| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2010 bis 2018 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- Motorleistung
- Sound
- Präzises Fahrwerk
- Platzverhältnisse
- Karge Ausstattung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 232 | kg |
| Radstand | 1.529 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.529 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.495 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Hubraum | 1.198 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 106 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 152 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 128 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 248 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Federung hinten | Monofederbein | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe | |
| Bremsen hinten | Scheibe | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
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Harley-Davidson Low Rider S vs. Ducati Multistrada 1200 – welcher Motorradtyp passt besser?
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Ducati Multistrada 1200, wird die Entscheidung selten nur an Zahlen festgemacht. Genau das macht den Vergleich spannend: Hier trifft ein klassischer, kraftvoller Cruiser-Ansatz auf eine moderne, vielseitige Tourenmaschine. Beide Bikes sind für unterschiedliche Arten von Fahrspaß gebaut – und genau daraus entstehen die Stärken und Schwächen, die im Alltag und auf Touren spürbar werden.
Grundcharakter: Cruiser-Drive vs. Touren-Universum
Harley-Davidson Low Rider S: Fokus auf Punch und Stil
Die Harley-Davidson Low Rider S steht für einen unverwechselbaren Look und einen Motorcharakter, der sich eher nach „Dampf machen“ anfühlt als nach „präzise ausbalancieren“. Das Fahrgefühl ist direkt, der Sound und die Art, wie Leistung anliegt, prägen den Gesamteindruck. Wer ein Motorrad sucht, das sich im Alltag nicht versteckt und auf der Landstraße mit klarer Linie überzeugt, findet hier eine starke Basis.
Ducati Multistrada 1200: Vielseitigkeit mit Technik-Fokus
Die Ducati Multistrada 1200 ist dagegen ein Motorrad, das sich als Allrounder versteht: Tourenkomfort, dynamische Fahrbarkeit und ein moderner Elektronikansatz greifen ineinander. Die Maschine wirkt wie gemacht für unterschiedliche Streckenprofile – von der schnellen Feierabendrunde bis zur längeren Reise, bei der man nicht nur „ankommen“, sondern auch entspannt fahren möchte.
Vergleich der Fahrdynamik: Wie sich Leistung und Antrieb anfühlen
Beim Vergleich der aufgelisteten Werte zeigt sich schnell: Beide Motorräder liefern spürbare Reserven, aber auf unterschiedliche Weise. Die Harley-Davidson Low Rider S setzt stärker auf den Charakter des V-Twin-Antriebs. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das weniger nach „Drehzahl-Spiel“ verlangt und mehr nach „Drehmoment nutzen“. Das ist besonders angenehm, wenn es im Alltag häufig um Anfahren, Beschleunigen aus dem Stand oder aus niedrigen Geschwindigkeiten geht.
Die Ducati Multistrada 1200 spielt dagegen ihre Stärken aus, wenn es um kontrollierte Dynamik geht. Die Art, wie Leistung über den Drehzahlbereich nutzbar wird, wirkt oft „feiner abgestimmt“. Das macht sie interessant, wenn Kurvenfahrten, zügiges Tempo und ein sportlicheres Fahrprofil im Vordergrund stehen. Gleichzeitig bleibt sie als Tourer nicht auf „nur sportlich“ reduziert, sondern versucht, Fahrbarkeit und Komfort zusammenzubringen.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Im Handling unterscheiden sich die beiden Konzepte deutlich. Die Harley-Davidson Low Rider S wirkt in der Praxis wie ein Motorrad, das Stabilität und souveränes Vorankommen in den Vordergrund stellt. Das kann sich auf längeren Strecken sehr positiv anfühlen, weil das Bike nicht ständig „neu sortiert“ werden muss. In engen Passagen kann das Handling je nach Fahrstil weniger leichtfüßig wirken als bei einem stärker auf Agilität ausgelegten Tourer.
Die Ducati Multistrada 1200 ist im Vergleich häufig die Maschine, die sich schneller anfühlt, wenn es um Richtungswechsel und dynamisches Fahren geht. Die aufgelisteten Werte rund um Fahrwerkseigenschaften und die Abstimmung zielen klar darauf, dass das Motorrad in unterschiedlichen Situationen gut kontrollierbar bleibt. Das ist ein Vorteil, wenn häufig kurvige Strecken gefahren werden oder wenn das Motorrad auch mal „sportlicher“ bewegt werden soll.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen im Tempo
Beim Thema Bremsen zeigt der Vergleich: Beide Motorräder sind grundsätzlich auf sicheres Fahren ausgelegt, aber die Art des Feedbacks kann unterschiedlich sein. Die Harley-Davidson Low Rider S vermittelt beim Bremsen oft ein eher direktes, „mechanisches“ Gefühl. Das kann für Fahrerinnen und Fahrer, die ein klares, unverstelltes Feedback mögen, ein Plus sein. Gleichzeitig hängt die subjektive Wirkung stark vom Fahrstil und der Beladung ab.
Die Ducati Multistrada 1200 punktet im Vergleich häufig mit modernerer Unterstützung durch Elektronik und einem insgesamt feineren Regelverhalten. Das ist besonders dann spürbar, wenn Wetterbedingungen wechseln oder wenn man auf längeren Strecken konstant zügig unterwegs ist. Für viele ist das ein Sicherheitsgewinn, weil das Motorrad in kritischen Situationen „ruhiger“ wirkt.
Komfort und Ergonomie: Wie gut passt das Bike zur Strecke?
Hier trennt sich die Spreu schnell: Die Harley-Davidson Low Rider S ist vom Sitz- und Fahrkonzept her eher auf einen bestimmten Cruiser-Look und eine entspannte, aber markante Körperhaltung ausgelegt. Das kann im Alltag sehr angenehm sein, solange die Strecke nicht zu lang wird oder die Sitzposition nicht zu den eigenen Vorlieben passt. Wer gerne „genießt“ und dabei eine klare Cruiser-Ästhetik will, wird sich schnell wohlfühlen.
Die Ducati Multistrada 1200 ist dagegen stärker auf Touren ausgelegt. Im Vergleich der Werte rund um Sitzposition, Wind- und Fahrkomfort wird deutlich, dass die Multistrada für längere Etappen gedacht ist. Das macht sie besonders attraktiv, wenn das Motorrad nicht nur für Wochenendfahrten, sondern auch für Reisen genutzt werden soll. Schwäche kann hier sein, dass das Bike durch die „Touren-Logik“ weniger puristisch wirkt als ein Cruiser – wer maximale Einfachheit sucht, könnte sich daran stören.
Elektronik und Assistenz: Moderne Unterstützung vs. Motorradgefühl
Ein großer Unterschied im Vergleich liegt in der Art, wie die Motorräder mit Technik umgehen. Die Ducati Multistrada 1200 bringt typischerweise mehr elektronische Unterstützung mit, was sich in der Praxis in verschiedenen Fahrmodi und einem feineren Eingreifen bemerkbar machen kann. Das ist ein Vorteil, wenn man unterschiedliche Streckenbedingungen hat oder wenn man das Motorrad an den eigenen Stil anpassen möchte.
Die Harley-Davidson Low Rider S setzt stärker auf das direkte Zusammenspiel aus Motor, Fahrwerk und Fahrer. Das kann sich „ehrlicher“ anfühlen, weil weniger im Hintergrund geregelt wird. Allerdings bedeutet das auch: Wer maximale Assistenz und ein sehr breites Spektrum an elektronischer Feineinstellung erwartet, wird bei der Harley weniger finden.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und Reise
Im Alltag zählt oft mehr als nur die Höchstwerte. Die Harley-Davidson Low Rider S spielt ihre Stärken dort aus, wo man häufig kurze bis mittlere Strecken fährt und das Motorrad vor allem als Charaktermaschine nutzt. Das Ansprechverhalten und der „Vibe“ sind dabei ein echtes Argument. Für lange Autobahnphasen oder sehr wechselnde Bedingungen kann die Tourenorientierung der Ducati jedoch im Vorteil sein.
Die Ducati Multistrada 1200 ist im Vergleich oft die bessere Wahl, wenn das Motorrad wirklich vielseitig eingesetzt wird: Pendeln, Landstraße, längere Touren und auch mal ein anderer Streckenmix. Die Kombination aus Komfort und moderner Technik macht sie zu einem Bike, das man nicht ständig „neu denken“ muss.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Low Rider S – Stärken
- Starker Cruiser-Charakter mit markantem Motorgefühl
- Direktes, emotionales Fahrverhalten
- Attraktiv für Fahrer, die Stil und „Punch“ priorisieren
Harley-Davidson Low Rider S – Schwächen
- Weniger „Touren-Universum“ als bei stark tourenorientierten Modellen
- Je nach Fahrprofil kann das Handling in engen Passagen weniger agil wirken
- Elektronische Assistenz weniger im Vordergrund
Ducati Multistrada 1200 – Stärken
- Vielseitigkeit für unterschiedliche Strecken und Fahrstile
- Moderne Elektronik für mehr Kontrolle und Komfort
- Tourenorientiertes Gesamtpaket mit Fokus auf längere Etappen
Ducati Multistrada 1200 – Schwächen
- Weniger „puristisch“ im Gefühl als ein klassischer Cruiser
- Komplexität durch Technik kann nicht jedem gefallen
- Wer ausschließlich auf Cruiser-Feeling setzt, findet möglicherweise nicht den gleichen Vibe
Für wen passt welches Motorrad?
Die Harley-Davidson Low Rider S ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich vor allem über Charakter, Sound und einen kraftvollen, direkten Antrieb definiert. Wenn der Fokus auf dem emotionalen Fahrgefühl liegt und Touren eher „genussorientiert“ geplant werden, ist die Harley eine sehr stimmige Wahl.
Die Ducati Multistrada 1200 richtet sich an alle, die ein Motorrad möchten, das viele Aufgaben abdeckt: sportlich fahren, bequem reisen und dabei von moderner Unterstützung profitieren. Wer häufig unterwegs ist, unterschiedliche Strecken fährt und ein Bike sucht, das sich flexibel anpasst, wird mit der Multistrada deutlich zufriedener sein.
Fazit:
Im Vergleich zeigt sich: Die Harley-Davidson Low Rider S gewinnt vor allem dort, wo Emotion, Cruiser-Charakter und ein direktes Antriebserlebnis zählen. Sie ist ideal für Fahrten, bei denen das Motorrad nicht nur Transportmittel ist, sondern Teil des Erlebnisses. Die Ducati Multistrada 1200 punktet dagegen als vielseitiger Tourenbegleiter: moderne Elektronik, tourentauglicher Komfort und ein Handling, das auch dynamische Strecken gut mitmacht. Wer ein Motorrad für viele Einsatzbereiche sucht und Wert auf Anpassbarkeit sowie entspanntes Reisen legt, findet in der Multistrada meist die passendere Antwort. Wer hingegen bewusst den Cruiser-Vibe sucht und sich an einem klaren, kraftvollen Fahrgefühl erfreut, wird mit der Low Rider S stärker „abgeholt“. Kurz gesagt: Cruiser-Fans mit Fokus auf Charakter wählen die Harley – Allrounder und Tourenfahrer mit Technik- und Komfortanspruch wählen die Ducati.