UVP 23.190 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
UVP
Baujahr von 2005 bis 2006
Der Power-Cruiser mit dem 117er Milwaukee-Eight im Test
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Lohnt es sich heute noch, eine BMW R 1150 R zu kaufen?
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Pro und Kontra

Pro:
  • brachialer Motor
  • brachialer Sound
  • brachiales Motorrad-Erlebnis
  • brachiale Emotionen
Kontra:
  • Sitzposition nicht für jedermann
  • schwer
Pro:
  • trotz Größe und Gewicht leicht und wendig zu fahren
  • gebraucht relativ günstig
  • eignet sich auch als Tourer
  • herrlicher Boxer mit Sound
  • ausreichend Leistung, durchzugsstark
Kontra:
  • anfälliges ABS-System
  • fummeliger Batterieausbau

Abmessungen & Gewicht

Gewicht308kg
Radstand1.615mm
Länge2.355mm
Radstand1.615mm
Sitzhöhe: 710 mm
Höhe1.160mm
Gewicht238kg
Radstand1.487mm
Länge2.170mm
Radstand1.487mm
Sitzhöhe: 800 mm
Höhe1.220mm

Motor

Motor-BauartMilwaukee-Eight V2
Hubraum1.923ccm
Hub114mm
Bohrung104mm
Kühlungflüssig
AntriebRiemen
Gänge6
Motor-BauartBoxer 4-Takt
Hubraum1.130ccm
Hub70mm
Bohrung101mm
KühlungÖl-Luft
AntriebKardan
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung106 PS bei 5.020 U/Min
Drehmoment168 NM bei 3.500 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt19Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite338km
Leistung85 PS bei 6.750 U/Min
Drehmoment98 NM bei 5.250 U/Min
Höchstgeschw.197km/h
Tankinhalt20Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite446km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifen-Rohrrahmen
Federung vorneShowa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 112)mm
Aufhängung hintenDreieckschwinge
Reifen vorne110/90 B19 62 H
Reifen hinten180/70 B16 77H
RahmenbauartDreiteiliges Rahmenkonzept aus Vorder- und Hinterrahmen mit mittragendem Motor
Federung vorneBMW Motorrad Telelever; Standrohrdurchmesser 35 mm (Federweg 120)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 135)mm
Aufhängung hintenAluminiumguss-Einarmschwinge mit Paralever
Reifen vorne120/70 ZR 17
Reifen hinten170/60 ZR 17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm)
Bremsen vorneVierkolben-Festsattel-Doppelscheibenbremse ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenZweikolben-Festsattelbremse ( Ø 276 mm)

Fazit

Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.
 
Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 22.795€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 15.000€
  • Baujahre: seit 2017
  • Farben: Grau, Rot, Blau, Schwarz

Fazit - was bleibt hängen

Die BMW R 1150 R ist ein dankbares Bike, welches den Fahrer auch mit hohen Laufleistungen ein souveränes und sicheres Fahrgefühl bietet. Gebrauchte Maschinen dieses Typs gibt es zahlreich, die meisten glücklicherweise im unverbastelten Originalzustand. So richtig billig sind aber auch alte Maschinen nicht: Unter 4.000 Euro sind 1150er im guten Zustand kaum zu haben. Um die Eingangsfrage zu beantworten: Ja, es lohnt sich heute noch, ein 15 Jahre altes Motorrad zu kaufen. Zumindest, wenn es sich um eine BMW R 1150 R handelt.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis neu (2003): 9.000€
  • Gebraucht (15 Jahre alt): 4.500€
  • Baujahre: 2000 - 2006
  • Farben: schwarz, blau, silber

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Harley-Davidson Low Rider S vs BMW R 1150 R: Vergleich für Straße, Alltag und Fahrgefühl

Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick sehr unterschiedlich wirken, steckt dahinter oft genau die Frage, die beim Kauf wirklich zählt: Soll es vor allem emotional sein – oder eher alltagstauglich, technisch durchdacht und vielseitig? Der Vergleich zwischen Harley-Davidson Low Rider S und BMW R 1150 R zeigt genau diese Gegensätze. Beide Maschinen haben ihre Fans, beide liefern ein eigenes Fahrgefühl. Und beide können – je nach Anspruch – die bessere Wahl sein.

Grundidee der beiden Motorräder: Charakter statt Kompromiss

Die Harley-Davidson Low Rider S steht für einen klaren Cruiser-Ansatz: markanter Look, kräftiger Auftritt und ein Motor, der sich nicht verstecken muss. Die BMW R 1150 R dagegen ist stärker auf den Straßenbetrieb ausgerichtet: ein Motorrad, das sich wie ein moderner Klassiker anfühlt, mit dem typischen Boxer-Charakter und einem Fokus auf Fahrbarkeit.

Schon hier wird deutlich: Wer vor allem Stimmung und Sound sucht, landet schneller bei der Harley. Wer ein Motorrad möchte, das sich im Alltag souverän bewegt und auch längere Strecken entspannt abspult, findet in der BMW oft den passenden Rahmen.

Motor und Antrieb: Drehmomentgefühl vs. Boxer-Charakter

Beim Vergleich der Motoren zeigt sich ein typischer Unterschied: Die Harley-Davidson Low Rider S setzt auf den Cruiser-Fokus mit einem Antrieb, der stark aus dem Drehzahlkeller wirkt und das Beschleunigen „von unten“ betont. Das sorgt für ein sehr direktes, kraftvolles Gefühl – besonders beim zügigen Anfahren oder beim dynamischen Fahren in der Stadt.

Die BMW R 1150 R bringt dagegen den Boxer-Charakter mit: Der Motor läuft oft gleichmäßiger und vermittelt ein ruhigeres Gesamtbild. Gerade bei konstantem Tempo oder bei längeren Fahrten wirkt das wie ein Vorteil, weil sich das Motorrad weniger „drängend“ anfühlt und eher auf Stabilität setzt.

Stärken und Schwächen im Motorvergleich

  • Low Rider S: Starke Durchzugskraft und ein sehr emotionales Ansprechverhalten. Schwäche kann sein, dass der Fokus stärker auf dem Cruiser-Gefühl liegt und nicht auf maximaler Drehzahl-Feinarbeit.
  • R 1150 R: Ruhiger Lauf und ein gutmütiger Charakter, der sich für Alltag und Touren anbietet. Schwäche kann sein, dass das „Cruiser-Impulsgefühl“ weniger im Vordergrund steht als bei der Harley.

Fahrwerk und Handling: Schwerer Cruiser vs. agile Straßenmaschine

Beim Handling unterscheiden sich die Philosophien deutlich. Die Harley-Davidson Low Rider S ist spürbar auf den Cruiser-Stil ausgelegt: Das Motorrad wirkt standfest, vermittelt Kontrolle und lässt sich mit dem richtigen Fahrstil sehr souverän bewegen. In schnellen Kurven oder bei sportlicherem Tempo zeigt sich jedoch, dass das Konzept eher auf Stabilität und Charakter als auf maximale Agilität ausgelegt ist.

Die BMW R 1150 R fühlt sich im Vergleich oft „straßenorientierter“ an. Das Handling wirkt leichter zu dosieren, besonders wenn es um flüssiges Fahren, Richtungswechsel und das Navigieren durch den Alltag geht. Wer häufig zwischen Ampeln, Kreisverkehren und Landstraßen pendelt, profitiert häufig von dieser Art von Fahrbarkeit.

Was das in der Praxis bedeutet

  • Low Rider S: Sehr gutes Gefühl für ruhige Linien, souveränes Auftreten und ein „großes“ Fahrgefühl. Weniger ideal, wenn häufig enge Serpentinen mit maximalem Tempo gefahren werden sollen.
  • R 1150 R: Mehr Alltagstauglichkeit im Sinne von Agilität und Dosierbarkeit. Weniger „Show“-Charakter im Fahrgefühl, dafür oft mehr Alltagseffizienz.

Ergonomie und Sitzposition: Cruiser-Look vs. aufrechte Straßenhaltung

Die Sitzposition ist bei beiden Motorrädern ein Schlüsselthema. Die Harley-Davidson Low Rider S bringt die typische Cruiser-Ergonomie mit: oft entspannter, mit Fokus auf eine Haltung, die das Fahren „genießen“ lässt. Das kann auf kurzen Strecken sehr angenehm sein und auf längeren Touren ein gutes Gefühl vermitteln – vorausgesetzt, die persönliche Körpergröße und Beweglichkeit passen zur Sitzgeometrie.

Die BMW R 1150 R wirkt im Vergleich häufig aufrechter und straßenorientierter. Das erleichtert vielen Fahrern das Handling im Alltag und kann die Belastung reduzieren, wenn häufig gestoppt, gestartet oder in wechselndem Tempo gefahren wird.

Komfort-Fazit zur Ergonomie

  • Low Rider S: Komfort durch Cruiser-Position und entspannte Haltung. Schwäche: Wer sehr dynamisch fährt oder häufig lange Strecken in einer bestimmten Sitzhaltung verbringt, sollte genau prüfen, ob die Ergonomie wirklich passt.
  • R 1150 R: Häufig angenehme aufrechte Haltung und gutes Handling im Stadtverkehr. Schwäche: Wer den „tiefen Cruiser-Blick“ und das klassische Cruiser-Gefühl sucht, findet das eher bei der Harley.

Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen im Tempo

Bei der Bremsleistung geht es nicht nur um „Stoppwirkung“, sondern auch um Dosierbarkeit und Gefühl. Im Vergleich zeigt sich: Die Harley-Davidson Low Rider S bietet ein kräftiges Bremsgefühl, das zum Cruiser-Charakter passt. Wer zügig fährt, profitiert von der Stabilität, sollte aber beachten, dass das Motorrad insgesamt eher auf souveräne Kontrolle als auf kompromisslose Sportlichkeit ausgelegt ist.

Die BMW R 1150 R wirkt in der Praxis oft sehr berechenbar. Gerade bei wechselnden Bedingungen – Stadt, Landstraße, längere Tour – kann das Vertrauen in die Stabilität und das gleichmäßige Fahrverhalten ein Plus sein.

Alltagstauglichkeit: Wartung, Alltag und Nutzungsszenarien

Im Alltag zählt mehr als nur das Fahrgefühl. Dazu gehören auch Themen wie Wartungszugang, Ersatzteilversorgung und die Frage, wie unkompliziert das Motorrad im Alltag bleibt. Die BMW R 1150 R wird häufig als „klassisch robust“ wahrgenommen, was sie für viele Käufer attraktiv macht, die ein Motorrad suchen, das man regelmäßig nutzt und nicht nur selten aus der Garage holt.

Die Harley-Davidson Low Rider S kann im Alltag ebenfalls Spaß machen, aber sie ist stärker auf das Erlebnis ausgelegt: Das Motorrad will gefahren werden, wenn die Stimmung passt. Wer das liebt, bekommt ein sehr stimmiges Gesamtpaket. Wer dagegen vor allem „funktional und neutral“ sucht, könnte die Harley als bewussteres Erlebnis empfinden.

Stärken und Schwächen im Alltag

  • Low Rider S: Starker Erlebnisfaktor, klare Identität. Schwäche: Wer ein möglichst „unauffälliges“ Alltagsgerät erwartet, muss sich auf den Cruiser-Charakter einstellen.
  • R 1150 R: Oft sehr vielseitig im täglichen Einsatz, berechenbar und tourentauglich. Schwäche: Wer maximalen Cruiser-„Wow“-Effekt sucht, findet den eher bei der Harley.

Wem welches Motorrad mehr liegt: Entscheidungshilfe ohne Zahlenfetisch

Der Vergleich zwischen Harley-Davidson Low Rider S und BMW R 1150 R lässt sich am besten über das eigene Fahrprofil entscheiden:

Harley-Davidson Low Rider S – die richtige Wahl, wenn…

  • ein emotionales Fahrgefühl wichtiger ist als maximale Alltagsneutralität
  • der Fokus auf kräftigem Ansprechverhalten und Cruiser-Optik liegt
  • das Motorrad vor allem für Ausfahrten, Landstraße und „Genussfahrten“ genutzt wird

BMW R 1150 R – die richtige Wahl, wenn…

  • ein ruhigerer, berechenbarer Charakter im Vordergrund steht
  • häufig Stadtverkehr, Pendeln und gemischte Strecken gefahren werden
  • Touren und Alltag in einem Motorrad zusammenkommen sollen

Typische Kauf-Checkliste vor der Entscheidung

Bevor die Entscheidung fällt, lohnt sich ein kurzer Realitätscheck – unabhängig davon, welches Motorrad stärker zusagt:

  • Probefahrt mit passender Strecke: Stadt + Landstraße ist ideal, um Motorgefühl und Ergonomie zu vergleichen.
  • Sitzposition ehrlich testen: Auch wenn das Motorrad „auf dem Papier“ passt – entscheidend ist das Körpergefühl.
  • Fahrstil berücksichtigen: Wer eher cruised, wird die Harley oft stärker genießen; wer agil und variabel fährt, findet in der BMW häufig mehr Leichtigkeit.
  • Erwartungen an den Charakter klären: Beide Motorräder sind nicht „besser“, sondern „anders“.

Fazit:

Die Harley-Davidson Low Rider S ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad vor allem durch Emotion, markanten Cruiser-Charakter und ein kraftvolles Ansprechverhalten überzeugen soll. Sie passt besonders zu Fahrern, die Ausfahrten lieben, gerne mit Stil unterwegs sind und das Fahrgefühl als Erlebnis sehen. Ihre Stärke liegt im „Gänsehaut“-Moment: Sound, Auftreten und das direkte Durchzugsgefühl machen den Unterschied.

Die BMW R 1150 R spielt ihre Stärken aus, wenn Alltagstauglichkeit, berechenbares Fahrverhalten und ein ruhiger, tourenorientierter Charakter wichtiger sind. Sie eignet sich häufig besser für gemischte Nutzung, längere Strecken und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich leicht dosieren lässt und im Alltag souverän bleibt.

Wer also Cruiser-Feeling und maximale Identität will, greift zur Low Rider S. Wer ein vielseitiges Straßenmotorrad mit Boxer-Charakter für regelmäßige Fahrten sucht, findet in der R 1150 R meist den stimmigeren Partner.

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