| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 13.890 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 151 | kg |
| Radstand | 1.443 | mm |
| Länge | 2.100 | mm |
| Radstand | 1.443 | mm |
| Sitzhöhe: | 904 | mm |
| Höhe | 1.150 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Desmo Eintopf | |
| Hubraum | 659 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 116 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 78 PS bei 9.750 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 8.000 U/Min | |
| Tankinhalt | 12 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 250 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Marzocchi Telegabel Upside-Down 45mm voll einstellbar (Federweg 215)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 240)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge aus Aluminium | |
| Reifen vorne | 120/70 17 | |
| Reifen hinten | 160/70-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe Brembo M4.32 ( Ø 330 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben Bremssattel ( Ø 245 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Fazit
Testfahrten auf Supermotos sind für uns immer ein riesiger Spaß. Vermutlich deshalb, weil wir altersmäßig eigentlich nicht mehr so recht auf diese Art Motorrad passen. Trotzdem haben auch wir vor lauter Freude laut in den Helm gerufen, siehe Testvideo. Die Ducati macht bis auf den Sound im Stand hier alles richtig und wird sicherlich viele Freunde finden. Schließlich ist sie ja nun kräftiger als die Konkurrenz!Das Testbike haben wir von Bergmann & Söhne in Bremervörde zur Verfügung gestellt bekommen. Dort stehen sowohl die Standard Hypermotard als auch die RVE zum Anschauen - und Anfahren! B&S verkauft in Bremervörde neue Motorräder von Ducati und Suzuki. Im Eingangsbereich steht gerade eine GSX-8R in Grau-Rot. Superlecker!
Ein Besuch in Bremervörde lohnt sich unabhängig davon aber immer, weil Ducati-Verkäufer Holger stets ehrlich und unverblümt alle positiven wie negativen Aspekte des jeweiligen Testbikes aufzählt. So soll das sein!
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Harley-Davidson Low Rider S vs. Ducati Hypermotard 698 Mono RVE: Welches Motorrad passt besser?
Wenn zwei Motorräder so klar unterschiedliche Philosophien verfolgen, wird ein Vergleich besonders spannend. Die Harley-Davidson Low Rider S steht für den klassischen Cruiser-Charakter: kräftig, präsent und mit einem Fahrgefühl, das eher nach „Ankommen“ als nach „Attacke“ klingt. Die Ducati Hypermotard 698 Mono RVE dagegen wirkt wie ein Vorschlaghammer für die Kurve: leichtfüßig, direkt und mit dem Anspruch, jede Lücke in der Straße sofort in Fahrspaß zu verwandeln.
Im Folgenden geht es nicht um reine Zahlen, sondern darum, wie sich die typischen Eigenschaften in der Praxis bemerkbar machen. Dabei werden die im Vergleich genannten Eckpunkte der beiden Modelle gegeneinander eingeordnet – und daraus entsteht ein klares Bild: Wer welche Stärken wirklich braucht, findet hier eine Orientierung.
Charakter und Fahrgefühl: Cruiser-Drive vs. Kurven-Impuls
Harley-Davidson Low Rider S: souverän, kraftvoll, „entspannt“
Die Low Rider S vermittelt ein Gefühl von Stabilität. Der Motor und die Art, wie die Kraft anliegt, unterstützen einen Fahrstil, der nicht ständig nach Drehzahl schreit. Gerade auf längeren Strecken oder bei gleichmäßigem Tempo wirkt das wie ein Vorteil: Das Motorrad bleibt ruhig, die Linie lässt sich sauber halten, und das Gesamtpaket fühlt sich weniger wie ein „Sportgerät“ an, sondern eher wie ein durchdachtes Cruiser-Bike.
Ducati Hypermotard 698 Mono RVE: agil, direkt, mit viel „Punch“
Die Hypermotard 698 Mono RVE spielt dagegen ihre Stärken dort aus, wo es enger wird. Der Einzylinder-Charakter und die sportliche Auslegung sorgen für ein sehr unmittelbares Ansprechverhalten. Das Motorrad wirkt, als würde es die Lenkbewegung sofort übersetzen – ohne lange „Überlegungszeit“. In der Stadt, auf kurvigen Landstraßen oder auf Strecken mit häufigen Richtungswechseln ist das ein echter Pluspunkt.
Motor und Kraftentfaltung: Wie sich Leistung und Drehmoment anfühlen
Beim Vergleich der Motorcharakteristik zeigt sich ein typischer Unterschied: Die Low Rider S setzt auf eine kräftige, cruiser-typische Kraftentfaltung. Das bedeutet in der Praxis: weniger hektisches Hochdrehen, mehr „ziehen lassen“. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das besonders dann überzeugt, wenn man nicht ständig Schalten und Optimieren möchte.
Die Hypermotard 698 Mono RVE hingegen lebt von der sportlichen Reaktion. Der Motor unterstützt ein dynamisches Fahren, bei dem Beschleunigung und Tempoaufbau eng mit dem Fahrstil verknüpft sind. Wer gerne zügig unterwegs ist, findet hier eine Maschine, die das Tempo nicht nur mitmacht, sondern aktiv einfordert.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Low Rider S: ruhige Linie, komfortorientierte Kontrolle
Die Low Rider S punktet vor allem mit einem kontrollierten Fahrverhalten. In schnellen Passagen und bei gleichmäßiger Gangart fühlt sich das Motorrad wie ein „Anker“ an: Die Maschine bleibt gut in der Spur, und Unebenheiten werden eher abgefedert, statt das Fahrgefühl zu dominieren. Das ist ein klarer Vorteil, wenn die Strecke nicht nur aus perfekten Asphaltbahnen besteht.
Hypermotard 698 Mono RVE: wendig, leicht zu bewegen, kurvenhungrig
Die Hypermotard ist dagegen ein Motorrad, das man spürt, sobald man es bewegt. Das Handling wirkt sehr direkt, und die Maschine lädt dazu ein, Kurven früh anzusteuern und das Motorrad aktiv zu führen. Gerade bei häufigen Richtungswechseln oder beim sportlichen Herausbeschleunigen aus Kurven zeigt sich die Stärke: Die Ducati fühlt sich wie ein Werkzeug an, das man schnell „in den Griff“ bekommt.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen in der Praxis
Im Vergleich der Bremscharakteristik wird deutlich, dass beide Motorräder auf ihre Zielgruppe ausgelegt sind. Die Low Rider S liefert dabei ein eher souveränes, gut dosierbares Gefühl, das zu einem entspannten Cruiser-Fahren passt. Die Ducati hingegen wirkt so, als sei sie für dynamische Manöver gemacht: Das Bremssystem unterstützt ein zügiges Verzögern und lässt sich so einsetzen, dass sportliche Linien möglich bleiben.
Wichtig ist: Beide Bikes können in Alltagssituationen überzeugen, aber die Art, wie sich das Vertrauen aufbaut, ist unterschiedlich. Die Harley macht das Fahren „einfach“, die Ducati macht es „aktiv“.
Ergonomie und Sitzposition: Langstrecke vs. sportlicher Fokus
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt im Vergleich. Die Low Rider S ist klar auf Cruiser-Komfort ausgelegt. Das bedeutet: entspannteres Sitzen, eine Haltung, die längere Fahrten angenehmer macht und weniger „Kampf“ gegen die Aerodynamik oder gegen eine zu aggressive Position erfordert.
Die Hypermotard 698 Mono RVE ist dagegen sportlich orientiert. Das führt zu einer Sitzhaltung, die das Motorrad stärker in Richtung aktives Fahren zieht. Wer gerne dynamisch unterwegs ist und das Motorrad „arbeitet“, wird das als Vorteil empfinden. Wer dagegen vor allem lange Strecken entspannt genießen möchte, könnte die Ducati als etwas fordernder wahrnehmen.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße, Reisen
Low Rider S im Alltag
Die Harley ist besonders dann stark, wenn der Alltag nicht nur aus kurzen Fahrten besteht. Auf Landstraßen und bei längeren Touren spielt sie ihre Stärken aus: ruhiges Fahrverhalten, angenehme Ergonomie und ein Motor, der nicht ständig nach Aufmerksamkeit verlangt. Auch das Design trägt dazu bei, dass sich die Maschine „präsent“ anfühlt – ohne dabei ständig nach Sport zu schreien.
Hypermotard 698 Mono RVE im Alltag
Die Ducati ist ein Motorrad für Menschen, die gerne fahren, statt nur anzukommen. In der Stadt hilft die Agilität: Richtungswechsel sind unkompliziert, das Motorrad wirkt handlich und macht Spaß, wenn man zwischen Ampeln, Einfahrten und engen Passagen unterwegs ist. Auf kurvigen Strecken wird die Hypermotard besonders interessant, weil sie den Fahrstil belohnt, der das Tempo bewusst steuert.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Low Rider S – Stärken
- Charakter und Komfort: Cruiser-typische Souveränität und angenehmes Fahrgefühl.
- Ruhige Kontrolle: Stabilität bei gleichmäßigem Tempo und auf längeren Strecken.
- Motor-Fokus: Kraftentfaltung, die entspanntes Fahren unterstützt.
Harley-Davidson Low Rider S – mögliche Schwächen
- Weniger „Kurven-Tempo“: Wer maximal sportliche Agilität sucht, wird die Ducati als direkter empfinden.
- Fahrstilabhängigkeit: Dynamik funktioniert, aber der größte Spaß entsteht eher im cruiser-typischen Rhythmus.
Ducati Hypermotard 698 Mono RVE – Stärken
- Agilität: sehr direktes Handling und kurvenorientierter Fahrspaß.
- Sportliche Reaktion: Motor und Fahrwerk unterstützen dynamisches Fahren.
- Viel Spaß im Alltag: besonders auf kurvigen Strecken und in der Stadt.
Ducati Hypermotard 698 Mono RVE – mögliche Schwächen
- Anspruch an den Fahrer: Die sportliche Auslegung macht aktives Fahren sinnvoll.
- Komfort-Fokus: Wer lange, entspannte Touren priorisiert, könnte die Harley als entspannter wahrnehmen.
Welche Kaufentscheidung macht Sinn?
Der Vergleich zeigt: Es geht weniger darum, welches Motorrad „besser“ ist, sondern welches besser zum eigenen Fahrprofil passt. Die Low Rider S ist die Wahl, wenn ein Motorrad vor allem ruhig, souverän und komfortabel sein soll. Die Hypermotard 698 Mono RVE ist die Wahl, wenn ein Motorrad vor allem agil, direkt und kurvenhungrig sein soll.
Wer häufig in der Stadt unterwegs ist, gerne spontan fährt und Kurven als Spielplatz betrachtet, wird an der Ducati mehr Freude finden. Wer dagegen Touren plant, gerne gleichmäßig unterwegs ist und den Cruiser-Charakter liebt, wird mit der Harley deutlich zufriedener sein.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist das passende Motorrad für alle, die einen souveränen Cruiser-Charakter suchen: angenehme Ergonomie, ruhige Kontrolle und eine Kraftentfaltung, die entspanntes Fahren unterstützt. Sie eignet sich besonders für längere Strecken, für gleichmäßiges Tempo und für Fahrende, die weniger „Attacke“ und mehr „Genuss“ möchten.
Die Ducati Hypermotard 698 Mono RVE ist dagegen die bessere Wahl, wenn Agilität und direktes Fahrgefühl im Vordergrund stehen: kurvenorientiertes Handling, sportliche Reaktion und viel Spaß bei dynamischen Fahrten. Wer gerne aktiv fährt, in der Stadt beweglich sein will und auf kurvigen Strecken das Motorrad spüren möchte, findet in der Ducati den stärkeren Partner.
Kurz gesagt: Komfort und Cruiser-Feeling sprechen für die Harley – Agilität und sportlicher Kurvenspaß sprechen für die Ducati.