| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- sauber durchkonstruiertes Motorrad
- Motor - kräftig und drehmomentstark
- Preis/Leistung
- Sitzposition
- Verarbeitung
- sauber durchkonstruiertes Motorrad ;) - siehe Fazit
- TFT-Display lädt zur Ablenkung ein
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 215 | kg |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Länge | 2.160 | mm |
| Radstand | 1.500 | mm |
| Sitzhöhe: | 850 | mm |
| Höhe | 1.375 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 4-Takt, Flüssigkeitsgekühlt, DOHC, 4 Ventile | |
| Hubraum | 847 | ccm |
| Hub | 59 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 115 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 8.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 310 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | Teleskopgabel (Federweg 137)mm | |
| Federung hinten | Schwinge (Federweg 142)mm | |
| Aufhängung hinten | Über Hebelsystem angelenktes Federbein | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 245 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Fazit - was bleibt hängen
Der Autor dieser Zeilen gibt es gerne zu: Er hat ein Faible für etwas schräge Motorräder, Typen und Tätigkeiten. Mir ist die Yamaha deshalb in ihrer Unaufgeregtheit zu distanziert, was aber eine rein persönliche Wertung ist.Die Yamaha versucht sehr erfolgreich alles Schräge außer Schräglagen aus ihrem Leben zu verbannen. Sie ist ein echter Tipp und wird sich auf dem Markt mit all ihren Fähigkeiten sicher behaupten - die Yamaha Tracer 900 GT ist ideal für Leute, die ungern Fehler machen oder fahren.
Typen wie ich müssen weitersuchen. Kennt man ja ...
Unser Dank an Motorrad Ruser für das Bereitstellen des Testbikes.
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Harley-Davidson Low Rider S vs. Yamaha Tracer 900 GT – welcher Motorradtyp passt besser?
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Yamaha Tracer 900 GT, geht es selten nur um Zahlen. Es geht um das Gefühl beim Starten, um die Art, wie sich das Motorrad in den Alltag einfügt, und darum, wie es sich auf längeren Strecken anfühlt. Der folgende Vergleich zeigt, wo die Stärken der beiden Konzepte liegen – und wo man je nach Anspruch Kompromisse eingehen muss.
Grundcharakter: Cruiser-Drive vs. sportliches Touring
Die Harley-Davidson Low Rider S steht für einen klaren Cruiser-Ansatz: markanter Auftritt, kräftiger Vortrieb und ein Fahrstil, der eher auf souveräne Durchzugskraft als auf hektische Drehzahlorgien setzt. Das Motorrad wirkt wie gemacht für entspannte Fahrten, bei denen der Sound und das Drehmoment im Vordergrund stehen.
Die Yamaha Tracer 900 GT verfolgt dagegen ein sportlich-tourendes Konzept. Sie ist darauf ausgelegt, auch bei zügigem Tempo stabil zu bleiben, dabei aber gleichzeitig Komfort für längere Etappen zu bieten. Der Fokus liegt auf Alltagstauglichkeit, guter Ergonomie und einer Ausstattung, die das Fahren leichter macht.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Im Vergleich der Antriebscharaktere zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Die Low Rider S setzt auf den typischen Cruiser-Drive mit starkem Gefühl für Drehmoment aus dem unteren und mittleren Drehzahlbereich. Das macht sie besonders dann attraktiv, wenn häufig aus dem Stand oder aus niedrigen Geschwindigkeiten beschleunigt wird – etwa im Stadtverkehr oder auf Landstraßen mit wechselnden Tempi.
Die Tracer 900 GT dagegen wirkt in der Praxis oft „alltagsschnell“ durch ihre sportlichere Abstimmung. Sie zieht gleichmäßig durch, lässt sich gut dosieren und unterstützt ein zügiges Fahrtempo, ohne dass das Motorrad ständig „auf Drehzahl gehalten“ werden muss. Wer häufig Autobahnabschnitte fährt oder längere Strecken mit konstantem Rhythmus plant, profitiert von diesem Charakter.
Stärken und Schwächen im Antriebskonzept
- Low Rider S: Starke Durchzugskraft und ein sehr cruiser-typisches Ansprechverhalten – ideal für entspanntes Fahren und kräftige Beschleunigungen aus dem Stand. Schwäche: Wer maximale Sportlichkeit im Sinne von „immer obenrum“ sucht, wird eher weniger begeistert sein.
- Tracer 900 GT: Gleichmäßige Leistungsentfaltung und ein Konzept, das auf dynamisches, aber komfortables Fahren ausgelegt ist. Schwäche: Der ganz spezielle Cruiser-„Punch“ und der emotionale Soundfokus stehen weniger im Mittelpunkt.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Fahrwerk zeigt sich die Philosophie beider Motorräder. Die Low Rider S vermittelt ein ruhiges, souveränes Gefühl – nicht unbedingt das „leichtfüßige“ Handling eines reinen Sportlers, aber ein kontrolliertes Fahrverhalten, das zu ihrem Charakter passt. In Kurven fährt sie eher mit Gelassenheit: Man spürt, dass sie für flüssiges Vorankommen gebaut ist.
Die Tracer 900 GT ist in der Praxis oft agiler und wirkt besonders dann im Vorteil, wenn häufig gewechselt wird zwischen zügigem Kurvenfahren und entspanntem Dahingleiten. Durch die Touring-Ausrichtung bleibt sie auch auf längeren Strecken berechenbar. Das hilft vor allem dann, wenn die Tagesform schwankt oder wenn die Strecke nicht „planbar“ ist.
Kurvengefühl und Alltag
Wer viel in Stadt und auf kurvigen Landstraßen unterwegs ist, merkt schnell, wie unterschiedlich die beiden Konzepte reagieren: Die Tracer 900 GT fühlt sich häufig schneller „in der Linie“ an, während die Low Rider S mehr auf Stabilität und kontrolliertes Tempo setzt. Beide können Spaß machen – aber auf unterschiedliche Weise.
Ergonomie und Sitzposition: Cruiser-Look vs. Touring-Komfort
Die Sitzposition der Low Rider S ist klar cruiser-orientiert: entspannt, mit einem Gefühl von „drin sitzen“ statt „darauf liegen“. Das passt gut zu Fahrten, bei denen Komfort und Stil wichtiger sind als maximale Sportlichkeit. Gleichzeitig kann diese Haltung bei sehr langen Etappen je nach Körpergröße und Fahrgewohnheit unterschiedlich empfunden werden.
Die Tracer 900 GT ist auf Touring ausgelegt. Das bedeutet: eine Sitzposition, die auch nach mehreren Stunden nicht komplett „umstellt“, und ein Gesamtkonzept, das auf längere Strecken optimiert ist. Dazu kommt der Vorteil, dass Wind- und Wetterschutz im Alltag eine größere Rolle spielen können – gerade auf Autobahn und bei wechselnden Bedingungen.
Stärken und Schwächen in der Ergonomie
- Low Rider S: Sehr stimmige Cruiser-Ergonomie und ein entspannteres Fahrgefühl. Schwäche: Für Personen, die häufig lange Autobahnphasen fahren, kann der Touring-Fokus der Yamaha im Komfort überlegen sein.
- Tracer 900 GT: Touring-typischer Komfort und bessere Unterstützung für lange Strecken. Schwäche: Wer die ganz „klassische“ Cruiser-Haltung sucht, findet bei der Yamaha eher eine sportlichere, funktionale Auslegung.
Elektronik und Ausstattung: Moderne Helfer vs. pureres Fahrgefühl
Die Yamaha Tracer 900 GT spielt ihre Stärken besonders bei der Ausstattung aus. Gerade im Alltag und auf Reisen sind Assistenzsysteme und moderne Elektronik ein echter Vorteil: Sie helfen dabei, das Motorrad in unterschiedlichen Situationen stabil und berechenbar zu halten. Das macht das Fahren entspannter – vor allem, wenn Wetter oder Straßenbelag wechseln.
Die Harley-Davidson Low Rider S setzt stärker auf das direkte Fahrgefühl. Das heißt nicht, dass sie „unmodern“ wäre, aber der Schwerpunkt liegt weniger auf dem maximalen Touring-Paket. Wer gerne bewusst fährt und den Fokus auf Motorcharakter und Stil legt, wird das als Vorteil empfinden.
Bremsen und Sicherheit im Vergleich
Beide Motorräder sind auf sicheres Fahren ausgelegt. Im Vergleich zeigt sich jedoch: Die Tracer 900 GT wirkt durch ihre Touring-Orientierung oft „rund“ im Gesamtpaket, während die Low Rider S den Charakter über das Fahrgefühl stärker in den Vordergrund stellt. Wer häufig bei wechselnden Bedingungen unterwegs ist, profitiert meist von der Yamaha-typischen Systemunterstützung.
Reisetauglichkeit: Gepäck, Windschutz und Langstrecken-Logik
Für viele ist der entscheidende Punkt nicht die Frage „Wie schnell ist sie?“, sondern „Wie angenehm ist sie nach 300 Kilometern?“. Hier spielt die Tracer 900 GT ihre Touring-Stärken aus: Windschutz, Komfort und die generelle Auslegung auf längere Etappen sind klare Pluspunkte. Auch das Thema Gepäck lässt sich im Touring-Konzept typischerweise leichter in den Alltag integrieren.
Die Low Rider S kann ebenfalls für längere Fahrten genutzt werden – aber sie fühlt sich eher wie ein Cruiser an, der auch Reisen kann, statt wie ein Motorrad, das primär für Reisen gebaut wurde. Wer mit leichtem Gepäck unterwegs ist und den Fokus auf Stil und Fahrgefühl legt, wird damit glücklich. Wer dagegen regelmäßig mit viel Gepäck und häufigen Autobahnabschnitten plant, findet bei der Yamaha meist den stimmigeren Ansatz.
Für wen lohnt sich welcher Motorradtyp?
Der Vergleich lässt sich am besten über den eigenen Fahrstil entscheiden. Die Low Rider S ist eine klare Wahl für alle, die den Cruiser-Charakter lieben: kräftiger Vortrieb, markantes Auftreten und ein Fahrgefühl, das Emotionen in den Vordergrund stellt. Sie passt besonders gut zu Fahrten, bei denen der Weg das Ziel ist – und bei denen man das Motorrad nicht nur als Transportmittel sieht.
Die Tracer 900 GT ist die richtige Wahl, wenn der Alltag und die nächste Reise zusammen gedacht werden. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, Wert auf Komfort, moderne Unterstützung und eine Ausstattung legt, bekommt mit der Yamaha ein Motorrad, das sich vielseitig einsetzen lässt. Sie ist besonders attraktiv für Fahrer, die sportlich unterwegs sein möchten, ohne dabei den Komfort zu opfern.
Stärken und Schwächen im Gesamtbild
- Harley-Davidson Low Rider S: Stärken liegen im emotionalen Cruiser-Charakter, im souveränen Durchzug und im Stil. Schwächen zeigen sich vor allem dort, wo Touring-Logik (Windschutz, Komfortfokus, Systemunterstützung) stärker gefragt ist.
- Yamaha Tracer 900 GT: Stärken liegen in Touring-Komfort, moderner Elektronik und einem vielseitigen Einsatzprofil. Schwächen liegen eher in der weniger „klassisch cruiserigen“ Ausrichtung, wenn genau dieser Charakter gesucht wird.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist die bessere Wahl für Fahrer, die Cruiser-Feeling, markanten Sound und einen kraftvollen, drehmomentbetonten Charakter suchen. Sie passt besonders gut zu entspannten Touren, zur Landstraße und zu Fahrern, die Stil und Fahrgefühl höher gewichten als maximalen Touring-Komfort. Wer dagegen häufig lange Strecken fährt, Wert auf Wind- und Wetterschutz, moderne Unterstützung und ein rundes Gesamtpaket legt, wird mit der Yamaha Tracer 900 GT glücklicher. Sie eignet sich besonders für Alltag, Autobahn und Reisen, bei denen Komfort und Vielseitigkeit entscheidend sind. Kurz gesagt: Low Rider S für den emotionalen Cruiser-Fokus, Tracer 900 GT für das sportlich-touring-orientierte „Allround-Reisemotorrad“.