| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 21.599 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- reichlich Power
- üppige Ausstattung
- gute Bedienbarkeit
- guter Reisekofort für Fahrer und Sozius
- gelungene Deitails
- reichlich Zubeör verfügbar
- hoher, aber in dieser Klasse nicht ungewöhnlicher Preis
- etwas eigenwillige Frontmaske (Geschmackssache)
- für manchen vielleicht etwas Techniküberladen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 849-869 | mm |
| Höhe | 1.520 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 160 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 138 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Semi-aktive WP-USD-Gabel Ø 48 mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | Semi-aktives WP-Monoshock-Federbein (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Druckguss-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Fazit - was bleibt hängen
Na gut, schlechte Motorräder werden heutzutage in dieser Klasse eigentlich ohnehin nicht mehr gebaut. Was bleibt da also noch zu sagen? Man muss die Fehler schon mit der Lupe suchen. Aber auch das haben wir natürlich gemacht und erwähnen daher folgende Kritikpunkte: Das Fach für das Mobiltelefon fällt für zahlreiche Modelle leider zu klein aus. Aus Sicht einer Reisemaschine wäre auch ein Kardan nett – aber klar es ist eben ´ne KTM.
Die Optik gerade der Frontmaske ist nicht jedermanns Sache – aber das fällt nun wirklich unter die Rubrik Geschmacksfrage. Der Kaufpreis ist recht üppig, aber auch damit ist die KTM nicht alleine. Kommen wir also zur Einstiegsfrage zurück, ob die KTM 1290 Super Adventure S der neue Maßstab ist. Der neue Maßstab ist vielleicht sehr ambitioniert ausgedrückt. Aber mithalten mit den großen Konkurrenzmaschinen aus diesem Segment kann die KTM allemal. Und man gewinnt fast den Eindruck, die Unterschiede werden immer kleiner.
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.
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Harley-Davidson Low Rider S vs. KTM 1290 Super Adventure S: Vergleich für unterschiedliche Fahrwelten
Wenn zwei Motorräder so klar unterschiedliche Philosophien vertreten, wird ein Vergleich besonders spannend. Die Harley-Davidson Low Rider S steht für markantes Cruiser-Design, ein direktes Fahrgefühl und den typischen V-Twin-Charakter. Die KTM 1290 Super Adventure S dagegen ist ein Adventure-Bike, das auf Reichweite, Komfort und moderne Elektronik setzt – mit dem Anspruch, auch lange Strecken souverän zu meistern. Genau hier liegt der Kern des Vergleichs: nicht nur in Zahlen, sondern im Fahrgefühl, in der Alltagstauglichkeit und darin, wie sich die Stärken im echten Leben ausspielen.
Grundcharakter: Cruiser-Drive vs. Adventure-Engineering
Harley-Davidson Low Rider S – der Fokus liegt auf dem V-Twin-Erlebnis
Die Harley-Davidson Low Rider S wirkt wie ein Motorrad, das man nicht „nebenbei“ fährt. Der Motor liefert seine Kraft spürbar und mit einem gewissen Druck von unten heraus. Dadurch entsteht ein sehr unmittelbares Ansprechverhalten: Gas auf, Wirkung da. Das passt besonders zu Fahrten, bei denen das Tempo nicht ständig im Vordergrund steht, sondern der Rhythmus – also Beschleunigen, Rollen lassen und die Kraft in den Kurven ausnutzen.
KTM 1290 Super Adventure S – Reise-Komfort und Elektronik im Mittelpunkt
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen ein Motorrad, das sich wie ein Werkzeug für lange Touren anfühlt. Die Kombination aus leistungsstarkem Motor, moderner Fahrwerksabstimmung und umfangreicher Elektronik zielt darauf, dass das Bike auch bei wechselnden Bedingungen stabil bleibt. Gerade auf Autobahnabschnitten und bei längeren Tagesetappen spielt die KTM ihre Stärken aus: Sie wirkt ruhig, kontrolliert und lässt sich trotz Leistungsanspruch gut dosieren.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung und Drehmoment im Alltag anfühlen
Im direkten Vergleich zeigen sich zwei unterschiedliche Herangehensweisen. Die Harley-Davidson Low Rider S setzt auf den Charakter eines V-Twins: Kraft kommt nicht nur aus der reinen Leistung, sondern aus dem Drehmomentverlauf und dem „Punch“, der sich beim Anfahren und beim Herausbeschleunigen aus Kurven besonders bemerkbar macht. Das macht das Motorrad angenehm, wenn häufig mit niedrigen bis mittleren Drehzahlen gefahren wird.
Die KTM 1290 Super Adventure S bringt dagegen mehr „Durchzug“ über ein breiteres Spektrum und wirkt in der Praxis oft wie ein Motor, der Reserven für Überholmanöver und zügiges Vorankommen bereithält. Dazu kommt, dass die Elektronik das Zusammenspiel aus Gasannahme, Traktion und Fahrmodi unterstützt. Das kann das Fahren entspannter machen, weil das Motorrad die Leistung kontrollierter in Vortrieb umsetzt.
Fahrwerk und Handling: Cruiser-Stabilität vs. Adventure-Kontrolle
Low Rider S: souverän im Fluss, weniger „leichtfüßig“ als ein Adventure
Die Harley-Davidson Low Rider S fährt sich vor allem dann stark, wenn die Strecken fließen: Landstraße, zügige Landstraßenabschnitte und Touren mit gleichmäßigem Tempo. Das Fahrwerk vermittelt dabei ein Gefühl von Stabilität und „Stand“. In engen Kehren oder bei sehr dynamischem Richtungswechsel zeigt sich jedoch, dass das Cruiser-Konzept eher auf Ruhe und Kraftübertragung als auf maximale Agilität ausgelegt ist.
Super Adventure S: präzise, wenn es schnell und wechselhaft wird
Die KTM 1290 Super Adventure S ist im Handling klar auf Kontrolle ausgelegt. Gerade wenn die Straße unruhig wird oder wenn Tempo und Linienführung häufiger wechseln, wirkt das Motorrad wie „auf Spur“. Das liegt nicht nur am Fahrwerk, sondern auch an der Abstimmung, die zusammen mit der Elektronik für ein berechenbares Verhalten sorgt. Wer gerne zügig fährt oder Touren plant, bei denen unterschiedliche Straßenprofile vorkommen, findet hier einen Vorteil.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen durch Dosierbarkeit
Im Vergleich der Bremsanlage zeigt sich ein typischer Unterschied: Die Harley-Davidson Low Rider S punktet mit einem klaren, gut dosierbaren Gefühl beim Verzögern. Das passt zu Fahrstilen, bei denen das Motorrad eher „geführt“ als aggressiv attackiert wird. Die KTM 1290 Super Adventure S geht einen Schritt weiter, weil sie durch ihre moderne Sicherheitslogik und die Abstimmung der Bremsen besonders in kritischen Situationen ein hohes Maß an Stabilität vermittelt. Wer häufig bei wechselnden Bedingungen unterwegs ist, profitiert von dieser kontrollierten Gesamtwirkung.
Elektronik und Fahrmodi: Komfort- und Sicherheitsvorteil bei der KTM
Ein großer Unterschied im Vergleich ist die Rolle der Elektronik. Die KTM 1290 Super Adventure S ist klar auf „Assistenz“ und Anpassbarkeit ausgelegt: Fahrmodi, Traktions- und Regelunterstützung helfen dabei, die Leistung situationsgerecht zu nutzen. Das macht das Motorrad besonders attraktiv, wenn unterschiedliche Fahrstile oder Wetterbedingungen ins Spiel kommen.
Die Harley-Davidson Low Rider S setzt dagegen stärker auf das direkte Fahrerlebnis. Das bedeutet nicht, dass sie unmodern wäre, aber der Schwerpunkt liegt weniger auf maximaler Regelfülle. Wer es mag, wenn das Motorrad sich vor allem über den Fahrer steuern lässt, findet hier einen Vorteil. Wer dagegen maximale Unterstützung sucht, wird bei der KTM eher glücklich.
Ergonomie und Sitzposition: Cruiser-Look vs. Tourenhaltung
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt, weil sie den Unterschied zwischen „kurz genießen“ und „lange durchhalten“ spürbar macht. Die Harley-Davidson Low Rider S bietet eine Cruiser-typische Haltung, die den Oberkörper eher entspannt und das Fahrgefühl betont. Das ist ideal für Fahrten, bei denen das Motorrad wie ein Statement wirkt und man sich auf den Rhythmus konzentriert.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen auf Touren ausgelegt. Die Haltung unterstützt längere Strecken, und durch den Adventure-Ansatz wirkt das Motorrad oft „neutraler“ im Handling. Wer häufig weite Strecken fährt oder auch mal mehrere Stunden am Stück unterwegs ist, bekommt hier eher den Komfortvorteil.
Windschutz, Komfort und Alltag: Wer gewinnt bei langen Touren?
Beim Thema Windschutz und Komfort zeigt sich die Stärke der KTM deutlich. Die KTM 1290 Super Adventure S ist als Reisegerät gedacht: Sie reduziert Ermüdung, hält den Fahrer bei Tempo besser im „ruhigen Bereich“ und unterstützt damit die Langstrecke. Das macht sie besonders attraktiv, wenn Touren nicht nur aus einer Runde bestehen, sondern aus Tagesetappen mit Autobahnanteil oder zügigem Landstraßentempo.
Die Harley-Davidson Low Rider S kann im Alltag trotzdem überzeugen, vor allem wenn die Fahrten kürzer sind oder wenn die Route bewusst kurvig und abwechslungsreich geplant wird. Dann spielt der Cruiser-Charakter seine Stärken aus: Kraft, Sound und ein Fahrgefühl, das man nicht „wegregelt“, sondern genießt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Low Rider S – Stärken
- Direktes V-Twin-Gefühl mit spürbarem Drehmoment und emotionalem Antrieb
- Stabile Cruiser-Charakteristik für flüssige Fahrten
- Fahrerfokus: weniger „Regel-Overhead“, mehr unmittelbares Feedback
Harley-Davidson Low Rider S – Schwächen
- Weniger Agilität bei sehr dynamischen Manövern im Vergleich zu Adventure-Bikes
- Tourenkomfort ist stark, aber nicht der klare Fokus wie bei der KTM
KTM 1290 Super Adventure S – Stärken
- Reise- und Langstreckenfokus mit komfortorientierter Gesamtwirkung
- Moderne Elektronik für Kontrolle, Sicherheit und Anpassbarkeit
- Stabilität bei Tempo und souveränes Verhalten über lange Strecken
KTM 1290 Super Adventure S – Schwächen
- Adventure-Charakter kann für Puristen weniger „klassisch“ wirken
- Komplexität durch Elektronik und Einstellmöglichkeiten kann mehr Einarbeitung bedeuten
Welche Kaufentscheidung passt? Für wen ist welches Motorrad besser?
Die Harley-Davidson Low Rider S ist besonders dann die richtige Wahl, wenn der Fokus auf dem emotionalen Cruiser-Erlebnis liegt: markanter Antrieb, ein Motorrad, das sich wie ein Statement anfühlt, und Fahrten, bei denen das Tempo nicht ständig maximal sein muss. Wer gerne zügig über Landstraßen fährt, dabei aber den Charakter des Motorrads im Vordergrund sieht, bekommt mit der Low Rider S ein stimmiges Gesamtpaket.
Die KTM 1290 Super Adventure S passt am besten, wenn Tourenplanung und Langstreckenkomfort Priorität haben. Wer häufig weitere Strecken fährt, Wert auf Elektronik-Unterstützung legt und ein Motorrad möchte, das bei wechselnden Bedingungen stabil und kontrolliert bleibt, findet in der KTM den klaren Vorteil. Auch wer gerne dynamisch unterwegs ist, profitiert von der präzisen Gesamtabstimmung.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S gewinnt vor allem dort, wo das Fahrerlebnis zählt: beim direkten V-Twin-Charakter, beim souveränen Cruiser-Feeling und bei Fahrten, die eher Rhythmus als Technik-Overkill in den Mittelpunkt stellen. Sie ist ideal für alle, die ein Motorrad suchen, das sich emotional anfühlt und auf der Landstraße besonders Spaß macht. Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen die bessere Wahl, wenn lange Strecken, Komfort und moderne Kontrolle im Vordergrund stehen. Durch die Elektronik, die tourentaugliche Gesamtwirkung und das stabile Verhalten bei Tempo ist sie prädestiniert für ausgedehnte Touren und wechselnde Bedingungen. Kurz gesagt: Wer den Cruiser-Charakter liebt, greift zur Harley. Wer ein vielseitiges Reise- und Dynamikpaket sucht, ist mit der KTM besser bedient.