| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 15.050 € | |
| Baujahr | von 2015 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- Komfort
- Platzangebot
- Ausstattung
- Verarbeitung
- Geländetauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Länge | 2.215 | mm |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.390 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 799 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 74 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | O-Ring-Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 95 PS bei 9.300 U/Min | |
| Drehmoment | 79 NM bei 7.850 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 400 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung hinten | WP Zentralfederbein, Federvorspannung hydr. verstellbar (Federweg 215)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Zweiarmschwinger | |
| Reifen vorne | 90/90 21 Zoll | |
| Reifen hinten | 150/70 17 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelbremsscheiben, Nissin 4-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 305 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Nissin Einzelkolben-Schwimmsattel ( Ø 255 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
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Harley-Davidson Low Rider S vs Triumph Tiger 800 XCA: Motorradvergleich im Detail
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken, wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Triumph Tiger 800 XCA, dann geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht um das Gefühl beim Starten, um die Art, wie sich die Maschine durch den Alltag bewegt, und darum, wie sie sich auf längeren Strecken verhält. Genau das schauen wir uns hier an: Wie unterscheiden sich die beiden Modelle in ihrem Charakter, in der Ausstattung und in der Art, wie sie sich fahren lassen – und wo liegen die jeweiligen Stärken und Schwächen?
Grundidee der beiden Motorräder: Cruiser-Charakter vs. Adventure-Allrounder
Die Harley-Davidson Low Rider S steht für einen klaren Cruiser-Fokus: markanter Auftritt, ein Motor, der sich nach Drehmoment anfühlt, und eine Sitzposition, die eher nach „entspannt fahren“ als nach „sportlich attackieren“ aussieht. Die Maschine ist darauf ausgelegt, Kilometer angenehm zu machen und dabei den eigenen Stil zu unterstreichen.
Die Triumph Tiger 800 XCA verfolgt dagegen die Adventure-Logik: Sie will vielseitig sein – für Stadtverkehr, Landstraße und auch für Strecken, die nicht nur auf Asphalt stattfinden. Dazu passt die Ausrichtung auf Komfort, Elektronik und eine Fahrwerksabstimmung, die mit wechselnden Untergründen klarkommt.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Im Vergleich zeigt sich schnell: Beide Motorräder liefern Fahrspaß, aber auf unterschiedliche Art. Die Harley-Davidson Low Rider S wirkt im Alltag oft „drehmomentbetont“: Gasbefehle werden direkt in Vortrieb übersetzt, und das Fahrgefühl ist stark von der Charakteristik des Motors geprägt. Das macht sie besonders attraktiv, wenn Strecken eher im entspannten Rhythmus gefahren werden – mit dem Fokus auf souveräne Beschleunigung aus niedrigen bis mittleren Drehzahlen.
Die Triumph Tiger 800 XCA spielt dagegen ihre Stärken häufig dann aus, wenn es um gleichmäßiges Tempo, saubere Abstimmung und die Fähigkeit geht, auch bei wechselnden Bedingungen konstant zu bleiben. Der Motor unterstützt das Adventure-Konzept: gleichmäßige Kraftentfaltung, gut nutzbar für längere Etappen und für Fahrten, bei denen man nicht immer exakt planen kann, wie die Strecke verläuft.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
Low Rider S: Stärke ist der unmittelbare, „direkte“ Charakter – ideal für Fahrten, bei denen der Sound und das Drehmomentgefühl im Vordergrund stehen. Schwäche kann sein, dass das Konzept weniger auf „Allround-Handling“ ausgelegt ist, wenn es darum geht, sehr dynamisch zwischen Untergründen zu wechseln.
Tiger 800 XCA: Stärke ist die Vielseitigkeit im Fahrbetrieb – besonders, wenn die Route nicht nur aus glattem Asphalt besteht oder wenn längere Strecken mit unterschiedlichen Anforderungen anstehen. Schwäche kann sein, dass der Cruiser-typische „Punch“ und das klassische Fahrgefühl nicht im gleichen Stil vermittelt werden.
Sitzposition und Ergonomie: Komfort, der sich unterschiedlich anfühlt
Die Harley-Davidson Low Rider S setzt auf eine Cruiser-typische Sitzhaltung: Füße und Beine sind so positioniert, dass man eher „sitzt“ als „sportlich eingeklemmt“ zu fahren. Das kann auf längeren Strecken angenehm sein, solange das Tempo und die Fahrweise zum Konzept passen. Wer gern entspannt fährt und die Maschine als „Reisebegleiter mit Charakter“ sieht, wird hier schnell warm.
Die Triumph Tiger 800 XCA bietet eine ergonomische Ausrichtung, die auf längere Touren und wechselnde Fahrzustände ausgelegt ist. Die Sitzposition wirkt meist neutraler und unterstützt eine aktive Fahrweise. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn man nicht nur auf einer Art Straße unterwegs ist oder wenn man häufiger die Position anpasst.
Ergonomie im Vergleich
Low Rider S: Stärke ist das Cruiser-Gefühl mit entspannter Haltung. Schwäche kann sein, dass bei sehr sportlicher Fahrweise oder bei häufigem Wechsel der Fahrposition weniger „Flexibilität“ entsteht.
Tiger 800 XCA: Stärke ist die Tourentauglichkeit durch eine ergonomische Basis, die sich für unterschiedliche Situationen eignet. Schwäche kann sein, dass das „klassische Cruiser-Feeling“ nicht so stark im Vordergrund steht.
Fahrwerk und Handling: Wie beide Maschinen Kurven und Strecke lesen
Beim Handling unterscheiden sich die Konzepte deutlich. Die Harley-Davidson Low Rider S fühlt sich häufig dann am wohlsten, wenn die Fahrt fließt: Geradeaus und in gleichmäßigen Kurven ist sie souverän, und das Fahrwerk unterstützt den Cruiser-Ansatz. In engen Passagen oder bei sehr hektischen Richtungswechseln kann das Gewicht und die Geometrie spürbar werden – nicht als „Problem“, sondern als Charakterzug.
Die Triumph Tiger 800 XCA ist als Adventure-Bike gebaut, also mit dem Anspruch, auch dann stabil zu bleiben, wenn die Strecke nicht perfekt ist. Das Fahrwerk ist darauf ausgelegt, Unebenheiten zu verarbeiten und dem Fahrer Vertrauen zu geben. Dadurch wirkt das Handling oft „kontrollierter“ über verschiedene Untergründe hinweg.
Stärken und Schwächen beim Fahrwerk
Low Rider S: Stärke ist die ruhige, souveräne Art, Kilometer zu machen. Schwäche ist die weniger agile Anmutung bei sehr dynamischen Manövern.
Tiger 800 XCA: Stärke ist die Vielseitigkeit – besonders bei wechselnden Bedingungen. Schwäche kann sein, dass das Fahrgefühl weniger „pur“ wirkt, weil das Adventure-Konzept stärker auf Stabilität und Komfort ausgelegt ist.
Elektronik und Ausstattung: Komfort- und Sicherheitsfokus
Ein großer Unterschied im Vergleich liegt in der Art, wie beide Motorräder mit Technik umgehen. Die Harley-Davidson Low Rider S steht häufig für ein reduziertes, klassisches Konzept. Das kann ein Vorteil sein, wenn man weniger „Assistenten“ erwartet und lieber direkt mit dem Motorrad interagiert. Gleichzeitig kann genau das bedeuten, dass moderne Assistenz- und Komfortfunktionen nicht im gleichen Umfang im Vordergrund stehen wie bei einem Adventure-Bike.
Die Triumph Tiger 800 XCA ist deutlich stärker auf Elektronik und Komfort ausgelegt. Gerade bei längeren Touren oder bei wechselnden Wetterbedingungen kann das helfen: Assistenzsysteme, Fahrmodi und eine moderne Ausstattung unterstützen dabei, das Motorrad leichter an die Situation anzupassen. Das ist besonders praktisch, wenn man nicht nur eine Art Strecke fährt.
Ausstattung im Vergleich
Low Rider S: Stärke ist die klare, unkomplizierte Ausrichtung. Schwäche ist, dass man bei sehr „technikorientierten“ Anforderungen weniger Unterstützung bekommt.
Tiger 800 XCA: Stärke ist die moderne Ausstattung und die Anpassbarkeit. Schwäche kann sein, dass das Motorrad dadurch „komplexer“ wirkt, wenn man bewusst auf möglichst wenig Technik setzen möchte.
Bremsen, Sicherheit und Alltag: Vertrauen im richtigen Moment
Im Alltag zählt vor allem, wie gut sich das Motorrad in kritischen Situationen kontrollieren lässt. Beide Modelle sind grundsätzlich auf sicheres Fahren ausgelegt, aber der Fokus ist unterschiedlich: Die Harley-Davidson Low Rider S vermittelt Vertrauen über die souveräne, direkte Rückmeldung und die Art, wie sie das Tempo kontrolliert. Die Triumph Tiger 800 XCA punktet zusätzlich durch die Adventure-typische Kombination aus Stabilität, Elektronik und einem Setup, das auch auf unruhigerem Untergrund Ruhe bringt.
Für den täglichen Gebrauch bedeutet das: Wer häufig in urbanen Situationen unterwegs ist und dabei vor allem „einfach fahren“ möchte, findet bei der Low Rider S schnell einen vertrauten Rhythmus. Wer dagegen Touren plant, bei denen Wetter, Straßenqualität und Untergrund variieren, wird die Tiger 800 XCA oft als entspannter empfinden.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Der Vergleich lässt sich am besten über den eigenen Fahrstil entscheiden. Die Harley-Davidson Low Rider S ist besonders passend, wenn das Motorrad vor allem als Cruiser-Erlebnis gesucht wird: markantes Design, ein Motorcharakter, der sich kraftvoll und direkt anfühlt, und ein Fahrgefühl, das auf entspanntes Vorankommen ausgelegt ist. Sie ist ideal für Strecken, bei denen man den Stil und die Art zu fahren genießt – und weniger für Situationen, in denen man ständig zwischen unterschiedlichen Untergründen wechseln muss.
Die Triumph Tiger 800 XCA ist dagegen die bessere Wahl, wenn Vielseitigkeit im Vordergrund steht: Touren mit wechselnden Straßen, längere Tagesetappen, und der Wunsch nach moderner Ausstattung, die das Fahren komfortabler und planbarer macht. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur auf einer „Art Route“ funktioniert, sondern als echter Allrounder dienen soll, wird mit der Tiger 800 XCA sehr wahrscheinlich zufriedener.
Typische Einsatzszenarien
Low Rider S: Stadt und Landstraße, gemütliche bis zügige Fahrten, Fokus auf Cruiser-Feeling und Charakter.
Tiger 800 XCA: Touren, gemischte Strecken, längere Fahrten mit Komfort- und Elektronikvorteilen, wenn auch mal nicht alles perfekt asphaltiert ist.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist die richtige Wahl, wenn ein Cruiser-Erlebnis im Mittelpunkt steht: ein markanter Auftritt, ein direktes, drehmomentbetontes Fahrgefühl und eine entspannte Sitzhaltung, die vor allem auf fließende Fahrten und stilvolles Vorankommen ausgelegt ist. Sie überzeugt dort, wo die Route planbar bleibt und man den Charakter des Motorrads bewusst genießen möchte.
Die Triumph Tiger 800 XCA passt besser, wenn ein Motorrad als vielseitiger Reisebegleiter gesucht wird: moderne Elektronik, ein komfortorientiertes Setup und ein Handling, das auch bei wechselnden Bedingungen souverän bleibt. Wer häufig unterwegs ist, ohne die Strecke immer genau vorhersehen zu können, bekommt mit der Tiger 800 XCA den größeren Allround-Vorteil.
Kurz gesagt: Low Rider S für Cruiser-Fans mit Fokus auf Stil und entspanntes Fahren, Tiger 800 XCA für alle, die Touren planen und ein Motorrad möchten, das auf vielen Untergründen und in vielen Situationen zuverlässig funktioniert.