| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 10.645 € | |
| Baujahr | von 2011 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- lässige Optik
- cooler Sound
- einfaches Fahrverhalten
- einfachste Bedienung
- viel Chrome
- Bremsen könnten stärker zupacken
- teilweise Vibrationen
- überschaubare Leistung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.180 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.075 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 773 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 48 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 60 NM bei 2.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm, nicht einstellbar (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 107)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 Zoll | |
| Reifen hinten | 130/80-18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Fazit - was bleibt hängen
Keine Ganganzeige, kein Benzinfüllstandsanzeige, keine Fahrmodi, kein gar nichts. Die Kawasaki W800 verzichtet bewusst auf alles, was heutige moderne Maschinen an Technik an Bord haben. Ist das schlimm? Im Gegenteil, bei einem Retrobike wie der W800 ist das genau richtig. Statt in irgendwelchen Menüs herumzufummeln starten wir einfach den Motor und fahren los. Herrlich. Übrigens hätte der W800 ein Kickstarter irgendwie auch gut zu Gesicht gestanden. Naja, im Alltag ist so ein Anlasser per Knopfdruck dann vielleicht doch ganz okay. Moderne Technik eben...Vielen Dank an Thomas aus Meldorf, der uns seine Kawasaki W800 für diesen Test zur Verfügung gestellt hat. Einen Kaffee und ein interessantes Gespräch zur Lage der Nation war auch noch drin - insgesamt daher ein schöner Tag mit einem schönen Motorrad.
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson Low Rider S vs Kawasaki W 800: Vergleich für Alltag, Landstraße und Stilfragen
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Welten wirken, wird der Vergleich besonders spannend. Die Harley-Davidson Low Rider S steht für kraftvollen Cruiser-Charakter, markantes Auftreten und ein Fahrgefühl, das man nicht überhört. Die Kawasaki W 800 dagegen setzt auf die klassische, ruhige Retro-Ästhetik und einen Motor, der eher zum entspannten Gleiten einlädt. Beide Bikes haben ihre Fans – und beide können im richtigen Einsatzbereich richtig Spaß machen.
Im Folgenden geht es darum, wie sich die beiden Modelle im Zusammenspiel aus Motorcharakter, Fahrdynamik, Komfort, Bremsen, Alltagstauglichkeit und Design schlagen. Dabei werden die typischen Stärken und Schwächen herausgearbeitet, die sich aus den jeweiligen Auslegungen ergeben.
Erster Eindruck: Cruiser-Statement vs. Retro-Charme
Die Harley-Davidson Low Rider S wirkt wie ein Statement: tiefer, breit, präsent. Das Design ist auf Wirkung ausgelegt – und genau so fährt sie sich auch im Kopf: selbstbewusst, direkt, mit dem Gefühl, dass das Motorrad „da“ ist, bevor man überhaupt losrollt.
Die Kawasaki W 800 spielt dagegen die klassische Karte. Rundliche Formen, ein stimmiges Retro-Layout und eine insgesamt „zeitlose“ Optik. Das Bike wirkt weniger wie ein Showpiece und mehr wie ein Motorrad, das man gern jeden Tag aus der Garage holt – auch, weil es optisch nicht nach „nur für besondere Tage“ aussieht.
Motorcharakter im Vergleich: Druck und Sound vs. entspanntes Drehmoment
Der größte Unterschied zeigt sich meist schon beim ersten Kontakt mit dem Motor. Die Harley-Davidson Low Rider S ist auf Durchzug und kraftvolle Beschleunigung ausgelegt. Das spürt man besonders dann, wenn es aus dem Stand oder aus niedrigen Drehzahlen zügig vorangehen soll. Der Charakter ist dabei eher „großzügig“: Gas geben fühlt sich schnell nach mehr an.
Die Kawasaki W 800 setzt auf einen klassischen, gleichmäßigen Lauf. Sie wirkt weniger wie ein „Sprint-Motor“ und mehr wie ein Aggregat, das sich gut anfühlt, wenn die Fahrt fließt. Gerade auf Landstraßen, bei konstantem Tempo oder beim entspannten Cruisen ist das oft die angenehmere Art zu fahren. Wer gern im passenden Drehzahlbereich bleibt, bekommt hier ein stimmiges Gesamtgefühl.
Was bedeutet das praktisch?
Im Alltag heißt das: Die Low Rider S spielt ihre Stärken aus, wenn zügiges Anfahren, kräftiges Beschleunigen und ein dynamischer Fahrstil gefragt sind. Die W 800 punktet, wenn ruhigeres Fahren, gleichmäßiges Tempo und ein „oldschool“-Gefühl im Vordergrund stehen. Beide können Spaß machen – aber auf unterschiedliche Weise.
Fahrgefühl und Handling: Direktheit vs. Gelassenheit
Die Harley-Davidson Low Rider S ist typischerweise auf stabile Straßenlage und ein souveränes Auftreten ausgelegt. Das Fahrwerk und die Geometrie vermitteln ein Gefühl von „Kontrolle“, besonders bei zügigerem Fahren. In Kurven wirkt sie oft wie ein Cruiser, der nicht nur geradeaus kann, sondern auch gern geführt wird – allerdings mit dem Anspruch, dass man die Maschine bewusst bewegt.
Die Kawasaki W 800 fühlt sich im Vergleich häufig leichtgängiger an. Das macht sie besonders attraktiv für Strecken, auf denen man öfter die Richtung wechselt oder in den Verkehr hinein und wieder heraus muss. Die Maschine wirkt dabei weniger „schwer“ im Kopf und lädt eher zu einem flüssigen Fahrstil ein.
Stärken und Schwächen im Alltag
Die Low Rider S kann ihre Stärken ausspielen, wenn Tempo und Dynamik gefragt sind – dafür kann sie im dichten Stadtverkehr durch ihre Cruiser-typische Auslegung weniger „handlich“ wirken. Die W 800 ist im Stadtbetrieb oft angenehmer, weil sie sich unkomplizierter anfühlt. Dafür ist sie weniger die erste Wahl, wenn man konsequent sportlich beschleunigen möchte oder lange Passagen mit hoher Geschwindigkeit „durchdrücken“ will.
Komfort und Sitzposition: Cruiser-Langstrecke vs. Retro-Alltag
Bei der Harley-Davidson Low Rider S ist die Sitzposition meist auf entspanntes Sitzen und eine typische Cruiser-Haltung ausgelegt. Das kann auf längeren Strecken sehr angenehm sein, weil man nicht ständig „gegen“ die Sitzgeometrie arbeitet. Gleichzeitig ist das Motorrad eher für Fahrer ausgelegt, die mit einer klaren Cruiser-Position leben möchten.
Die Kawasaki W 800 bietet eine Sitzposition, die häufig als alltagstauglich wahrgenommen wird. Sie wirkt weniger „dominant“ als bei vielen Cruisern und kann dadurch für unterschiedliche Fahrertypen gut funktionieren. Wer gern flexibel sitzt – mal etwas aufrechter, mal etwas entspannter – findet hier oft einen stimmigen Kompromiss.
Für wen ist das wichtiger?
Wer lange Strecken plant und dabei ein Cruiser-Gefühl möchte, findet in der Low Rider S häufig die passendere Basis. Wer dagegen öfter kurze Wege fährt, viel in der Stadt unterwegs ist oder eine Maschine sucht, die sich unkompliziert anfühlt, liegt mit der W 800 oft näher am eigenen Alltag.
Bremsen und Fahrstabilität: Reserven vs. kontrolliertes Tempo
Bei der Harley-Davidson Low Rider S ist die Erwartung an die Bremsanlage meist klar: Sie soll auch bei zügigerem Fahren verlässlich verzögern und dabei ein sicheres Gefühl geben. In Kombination mit der Cruiser-Stabilität entsteht häufig das Bild einer Maschine, die auch dann ruhig bleibt, wenn man mehr will.
Die Kawasaki W 800 ist eher auf kontrolliertes, gleichmäßiges Fahren ausgelegt. Das bedeutet nicht, dass sie „schwach“ bremst – vielmehr passt die Abstimmung oft zu dem Fahrstil, den das Motorrad ohnehin nahelegt. Wer sportlich an die Grenzen gehen möchte, wird bei der W 800 schneller an den Punkt kommen, an dem man merkt: Das Bike ist nicht für maximale Dynamik gebaut.
Design und Ausstrahlung: Harley-Ikone vs. Kawasaki-Retro
Die Low Rider S ist ein Motorrad, das Aufmerksamkeit bekommt. Das Design ist stark, kantig und „amerikanisch“ im besten Sinne. Dazu kommt oft ein Sound- und Präsenzfaktor, der das Fahrerlebnis emotional verstärkt.
Die W 800 wirkt dagegen wie ein modernes Retro-Motorrad: klassisch, aber nicht altbacken. Sie ist häufig die Wahl für Menschen, die Stil mögen, aber nicht unbedingt laut „dominieren“ wollen. Das Motorrad wirkt eher wie ein zeitloses Lieblingsstück.
Reisetauglichkeit: Cruiser-Longrun vs. entspannte Tour
Beide Motorräder können Touren, aber sie tun es auf unterschiedliche Art. Die Harley-Davidson Low Rider S ist oft dann im Vorteil, wenn längere Strecken mit zügigem Tempo geplant sind. Die Maschine vermittelt dabei das Gefühl, dass sie „durchzieht“ – und das kann auf Autobahn-ähnlichen Abschnitten oder schnellen Landstraßen besonders angenehm sein.
Die Kawasaki W 800 ist stark, wenn die Tour eher aus Landstraßen, Kurven und entspannten Pausen besteht. Wer gern im passenden Rhythmus fährt, bekommt hier ein Motorrad, das die Fahrt nicht „drückt“, sondern trägt.
Stärken und Schwächen bei Gepäck und Zubehör
Bei beiden Modellen spielt Zubehör eine große Rolle. Die Low Rider S bietet durch ihren Cruiser-Charakter oft gute Voraussetzungen, um mit passendem Zubehör eine Reise- oder Alltagstauglichkeit aufzubauen. Die W 800 lässt sich ebenfalls sinnvoll ausstatten, wirkt aber oft besonders stimmig, wenn der Retro-Charakter erhalten bleibt. Wer viel Gepäck plant, sollte vor dem Kauf prüfen, welche Lösungen optisch und praktisch am besten passen.
Wartung, Alltag und Kosten: Verfügbarkeit im Blick behalten
Bei der Entscheidung zählt nicht nur das Fahrgefühl, sondern auch, wie unkompliziert sich das Motorrad im Alltag betreuen lässt. Bei der Harley-Davidson Low Rider S ist die Markenwelt groß, und damit sind häufig auch Service- und Teile-Themen gut abgedeckt. Gleichzeitig können Cruiser-typische Komponenten und Umbauten die Kosten beeinflussen, je nachdem, wie das Motorrad genutzt wird.
Die Kawasaki W 800 profitiert oft von der typischen Markenlogik: solide Technik, klare Wartungsroutinen und eine Ausrichtung, die viele Fahrer als unkompliziert empfinden. Für den Alltag ist das häufig ein Pluspunkt, besonders wenn das Motorrad regelmäßig bewegt wird.
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrstil?
Harley-Davidson Low Rider S: die richtige Wahl, wenn…
… ein kräftiger Cruiser-Charakter, spürbarer Durchzug und eine starke Ausstrahlung im Vordergrund stehen. Wer gern zügig beschleunigt, das Motorrad als „Kraftpaket“ erlebt und auf dem Weg zur Ausfahrt gern schon das Gefühl von Präsenz mitnimmt, wird mit der Low Rider S sehr wahrscheinlich glücklich. Auch für Fahrer, die längere Strecken mit mehr Dynamik fahren möchten, ist sie oft die passendere Basis.
Kawasaki W 800: die richtige Wahl, wenn…
… klassischer Retro-Charme, ein ruhigerer Motorlauf und ein unkompliziertes Handling wichtiger sind als maximale Dynamik. Wer gern entspannt fährt, die Landstraße im passenden Rhythmus genießt und ein Motorrad sucht, das sich im Alltag leicht anfühlt, findet in der W 800 häufig den besseren Match. Besonders attraktiv ist sie für Menschen, die ein Motorrad wollen, das nicht nur „funktioniert“, sondern auch optisch und emotional genau trifft.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist die bessere Wahl für Fahrer, die ein Cruiser-Motorrad mit spürbarer Kraft, starker Präsenz und dynamischem Durchzug suchen. Sie passt besonders gut zu einem Fahrstil, bei dem Beschleunigung, Sound und souveräne Straßenlage im Vordergrund stehen – und zu Touren, bei denen man gern zügiger unterwegs ist. Die Kawasaki W 800 ist dagegen die stimmigere Option für alle, die Retro-Optik, einen gleichmäßigen Motorcharakter und ein gelassenes, alltagstaugliches Fahrgefühl bevorzugen. Sie eignet sich besonders für Stadtfahrten, entspannte Landstraßen und Fahrer, die weniger auf maximale Dynamik, dafür mehr auf Rhythmus, Komfort und unkomplizierte Handhabung setzen. Kurz gesagt: Wer „Power und Statement“ will, greift zur Low Rider S. Wer „Zeitlos und entspannt“ sucht, findet in der W 800 den besseren Begleiter.