| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 13.000 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2023 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- erhabene Sitzposition
- gutes Fahrverhalten auf Straße und im Gelände
- reichhaltiges Angebot an Extras und Zubehörartikeln
- gelungene Optik
- Windschild könnte etwas größer ausfallen
- Preis schnellt durch Extras in die Höhe
- nicht ganz so wendig
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.593 | mm |
| Länge | 2.305 | mm |
| Radstand | 1.593 | mm |
| Sitzhöhe: | 860-880 | mm |
| Höhe | 1.356 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 853 | ccm |
| Hub | 77 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | wassergekühlt | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 95 PS bei 8.250 U/Min | |
| Drehmoment | 92 NM bei 6.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 204 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 341 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Stahlbrückenrahmen in Schalenbauweise | |
| Federung vorne | Upside-down Gabel, Ø 43 mm (Federweg 204)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 219)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90 21 | |
| Reifen hinten | 150/70 R17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 305 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 265 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Fazit - was bleibt hängen
An der BMW F 850 GS werden zu Weilen Preis und Herkunft kritisiert. So finden sich in unserem Testkanal auf YouTube zum Beispiel Kommentare wie: "... Motorrad aus China, Preis aus Bayern..." "... ohne Navi, mit 'nem Chinamotor (da spart nur BMW richtig Geld)..." oder "... China Böller als Premiummarke...".
Sicherlich, BMW-Motorräder haben Ihren Preis, das ist keine Frage. Allerdings finden wir den Einstiegspreis für das Serienmodell mit 11.900 € (die aktuelle CRF1000L Africa Twin kostet immerhin 13.490 € in der Basisvariante) nicht so überzogen. Problematisch ist eher, dass - und darüber lässt sich auch trefflich diskutieren - die lange Liste an Sonderausstattunsmöglichkeiten den Preis schnell in die Höhe steigen lässt. Da landet man je nach Wunschliste problemlos auch mal bei 15.000 € und mehr. Und ja, auch das ist leider typisch BMW.
Aber es hilft am Ende nix: BMW Bikes erfreuen sich einer großen Fangemeinde, trotz des hohen Preises, weil es eben gelungene und solide Motorräder sind. Die These, dass die F 850 GS durch ihre Herkunft qualitativ nicht Schritt halten kann, können wir in unserem Test nicht stützen. In unseren Augen ist die BMW F 850 GS deutlich erwachsener geworden als ihre Vorgängerinnen und rückt damit ganz klar näher an ihre große Boxer-Schwestern. Inwieweit es allerdings gelingt, den Vorsprung der Africa Twin (die wollen wir uns übrigens in den nächsten Tagen mal für einen Test besorgen) von Konkurrent Honda einzuholen, muss man sehen. Wir drücken jedenfalls die Daumen denn die Bayerin hat uns an sich ganz gut gefallen.
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson Low Rider S vs. BMW F 850 GS – Vergleich für Alltag, Straße und Reise
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die BMW F 850 GS, wird der Vergleich besonders spannend. Hier treffen ein klassischer Cruiser-Ansatz mit markantem Motorcharakter und betonter Optik auf ein vielseitiges Reiseenduro-Konzept, das auf Alltag, Touren und auch auf wechselnde Untergründe ausgelegt ist. Wer vor der Entscheidung steht, findet in diesem Vergleich eine klare Orientierung: Welche Stärken dominieren im Alltag, wo zeigen sich Grenzen, und welches Motorrad passt eher zu den eigenen Fahrgewohnheiten?
Grundcharakter: Cruiser-Feeling vs. Reiseenduro-Vielseitigkeit
Die Harley-Davidson Low Rider S steht für einen Fahrstil, der sich nach „großem Auftritt“ anfühlt: Der Motor liefert einen kräftigen, spürbaren Schub und die Sitzposition unterstützt ein entspanntes, aber zugleich selbstbewusstes Handling. Das Motorrad wirkt darauf ausgelegt, Kilometer auf der Straße genussvoll zu „rollen“ – mit Fokus auf Sound, Drehmomentgefühl und eine klare Cruiser-Ästhetik.
Die BMW F 850 GS verfolgt dagegen einen anderen Ansatz. Als Reiseenduro ist sie darauf ausgelegt, viele Situationen abzudecken: vom täglichen Weg zur Arbeit über längere Touren bis hin zu Strecken, auf denen der Asphalt nicht durchgehend garantiert ist. Der Charakter ist dabei pragmatisch: Das Motorrad will nicht nur gut aussehen, sondern vor allem flexibel funktionieren – mit einer Fahrwerks- und Sitzphilosophie, die Stabilität und Kontrolle auch außerhalb des perfekten Straßenbelags in den Vordergrund stellt.
Fahrgefühl im Vergleich: Motor, Ansprechverhalten und Alltag
Harley-Davidson Low Rider S: Drehmoment und „Punch“
Die Low Rider S spielt ihre Stärken besonders dort aus, wo man häufig aus dem Stand oder aus niedrigen Geschwindigkeiten beschleunigt. Das Ansprechverhalten wirkt direkt, der Motorcharakter ist präsent und vermittelt ein Gefühl von „Kraft auf Knopfdruck“. In der Stadt und auf der Landstraße macht das Spaß, weil sich das Motorrad leicht dosieren lässt und gleichzeitig Reserven bietet, wenn es zügig weitergehen soll.
Schwäche zeigt sich eher in Situationen, in denen sehr viel Feinarbeit im Handling gefragt ist: Wer häufig enge Passagen, sehr langsame Manöver oder häufiges Rangieren im Alltag hat, merkt, dass der Cruiser-Ansatz nicht auf maximale Agilität optimiert ist. Das ist nicht „schlecht“, aber es ist ein Unterschied zur GS-Philosophie.
BMW F 850 GS: kontrolliert, souverän und tourentauglich
Die F 850 GS überzeugt mit einem Fahrgefühl, das auf Stabilität und gleichmäßige Kontrolle setzt. Gerade bei wechselnden Bedingungen – etwa wenn die Strecke wellig ist oder der Belag nicht ganz homogen – wirkt das Motorrad ruhig und berechenbar. Das macht sie besonders attraktiv für Touren, bei denen man nicht nur die schnellste Linie sucht, sondern auch Komfort und Sicherheit über längere Zeit.
Im Vergleich zur Low Rider S ist der Motor weniger „emotional laut“ im Sinne von unmittelbarem Cruiser-Impuls, sondern eher auf gleichmäßige Leistung und Alltagstauglichkeit ausgelegt. Wer vor allem das markante Drehmomentgefühl eines Cruisers sucht, könnte die BMW als etwas nüchterner erleben. Dafür gewinnt man im Gegenzug ein Motorrad, das sich vielseitig einsetzen lässt.
Ergonomie und Komfort: Sitzposition, Handling und Ermüdung
Ergonomie ist bei der Entscheidung oft entscheidend, weil sie den Unterschied zwischen „macht Spaß“ und „macht auf Dauer Freude“ ausmacht. Die Harley-Davidson Low Rider S bietet eine Sitzposition, die den Cruiser-typischen Charakter unterstützt: entspannt, mit Fokus auf eine ruhige Haltung und ein natürliches Gefühl beim Vorwärtsrollen. Das ist besonders angenehm, wenn die Tour eher auf Straße stattfindet und man nicht ständig aktiv „arbeitet“.
Die BMW F 850 GS setzt auf eine aufrechte, tourenorientierte Sitzhaltung. Dadurch wirkt das Motorrad im Alltag oft leichter zu kontrollieren, und die Haltung unterstützt längere Fahrten, bei denen man auch mal variieren möchte. Gerade wenn die Strecke länger wird oder wenn man häufiger stop-and-go hat, spielt die GS ihre Stärke aus: Sie fühlt sich wie ein Werkzeug an, das man gerne nutzt – nicht nur bewundert.
Grenzen zeigen sich bei beiden: Die Low Rider S ist weniger auf „viel Aktivität“ ausgelegt, während die GS weniger den klassischen Cruiser-Charme vermittelt. Wer also vor allem Stil und Cruiser-Feeling priorisiert, wird sich eher in der Harley wiederfinden. Wer dagegen Komfort und Vielseitigkeit über unterschiedliche Strecken hinweg sucht, findet in der BMW oft die passendere Basis.
Fahrwerk und Bremsen: Stabilität vs. Agilität
Beim Fahrwerk geht es im Kern um zwei Dinge: Wie gut bleibt das Motorrad auf Kurs und wie sicher fühlt es sich in Kurven und bei Unebenheiten an? Die BMW F 850 GS ist als Reiseenduro darauf ausgelegt, Unebenheiten zu „verzeihen“ und auch auf weniger perfekten Untergründen kontrolliert zu bleiben. Das macht sie besonders stark, wenn die Tour nicht nur aus glattem Asphalt besteht.
Die Harley-Davidson Low Rider S bringt dagegen eine andere Art von Stabilität mit: Sie wirkt auf der Straße sehr stimmig, wenn man zügig fährt und das Motorrad bewusst führt. In schnellen Kurven und auf flüssigen Strecken kann das Cruiser-Setup richtig Spaß machen. Gleichzeitig kann es bei sehr holprigen Abschnitten oder bei häufigem Richtungswechsel weniger „endurotypisch“ wirken, weil der Fokus klar auf dem Straßenbetrieb liegt.
Bei den Bremsen gilt im Vergleich: Beide Motorräder sind grundsätzlich auf sicheres Fahren ausgelegt. Der Unterschied liegt eher im Gefühl – ob man die Verzögerung als „direkt und cruiserhaft“ oder als „präzise und tourenorientiert“ wahrnimmt. Wer häufig sportlich bremst oder viel in wechselnden Situationen unterwegs ist, wird die BMW oft als besonders berechenbar empfinden.
Ausstattung und Einsatzbereich: Was wird wirklich gebraucht?
In der Praxis entscheidet nicht nur der Motor, sondern auch, wie gut das Motorrad zu den eigenen Routinen passt. Die BMW F 850 GS ist typischerweise die Wahl, wenn das Motorrad nicht nur für eine Art von Fahrt gedacht ist. Wer Touren plant, Gepäck mitnimmt oder auch mal abseits der klassischen Route unterwegs sein möchte, profitiert von der Reiseenduro-Logik: Das Motorrad ist darauf vorbereitet, dass sich die Bedingungen ändern.
Die Harley-Davidson Low Rider S ist dagegen besonders attraktiv, wenn die Fahrten vor allem aus Straße bestehen und das Motorrad vor allem als Erlebnismaschine genutzt wird. Der Fokus liegt auf dem Fahrspaß, dem markanten Auftritt und dem Gefühl, das beim Losfahren entsteht. Wer das Motorrad als „Hauptdarsteller“ im Alltag sieht, wird die Harley oft als stimmiger empfinden.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Low Rider S – Stärken
- Starker Cruiser-Charakter mit spürbarem Drehmomentgefühl
- Sehr stimmig für Fahrten auf der Straße und für genussvolle Touren
- Markanter Look und ein Fahrgefühl, das schnell begeistert
Harley-Davidson Low Rider S – Schwächen
- Im sehr engen oder häufig rangierenden Stadtbetrieb kann das Cruiser-Setup weniger agil wirken
BMW F 850 GS – Stärken
- Hohe Vielseitigkeit für Alltag, Touren und wechselnde Strecken
- Ruhiges, kontrolliertes Fahrgefühl mit tourenorientierter Ergonomie
- Berechenbarkeit bei Unebenheiten und nicht ganz perfekten Straßen
BMW F 850 GS – Schwächen
- Weniger „Cruiser-Emotion“ im Sinne von unmittelbarem Charaktergefühl
- Wer ausschließlich den Straßen-Cruiser-Fokus sucht, könnte die GS als zu „zweckmäßig“ empfinden
Welche Kaufentscheidung passt? Typische Profile
Die Entscheidung zwischen Harley-Davidson Low Rider S und BMW F 850 GS hängt weniger von „besser“ ab, sondern davon, welche Art von Motorrad-Erlebnis gesucht wird.
Für wen die Harley-Davidson Low Rider S besonders gut passt
Die Low Rider S ist ideal, wenn Fahrten vor allem auf der Straße stattfinden, der Fokus auf Fahrspaß, Sound und einem klaren Cruiser-Charakter liegt und das Motorrad als emotionales Highlight im Alltag dienen soll. Wer gerne zügig fährt, das Drehmoment spürt und eine entspannte, aber markante Sitzhaltung bevorzugt, trifft mit der Harley häufig die richtige Wahl.
Für wen die BMW F 850 GS besonders gut passt
Die F 850 GS ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad wirklich vielseitig eingesetzt werden soll: für Pendeln, Wochenendtouren, längere Reisen und Strecken, bei denen der Belag nicht immer planbar ist. Wer Wert auf Kontrolle, Komfort über längere Zeit und ein Motorrad legt, das sich an unterschiedliche Bedingungen anpasst, wird mit der BMW sehr zufrieden sein.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist die richtige Wahl, wenn der Schwerpunkt auf Cruiser-Feeling, markantem Auftritt und einem direkt spürbaren Motorcharakter liegt. Sie macht besonders dann Freude, wenn die Fahrten überwiegend auf der Straße stattfinden und das Motorrad als emotionales Erlebnis im Vordergrund steht. Wer dagegen ein Motorrad sucht, das den Alltag ebenso gut meistert wie Touren und auch auf wechselnden Untergründen souverän bleibt, findet in der BMW F 850 GS die passendere Basis. Die GS überzeugt mit Vielseitigkeit, kontrolliertem Fahrgefühl und tourenorientierter Ergonomie. Kurz gesagt: Low Rider S für Cruiser-Fans mit Straßenfokus – F 850 GS für alle, die ein universelles Reise- und Allround-Motorrad möchten.