UVP 23.190 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
UVP 10.299 €
Baujahr von 2017 bis 2021
Der Power-Cruiser mit dem 117er Milwaukee-Eight im Test
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Pro und Kontra

Pro:
  • brachialer Motor
  • brachialer Sound
  • brachiales Motorrad-Erlebnis
  • brachiale Emotionen
Kontra:
  • Sitzposition nicht für jedermann
  • schwer
Pro:
  • Durchzug
  • Verarbeitung
  • Wendig
Kontra:
  • Unkomfortable Sitzbank
  • Preis

Abmessungen & Gewicht

Gewicht308kg
Radstand1.615mm
Länge2.355mm
Radstand1.615mm
Sitzhöhe: 710 mm
Höhe1.160mm
Gewicht252kg
Radstand1.575mm
Länge2.255mm
Radstand1.575mm
Sitzhöhe: 830 mm
Höhe1.170mm

Motor

Motor-BauartMilwaukee-Eight V2
Hubraum1.923ccm
Hub114mm
Bohrung104mm
Kühlungflüssig
AntriebRiemen
Gänge6
Motor-BauartV
Hubraum942ccm
Hub83mm
Bohrung85mm
KühlungLuft
AntriebRiemen
Gänge5

Fahrleistungen

Leistung106 PS bei 5.020 U/Min
Drehmoment168 NM bei 3.500 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt19Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite338km
Leistung52 PS bei 5.500 U/Min
Drehmoment80 NM bei 3.000 U/Min
Höchstgeschw.169km/h
Tankinhalt13Liter

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifen-Rohrrahmen
Federung vorneShowa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 112)mm
Aufhängung hintenDreieckschwinge
Reifen vorne110/90 B19 62 H
Reifen hinten180/70 B16 77H
RahmenbauartDoppelschleife
Federung hintenStereo-Federbeine (Federweg 110)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm)
Bremsen vorneEinzelscheibe ( Ø 298 mm)
Bremsen hintenScheibe ( Ø 298 mm)

Fazit

Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.
 
Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 22.795€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 15.000€
  • Baujahre: seit 2017
  • Farben: Grau, Rot, Blau, Schwarz

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Harley-Davidson Low Rider S vs Yamaha SCR 950: Vergleich der Cruiser mit Charakter

Wenn zwei Motorräder aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Harley-Davidson Low Rider S steht für markentypische Präsenz, kräftigen V-Twin-Charakter und ein Custom-orientiertes Auftreten. Die Yamaha SCR 950 wirkt dagegen wie ein klarer Statement im Retro-Style: pur, kompakt, leicht zu greifen – und mit dem Anspruch, sich individuell gestalten zu lassen. Beide Modelle sind Cruiser, aber sie sprechen unterschiedliche Fahrbedürfnisse an.

Im Folgenden geht es um die wichtigsten Unterschiede, die sich aus den aufgelisteten Daten und den typischen Eigenschaften der Modelle ergeben. Dabei wird nicht nur auf Zahlen geschaut, sondern vor allem darauf, wie sich die Konzepte im Alltag anfühlen.

Design und Gesamteindruck: Harley mit Show, Yamaha mit Understatement

Harley-Davidson Low Rider S

Die Low Rider S wirkt wie ein Motorrad, das bewusst Aufmerksamkeit sucht. Die Proportionen, die markante Silhouette und der insgesamt „fertige“ Custom-Look sorgen dafür, dass das Bike auch ohne Umbauten sehr eigenständig aussieht. Wer gern mit dem Motorrad aus der Masse herausfällt, bekommt hier eine klare Antwort.

Yamaha SCR 950

Die SCR 950 setzt eher auf reduzierte Retro-Ästhetik. Der Look ist stimmig, aber nicht überladen. Dadurch wirkt das Motorrad leicht, „handlich“ und nahbar – wie ein Basisfahrzeug, das man gern weiterdenkt. Gerade wer Spaß an Individualisierung hat, findet hier einen Einstieg, der nicht schon alles vorgibt.

Motorcharakter: V-Twin-Drive vs. klassischer Retro-Ansatz

Beim Fahrgefühl trennt sich die Spreu schnell. Die Low Rider S ist als Harley typischerweise auf einen kräftigen, sonoren Antrieb ausgelegt. Der V-Twin-Charakter sorgt für ein spürbares Drehmomentgefühl und für einen Sound, der nicht nur gehört, sondern wahrgenommen wird. Das macht das Motorrad besonders attraktiv für Fahrten, bei denen der Antrieb Teil des Erlebnisses ist – etwa auf Landstraßen oder bei entspannten Touren.

Die Yamaha SCR 950 verfolgt dagegen einen anderen Ansatz: Sie wirkt im Gesamtpaket eher wie ein „klassisches“ Retro-Cruiser-Konzept, das auf Alltagstauglichkeit und ein unkompliziertes Handling zielt. Der Motorcharakter ist weniger auf „Show“ getrimmt, sondern auf ein gleichmäßiges, gut dosierbares Fahren. Das kann im Stadtverkehr und auf kürzeren Strecken ein echter Vorteil sein, weil das Bike sich weniger wie ein „großes Statement“, sondern mehr wie ein verlässlicher Begleiter anfühlt.

Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität im Alltag

Aus den aufgelisteten Eigenschaften lässt sich ableiten, dass die Low Rider S eher auf souveränes Dahingleiten und kontrollierte Kraftübertragung ausgelegt ist. Das Motorrad vermittelt dabei das Gefühl, dass es mit Tempo und Ruhe umgehen kann. In Kurven ist das Fahrverhalten stark davon abhängig, wie man die Maschine anstellt: Wer die Low Rider S dynamisch bewegt, spürt die Kraft und den „Cruiser-Drive“ – wer eher gemütlich fährt, genießt die Stabilität.

Die SCR 950 wirkt dagegen wie ein Motorrad, das sich leichter in den Alltag einfügt. Das Handling ist oft der Punkt, der bei solchen Bikes begeistert: Man kann sich schneller auf die Linie konzentrieren, das Motorrad wirkt weniger „schwer zu bewegen“. Gerade in der Stadt oder auf kurvigen Nebenstrecken kann das den Unterschied machen, weil man weniger „gegen“ das Motorrad arbeiten muss.

Ergonomie und Sitzposition: Cruiser-Comfort mit unterschiedlicher Ausrichtung

Beide Modelle sind Cruiser, aber die Sitzphilosophie ist nicht identisch. Die Low Rider S ist tendenziell auf eine sportlichere Cruiser-Position ausgelegt, die den Fahrer aktiver einbindet. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das zwischen Cruiser und sportlicherem Anspruch liegt. Das kann besonders dann überzeugen, wenn längere Strecken gefahren werden und man nicht ständig „umsitzen“ möchte.

Die SCR 950 setzt stärker auf eine entspannte, retrotypische Haltung. Das unterstützt ein entspanntes Fahrtempo und macht das Motorrad gut für Fahrten, bei denen man die Umgebung genießen möchte. Gleichzeitig ist die Ergonomie oft so gewählt, dass man sich auch bei kürzeren Wegen wohlfühlt – ein Pluspunkt, wenn das Motorrad nicht nur für Touren, sondern auch für den Alltag genutzt wird.

Bremsen, Fahrassistenz und Kontrolle: Wie sich Sicherheit im Alltag anfühlt

Bei der Kontrolle spielen nicht nur einzelne Komponenten eine Rolle, sondern das Zusammenspiel aus Motor, Fahrwerk und Bremsgefühl. Die Low Rider S bringt durch ihren Antrieb und die Cruiser-typische Leistungsentfaltung eine andere Dynamik mit. Das bedeutet: Wer zügiger fährt oder häufiger aus dem Stand beschleunigt, profitiert von einem Setup, das auf souveräne Verzögerung und stabile Führung ausgelegt ist.

Die SCR 950 ist im Vergleich häufig die „entspanntere“ Wahl, wenn es um das alltägliche Tempo geht. Das kann sich positiv auswirken, weil sich das Motorrad in vielen Situationen sehr gut dosieren lässt. Gerade für Einsteiger oder für Fahrer, die bewusst nicht permanent am Limit fahren, ist das ein Vorteil: Kontrolle entsteht hier eher durch das gutmütige Gesamtgefühl als durch maximale Reserven.

Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße, Tour – wo liegen die Stärken?

Harley-Davidson Low Rider S im Alltag

Die Low Rider S spielt ihre Stärken besonders dort aus, wo man das Motorrad nicht nur „benutzt“, sondern erlebt. Auf Landstraßen wirkt der Antrieb besonders stimmig, und der Auftritt sorgt dafür, dass jede Fahrt ein bisschen mehr „Motorrad“ ist. Auch bei längeren Strecken kann die Kombination aus Stabilität und Cruiser-Charakter überzeugen.

Schwäche bzw. Herausforderung: Wer ein besonders leicht zu manövrierendes Bike für enge Parklücken oder häufiges Stop-and-Go sucht, muss sich bewusst sein, dass die Low Rider S als Cruiser mit deutlicher Präsenz eher auf Fahrten ausgelegt ist, bei denen man dem Motorrad Raum gibt.

Yamaha SCR 950 im Alltag

Die SCR 950 ist häufig die bessere Wahl, wenn das Motorrad vielseitig eingesetzt wird: kurze Wege, Stadtverkehr, spontane Ausfahrten. Der Retro-Charakter und das insgesamt unkomplizierte Handling machen das Bike sympathisch für alle, die gern „einfach losfahren“.

Schwäche bzw. Herausforderung: Wer vor allem auf maximale V-Twin-typische Durchzugskultur und den großen Harley-Auftritt setzt, wird bei der Yamaha eher eine andere Art von Fahrspaß finden. Die SCR 950 ist weniger „großes Erlebnis durch Kraft“, sondern mehr „Erlebnis durch Leichtigkeit, Stil und Alltagstauglichkeit“.

Individualisierung und Zubehör: Fertig oder Basis?

Ein wichtiger Unterschied zwischen beiden Konzepten ist die Frage: Will man ein Motorrad, das schon sehr „komplett“ wirkt, oder sucht man eine Plattform für Umbauten? Die Low Rider S ist optisch und vom Charakter her stark geprägt. Das bedeutet: Sie kann auch ohne Umbauten überzeugen, und wer Harley-Fahrerfahrung mag, bekommt genau diesen Stil.

Die SCR 950 hingegen wirkt wie eine Einladung zum Weiterbauen. Der Retro-Ansatz und die klare Linie machen es leichter, das Motorrad nach eigenem Geschmack zu gestalten. Wer gern Zubehör auswählt, Sitzbank, Lenker oder Details anpasst und das Bike Schritt für Schritt zu „seinem“ Motorrad macht, findet hier oft mehr Spielraum.

Für wen passt welches Motorrad?

Der Vergleich zeigt: Beide Maschinen sind Cruiser, aber sie stehen für unterschiedliche Prioritäten. Die Low Rider S ist die Wahl für Fahrer, die einen markentypischen Auftritt, einen kräftigen Motorcharakter und ein souveränes Cruiser-Gefühl suchen. Die SCR 950 ist die Wahl für Fahrer, die Retro-Design mögen, ein unkompliziertes Handling im Alltag schätzen und das Motorrad gern als Basis für Individualisierung sehen.

Typische Käufer der Harley-Davidson Low Rider S

  • Fahrer, die den V-Twin-Charakter und den „großen“ Sound besonders genießen
  • Menschen, die ein Motorrad wollen, das sofort nach Harley aussieht und wirkt
  • Tourenfahrer, die Stabilität und souveräne Kontrolle schätzen

Typische Käufer der Yamaha SCR 950

  • Fahrer, die Retro-Optik mögen und ein leicht zu handhabendes Bike suchen
  • Alltagsfahrer, die Stadt und Landstraße flexibel kombinieren
  • Menschen, die gern Zubehör und Umbauten planen

Fazit:

Die Harley-Davidson Low Rider S ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad vor allem durch Präsenz, V-Twin-Charakter und ein souveränes Cruiser-Gefühl überzeugen soll. Wer gern zügig fährt, den Sound und das markentypische Fahrgefühl sucht und ein Bike möchte, das auch ohne Umbauten „fertig“ wirkt, wird mit der Low Rider S besonders glücklich. Ihre Stärke liegt in der Art, wie sie Fahrten zu Erlebnissen macht – von der Landstraße bis zur längeren Tour.

Die Yamaha SCR 950 passt dagegen besser zu Fahrern, die Retro-Design, unkomplizierte Handhabung und Alltagstauglichkeit priorisieren. Sie eignet sich besonders, wenn das Motorrad vielseitig genutzt wird und wenn Individualisierung Spaß macht. Wer ein Bike sucht, das sich leicht in den Alltag einfügt und gleichzeitig eine stilvolle Basis für persönliche Anpassungen bietet, trifft mit der SCR 950 eine sehr stimmige Entscheidung.

Kurz gesagt: Low Rider S für den großen Harley-Charakter – SCR 950 für Retro, Leichtigkeit und Gestaltungsfreiraum.

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