| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2009 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- leicht und wendig
- für Gelände und Straße (und Reise)
- kräftiger Einzylinder mit Charakter
- erstaunlich komplettes Elektronik-Paket
- voll einstellbares Fahrwerk
- wertige Details
- famoser QuickShifter
- spartanisches Display
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 162 | kg |
| Radstand | 1.506 | mm |
| Radstand | 1.506 | mm |
| Sitzhöhe: | 935 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 80 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 79 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 73 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 160 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 300 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | WP XPLOR-USD, Ø 48 mm (Federweg 265)mm | |
| Federung hinten | WP XPLOR mit Pro-Lever Umlenkung (Federweg 250)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll 90mm | |
| Reifen hinten | 18 Zoll 140mm | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Brembo Zweikolben-Schwimmsattel, Bremsscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
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Harley-Davidson Low Rider S vs KTM 690 Enduro R: Vergleich, Stärken und Schwächen
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die KTM 690 Enduro R, wird die Entscheidung selten nur eine Frage von Datenblättern. Vielmehr geht es um den Charakter: Wie fühlt sich das Motorrad an, wie reagiert es auf Gasbefehle, wie passt die Sitzposition zum eigenen Fahrstil und wo macht das jeweilige Konzept am meisten Spaß? Genau darum geht es in diesem Vergleich – mit Blick auf die typischen Stärken und die Punkte, die man vor dem Kauf realistisch einordnen sollte.
Grundidee: Cruiser-Feeling vs. Enduro-Anspruch
Die Harley-Davidson Low Rider S steht für ein klassisches Cruiser-Konzept: kraftvoller Auftritt, entspannteres Fahrgefühl und eine Optik, die auf der Straße sofort auffällt. Die KTM 690 Enduro R dagegen ist stärker auf Agilität und Vielseitigkeit ausgelegt. Sie wirkt wie ein Motorrad, das nicht nur auf Asphalt funktioniert, sondern auch dann Spaß macht, wenn der Weg mal weniger glatt wird.
Beide Motorräder können im Alltag überzeugen – aber auf unterschiedliche Art. Während die Harley eher die Bühne für lange, ruhige Fahrten und souveräne Beschleunigung bietet, ist die KTM prädestiniert für dynamisches Fahren, schnelle Richtungswechsel und das Gefühl, jederzeit „bereit“ zu sein.
Motorcharakter und Fahrgefühl im Vergleich
Harley-Davidson Low Rider S: Drehmoment und „Big-Bike“-Vibe
Die Low Rider S vermittelt vor allem ein Gefühl von Masse und Durchzug. Der Motor arbeitet so, dass man häufig nicht ständig nachlegen muss, um zügig voranzukommen. Das ist besonders angenehm, wenn Strecken nicht nur aus Kurven bestehen, sondern auch aus längeren Abschnitten, in denen man entspannt Tempo aufbauen möchte.
Stärken zeigt die Harley vor allem dann, wenn das Motorrad nicht „gehetzt“ wird, sondern wenn man mit Ruhe und Gefühl fährt. Schwäche im Sinne von „nicht passend“ ist eher das, was viele Cruiser-Fahrer akzeptieren: Wer maximale Agilität wie bei einem leichten Enduro erwartet, wird die KTM als Maßstab empfinden.
KTM 690 Enduro R: Direktheit und sportliche Reaktion
Die KTM 690 Enduro R spielt ihre Stärken über Reaktionsfreude und ein sehr aktives Fahrgefühl aus. Gerade beim Beschleunigen aus dem Stand oder aus niedrigen Geschwindigkeiten wirkt sie oft „wach“, als würde sie schneller auf die kleinste Bewegung am Gas reagieren. Das macht sie besonders interessant, wenn Kurven nicht nur „durchfahren“, sondern aktiv genutzt werden sollen.
Auch wenn die KTM nicht als reines Offroad-Monster gedacht ist, bringt sie das Enduro-Gefühl mit: Man hat das Gefühl, dass das Motorrad mit wechselnden Untergründen besser klarkommt als ein klassischer Cruiser. Als Schwäche kann sich das für manche Fahrer bemerkbar machen, die vor allem Komfort und Ruhe suchen: Das Fahrgefühl ist sportlicher und damit nicht für jeden die entspannte Wohlfühlzone.
Sitzposition und Ergonomie: Wie passt das Motorrad zum Körper?
Die Sitzposition ist bei beiden Modellen ein entscheidender Faktor. Die Harley-Davidson Low Rider S ist typischerweise auf eine eher entspannte Haltung ausgelegt. Das unterstützt längere Fahrten, bei denen man nicht ständig „arbeiten“ möchte, um die Linie zu halten. Wer gerne mit wenig Aufwand unterwegs ist, wird hier schnell warm.
Die KTM 690 Enduro R bietet dagegen eine Position, die mehr nach „Fahren“ als nach „Sitzen“ wirkt. Das ist ein Vorteil, wenn man das Motorrad aktiv bewegt, Gewichtsverlagerungen nutzt und auch mal dynamischer in Kurven unterwegs sein möchte. Wer jedoch vor allem eine möglichst komfortorientierte, ruhige Sitzhaltung sucht, könnte die KTM als etwas fordernder empfinden.
Handling, Fahrwerk und Stabilität
Low Rider S: Stabilität und souveräne Linie
Die Harley wirkt auf der Straße oft wie ein Motorrad, das seine Linie hält. Das macht sie besonders auf längeren Strecken angenehm: Man kann das Tempo variieren, ohne dass das Motorrad ständig „nachjustiert“ werden muss. In schnellen Wechseln fühlt sich die Harley nicht unbedingt so leichtfüßig an wie eine Enduro, aber sie bietet eine Art von Stabilität, die viele Cruiser-Fahrer lieben.
Schwächen zeigen sich vor allem dann, wenn man sehr enge Passagen oder häufige Richtungswechsel erwartet. Dann wird klar, dass das Konzept eher auf souveränes Gleiten als auf maximale Wendigkeit ausgelegt ist.
690 Enduro R: Wendigkeit und aktives Fahrwerk
Die KTM ist im Handling deutlich „direkter“. Gerade bei Kurvenfahrten oder wenn die Straße unruhig ist, wirkt das Motorrad so, als würde es schneller auf die Situation reagieren. Das Fahrwerk ist dabei ein Schlüssel: Es unterstützt das aktive Fahren und hilft, auch auf weniger perfekten Untergründen Kontrolle zu behalten.
Als Schwäche kann sich ergeben, dass das sportlichere Setup nicht jedem Komfortanspruch entspricht. Wer sehr lange, entspannte Autobahnabschnitte bevorzugt, könnte die Harley als angenehmer empfinden – die KTM ist eher das Motorrad für Abwechslung und Fahrspaß.
Bremsen und Sicherheit im Alltag
Bei beiden Motorrädern ist das Thema Bremsen entscheidend, aber die Art der Nutzung unterscheidet sich. Die Harley spielt ihre Stärken eher in der souveränen Verzögerung aus dem flüssigen Fahrstil heraus. Die KTM wirkt in Situationen, in denen man häufiger „kurz und kräftig“ bremst oder die Linie schnell anpassen muss, oft sehr kontrolliert.
Wichtig ist: Die beste Bremse ist die, die zum Fahrstil passt. Wer vorausschauend fährt und eher gleichmäßig bremst, wird mit der Harley sehr zufrieden sein. Wer häufig dynamisch unterwegs ist oder öfter in wechselnden Situationen bremst, wird die KTM als sehr passend empfinden.
Alltagstauglichkeit: Strecke, Wetter und Nutzung
Im Alltag zählt nicht nur, wie schnell man von A nach B kommt, sondern auch, wie gut das Motorrad mit dem „echten Leben“ klarkommt: Stadtverkehr, wechselnde Temperaturen, unterschiedliche Straßenqualität und die Frage, wie entspannt man nach einer Fahrt ankommt.
Die Harley-Davidson Low Rider S ist besonders dann im Vorteil, wenn die Nutzung stark straßenorientiert ist und man das Motorrad als Genussmittelpunkt sieht. Die KTM 690 Enduro R punktet, wenn der Alltag mehr Abwechslung bietet: Neben Asphalt gibt es Feldwege, schlechte Straßen oder einfach den Wunsch, auch mal abseits der typischen Route zu fahren.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Low Rider S – Stärken
- Cruiser-typischer Charakter mit starkem Durchzug und souveränem Fahrgefühl
- Entspanntere Ergonomie, die längere Fahrten angenehm machen kann
- Stabile Straßenlage und ein ruhigeres, „großes“ Motorradgefühl
Harley-Davidson Low Rider S – Schwächen
- Weniger Enduro-Agilität bei sehr engen oder häufig wechselnden Passagen
- Konzept-Fokus auf Straße: Wer viel Offroad erwartet, wird eher bei der KTM fündig
KTM 690 Enduro R – Stärken
- Direktes, sportliches Ansprechverhalten und aktives Fahrgefühl
- Vielseitigkeit durch Enduro-Genen – auch abseits des perfekten Asphalts
- Wendigkeit und schnelle Anpassung an wechselnde Situationen
KTM 690 Enduro R – Schwächen
- Anspruchsvolleres Fahrgefühl für alle, die maximale Ruhe suchen
- Konzept-Fokus auf Dynamik: Wer vor allem „Cruiser-Comfort“ erwartet, könnte enttäuscht sein
Welche Kaufentscheidung passt zu welchem Fahrertyp?
Die Entscheidung zwischen Harley-Davidson Low Rider S und KTM 690 Enduro R hängt weniger davon ab, welche Marke „besser“ ist, sondern davon, welche Art von Motorradspaß gesucht wird.
Für wen ist die Harley-Davidson Low Rider S die bessere Wahl?
Die Low Rider S passt besonders gut, wenn der Fokus auf straßenorientiertem Genuss liegt: längere Touren, entspanntes Tempo, ein Motorrad, das sich wie ein Statement anfühlt und bei dem man nicht ständig „arbeiten“ muss. Wer das Cruiser-Gefühl liebt und die Route vor allem auf Asphalt plant, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Für wen ist die KTM 690 Enduro R die bessere Wahl?
Die KTM 690 Enduro R ist ideal, wenn Abwechslung im Vordergrund steht: dynamisches Fahren, häufige Richtungswechsel, wechselnde Straßenqualität und der Wunsch, auch mal abseits der Standardstrecke unterwegs zu sein. Wer ein Motorrad sucht, das sich schnell anfühlt und das Fahrgefühl aktiv einfordert, wird mit der KTM sehr wahrscheinlich mehr „Klick“ erleben.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist die stimmige Wahl für alle, die vor allem straßenorientierten Fahrspaß suchen: souveräne Linie, Cruiser-typischer Charakter und eine Ergonomie, die längere Fahrten angenehm macht. Wer das Motorrad als Genussmittelpunkt versteht und weniger Wert auf maximale Wendigkeit oder Offroad-Fähigkeiten legt, wird mit der Harley glücklich.
Die KTM 690 Enduro R gewinnt dagegen dort, wo Aktivität und Vielseitigkeit zählen: direktes Ansprechverhalten, agiles Handling und ein Fahrgefühl, das auch bei unruhigen Untergründen Sicherheit vermittelt. Wer dynamisch fährt, Abwechslung mag und das Motorrad nicht nur auf perfekten Straßen bewegen möchte, findet in der KTM den passenderen Partner.
Kurz gesagt: Low Rider S für Cruiser-Genuss auf der Straße, 690 Enduro R für sportliche Vielseitigkeit – und die beste Wahl ist die, die zum eigenen Fahrstil und zur geplanten Nutzung passt.