| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2009 bis 2016 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- Extrem gute Bremsen
- Fährt sich wie ein Intercity
- Touring-tauglich
- guter Soziuskomfort
- bulliger Motor
- Traktionskontrolle erst ab 2012
- schwere Maschine, nix für Anfänger
- Drehmomentschwäche bis 3.500 UMin
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 267 | kg |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Sitzhöhe: | 815 | mm |
| Höhe | 1.220 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Vierzylinder-Viertakt-V-Motor | |
| Hubraum | 1.237 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 173 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 129 NM bei 8.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Federung vorne | Teleskopgabel mit 43 mm Rohrdurchmesser (Federweg 109)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-ZR17 | |
| Reifen hinten | 190/55-ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse vorn mit Sechskolben-Festsättel, schwimmend gelagerte Bremsscheiben ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse hinten mit Doppelkolbenbremszange ( Ø 276 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Fazit - was bleibt hängen
Die Honda VFR 1200 F zählt für mich zu den schönsten Motorrädern überhaupt. Sie ist nicht weniger als eine Design-Ikone und es gibt kein Motorrad, dass ihr auch nur annährend ähnlich sieht. Zugegeben: Design ist Geschmackssache, aber zumindest dürfte die VFR niemanden kalt lassen. Ihr Aussehen weckt Emotionen und genau das sollten Motorräder doch auch tun, oder?Die VFR ist sicherlich kein Anfänger-Motorrad, dafür hat sie viel zu viel Leistung und ist auch zu schwer. Doch wer schon Motorrad-Erfahrung mitbringt und auf Dickschiffe steht, der wird begeistert sein von der absolut souveränen Vorstellung, die die VFR auf Autobahn und Landstraße abliefert. Wer dagegen ein kleines, wendiges Motorrad für die Stadt sucht, wird diesen Testartikel vermutlich sowieso nicht bis hier gelesen haben. ;-)
Das Testmotorrad wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.
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Harley-Davidson Low Rider S vs Honda VFR1200F – Vergleich der Charaktere
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Honda VFR1200F, wird der Vergleich schnell mehr als nur ein Blick auf Daten. Beide Maschinen sind für anspruchsvolle Fahrer gedacht, aber sie erzählen eine andere Geschichte: Die Low Rider S steht für den kernigen Cruiser-Charakter, die VFR1200F für sportlich-elegantes Reisen mit viel Technik im Hintergrund. Genau darum geht es hier: nicht darum, wer „besser“ ist, sondern darum, wer besser zu den eigenen Wegen passt.
Grundcharakter: Cruiser-Rhythmus vs. Sporttourer-Logik
Die Harley-Davidson Low Rider S ist vom Design und vom Fahrgefühl her auf „Ankommen“ ausgelegt. Der Motor und die Art, wie die Maschine auf Drehzahl reagiert, wirken direkt und emotional. Das Motorrad fühlt sich an, als würde es lieber mit Druck aus dem Stand arbeiten als mit ständigen Drehzahlwechseln.
Die Honda VFR1200F dagegen ist in ihrer Grundidee stärker auf Strecke optimiert. Sie wirkt wie ein Sporttourer, der auch dann souverän bleibt, wenn die Route länger wird oder das Wetter wechselt. Die VFR1200F denkt in Linien: stabil, berechenbar und mit einem Fahrstil, der sich schnell anpasst.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Leistungsdaten und der Art der Kraftentfaltung zeigt sich ein klarer Unterschied: Die Low Rider S setzt auf einen kräftigen, „drehmomentbetonten“ Eindruck. Das macht sie besonders angenehm, wenn es im Alltag häufig um Anfahren, Beschleunigen aus dem Stand und entspanntes Dahingleiten geht. Die Maschine wirkt dann besonders stark, wenn man nicht ständig „arbeitet“, sondern einfach fährt.
Die VFR1200F spielt ihre Stärken eher dann aus, wenn man zügig unterwegs ist und die Maschine über längere Zeit dynamisch bewegen möchte. Im Vergleich der Leistungsentfaltung zeigt sich: Während die Harley den Fokus auf den Punch aus dem unteren Bereich legt, wirkt die Honda wie ein Motorrad, das seine Reserven gleichmäßiger über den Drehzahlbereich verteilt. Das kann sich auf der Landstraße und auf Autobahnabschnitten sehr positiv bemerkbar machen.
Stärken und Schwächen im Motor-Feeling
Low Rider S – Stärke: unmittelbare Reaktion und ein emotionaler Antrieb, der sich im Alltag leicht „griffbereit“ anfühlt.
Low Rider S – Schwäche: Wer sehr sportlich im oberen Drehzahlbereich unterwegs ist, wird die Harley eher als „Cruiser zuerst“ erleben.
VFR1200F – Stärke: gleichmäßige Dynamik und ein Fahrgefühl, das auch bei längeren Touren konstant bleibt.
VFR1200F – Schwäche: Wer vor allem den simplen Cruiser-Flow sucht, kann die Honda als „zu technisch/zu sporttourig“ empfinden.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Fahrverhalten sind die Unterschiede zwischen Cruiser und Sporttourer besonders spürbar. Die Low Rider S vermittelt viel Ruhe und Standfestigkeit. Sie lädt dazu ein, Kurven mit Schwung zu nehmen, ohne dass man ständig nachjustieren muss. Das Motorrad wirkt dabei eher „getragen“ als hektisch.
Die VFR1200F ist im Vergleich dazu stärker auf präzises Einlenken und kontrollierte Dynamik ausgelegt. Gerade bei wechselnden Geschwindigkeiten auf Landstraßen oder bei zügigen Passagen zeigt sich: Die Honda bleibt planbar, gibt Rückmeldung und unterstützt einen sportlicheren Fahrstil.
Bremsen und Fahrstabilität
Auch bei den Bremsen und der allgemeinen Stabilität gibt es eine klare Tendenz: Die Harley wirkt im Bremsgefühl oft „kräftig und direkt“, während die Honda eher „kontrolliert und fein dosierbar“ rüberkommt. Beide können sicher betrieben werden, aber die Honda vermittelt häufig das Gefühl, dass man noch mehr Reserven für wiederholte Brems- und Beschleunigungsmanöver hat.
Komfort und Ergonomie: Sitzposition, Wind und Alltag
Komfort ist bei beiden Bikes ein Thema, aber auf unterschiedliche Weise. Die Harley-Davidson Low Rider S setzt auf eine entspannte Sitzhaltung, die den Rücken entlastet und das Fahren im Alltag angenehm macht. Gerade wenn die Tour nicht nur aus Autobahn besteht, sondern aus Stadt, Landstraße und kurzen Pausen, kann die Harley sehr stimmig sein.
Die Honda VFR1200F punktet vor allem durch den Windschutz und die sporttourer-typische Ergonomie. Auf längeren Strecken kann das einen großen Unterschied machen: weniger Ermüdung, mehr Konzentration auf die Straße. Im Vergleich der Alltagstauglichkeit zeigt sich damit: Die Honda ist häufig die „Tour-Maschine“, die Harley eher die „Genuss-Maschine“.
Stärken und Schwächen beim Komfort
Low Rider S – Stärke: entspannte Haltung und angenehmes Fahrgefühl im gemischten Alltag.
Low Rider S – Schwäche: Bei sehr langen Autobahnphasen kann die Aerodynamik weniger „tourig“ wirken als bei der Honda.
VFR1200F – Stärke: mehr Schutz und Ruhe auf Distanz, dadurch oft bessere Langstrecken-Ermüdungswerte.
VFR1200F – Schwäche: Wer es ganz „cruiserig“ und lässig ohne sportliche Ansprüche mag, könnte die Sitzposition als weniger entspannt empfinden.
Ausstattung und Technik: Was man wirklich merkt
Bei der Ausstattung und der technischen Auslegung unterscheiden sich die Philosophien. Die Harley wirkt in der Gesamterscheinung oft „puriger“ und konzentriert sich stärker auf den Charakter. Das kann ein Vorteil sein, weil sich das Motorrad dadurch sehr direkt anfühlt.
Die Honda VFR1200F bringt dagegen mehr „Sporttourer-Logik“ mit: Sie ist darauf ausgelegt, dass man auch bei wechselnden Bedingungen entspannt bleibt. Im Vergleich der technischen Features zeigt sich: Die Honda will nicht nur schnell sein, sondern auch komfortabel und kontrolliert.
Wartung, Service und Alltag
Beim Thema Zuverlässigkeit und Wartung gilt grundsätzlich: Entscheidend sind Pflegezustand, Vorbesitzer, Servicehistorie und Fahrprofil. Dennoch kann man im Vergleich festhalten: Die Honda wird häufig als „pflegeleicht und alltagstauglich“ wahrgenommen, während die Harley ihren Charme besonders dann ausspielt, wenn man sich bewusst mit dem Motorrad beschäftigt und es regelmäßig im Blick behält.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Entscheidung zwischen Harley-Davidson Low Rider S und Honda VFR1200F hängt weniger von „besser“ ab, sondern von der Art, wie gefahren wird.
Low Rider S: die richtige Wahl für…
… alle, die einen Cruiser-Charakter suchen, der sich emotional anfühlt und im Alltag viel Spaß macht. Wer gern in der Stadt startet, auf Landstraßen entspannt beschleunigt und das Motorrad als Teil des Erlebnisses sieht, wird mit der Low Rider S sehr glücklich. Auch wer Wert auf eine markante Optik und einen „direkten“ Fahrstil legt, trifft hier oft die richtige Wahl.
VFR1200F: die richtige Wahl für…
… alle, die regelmäßig längere Strecken fahren und dabei Komfort, Windschutz und kontrollierte Dynamik schätzen. Wer Touren plant, gerne zügig unterwegs ist und ein Motorrad möchte, das über Stunden stabil bleibt, findet in der VFR1200F häufig den besseren Partner. Auch wer sportlich fahren möchte, ohne ständig am Limit zu arbeiten, bekommt hier eine sehr stimmige Basis.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist das Motorrad für Menschen, die den Cruiser-Charakter lieben: kraftvoll im Gefühl, direkt in der Reaktion und besonders stark, wenn der Alltag aus kurzen bis mittleren Abschnitten besteht. Sie punktet mit dem emotionalen Antrieb und einer entspannten Art, Kilometer zu genießen. Wer dagegen vor allem lange Touren fährt, Wind und Komfort als Priorität sieht und ein Motorrad möchte, das sich auf Strecke souverän und kontrolliert anfühlt, liegt mit der Honda VFR1200F oft richtig. Die Honda wirkt im Vergleich wie die konsequentere Sporttourer-Lösung: stabil, berechenbar und angenehm auf Distanz. Kurz gesagt: Low Rider S für den Genuss im Cruiser-Rhythmus, VFR1200F für die Tour mit sportlicher Kontrolle.