| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 1988 bis 1998 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- Zustand
- geringer Kilometerstand
- Soziuskomfort
- Retrostyle (wer's mag)
- Gelegentliche Fehlzündungen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 187 | kg |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2, Viertakt | |
| Hubraum | 647 | ccm |
| Hub | 66 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 60 PS bei 52 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Reifen vorne | 110/70 - 17 | |
| Reifen hinten | 160/60 - 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Fazit - was bleibt hängen
Alles prima also, Markus, wäre das nach der Inspektion ein Kaufkandidat? Hier ja, bekommt man die Fehlzündungen in den Griff, wäre die Honda NTV Revere ein sehr guter Kauf. Das allerdings liegt am Zustand der Maschine. Damit sind nicht Kratzer oder optische Dinge gemeint, sondern der Zustand der Verschleißteile. Sind die Bremsen dahin, alle Flüssigkeiten wechselfällig, Reifen alt und rissig, käme zum Einstandspreis von 1.700 Euro ein stattliches Sümmchen obendrauf.
Ein ganz ähnliches Fazit zog Markus schon beim Test der Suzuki GS 500 E, und es hat nichts an Aktualität verloren.
Das Testbike wurde uns von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.
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Harley-Davidson Low Rider S vs Honda NTV 650 Revere – Motorradvergleich
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher wirken, wird der Vergleich besonders spannend. Auf der einen Seite steht die Harley-Davidson Low Rider S – ein markanter Cruiser mit starkem Auftritt und dem typischen Vibe der Marke. Auf der anderen Seite fährt die Honda NTV 650 Revere – eine eher bodenständige, alltagstaugliche Maschine, die für viele Fahrerinnen und Fahrer vor allem durch ihre praktische Art überzeugt. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Wie unterscheiden sich die beiden Modelle in der Art zu fahren, in Komfort und Handling und worauf sollte beim Kauf geachtet werden?
Grundcharakter: Cruiser-Feeling vs. pragmatischer Allrounder
Die Harley-Davidson Low Rider S ist klar auf den Cruiser-Charakter getrimmt. Der Fokus liegt auf einem kräftigen, präsenten Fahrgefühl, das sich besonders dann entfaltet, wenn die Maschine nicht nur von A nach B soll, sondern wenn die Fahrt selbst im Mittelpunkt steht. Das Motorrad wirkt dabei wie gemacht für entspannte Ausfahrten, bei denen der Sound, die Sitzposition und das „Ankommen“ zählen.
Die Honda NTV 650 Revere verfolgt dagegen einen anderen Ansatz. Sie ist eher ein Motorrad für den Alltag und für Touren, bei denen man möglichst unkompliziert ans Ziel kommen möchte. Der Charakter ist weniger „Show“, mehr „Funktion“. Dadurch passt sie gut zu Fahrern, die ein Motorrad suchen, das zuverlässig mitmacht und sich nicht ständig in den Vordergrund drängt.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Motorcharakteristik zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Die Harley-Davidson Low Rider S setzt auf den typischen Cruiser-Antrieb, der sich vor allem durch Durchzug und das direkte Ansprechverhalten bemerkbar macht. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufig beschleunigt wird – etwa beim Überholen oder beim Herausbeschleunigen aus Kurven und Kreuzungen.
Die Honda NTV 650 Revere wirkt dagegen in der Praxis oft „harmonischer“ und weniger aggressiv. Die Leistungsentfaltung ist eher gleichmäßig und gut dosierbar. Das ist ein Vorteil, wenn viele Strecken im Stadtverkehr oder auf Landstraßen gefahren werden, auf denen man nicht ständig das Maximum sucht, sondern einen ruhigen Rhythmus bevorzugt.
Stärken und Schwächen im Antrieb
- Harley-Davidson Low Rider S: Stärken liegen im kräftigen, emotionalen Fahrgefühl und im spürbaren Durchzug. Schwäche kann sein, dass der Charakter nicht jedem liegt, der ein eher zurückhaltendes, „unaufgeregtes“ Motorrad bevorzugt.
- Honda NTV 650 Revere: Stärken liegen in der gut kontrollierbaren Leistungsabgabe und der alltagstauglichen Art. Schwäche kann sein, dass der „Cruiser-Punch“ im Vergleich weniger im Vordergrund steht, wenn man sportlichere Ansprüche hat.
Ergonomie und Sitzposition: Komfort auf kurzen und langen Strecken
Die Harley-Davidson Low Rider S bietet eine Sitzposition, die klar auf Cruiser ausgelegt ist. Das sorgt für ein entspanntes Gefühl, besonders wenn die Fahrt eher gemütlich geplant ist. Gleichzeitig ist die Ergonomie ein Thema: Wer sehr sportlich oder sehr aufrecht fahren möchte, könnte die Ausrichtung als weniger passend empfinden. Für viele ist genau das aber der Reiz – die Maschine „steht“ im Stil eines Cruisers.
Die Honda NTV 650 Revere punktet häufig mit einer eher neutralen, alltagstauglichen Haltung. Dadurch eignet sie sich gut für Fahrerinnen und Fahrer, die nicht nur an Wochenenden fahren, sondern auch im Alltag regelmäßig unterwegs sind. Auf längeren Strecken spielt vor allem die Sitzhaltung eine Rolle: Hier wirkt die Honda oft wie ein Motorrad, das man „einfach fährt“, ohne ständig gegen die eigene Körperhaltung zu arbeiten.
Was das für den Alltag bedeutet
Im Vergleich zeigt sich: Die Low Rider S ist besonders stark, wenn Komfort im Sinne von Cruiser-Entspannung gesucht wird. Die NTV 650 Revere ist eher die Wahl, wenn eine unkomplizierte Ergonomie im Vordergrund steht – also ein Motorrad, das sich für viele Situationen gut anfühlt, ohne dass man sich erst „umstellen“ muss.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Fahrwerk unterscheiden sich beide Motorräder in der Zielrichtung. Die Harley-Davidson Low Rider S vermittelt ein massives, souveränes Gefühl. Das kann sich besonders auf längeren Strecken und bei gleichmäßigem Tempo positiv bemerkbar machen. In Kurven wirkt sie dabei oft stabil, aber der Charakter bleibt cruiser-typisch: Nicht unbedingt das „scharfe“ Sportgefühl, eher ein kontrolliertes, kraftvolles Gleiten.
Die Honda NTV 650 Revere ist im Handling häufig zugänglicher. Sie lässt sich im Alltag leichter in den Verkehr integrieren, reagiert gut auf kleine Korrekturen und wirkt dadurch in vielen Situationen angenehm. Das ist besonders hilfreich, wenn häufig Stadtverkehr, enge Straßen oder wechselnde Untergründe anstehen.
Stärken und Schwächen beim Handling
- Harley-Davidson Low Rider S: Stärke ist die souveräne Stabilität und das cruisertypische Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass sie weniger „leichtfüßig“ wirkt, wenn sehr dynamische Richtungswechsel im Fokus stehen.
- Honda NTV 650 Revere: Stärke ist die alltagstaugliche Handlichkeit und die einfache Kontrolle. Schwäche kann sein, dass das Fahrgefühl weniger „groß“ und eindrucksvoll wirkt, wenn man genau das von einem Cruiser erwartet.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Für den Vergleich ist auch das Thema Bremsverhalten entscheidend. Die Harley-Davidson Low Rider S zielt auf ein sicheres, kraftvolles Verzögern ab, das zum Charakter des Motorrads passt. Gerade wenn man zügiger unterwegs ist oder häufiger aus höheren Geschwindigkeiten in den Verkehr hinein bremst, ist ein stimmiges Bremsgefühl wichtig.
Die Honda NTV 650 Revere wirkt in der Praxis oft sehr berechenbar. Das ist ein Vorteil, wenn man im Alltag häufig bremsen muss und dabei nicht jedes Mal „neu“ dosieren möchte. Gerade für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich im Verkehr entspannt anfühlt, kann das ein Pluspunkt sein.
Alltagstauglichkeit: Woran man im Alltag merkt, welches Motorrad besser passt
Im Alltag zählt mehr als nur die reine Fahrleistung. Dazu gehören Faktoren wie Übersichtlichkeit, Ergonomie, Handhabung und das Gefühl, wie schnell man sich auf das Motorrad einstellt. Die Harley-Davidson Low Rider S ist dabei weniger „unauffällig“ – sie macht Präsenz. Wer genau das möchte, bekommt ein Motorrad, das sich auch optisch und vom Fahrgefühl her abhebt.
Die Honda NTV 650 Revere ist dagegen oft die bessere Wahl, wenn das Motorrad möglichst unkompliziert funktionieren soll. Sie eignet sich besonders für Menschen, die regelmäßig fahren, ohne dass jede Fahrt wie ein „Event“ geplant ist. Das Motorrad wirkt dann wie ein verlässlicher Begleiter.
Wartung, Service und Kaufentscheidung
Bei der Kaufentscheidung spielt außerdem die Frage eine Rolle, wie gut sich ein Motorrad im Alltag betreuen lässt. In der Praxis achten viele Käufer auf Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Werkstattzugang und die allgemeine Bekanntheit des Modells. Hier kann die Honda NTV 650 Revere durch ihren pragmatischen Ansatz punkten, während die Harley-Davidson Low Rider S durch die starke Markenwelt und die große Community ihren eigenen Vorteil hat. Entscheidend ist am Ende, was zur eigenen Lebensrealität passt: eher „einfach und unkompliziert“ oder eher „markentypisch und besonders“.
Für wen eignet sich welches Motorrad?
Der Vergleich lässt sich am besten über den Fahrstil erklären. Die Harley-Davidson Low Rider S ist besonders dann die richtige Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das emotional anspricht, kräftig durchzieht und Cruiser-Feeling liefert. Wer gerne längere Strecken entspannt fährt, Wert auf Präsenz legt und das Motorrad als Teil des Erlebnisses sieht, wird mit der Low Rider S sehr wahrscheinlich glücklich.
Die Honda NTV 650 Revere passt dagegen besser zu Fahrerinnen und Fahrern, die ein Motorrad möchten, das im Alltag unkompliziert bleibt und sich auch für unterschiedliche Strecken gut eignet. Wer eine gleichmäßige, gut dosierbare Art bevorzugt, häufig im Verkehr unterwegs ist oder ein Motorrad sucht, das man ohne großen Aufwand „einfach fährt“, findet in der NTV 650 Revere oft die passendere Basis.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
- Low Rider S: Stärken sind das emotionale Cruiser-Feeling, der kräftige Charakter und die souveräne Art auf der Straße. Schwächen liegen eher dort, wo man ein sehr leichtes, sportliches Handling oder ein besonders zurückhaltendes Auftreten erwartet.
- NTV 650 Revere: Stärken sind die alltagstaugliche Handhabung, die gut kontrollierbare Leistungsentfaltung und die unkomplizierte Nutzung. Schwächen liegen eher dort, wo man das eindrucksvolle Cruiser-„Statement“ oder den maximalen Durchzug im Sinne eines großen Cruiser-Charakters sucht.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist das Motorrad für alle, die mehr wollen als nur Fortbewegung: Sie bietet ein starkes Cruiser-Feeling, spürbaren Durchzug und eine Fahrweise, die sich besonders bei entspannten Touren und beim genussvollen Beschleunigen auszahlt. Wer Präsenz mag und ein Motorrad sucht, das Charakter zeigt, findet hier eine sehr stimmige Wahl. Gleichzeitig sollte bewusst sein, dass der Cruiser-Fokus nicht jedem liegt, der ein besonders agiles oder unaufgeregtes Handling erwartet.
Die Honda NTV 650 Revere ist dagegen die bessere Option, wenn Alltagstauglichkeit und unkomplizierte Kontrolle im Vordergrund stehen. Sie wirkt zugänglich, gut dosierbar und eignet sich für unterschiedliche Strecken – vom Stadtverkehr bis zur Feierabendrunde. Wer ein Motorrad sucht, das zuverlässig funktioniert und sich schnell „richtig“ anfühlt, wird mit der NTV 650 Revere häufig die passendere Entscheidung treffen.