| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2004 bis 2016 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- Viel Motorrad zum überschaubaren Preis
- Ab 2011 ABS serienmäßig
- einfaches Handling
- 67 PS im Soziusbetrieb ein bisschen wenig
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 213 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.290 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.405 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V | |
| Hubraum | 645 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 71 PS bei 8.800 U/Min | |
| Drehmoment | 62 NM bei 6.400 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 185 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 488 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Brücken | |
| Federung vorne | Telegabel 43 mm (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 159)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 110/80 R 19 | |
| Reifen hinten | 150/70 R 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 260 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson Low Rider S vs. Suzuki DL 650 V-Strom – Motorradvergleich
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Suzuki DL 650 V-Strom, wird der Vergleich besonders spannend. Hier treffen ein klassischer Cruiser-Ansatz mit markantem V2-Feeling und eine moderne Tourer-Philosophie aufeinander, die auf Alltag, Reichweite und entspanntes Reisen ausgelegt ist. Beide Bikes können viel – aber sie spielen ihre Stärken in unterschiedlichen Szenarien aus.
Grundidee und Charakter: Cruiser-Style vs. Reise-Allrounder
Die Harley-Davidson Low Rider S steht für den typischen Cruiser-Charakter: kraftvoller Motorlauf, ein bulliges Auftreten und ein Fahrgefühl, das sich eher nach „Genießen“ als nach „Optimieren“ anfühlt. Die Maschine ist darauf ausgelegt, dass man sich auf dem Motorrad wohlfühlt und die Fahrt spürbar wird – vom Sound bis zur Art, wie der Motor die Gänge füllt.
Die Suzuki DL 650 V-Strom verfolgt dagegen eine klare Allrounder- und Tourer-Logik. Sie wirkt funktional, ist auf lange Strecken ausgelegt und bietet ein Fahrkonzept, das auch bei wechselnden Bedingungen souverän bleibt. Wer häufig unterwegs ist, Tages- oder Wochenendtouren plant und dabei Wert auf Alltagstauglichkeit legt, findet hier einen sehr stimmigen Ansatz.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Im Vergleich zeigt sich vor allem der Unterschied im Motorcharakter. Die Harley-Davidson Low Rider S setzt auf ein deutlich „cruiser-typisches“ Drehmomentgefühl: Der Antrieb wirkt unten heraus kräftig und vermittelt das Gefühl, dass das Motorrad auch ohne hektisches Hochdrehen bereit ist. Das macht sie besonders attraktiv, wenn die Fahrten eher entspannt, aber trotzdem dynamisch sein sollen.
Die Suzuki DL 650 V-Strom spielt ihre Stärken anders aus. Der Motor ist auf gleichmäßige Kraftentfaltung und gute Alltagstauglichkeit ausgelegt. Gerade auf Landstraßen und bei längeren Etappen wirkt das wie ein Vorteil: Man kann zügig vorankommen, ohne ständig am Drehzahlbereich „arbeiten“ zu müssen. Das unterstützt den Reisecharakter und sorgt für ein ruhigeres Gesamtgefühl.
Stärken und Schwächen im Antrieb
- Low Rider S: Starke, emotionale Kraftentfaltung und ein Fahrgefühl, das sich nach Cruiser anfühlt. Schwäche kann sein, dass die Maschine weniger „tourig“ wirkt, wenn man häufig mit viel Gepäck oder in sehr windigen Situationen unterwegs ist.
- V-Strom 650: Gleichmäßige Leistungsentfaltung und ein Motor, der für lange Strecken angenehm ist. Schwäche kann sein, dass der Charakter weniger „spektakulär“ wirkt als bei einem Cruiser – dafür ist er meist praktischer.
Fahrwerk und Handling: Stabilität, Komfort und Agilität
Beim Fahrwerk zeigt sich der Unterschied zwischen beiden Konzepten. Die Harley-Davidson Low Rider S ist auf ein souveränes, cruiser-typisches Fahrverhalten ausgelegt. Sie vermittelt Stabilität und lässt sich kontrolliert bewegen. In flotten Kurven kann sie durchaus Spaß machen, aber der Fokus liegt eher auf dem „ruhigen Vorwärtskommen“ und dem souveränen Eindruck als auf maximaler Agilität.
Die Suzuki DL 650 V-Strom ist als Tourer-Allrounder gebaut. Das Handling wirkt oft leichter zugänglich, besonders wenn die Strecke wechselt oder wenn man häufiger zwischen Stadtverkehr, Landstraße und längeren Autobahnabschnitten pendelt. Das Fahrwerk unterstützt ein entspanntes Tempo und bleibt dabei gut kontrollierbar.
Kurvengefühl und Alltag
Wer viel in der Stadt unterwegs ist oder häufig kurze Strecken fährt, profitiert meist von dem Konzept der V-Strom, weil sie sich alltagstauglich und unkompliziert anfühlt. Für längere, gleichmäßige Fahrten kann die Low Rider S ebenfalls überzeugen – allerdings eher, wenn der Fokus auf dem Cruiser-Feeling liegt und weniger auf maximaler „Reise-Logik“.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Im Vergleich der Bremsen geht es weniger um „besser oder schlechter“, sondern um das passende Gefühl. Die Harley-Davidson Low Rider S bietet ein Verzögerungsverhalten, das zum Charakter des Motorrads passt: kräftig, direkt und gut dosierbar, wenn man den Hebel sauber ansteuert. Das unterstützt das dynamische Fahren auf Landstraßen.
Die Suzuki DL 650 V-Strom zielt ebenfalls auf sicheres Bremsen ab, wirkt dabei aber häufig besonders „tourerfreundlich“. Gerade bei wechselnden Bedingungen oder längeren Fahrten ist ein gleichmäßiges, gut vorhersehbares Bremsgefühl ein echter Vorteil.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie – und warum das zählt
Die Sitzposition ist einer der größten Unterschiede. Die Harley-Davidson Low Rider S setzt auf eine cruiser-typische Haltung: Der Körper ist eher „eingebettet“, die Arme sind so positioniert, dass man entspannt fahren kann. Das ist ideal, wenn man das Motorrad als Erlebnis sieht und die Fahrt nicht nur als Strecke betrachtet.
Die Suzuki DL 650 V-Strom bietet eine ergonomische Ausrichtung, die für viele Fahrerinnen und Fahrer als „Allround“ funktioniert. Die Haltung wirkt oft so, dass man auch nach mehreren Stunden noch gerne weiterfährt. Das macht sie besonders interessant, wenn Touren regelmäßig auf dem Plan stehen.
Komfort über Zeit
- Low Rider S: Komfort durch Cruiser-Position, ideal für genussorientierte Fahrten. Schwäche kann sein, dass die Haltung weniger „tourig“ ist, wenn man sehr lange Etappen am Stück fährt.
- V-Strom 650: Ergonomie für längere Fahrten und wechselnde Einsätze. Schwäche kann sein, dass das „Cruiser-Feeling“ weniger im Vordergrund steht.
Windschutz, Alltag und Ausstattung: Was auf Tour wirklich zählt
Beim Thema Windschutz und „Alltagstauglichkeit“ zeigt sich die Tourer-Logik der Suzuki DL 650 V-Strom besonders deutlich. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten oder längeren Autobahnabschnitten ist ein funktionaler Ansatz entscheidend, damit man sich auf die Strecke konzentrieren kann.
Die Harley-Davidson Low Rider S kann ebenfalls für Touren genutzt werden, aber sie wirkt stärker als Motorrad, das man bewusst fährt. Wer häufig mit Gepäck unterwegs ist oder sehr lange Strecken plant, wird bei der V-Strom oft schneller das Gefühl haben, dass das Bike „dafür gemacht“ ist.
Stärken und Schwächen im Alltag
- Low Rider S: Starke Präsenz, emotionaler Charakter, macht Lust auf das Fahren selbst. Schwäche: weniger „Reise-Workflow“ für lange, funktionale Touren.
- V-Strom 650: Praktisch, tourentauglich, unkompliziert im Alltag. Schwäche: weniger „Show“-Charakter als ein Cruiser.
Für wen lohnt sich welcher Vergleich?
Der Vergleich zwischen Harley-Davidson Low Rider S und Suzuki DL 650 V-Strom lässt sich am besten über den eigenen Fahrstil entscheiden. Wer vor allem Wert auf Stil, Sound und ein kraftvolles Cruiser-Feeling legt, wird mit der Low Rider S sehr wahrscheinlich mehr „Motorrad-Moment“ erleben. Wer dagegen regelmäßig unterwegs ist, Touren plant und ein Bike sucht, das sich in vielen Situationen souverän und entspannt anfühlt, findet in der V-Strom einen sehr stimmigen Allrounder.
Typische Einsatzprofile
- Low Rider S: Stadtfahrten mit Stil, Landstraßenfahrten mit Cruiser-Charakter, Fahrten, bei denen das Motorrad im Mittelpunkt steht.
- V-Strom 650: Wochenendtouren, längere Etappen, gemischte Strecken und Fahrten, bei denen Komfort und Alltagstauglichkeit wichtiger sind als reines Cruiser-Feeling.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf emotionalem Cruiser-Charakter, markantem Motorgefühl und einer starken Optik liegt. Sie passt besonders zu Fahrten, bei denen das Motorrad nicht nur Transportmittel ist, sondern Teil des Erlebnisses. Wer gerne bewusst fährt, die Kraft unten heraus spürt und eine entspannte, cruiser-typische Sitzposition mag, wird hier sehr zufrieden sein.
Die Suzuki DL 650 V-Strom ist die passendere Option, wenn ein vielseitiges Motorrad für Alltag und Touren gesucht wird. Das tourentaugliche Gesamtpaket, das gleichmäßige Fahrgefühl und die ergonomische Ausrichtung machen sie besonders attraktiv für lange Strecken und wechselnde Bedingungen. Wer ein Bike möchte, das unkompliziert bleibt und sich für viele Einsatzprofile eignet, trifft mit der V-Strom meist die praktischere Entscheidung.