplung, keine Schalterei, kein Motor ruckelt, kein Sound, kein Gestank, keine Wärmeabgabe, kein Auspuff, kein Gar nichts. Wie sich das live anfühlt, kann man nur ganz schwer beschreiben. Wir waren davon einerseits fasziniert, andererseits ist es tatsächlich für alteingesessene Biker quasi ein Kulturbruch. Daran muss man sich erst gewöhnen.Dennoch sind wir uns sicher: Es wird zukünftig mehr Elektro-Motorräder geben. Es wird wohl aber auch noch eine ganze lange Zeit lang Verbrenner geben. Warum sollten auch nicht beide Technologien parallel existieren können? Wir sind jedenfalls jedes Mal darüber überrascht, mit welcher Wucht gerade die Gegner von Elektro-Fahrzeugen ihre Meinungen über solche Maschinen in die Tasten hauen. Siehe Kommentare zu unserem Test auf YouTube. Jungs, bleibt entspannt, niemand zwingt Euch dazu, solche Bikes zu kaufen.
Die Test-Maschine wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Harley-Davidson Hamburg.
Fazit
Die neue Tracer 9 GT+ von Yamaha ist ein großer Wurf. Die Maschine ist sportlich, dabei aber komplett reisetauglich. Insofern verspricht die Bezeichnung Cross-Over oder wie Yamaha sagt "Sport-Tourer" nicht zu viel: Diese Maschine kann wirklich viel und bringt jede Menge Fahrspaß mit. Wer hier Kritik sucht, den müssen wir leider vertrösten. Es gibt nichts zu kritisieren. Wer auf einfach gestrickte Maschinen steht, der ist hier allerdings falsch. Die neue Tracer 9 GT+ brennt ein Feuerwerk an Technik und innovativen Systemen ab und benötigt daher auch wenig Einarbeitungszeit bei der Bedienung.Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Motorrad Ruser in Haseldorf für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht die Tracer 9 GT+ als Vorführer und freut sich auf Probefahrten. Außerdem gibt es bei Motorrad Ruser auch die anderen Tracer 9 Modelle sowie eigentlich alle Yamahas zum Probefahren. Die Strecken rund um Haseldorf eignen sich perfekt für eine ausgibiege Proberunde, also auf gehts zu Motorrad Ruser - und den guten Kaffee probieren!
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson LiveWire ELW vs Yamaha Tracer 9 GT Plus: Motorradvergleich für unterschiedliche Fahrstile
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich gedacht sind wie die Harley-Davidson LiveWire ELW und die Yamaha Tracer 9 GT Plus, wird der Vergleich besonders spannend. Hier trifft ein modernes E-Motorrad auf einen klassischen Reise-Tourer mit viel Komfort, Elektronik und Langstrecken-Feeling. Beide Modelle wollen Alltag und Touren abdecken – aber auf völlig verschiedene Art. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Welche Stärken bringen die jeweiligen Konzepte mit, wo liegen typische Schwächen, und welches Bike passt besser zu welchem Fahrprofil?
Grundidee im Vergleich: Elektrisch vs. klassisch
Harley-Davidson LiveWire ELW: Direktes Drehmoment, neues Fahrgefühl
Die Harley-Davidson LiveWire ELW steht für den elektrischen Ansatz: Das Antriebskonzept liefert die Kraft sehr spontan und sorgt für ein agiles, oft überraschend leichtes Ansprechverhalten. Gerade im Stadtverkehr oder beim zügigen Beschleunigen wirkt das wie ein Vorteil, weil das Motorrad ohne Schaltpausen und ohne „Anlaufphase“ reagiert. Dazu kommt das typische E-Motorrad-Thema: Fahrmodi, Rekuperation und die Frage, wie die Nutzung zur Ladeinfrastruktur passt.
Yamaha Tracer 9 GT Plus: Reiseenduro-Charakter mit Touring-Fokus
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus ist dagegen klar auf Touring ausgelegt. Der Motor und das Fahrwerk sind auf längere Strecken, wechselnde Straßen und komfortables Tempo abgestimmt. Dazu kommt die GT-Plus-Ausrichtung: mehr Komfort, mehr Elektronik und ein Setup, das sich wie ein „Allrounder für weite Wege“ anfühlt. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, profitiert meist davon, dass das Motorrad auch bei wechselnden Bedingungen stabil und berechenbar bleibt.
Fahrgefühl und Antrieb: Wo sich die Konzepte wirklich unterscheiden
Beschleunigung und Kraftentfaltung
Beim Vergleich der Kraftentfaltung zeigt sich der größte Unterschied: Die LiveWire ELW spielt ihre Stärken vor allem beim schnellen Anfahren und beim dynamischen Herausbeschleunigen aus Kurven aus. Das Drehmoment liegt sofort an, wodurch sich das Motorrad sehr „direkt“ anfühlt. Die Tracer 9 GT Plus punktet dagegen mit einem klassischen, linearen Vortrieb, der sich über Drehzahlbereiche hinweg stimmig anfühlt und auf längeren Strecken besonders souverän wirkt.
Stärken und Schwächen lassen sich hier gut gegenüberstellen: Die LiveWire ist im Alltag oft die „reaktionsschnellere“ Wahl, während die Tracer 9 GT Plus beim Durchziehen über längere Zeit eher das Gefühl von Routine und Stabilität vermittelt.
Rekuperation und Fahrmodi vs. Motorcharakter
Bei der LiveWire ist die Rekuperation ein zentraler Bestandteil des Fahrgefühls. Je nach Einstellung kann das Bremsen und Verzögern spürbar beeinflussen und damit den Komfort im Stadtverkehr erhöhen. Gleichzeitig hängt das Fahrverhalten stark davon ab, wie konsequent Rekuperation und Fahrmodi genutzt werden. Die Tracer 9 GT Plus setzt dagegen auf den Motorcharakter und die Abstimmung von Fahrwerk und Elektronik, wodurch das Motorrad auch ohne „E-Motorrad-typische“ Gewohnheiten schnell vertraut wirkt.
Komfort und Ergonomie: Wer sitzt entspannter?
Sitzposition und Alltagstauglichkeit
Beide Motorräder sind für den Alltag und Touren gedacht, aber die Ergonomie folgt unterschiedlichen Philosophien. Die LiveWire ELW wirkt meist kompakter im Handling und kann sich im Stadtverkehr sehr leicht anfühlen. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn häufig gestoppt, rangiert oder auf engem Raum gefahren wird.
Die Tracer 9 GT Plus ist hingegen ein Motorrad, das Komfort über Distanz priorisiert. Die Sitzposition und die Touring-Ausrichtung zielen darauf ab, dass längere Fahrten weniger anstrengend werden. Wer häufig Autobahn, Landstraße und gemischte Strecken kombiniert, wird die „Reiseenduro“-Anmutung oft als Pluspunkt empfinden.
Windschutz und Langstrecken-Feeling
Beim Thema Windschutz und Schutz vor Wetter spielt die Tracer 9 GT Plus ihre Stärken besonders aus. Die GT-Plus-Ausrichtung ist darauf ausgelegt, dass der Fahrer auch bei längeren Etappen weniger ermüdet. Die LiveWire kann im Alltag sehr angenehm sein, aber wer regelmäßig lange Strecken bei wechselnden Bedingungen fährt, wird beim Touring-Konzept der Tracer 9 GT Plus meist mehr „Rundum-sorglos“-Gefühl finden.
Ausstattung und Elektronik: Moderne Helfer im Alltag
Assistenzsysteme und Fahrhilfen
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus ist stark in der Kategorie „Elektronik für Touring“. Das zeigt sich typischerweise in der Abstimmung von Fahrmodi, der Unterstützung beim Fahren und in einem Setup, das sich auf Sicherheit und Komfort konzentriert. Gerade auf wechselnden Straßenverhältnissen kann das die Fahrbarkeit spürbar erleichtern.
Die Harley-Davidson LiveWire ELW bringt ebenfalls moderne Technik mit, aber der Fokus liegt stärker auf dem elektrischen Antrieb, den Fahrmodi und der Steuerung des Systems. Das Ergebnis: Die LiveWire fühlt sich oft wie ein „digital abgestimmtes“ Motorrad an, während die Tracer 9 GT Plus eher wie ein „elektronisch unterstützter Reisebegleiter“ wirkt.
Bedienung und Informationsfluss
Bei beiden Modellen ist die Bedienung entscheidend, aber die Schwerpunkte unterscheiden sich. Die LiveWire setzt stark auf die Steuerung des elektrischen Antriebs und die sinnvolle Nutzung der Energie. Die Tracer 9 GT Plus legt den Fokus auf Touring-Informationen und eine Bedienlogik, die auf lange Fahrten ausgelegt ist. Wer viel plant, navigiert und im Alltag „komfortabel durch den Tag“ kommen will, wird die Tracer 9 GT Plus häufig als angenehmer empfinden.
Fahrwerk, Bremsen und Handling: Wie stabil ist das Motorrad?
Kurvenverhalten und Agilität
Die LiveWire ELW wirkt oft besonders agil, weil das Antriebskonzept und die direkte Kraftentfaltung das Motorrad beim Herausbeschleunigen sehr lebendig machen. Das kann in der Stadt und auf kurvigen Strecken Spaß bringen, weil das Motorrad schnell auf Gasbefehle reagiert.
Die Tracer 9 GT Plus spielt ihre Stärken eher in der Stabilität und im souveränen Fahrgefühl aus. Gerade wenn die Strecke länger wird oder die Straßenqualität schwankt, wirkt das Motorrad oft „ruhiger“ und berechenbarer. Das ist ein typischer Vorteil bei Reise-Tourern: Sie sollen nicht nur schnell sein, sondern auch entspannt bleiben.
Bremsgefühl und Dosierbarkeit
Beim Bremsen zeigt sich bei der LiveWire ein besonderer Punkt: Durch Rekuperation kann das Verzögerungsverhalten je nach Einstellung anders wirken als bei einem klassischen Motorrad. Das kann sehr komfortabel sein, erfordert aber ein kurzes Anpassen an die eigene Fahrweise. Die Tracer 9 GT Plus bietet dagegen ein gewohntes Bremsgefühl, das sich stärker am klassischen Motorradprinzip orientiert. Für viele Fahrer ist das ein Vorteil, weil sich das Motorrad schnell „wie immer“ anfühlt.
Praxisfaktoren: Reichweite, Laden und Nutzung im Alltag
LiveWire: Energieplanung als Teil der Tour
Bei der Harley-Davidson LiveWire ELW ist die Energieplanung ein zentraler Faktor. Die Reichweite und die Ladezeiten bestimmen, wie flexibel längere Touren wirklich sind. Wer regelmäßig in der Nähe von Ladepunkten fährt oder zuhause laden kann, erlebt das E-Motorrad oft als sehr alltagstauglich. Wer dagegen spontan lange Strecken plant, muss das Konzept stärker mitdenken.
Tracer 9 GT Plus: Tankstopp-Logik und Tourenfreiheit
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus ist in dieser Hinsicht unkomplizierter: Das klassische Konzept mit Tankstopps passt gut zu spontanen Touren und langen Etappen. Für Fahrer, die oft „einfach losfahren“ und unterwegs entscheiden, ist das ein klarer Vorteil. Gleichzeitig bietet die Tracer 9 GT Plus durch ihre Touring-Ausrichtung auch ohne besondere Planung ein sehr stimmiges Langstreckenpaket.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Wo die Harley-Davidson LiveWire ELW besonders punktet
- Direktes Ansprechverhalten durch elektrisches Drehmoment: ideal für dynamisches Fahren im Alltag.
- Agiles Handling und ein modernes Fahrgefühl, das schnell Spaß macht.
- Rekuperation und Fahrmodi als Werkzeug für effizientes Fahren.
Wo die Yamaha Tracer 9 GT Plus besonders punktet
- Touring-Komfort für längere Strecken: entspannteres Fahrgefühl über Zeit.
- Elektronik- und Touring-Fokus für Sicherheit und Alltagstauglichkeit.
- Stabilität und Berechenbarkeit bei wechselnden Bedingungen.
Typische Schwächen bzw. Grenzen
- LiveWire ELW: Energieplanung ist Teil des Konzepts; spontane Langstrecken brauchen mehr Vorausdenken.
- Tracer 9 GT Plus: Wer vor allem „Kurzstrecke mit maximaler Direktheit“ sucht, findet im E-Konzept oft die emotionalere Dynamik.
Kaufberatung: Welches Bike passt zu welchem Fahrprofil?
Für wen die LiveWire ELW die bessere Wahl ist
Die Harley-Davidson LiveWire ELW ist besonders passend, wenn der Fokus auf Stadtverkehr, häufigen kurzen bis mittleren Strecken und einem modernen, elektrischen Fahrgefühl liegt. Wer das Thema Nachhaltigkeit und Technik mag, gerne mit Fahrmodi arbeitet und Ladeoptionen im Alltag realistisch nutzen kann, wird mit der LiveWire sehr zufrieden sein. Auch wer Wert auf spontane Beschleunigung und ein „leichtes“ Handling legt, findet hier einen starken Match.
Für wen die Tracer 9 GT Plus die bessere Wahl ist
Die Yamaha Tracer 9 GT Plus passt besonders gut, wenn regelmäßig Touren anstehen, längere Strecken gefahren werden und Komfort sowie Elektronik im Vordergrund stehen. Wer ein Motorrad sucht, das sich auf wechselnden Straßen souverän anfühlt und auch bei längeren Etappen nicht „ermüdet“, liegt mit der Tracer 9 GT Plus meist richtig. Außerdem ist sie für Fahrer attraktiv, die spontane Ausfahrten bevorzugen und das klassische Tourenprinzip unkompliziert nutzen möchten.
Fazit:
Die Harley-Davidson LiveWire ELW ist die bessere Wahl, wenn das Fahrprofil stark vom Alltag geprägt ist: kurze bis mittlere Strecken, viel Stadtverkehr und der Wunsch nach einem sehr direkten, elektrischen Ansprechverhalten. Die Rekuperation und die Fahrmodi machen das Motorrad dabei besonders interessant, setzen aber eine gewisse Energieplanung voraus. Die Yamaha Tracer 9 GT Plus gewinnt dagegen dort, wo Komfort und Langstrecken-Fokus zählen: Touring, wechselnde Bedingungen und ein souverän berechenbares Fahrgefühl. Wer regelmäßig weite Strecken fährt und ein Motorrad sucht, das sich wie ein ausgereifter Reisebegleiter anfühlt, wird mit der Tracer 9 GT Plus glücklicher. Kurz gesagt: LiveWire für Technik- und Stadtfans mit Ladeoptionen, Tracer 9 GT Plus für Tourer, die Komfort, Stabilität und Elektronik-Mehrwert über Distanz priorisieren.