| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 13.100 € | |
| Baujahr | von 2007 bis 2017 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- für eine Boxer-Maschine relativ leicht
- kräftiger Motor mit Charakter
- als agiler Tourer aufrüstbar
- kein Technik-Overload
- sicheres Fahrgefühl
- nicht ganz billig
- Windschutz unterirdisch
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 232 | kg |
| Radstand | 1.515 | mm |
| Länge | 2.165 | mm |
| Radstand | 1.515 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.300 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxer | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 125 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 363 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | zweiteiliges Rahmenkonzept aus Haupt- und daran angeschraubtem Heckrahmen, mittragender Motor | |
| Federung vorne | Upside-Down 45 mm (Federweg 140)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Paralever | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 276 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Fazit - was bleibt hängen
Wunderbar, diese BMW R1200 R. Nicht nur schön, schnell und sicher, sondern auch potent genug für eine Alpentour. Dazu braucht es natürlich ein Koffersystem, welches bei BMW ganz schön ins Geld geht. Und eben eine Tourenscheibe, die im Zweitmarkt (z.B. MRA) für etwa 150 Euro zu haben ist. So ausgerüstet dürfte man in den Bergen den anderen Bikern ganz schön um die Ohren fahren, denn die 1200er bringt alles mit, was es dafür braucht: Kraft, Agilität, Wendigkeit und vor allem das Gefühl der Sicherheit, dass einem mit diesem Bike eigentlich nicht viel passieren kann.MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson Low Rider S vs. BMW R 1200 R: Vergleich für Alltag, Landstraße und Tour
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die BMW R 1200 R, steckt dahinter meist mehr als nur ein anderes Design. Genau das macht den Vergleich spannend: Die Low Rider S steht für den typischen Harley-Charakter mit kräftigem V2-Gefühl und einer klaren Cruiser-Haltung. Die BMW R 1200 R dagegen spielt ihre Stärken mit dem Boxer-Motor, einer sehr alltagstauglichen Sitzposition und dem Ruf, auch auf längeren Strecken souverän zu bleiben. Wer sich zwischen beiden entscheidet, sucht im Grunde nach dem passenden Fahrgefühl – und nach dem Motorrad, das zum eigenen Stil passt.
Grundcharakter: Cruiser-Drive vs. Boxer-Allrounder
Harley-Davidson Low Rider S: V2-Feeling und „Big Presence“
Die Harley-Davidson Low Rider S ist ein Motorrad, das man nicht nur fährt, sondern spürt. Der V2-Charakter sorgt für ein markantes Ansprechverhalten und ein Drehmomentgefühl, das besonders beim Beschleunigen aus niedrigen bis mittleren Drehzahlen stark wirkt. Das Motorrad vermittelt dabei eine gewisse Gelassenheit: Man muss nicht ständig hochdrehen, um Vortrieb zu bekommen. Gleichzeitig ist die Optik bewusst „präsent“ – mit einer Haltung, die klar Richtung Cruiser geht.
BMW R 1200 R: Boxer-Souveränität und neutrale Fahrbarkeit
Die BMW R 1200 R setzt auf den typischen Boxer-Charakter. Das Triebwerk ist nicht nur ein technisches Alleinstellungsmerkmal, sondern prägt auch das Fahrgefühl: Die Kraft wirkt oft gleichmäßig und kontrolliert, was das Motorrad besonders für wechselnde Streckenprofile interessant macht. Dazu kommt die eher „aufrechte“ Ausrichtung, die das Handling im Alltag angenehm macht. Wer häufig zwischen Stadtverkehr, Landstraße und längeren Ausfahrten pendelt, findet in der R 1200 R einen sehr vielseitigen Ansatz.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung und Drehmoment im Alltag anfühlen
Im Vergleich zeigt sich: Beide Motorräder liefern spürbare Kraft, aber auf unterschiedliche Art. Die Low Rider S spielt ihre Stärke vor allem dort aus, wo man in der Praxis häufig fährt: beim Anfahren, beim Beschleunigen aus dem Stand oder aus niedrigen Drehzahlen. Der V2-Charakter macht das Motorrad besonders „drehmomentbetont“ – das heißt, es fühlt sich oft kräftig an, ohne dass man ständig am Gas arbeiten muss.
Die BMW R 1200 R wirkt dagegen häufig wie ein ruhiger Allrounder. Der Boxer liefert seine Leistung in einem Bereich, der sich gut dosieren lässt. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das sich für viele Fahrerinnen und Fahrer wie „leicht zu beherrschen“ anfühlt – auch dann, wenn die Strecke unruhiger wird oder man öfter die Geschwindigkeit anpassen muss. Während die Low Rider S eher mit emotionaler Wucht punktet, überzeugt die BMW eher mit gleichmäßiger Kontrolle und Alltagstauglichkeit.
Fahrwerk und Handling: Stabilität, Komfort und Kurvengefühl
Beim Fahrwerk unterscheiden sich die Philosophien deutlich. Die Harley-Davidson Low Rider S ist auf ein dynamisches Cruiser-Fahrgefühl ausgelegt. Das Motorrad liegt spürbar satt auf der Straße, kann aber je nach Fahrbahnbeschaffenheit auch den Charakter eines Cruisers mitbringen: Man spürt die Masse und die „Breite“ des Konzepts. In schnellen Kurven oder bei zügigem Landstraßen-Tempo wirkt das Motorrad stark, während es im Stadtverkehr oder auf sehr holprigen Strecken eher nach dem eigenen Setup verlangt.
Die BMW R 1200 R ist im Vergleich oft der Typ, der sich „einfach“ fährt. Das Handling wirkt neutral, die Maschine lässt sich gut positionieren und vermittelt ein sicheres Gefühl, wenn die Straße wechselt. Gerade auf Touren, bei denen man lange am Stück fährt und die Streckenqualität variiert, kann das ein echter Vorteil sein. Gleichzeitig ist das Fahrwerk so abgestimmt, dass es nicht nur sportlich wirkt, sondern auch den Komfort im Blick behält.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Bei den Bremsen geht es im Alltag vor allem um Dosierbarkeit und Standfestigkeit. Die Low Rider S zeigt ihre Stärke dort, wo man zügig verzögern möchte: Das System reagiert direkt und unterstützt ein sportliches Fahrgefühl. Allerdings hängt das subjektive Empfinden stark davon ab, wie man die Maschine fährt und wie das Setup zum eigenen Stil passt.
Die BMW R 1200 R punktet häufig mit einem sehr kontrollierten Bremsgefühl. Gerade wenn man häufig zwischen Stadtstopps und Landstraßenbremsungen wechselt, ist eine gleichmäßige Dosierbarkeit Gold wert. Insgesamt wirkt die BMW in diesem Bereich oft „berechenbarer“, während die Harley eher den direkten, emotionalen Zugriff bietet.
Ergonomie und Sitzposition: Cruiser-Look vs. Tour-Logik
Die Ergonomie ist einer der größten Unterschiede im Vergleich. Die Harley-Davidson Low Rider S bringt eine Sitzposition mit, die klar nach Cruiser-Vorbild ausgerichtet ist. Das kann auf kurzen Strecken sehr angenehm sein, weil die Haltung entspannt wirkt. Auf längeren Touren entscheidet dann vor allem die persönliche Körpergröße, die Sitzgewohnheiten und das Setup (z. B. Sitz, Lenker, Fußrasten) darüber, ob man sich „von Anfang an“ wohlfühlt.
Die BMW R 1200 R bietet im Vergleich eine eher tourorientierte, aufrechte Position. Das erleichtert oft das Handling bei niedrigen Geschwindigkeiten und reduziert das Gefühl von „eingespannt sein“. Wer häufig unterwegs ist und dabei auch mal längere Strecken am Stück fährt, findet in der BMW häufig den besseren Kompromiss aus Komfort und Kontrolle.
Komfort und Alltag: Wind, Vibrationen und Nutzbarkeit
Im Alltag zählt nicht nur die reine Motorleistung, sondern auch, wie das Motorrad sich bei wechselnden Bedingungen verhält. Die Low Rider S wirkt wie ein Motorrad, das man bewusst fährt. Das kann ein Vorteil sein, wenn man genau diesen Charakter sucht. Gleichzeitig können Vibrationen und das Fahrgefühl je nach Geschwindigkeit und Strecke stärker ins Bewusstsein rücken – was nicht automatisch schlecht ist, aber zur Erwartungshaltung passen sollte.
Die BMW R 1200 R ist in der Praxis oft die „Nutzungsmaschine“. Sie wirkt darauf ausgelegt, dass man sie nicht nur für den einen besonderen Ausflug nutzt, sondern auch für regelmäßige Fahrten. Gerade bei wechselnden Windbedingungen und längeren Abschnitten spielt die BMW ihre Stärken aus, weil das Gesamtpaket aus Motorcharakter, Sitzposition und Fahrwerksgefühl häufig harmoniert.
Design und Marken-DNA: Emotion vs. technische Klarheit
Design ist natürlich Geschmackssache – aber es beeinflusst, wie man ein Motorrad wahrnimmt. Die Harley-Davidson Low Rider S steht für klare Cruiser-Ästhetik und eine gewisse „Statement“-Wirkung. Wer auf Stil, Sound und Präsenz Wert legt, wird sich hier schnell wiederfinden.
Die BMW R 1200 R wirkt dagegen eher wie ein durchdachter Allrounder mit technischer Klarheit. Das Motorrad ist weniger „laut im Look“, aber dafür oft überzeugend in der Art, wie es sich im Alltag verhält. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur gut aussieht, sondern auch zuverlässig im Hintergrund funktioniert, findet in der BMW häufig die passendere Wahl.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Low Rider S – Stärken
- Emotionaler V2-Charakter mit kräftigem Ansprechgefühl
- Starke Präsenz und klarer Cruiser-Fokus
- Direktes Fahrgefühl, das sich besonders beim zügigen Fahren gut anfühlt
Harley-Davidson Low Rider S – mögliche Schwächen
- Ergonomie kann je nach Körpergröße und Setup stärker variieren
- Komforterlebnis hängt stärker von der persönlichen Erwartung an Cruiser-Charakter ab
BMW R 1200 R – Stärken
- Boxer-Souveränität mit gut dosierbarer Kraftentfaltung
- Alltagstaugliches Handling durch neutrale Sitz- und Fahrposition
- Tour-Komfort durch harmonisches Gesamtpaket
BMW R 1200 R – mögliche Schwächen
- Charakter ist eher „kontrolliert“ als „statement-lastig“
- Wer maximalen Cruiser-Drive sucht, könnte den Fokus der BMW als weniger emotional empfinden
Welche Wahl passt? Für wen ist welches Motorrad besser?
Die Harley-Davidson Low Rider S ist besonders dann die bessere Wahl, wenn ein Motorrad vor allem Emotion, Sound und ein kraftvolles V2-Gefühl liefern soll. Wer gern zügig beschleunigt, den Cruiser-Look liebt und ein Motorrad sucht, das sich wie ein Statement anfühlt, wird mit der Low Rider S sehr glücklich. Auch für Fahrten, bei denen man bewusst den Charakter des Motorrads spürt, ist sie stark.
Die BMW R 1200 R passt dagegen besser, wenn ein Motorrad Allround sein soll: Stadt, Landstraße und Touren sollen sich ohne große Umgewöhnung anfühlen. Wer Wert auf kontrolliertes Fahrverhalten, eine tourfreundliche Ergonomie und ein Gesamtpaket legt, das sich über längere Strecken angenehm fährt, trifft mit der BMW häufig die passendere Entscheidung.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S gewinnt vor allem dann, wenn ein Motorrad vor allem durch V2-Charakter, Präsenz und ein direktes, emotionales Fahrgefühl überzeugen soll. Sie ist ideal für Fahrer, die Cruiser-Ästhetik lieben und Kraft besonders beim Beschleunigen ausspielen möchten. Die BMW R 1200 R ist dagegen die bessere Wahl für alle, die ein ausgewogenes Allround-Motorrad suchen: mit Boxer-Souveränität, neutralem Handling und einem Komfortgefühl, das auf Touren besonders punktet. Wer häufig zwischen unterschiedlichen Strecken wechselt und ein Motorrad möchte, das sich einfach „rund“ anfühlt, wird mit der BMW meist glücklicher. Kurz gesagt: Low Rider S für den emotionalen Cruiser-Drive, R 1200 R für den vielseitigen, tourorientierten Allrounder.