UVP 23.190 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
UVP 14.095 €
Baujahr von 2019 bis 2026~
Der Power-Cruiser mit dem 117er Milwaukee-Eight im Test
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Pro und Kontra

Pro:
  • brachialer Motor
  • brachialer Sound
  • brachiales Motorrad-Erlebnis
  • brachiale Emotionen
Kontra:
  • Sitzposition nicht für jedermann
  • schwer
Pro:
  • Kräftiger Motor
  • Schöne Details
  • Verarbeitung
  • Soziuskomfort
  • Bremsen
Kontra:
  • Fummeliger Seitenständer

Abmessungen & Gewicht

Gewicht308kg
Radstand1.615mm
Länge2.355mm
Radstand1.615mm
Sitzhöhe: 710 mm
Höhe1.160mm
Gewicht216kg
Radstand1.414mm
Länge2.080mm
Radstand1.414mm
Sitzhöhe: 805 mm
Höhe1.140mm

Motor

Motor-BauartMilwaukee-Eight V2
Hubraum1.923ccm
Hub114mm
Bohrung104mm
Kühlungflüssig
AntriebRiemen
Gänge6
Motor-Bauart8V-Zweizylinder-SOHC-Reihenmotor, 270° Hubzapfenversatz
Hubraum1.200ccm
Hub80mm
Bohrung98mm
Kühlungflüssig
AntriebX-Ring-Kette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung106 PS bei 5.020 U/Min
Drehmoment168 NM bei 3.500 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt19Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite338km
Leistung105 PS bei 7.750 U/Min
Drehmoment112 NM bei 4.250 U/Min
Höchstgeschw.215km/h
Tankinhalt14Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite300km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifen-Rohrrahmen
Federung vorneShowa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 112)mm
Aufhängung hintenDreieckschwinge
Reifen vorne110/90 B19 62 H
Reifen hinten180/70 B16 77H
RahmenbauartZentrahlrohrrahmen mit Unterzügen
Federung vorne43mm Marzocchi USD-Gabel (Federweg 120)mm
Federung hintenMarzocchi Stereo-Federbeine mit externem Ausgleichsbehälter, mit einstellbarer Federvorspannung (Federweg 116)mm
Aufhängung hintenAluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne120/70 ZR17
Reifen hinten160/60 ZR17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibenbremse, 4-Kolben-Bremssättel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Nissin Doppelkolben-Schwimmsattel ( Ø 220 mm)

Fazit

Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.
 
Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 22.795€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 15.000€
  • Baujahre: seit 2017
  • Farben: Grau, Rot, Blau, Schwarz

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Harley-Davidson Low Rider S vs. Triumph Speed Twin 1200 – welcher Motorradtyp passt besser?

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich auftreten wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Triumph Speed Twin 1200, wird die Entscheidung selten nur an Zahlen festgemacht. Vielmehr geht es um den Charakter: Wie fühlt sich das Motorrad an, wie reagiert es auf Gasbefehle, wie sitzt man darauf und wie gut passt es zum eigenen Fahrstil? Genau darum geht es in diesem Vergleich – mit Blick auf die typischen Stärken und die Punkte, die man vor dem Kauf realistisch einordnen sollte.

Grundcharakter: Cruiser-Drive vs. moderne Street-Performance

Harley-Davidson Low Rider S: massiver Auftritt, Vibe eines Cruisers

Die Harley-Davidson Low Rider S steht für den klassischen Cruiser-Ansatz, aber mit sportlicher Ausrichtung. Der Motorcharakter wirkt deutlich „schwerer“ und präsenter: Das Drehmoment kommt spürbar und sorgt für ein souveränes Vorankommen, besonders bei zügigem Fahren aus dem Drehzahlkeller. Dazu passt der Sound, der bei vielen Fahrern ein Teil des Erlebnisses ist – nicht nur Beiwerk.

Triumph Speed Twin 1200: agil, direkt und alltagstauglich

Die Triumph Speed Twin 1200 verfolgt einen anderen Weg: Sie wirkt wie ein modernes Streetbike, das sich sowohl in der Stadt als auch auf der Landstraße wohlfühlt. Der Antrieb ist spürbar „feiner“ dosierbar, die Gasannahme wirkt unmittelbar und das Motorrad lädt dazu ein, Kurven dynamisch zu fahren. Wer ein Bike sucht, das sich nicht nur nach „großer Maschine“ anfühlt, sondern auch nach „leicht zu bewegen“, wird hier eher fündig.

Motor und Fahrgefühl im Vergleich: Wie reagieren die Bikes auf Gas?

Beim Vergleich der Leistungs- und Drehmomentwerte zeigt sich ein klarer Unterschied im Konzept. Die Low Rider S setzt stärker auf den cruiser-typischen Punch: Das Motorrad zieht kraftvoll an und vermittelt das Gefühl, dass man nicht ständig „arbeiten“ muss, um zügig voranzukommen. Die Triumph dagegen wirkt in der Praxis oft wie ein Motorrad, das man gern dreht und das sich mit zunehmender Drehzahl lebendig anfühlt. Das macht sie besonders interessant, wenn das eigene Fahrprofil aus häufigen Beschleunigungen, Überholmanövern und kurvigen Strecken besteht.

Auch die Charakteristik der Motorleistung spielt eine Rolle: Während die Harley eher „von unten“ überzeugt und dabei Ruhe und Druck vermittelt, ist die Triumph häufig die Wahl, wenn ein gleichmäßiges, sportliches Tempo und ein direkteres Ansprechverhalten gefragt sind. Beide können schnell sein – aber auf unterschiedliche Art.

Ergonomie und Sitzposition: Komfort vs. sportliche Haltung

Bei der Ergonomie trennen sich die Wege deutlich. Die Harley-Davidson Low Rider S bietet typischerweise eine Sitzposition, die dem Cruiser-Gefühl entspricht: Der Körper sitzt eher „entspannt“ und das Motorrad wirkt dadurch besonders passend für längere Strecken oder Fahrten, bei denen man nicht permanent in einer aggressiven Sporthaltung verharren möchte. Das kann ein Vorteil sein, wenn der Fokus auf entspanntem Reisen liegt.

Die Triumph Speed Twin 1200 hingegen wirkt in der Regel sportlicher und kompakter. Die Sitzhaltung unterstützt eine aktive Fahrweise, wodurch sich das Motorrad in Kurven oft leichter „einlenken“ lässt. Für viele Fahrer bedeutet das: mehr Kontrolle im Alltag, weniger „Schwere“ im Handling und ein direkteres Feedback.

Fahrwerk und Handling: Stabilität in der Linie vs. Wendigkeit

Beim Fahrwerk und beim Handling zeigt sich, wie stark das jeweilige Konzept die Abstimmung beeinflusst. Die Low Rider S spielt ihre Stärken häufig in einer stabilen, souveränen Fahrweise aus. Sie fühlt sich dann besonders gut an, wenn man zügig geradeaus fährt oder wenn die Strecke fließt. In engen Kehren kann das Handling – je nach Fahrstil und Gewohnheit – weniger „leichtfüßig“ wirken als bei einem Streetbike.

Die Triumph ist dagegen oft der Typ Motorrad, der sich in der Praxis „einfach“ bewegt: Richtungswechsel gelingen zügig, das Motorrad wirkt wendig und lädt dazu ein, die Linie aktiv zu fahren. Das ist besonders im Stadtverkehr und auf kurvigen Landstraßen ein Plus.

Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern

Bei der Bremsleistung geht es nicht nur um maximale Werte, sondern um Dosierbarkeit und Gefühl. Beide Motorräder sind so ausgelegt, dass sie im Alltag und auf der Landstraße zuverlässig Verzögerung liefern. Die Harley vermittelt dabei häufig ein starkes, „durchsetzendes“ Bremsgefühl, während die Triumph oft als präzise und gut kontrollierbar wahrgenommen wird. Wer häufig aus niedrigen Geschwindigkeiten stark verzögert oder in dichtem Verkehr unterwegs ist, profitiert meist von einer besonders feinen Dosierbarkeit.

Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und Langstrecke

Stadtverkehr

Für den Stadtverkehr zählt vor allem, wie leicht sich das Motorrad bewegt, wie gut es auf kurze Manöver reagiert und wie angenehm es im Stop-and-Go bleibt. Die Triumph Speed Twin 1200 wirkt hier in der Regel praktischer: kompakteres Handling, sportlicheres Gefühl und oft ein „schnelleres“ Reaktionsverhalten. Die Harley kann natürlich auch im Alltag gefahren werden, aber sie spielt ihre Stärken eher dann aus, wenn man nicht ständig eng manövrieren muss.

Landstraße

Auf der Landstraße zeigt sich der Unterschied im Fahrstil besonders deutlich. Die Low Rider S punktet, wenn man gerne mit Druck aus dem Drehmoment heraus fährt und das Motorrad dabei souverän „mitnimmt“. Die Triumph ist oft die bessere Wahl, wenn man Kurven dynamisch angeht, Tempo variiert und das Motorrad als direktes Werkzeug für sportliche Passagen nutzen möchte.

Langstrecke

Für längere Fahrten ist die Frage: Wie entspannt bleibt die Haltung, wie ruhig läuft das Motorrad und wie gut lässt es sich über Stunden kontrollieren? Die Harley wirkt hier häufig komfortorientierter, während die Triumph durch ihre sportliche, aber dennoch alltagstaugliche Auslegung ebenfalls lange Strecken schaffen kann – allerdings eher im Stil „aktiv fahren“ statt „entspannt cruisen“.

Stärken und Schwächen: Direkt gegenübergestellt

Harley-Davidson Low Rider S – Stärken

  • Starker Cruiser-Charakter mit spürbarem Drehmoment und präsentem Fahrgefühl
  • Gutes Durchzugsempfinden für zügiges Vorankommen ohne ständiges Hochdrehen
  • Typischer Harley-Vibe inklusive Sound und „großer Maschine“-Erlebnis
  • Stabile Fahrweise, die sich auf fließenden Strecken besonders gut anfühlt

Harley-Davidson Low Rider S – mögliche Schwächen

  • Weniger leichtfüßig in sehr engen, häufigen Richtungswechseln
  • Ergonomie kann je nach Körpergröße und Vorlieben weniger „sportlich aktiv“ wirken
  • Fahrstilabhängig: Wer eher feines, kurviges Street-Handling sucht, fühlt sich bei der Triumph oft schneller zuhause

Triumph Speed Twin 1200 – Stärken

  • Agiles, direktes Handling für Stadt und kurvige Landstraßen
  • Feineres Ansprechverhalten beim Dosieren von Gas und Tempo
  • Allround-Charakter: sportlich genug für Dynamik, komfortabel genug für den Alltag
  • Sportliche Sitzhaltung unterstützt eine aktive Fahrweise

Triumph Speed Twin 1200 – mögliche Schwächen

  • Weniger „Cruiser-Feeling“ für Fahrer, die genau diesen massiven Charakter suchen
  • Charakter passt nicht zu jedem: Wer vor allem entspannt „von unten“ cruisen will, könnte die Harley als passender empfinden
  • Anspruch an Fahrstil: Die Triumph belohnt oft aktives Fahren – wer nur gemütlich cruisen möchte, nutzt nicht immer ihr volles Potenzial

Welche Kaufentscheidung ist sinnvoll?

Die Entscheidung zwischen Harley-Davidson Low Rider S und Triumph Speed Twin 1200 hängt weniger davon ab, welche Kennzahlen „besser“ sind, sondern davon, welche Art von Motorrad-Erlebnis gesucht wird. Wenn das Ziel ein Bike ist, das mit Druck aus dem Drehmoment kommt, einen starken Sound mitbringt und sich wie ein Cruiser anfühlt, ist die Harley oft die stimmigere Wahl. Wenn dagegen ein Motorrad gesucht wird, das sich leicht bewegt, präzise reagiert und auf der Landstraße wie in der Stadt gleichermaßen Spaß macht, ist die Triumph häufig die bessere Wahl.

Fazit:

Die Harley-Davidson Low Rider S ist für Fahrerinnen und Fahrer die richtige Wahl, wenn der Fokus auf Cruiser-Charakter, spürbarem Drehmoment und einem souveränen, „großen“ Fahrgefühl liegt. Sie passt besonders gut zu Strecken, auf denen man zügig vorankommt und das Motorrad nicht ständig in engen Manövern „arbeiten“ muss. Wer dagegen ein Motorrad sucht, das sich im Alltag leicht anfühlt, in Kurven schnell reagiert und ein direktes, sportliches Handling bietet, wird mit der Triumph Speed Twin 1200 meist glücklicher. Sie eignet sich besonders für Menschen, die oft Stadt und Landstraße kombinieren und dabei Wert auf präzise Dosierbarkeit sowie ein agiles Fahrverhalten legen. Kurz gesagt: Harley für Cruiser-Vibe und Druck von unten, Triumph für Wendigkeit, Direktheit und vielseitigen Street-Spaß.

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