| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 32.995 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- Beschleunigung
- Elektronisch voll ausgestattet
- gute Bremsen
- leichtes Handling
- teuer
- Reichweite
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 251 | kg |
| Radstand | 1.490 | mm |
| Länge | 2.135 | mm |
| Radstand | 1.490 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.080 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | E-Motor | |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 1 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 105 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 116 NM bei 15.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 175 | km/h |
| Reichweite | 158 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | SHOWA SFF-BP (Federweg 115)mm | |
| Federung hinten | SHOWA BFRC (Federweg 115)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 58W | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR17 73W | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Vierkolben-Monoblock-Radialmontage ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Dual-Kolben ( Ø 260 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Fazit - was bleibt hängen
Elektro-Motorrad fahren ist ein bisschen wie Auto-Scooter fahren. Draufsetzen und "Gas" gegen. Kein Getriebe, keine Kupplung, keine Schalterei, kein Motor ruckelt, kein Sound, kein Gestank, keine Wärmeabgabe, kein Auspuff, kein Gar nichts. Wie sich das live anfühlt, kann man nur ganz schwer beschreiben. Wir waren davon einerseits fasziniert, andererseits ist es tatsächlich für alteingesessene Biker quasi ein Kulturbruch. Daran muss man sich erst gewöhnen.Dennoch sind wir uns sicher: Es wird zukünftig mehr Elektro-Motorräder geben. Es wird wohl aber auch noch eine ganze lange Zeit lang Verbrenner geben. Warum sollten auch nicht beide Technologien parallel existieren können? Wir sind jedenfalls jedes Mal darüber überrascht, mit welcher Wucht gerade die Gegner von Elektro-Fahrzeugen ihre Meinungen über solche Maschinen in die Tasten hauen. Siehe Kommentare zu unserem Test auf YouTube. Jungs, bleibt entspannt, niemand zwingt Euch dazu, solche Bikes zu kaufen.
Die Test-Maschine wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Harley-Davidson Hamburg.
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson Low Rider S vs. Harley-Davidson LiveWire ELW – Vergleich im Alltag
Wenn zwei Motorräder aus dem gleichen Markenuniversum kommen, aber auf völlig unterschiedliche Konzepte setzen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Harley-Davidson Low Rider S steht für den klassischen Cruiser-Charakter: kraftvoll, präsent und mit dem typischen Harley-Gefühl. Die Harley-Davidson LiveWire ELW dagegen verkörpert die elektrische Zukunft: direktes Drehmoment, moderne Assistenz und ein Fahrstil, der sich deutlich von Verbrennern abhebt. Im Folgenden werden die wichtigsten Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet – ohne Zahlen-Fetisch, dafür mit Blick auf das, was im Alltag wirklich zählt.
Grundidee: Cruiser-Charakter vs. E-Motor-Philosophie
Low Rider S: klassisch, kernig, cruiser-lastig
Die Low Rider S ist auf ein Fahrgefühl ausgelegt, das man sofort einordnet: kräftiger Vortrieb, ein sattes Auftreten und eine Sitzposition, die für entspanntes Cruisen gemacht ist. Wer gerne „mit dem Motorrad“ fährt, also den Motor spürt und das Ansprechverhalten als Teil des Erlebnisses sieht, findet hier eine klare Linie. Der Verbrenner liefert dabei nicht nur Leistung, sondern auch den typischen Charakter – inklusive der akustischen Identität, die viele an Harley schätzen.
LiveWire ELW: sofortige Reaktion, technischer Fokus
Die LiveWire ELW setzt dagegen auf das, was E-Motoren besonders gut können: sofort ansprechendes Drehmoment. Dadurch wirkt das Motorrad beim Beschleunigen sehr direkt und „unaufgeregt schnell“. Statt Drehzahl-Logik steht die elektrische Steuerung im Vordergrund – mit Fahrmodi, die das Ansprechverhalten anpassen können. Das Ergebnis ist ein anderes Gefühl: weniger „Motor läuft hoch“, mehr „Schub kommt sofort“.
Fahrgefühl im Vergleich: Wie fühlt sich die Leistung an?
Beschleunigung: direkt vs. emotional
Beide Motorräder sind spürbar dynamisch, aber auf unterschiedliche Weise. Die LiveWire ELW spielt ihre Stärke besonders in Situationen aus, in denen man aus dem Stand oder aus niedrigen Geschwindigkeiten zügig beschleunigt. Das Ansprechverhalten wirkt dabei sehr gleichmäßig und kontrollierbar. Die Low Rider S punktet dagegen mit einem Fahrgefühl, das stärker vom Motorverhalten geprägt ist: Der Vortrieb baut sich spürbar auf, wirkt „mechanischer“ und lässt sich durch Gasstellung und Drehzahl sehr fein dosieren.
Leistungsentfaltung: linearer Schub vs. kurviger Charakter
Die elektrische Leistungsentfaltung der LiveWire ELW ist tendenziell gleichmäßiger und weniger drehzahlabhängig. Das macht sie im Stadtverkehr angenehm, weil man selten „den richtigen Moment“ suchen muss. Die Low Rider S hingegen bringt einen charakteristischen Kurvenverlauf mit, der sich besonders dann gut anfühlt, wenn man aktiv fährt und den Motor im passenden Bereich hält. Wer gerne schaltet und das Motorrad „arbeitet“ spüren möchte, wird hier eher glücklich.
Handling und Fahrwerk: Cruiser-Logik vs. E-Motorrad-Balance
Low Rider S: stabiler Auftritt für entspannte Linien
Die Low Rider S ist auf einen souveränen, cruiser-typischen Fahrstil ausgelegt. Das Motorrad wirkt in der Spur ruhig und vermittelt ein Gefühl von Stabilität. In Kurven fährt es sich meist so, wie man es von einem Cruiser erwartet: nicht als Sportgerät, aber mit genügend Reserven für zügiges Vorankommen. Die Sitzposition unterstützt dabei eher das „Gleiten“ als das aggressive Attackieren.
LiveWire ELW: agiler durch das neue Gewichtskonzept
Bei der LiveWire ELW spielt das Gewichtskonzept eine große Rolle. Durch die Batterie und den elektrischen Antrieb entsteht eine andere Massenverteilung als bei einem klassischen Verbrenner. Das kann das Handling im Alltag sehr angenehm machen: Das Motorrad wirkt oft wendig genug, um auch in engen Situationen sicher zu bleiben. Gleichzeitig bleibt der Fokus auf Kontrolle und Fahrbarkeit – weniger auf „Sportlichkeit um jeden Preis“, mehr auf präzises, modernes Fahren.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Pendeln und spontane Fahrten
Stadtverkehr: LiveWire ELW im Vorteil – Low Rider S trotzdem stark
Im Stadtverkehr hat die LiveWire ELW klare Pluspunkte: kein Schalten, keine Warmlaufphase und ein sehr direktes Ansprechverhalten. Dazu kommt der leise Betrieb, der im Alltag entspannter sein kann. Die Low Rider S ist ebenfalls alltagstauglich, aber sie lebt stärker vom Motorgefühl. Wer im Stop-and-Go gerne schaltet oder den Verbrennercharakter mag, wird die Low Rider S nicht missen wollen.
Reichweite und Planung: der größte Unterschied im Alltag
Der entscheidende Punkt bei E-Motorrädern ist die Reichweitenplanung. Die LiveWire ELW verlangt mehr Aufmerksamkeit bei der Tourplanung, insbesondere wenn längere Strecken oder wenig Ladeoptionen im Spiel sind. Das ist kein Nachteil für alle – im Gegenteil: Für viele Pendler und Stadtfahrer kann das E-Konzept perfekt passen. Die Low Rider S ist hier unkomplizierter: klassisches Tanken ist schnell erledigt und macht spontane Ausflüge leichter.
Technik und Komfort: Was fühlt sich „modern“ an?
LiveWire ELW: Assistenz und Fahrmodi als Komfortfaktor
Die LiveWire ELW wirkt insgesamt technischer. Fahrmodi helfen dabei, das Ansprechverhalten an die Situation anzupassen – etwa für entspannteres Cruisen oder für dynamischere Fahrweise. Gerade im Alltag kann das den Unterschied machen, weil das Motorrad nicht nur „schnell“, sondern auch „passend“ steuerbar ist.
Low Rider S: mechanisches Erlebnis und Harley-typische Identität
Die Low Rider S setzt weniger auf digitale Spielereien, sondern auf das, was man sofort wahrnimmt: Design, Motorcharakter und die Art, wie das Motorrad auf Gasbefehle reagiert. Das kann für viele ein Vorteil sein, weil es das Fahrerlebnis weniger „reguliert“ und mehr „direkt“ macht. Wer sich an der klassischen Harley-Ästhetik und dem typischen Sound erfreut, bekommt genau das.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Low Rider S – Stärken
- Emotionales Fahrgefühl durch Verbrennercharakter und typisches Ansprechverhalten
- Unkomplizierte Tourplanung durch klassisches Tanken
- Cruiser-Komfort für entspannte Fahrten und längere Strecken
Harley-Davidson Low Rider S – Schwächen
- Weniger „Instant“-Charakter bei Beschleunigung im Vergleich zur elektrischen Direktheit
- Stadtstopps können je nach Fahrstil weniger entspannt wirken als bei einem E-Motorrad ohne Schaltvorgänge
Harley-Davidson LiveWire ELW – Stärken
- Sehr direktes Drehmoment und dadurch dynamisches, leicht kontrollierbares Beschleunigen
- Moderne Steuerung mit Fahrmodi für unterschiedliche Situationen
- Alltagserleichterung durch kein Schalten und kurze „Start“-Logik
Harley-Davidson LiveWire ELW – Schwächen
- Reichweiten- und Ladeplanung ist Teil des Konzepts und muss mitgedacht werden
- Abhängigkeit von Ladeinfrastruktur bei längeren Touren oder unterwegs ohne sichere Ladepunkte
- Akustik und „klassisches Motorerlebnis“ sind nicht vorhanden – wer genau das sucht, wird sich umstellen müssen
Für wen passt welches Motorrad?
Low Rider S: die richtige Wahl für Cruiser-Fans
Die Low Rider S ist besonders interessant für alle, die ein Motorrad suchen, das sich nach Motorrad anfühlt: mit Motorcharakter, klassischer Harley-Identität und einem Fahrstil, der auf entspanntes Cruisen ausgelegt ist. Wer häufig längere Strecken fährt, spontane Touren mag und dabei weniger an Ladepunkte denken möchte, findet in der Low Rider S eine sehr stimmige Lösung. Auch wenn das Thema „elektrisch“ grundsätzlich spannend ist, aber der Verbrenner-Charme im Vordergrund steht, ist dieses Modell die naheliegende Wahl.
LiveWire ELW: die richtige Wahl für Stadt, Pendeln und Technikfreunde
Die LiveWire ELW passt am besten zu Fahrern, die im Alltag vor allem Stadtverkehr, kurze bis mittlere Strecken und regelmäßige Fahrten haben. Wer die Vorteile von E-Motoren liebt – besonders die direkte Beschleunigung und die einfache Handhabung ohne Schaltvorgänge – wird sich schnell zuhause fühlen. Auch Technikfans, die Fahrmodi und moderne Steuerung als echten Mehrwert sehen, bekommen hier ein Motorrad, das sich deutlich vom klassischen Cruiser unterscheidet.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist die bessere Wahl, wenn das klassische Cruiser-Gefühl im Mittelpunkt steht: Verbrennercharakter, unkomplizierte Tourplanung und ein Fahrstil, der auf entspanntes Cruisen ausgelegt ist. Sie punktet besonders bei längeren Ausfahrten und bei Fahrern, die den Motor und die typische Harley-Identität bewusst erleben möchten. Die Harley-Davidson LiveWire ELW gewinnt dagegen dort, wo Alltag und Dynamik zählen: im Stadtverkehr, beim Pendeln und bei Fahrern, die die elektrische Direktheit lieben. Die Stärken liegen in der sofortigen Leistungsentfaltung und der modernen Steuerung mit Fahrmodi. Wer bereit ist, Reichweite und Ladeoptionen aktiv mitzudenken, bekommt ein Motorrad, das sich frisch, kontrolliert und sehr effizient anfühlt. Kurz gesagt: Low Rider S für Cruiser-Fans mit Fokus auf Freiheit beim Fahren, LiveWire ELW für alle, die den elektrischen Fahrspaß im Alltag priorisieren.