| UVP | 24.370 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 7.220 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Dampf von unten
- fetter Sound
- gemütliche Sitzposition
- gutes Fahrwerk
- gute Bremsen
- guter Windschutz
- integrierte Koffer Serie
- Verkleidung vorne lieblos mit sichtbaren Schrauben montiert
- schweres Gefährt
- sehr leichtes Adventure-Bike
- gute Serien-Ausstattung mit Heizgriffen, ABS Pro, Connectivity mit Navi etc.
- gutmütiges Fahrverhalten
- elastischer Motor
- gute Verarbeitung, guter Qualitätseindruck
- kein Tempomat
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 327 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.365 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 720 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 178 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.161 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.210 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight™ 117 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihentwin | |
| Hubraum | 420 | ccm |
| Hub | 52 | mm |
| Bohrung | 72 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 344 | km |
| Leistung | 48 PS bei 8.750 U/Min | |
| Drehmoment | 43 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 165 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 368 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | 43-mm-Upside-Down-Telegabel mit drei Federraten und Leichtmetall-Gabelbrücken (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein mit hydraulischer Verstellung der Federvorspannung und Zweirohr-Stoßdämpfer (Federweg 137)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen, Antriebseinheit mittragend, Stahlrohrheckrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 43 mm (Federweg 180)mm | |
| Federung hinten | Federbein mit einstellbarer Federvorspannung und Zugstufendämpfung inklusive wegeabhängiger Dämpfung (Federweg 180)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90 R19 | |
| Reifen hinten | 130/80 R17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Einscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben Durchmesser 310 mm, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Durchmesser 240 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die neue Low Rider ST hält, was sie verspricht: Sport und Touring. Man traut ihr auf den ersten Blick gar nicht zu, wie sportlich man mit ihr unterwegs sein kann. Natürlich ist sie weder ein ausgewiesener Kurvenräuber noch eine Maschine für Anfängern, dafür ist sie einfach zu schwer. Wer mit dem Gewicht zurecht kommt, bekommt einen echten Power-Cruiser ohne viel Firlefanz. Herzstück ist der überragende Motor mit dem unverschämten Drehmoment-Feeling.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Dort steht die Low Rider ST und viele andere Harleys als Vorführer und freut sich auf Probefahrer. Harley Kiel ist übrigens "Harley Dealer des Jahres 2021" - völlig zu Recht. Die Jungs dort sind einfach supernett und besonders sympathisch ist der Haushund, mit dem man stundenlang Stöckchen werfen spielen kann.
Fazit: Kleine GS, großer Spaßfaktor
Die BMW F 450 GS ist genau das Motorrad, das der GS-Familie gefehlt hat: leicht, zugänglich, modern und trotzdem glaubwürdig. Sie bringt den Abenteuer-Gedanken zurück auf eine Größe, die im Alltag wirklich Sinn ergibt. Man muss keine Weltreise planen, um mit ihr Spaß zu haben. Eine Feierabendrunde, ein Schotterweg, ein Wochenende mit Softbags oder einfach der tägliche Weg zur Arbeit reichen völlig, damit sie ihren Charakter zeigt.
Ihr größter Trick ist nicht die Technik, nicht der Name und auch nicht die Optik. Ihr größter Trick ist, dass sie sofort Lust macht. Sie wirkt nicht kompliziert, nicht überdimensioniert und nicht wie ein Motorrad, das ständig beweisen muss, wie wichtig es ist. Sie fährt sich leicht, bietet genug Leistung, hat ein ordentliches Fahrwerk, sinnvolle Elektronik und diesen kleinen Schuss GS-Charme, der aus einem normalen Weg plötzlich eine kleine Tour macht.
Wer maximale Leistung, riesige Reichweite und Autobahn-Dominanz sucht, ist hier falsch. Wer aber ein Motorrad will, das im Alltag nicht nervt, auf der Landstraße grinst, im Gelände nicht gleich kapituliert und dabei hochwertig gemacht ist, sollte die F 450 GS sehr ernst nehmen. BMW hat hier keine Baby-GS gebaut, die nur süß aussehen soll. BMW hat eine kleine GS gebaut, die erwachsen genug ist, um vielen großen Motorrädern im echten Leben ziemlich frech auf den Koffer zu fahren.
Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf den Autobahnen A7 oder A21 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.
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Harley-Davidson Low Rider ST vs. BMW F 450 GS: Vergleich für unterschiedliche Fahrwelten
Wer zwischen der Harley-Davidson Low Rider ST und der BMW F 450 GS schwankt, entscheidet sich im Grunde für zwei sehr verschiedene Motorrad-Philosophien. Die Low Rider ST steht für markantes Cruiser-Design, kräftigen Auftritt und ein Fahrgefühl, das auf Stil und entspannte Kontrolle ausgelegt ist. Die F 450 GS dagegen wirkt wie ein moderner Allrounder: agil, alltagstauglich und mit dem Anspruch, auch abseits der perfekten Straße nicht sofort die Segel zu streichen.
In diesem Vergleich werden die wesentlichen Punkte gegenübergestellt: Motorcharakter, Fahrwerk und Handling, Ergonomie, Bremsen, Komfort sowie Ausstattung. Dabei geht es nicht um reine Zahlen, sondern darum, wie sich die Unterschiede im Alltag bemerkbar machen.
Grundcharakter: Cruiser-Tourer trifft auf Adventure-Allrounder
Harley-Davidson Low Rider ST: Stil und entspannte Kraft
Die Low Rider ST ist ein Motorrad, das man nicht nur fährt, sondern spürt. Der Fokus liegt auf einem souveränen, gleichmäßigen Antrieb und einer Sitzposition, die eher nach „entspannt ankommen“ als nach „sportlich durchziehen“ aussieht. Gerade auf längeren Strecken wirkt das Konzept stimmig: Der Fahrer bleibt ruhig im Fluss, während das Motorrad die Arbeit übernimmt.
BMW F 450 GS: Agilität und Vielseitigkeit
Die F 450 GS ist dagegen auf Dynamik und Anpassungsfähigkeit ausgelegt. Das Motorrad fühlt sich in der Stadt wendig an und bleibt auf Landstraßen lebendig. Gleichzeitig ist der Adventure-Ansatz spürbar: Die Maschine ist so konzipiert, dass auch unebene Abschnitte oder Schotterpisten nicht sofort zum Problem werden. Wer gern flexibel plant und nicht nur auf Asphalt festgelegt ist, findet hier eine passende Basis.
Motor und Antrieb: Wie sich Kraft und Drehmoment anfühlen
Beim Vergleich der Motoren zeigt sich ein klarer Unterschied im Charakter. Die Harley-Davidson Low Rider ST setzt auf ein Antriebserlebnis, das stark von der Art der Kraftentfaltung lebt: eher „durchziehen“ und dabei kontrolliert beschleunigen, ohne dass ständig nachjustiert werden muss. Das passt besonders gut zu Fahrten, bei denen man nicht permanent im Drehzahlbereich jongliert.
Die BMW F 450 GS wirkt im Vergleich „reaktiver“. Sie unterstützt ein Fahrgefühl, bei dem man schneller auf Gasbefehle reagiert und das Motorrad leicht in den gewünschten Rhythmus bringt. Das ist vor allem dann angenehm, wenn häufiges Beschleunigen und Verzögern im Alltag vorkommt oder wenn auf kurvigen Strecken häufige Richtungswechsel anstehen.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Low Rider ST: ruhige Linie, souveräne Kontrolle
Die Low Rider ST vermittelt auf der Straße ein Gefühl von Stabilität. Das Motorrad liegt spürbar ruhig, was besonders bei höheren Geschwindigkeiten oder bei längeren Autobahnabschnitten Vorteile bringt. Unebenheiten werden zwar nicht „weggezaubert“, aber das Gesamtpaket wirkt auf Komfort und kontrollierte Dämpfung abgestimmt. In Kurven fährt sich die Maschine eher geplant und gleichmäßig, statt hektisch zu wirken.
F 450 GS: leichtfüßig, mit Adventure-Reserve
Die F 450 GS spielt ihre Stärken vor allem in Situationen aus, in denen Beweglichkeit gefragt ist: enge Kehren, wechselnde Fahrbahnbeläge oder kurze Schlenker zwischen Ampeln und Landstraße. Das Fahrwerk unterstützt ein zügiges, aber dennoch gut kontrollierbares Handling. Auf schlechterem Untergrund zeigt sich der Adventure-Gedanke: Das Motorrad bleibt eher „mitmachend“ statt sofort zu verunsichern.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen in jeder Situation
Beim Thema Bremsen geht es im Alltag weniger um maximale Werte, sondern um Dosierbarkeit und Stabilität. Die Low Rider ST wirkt dabei wie ein Motorrad, das beim Verzögern eine klare Linie hält und dem Fahrer ein sicheres Gefühl gibt. Gerade wenn man aus dem entspannten Cruiser-Modus heraus bremst, ist die Vorhersagbarkeit ein Plus.
Die F 450 GS punktet ebenfalls mit gutem Bremsgefühl, aber mit einem anderen Schwerpunkt: Die Maschine ist darauf ausgelegt, auch bei wechselnden Untergründen kontrolliert zu bleiben. Wer häufig zwischen Asphalt und „nicht ganz perfekten“ Strecken wechselt, profitiert davon, dass das Motorrad insgesamt berechenbar bleibt.
Ergonomie und Sitzposition: Was passt zu welcher Körperhaltung?
Ein großer Unterschied zwischen beiden Modellen liegt in der Ergonomie. Die Harley-Davidson Low Rider ST bietet eine Sitzposition, die eher auf Komfort und entspannte Haltung ausgelegt ist. Das ist ideal, wenn längere Fahrten im Vordergrund stehen oder wenn man nicht ständig „aktiv“ gegen die Maschine arbeiten möchte. Die Handhaltung und die Ausrichtung der Fahrerposition unterstützen ein ruhiges Vorankommen.
Die BMW F 450 GS setzt dagegen auf eine Position, die mehr Beweglichkeit erlaubt. Das macht sie interessant für Fahrer, die gern variieren: mal etwas sportlicher, mal entspannter, je nach Strecke. Auch das Handling im Stand und bei niedrigen Geschwindigkeiten wirkt durch die Adventure-Anmutung oft intuitiver.
Komfort und Alltag: Wind, Vibrationen und Tagesform
Komfort ist bei beiden Motorrädern ein Thema, aber mit unterschiedlichen Prioritäten. Die Low Rider ST ist eher auf „angenehm reisen“ ausgelegt. Windschutz und die generelle Sitzruhe sorgen dafür, dass man auch nach mehreren Stunden noch gern weiterfährt. Gleichzeitig bleibt das Motorrad so charakterstark, dass es nicht wie ein reines Zweckfahrzeug wirkt.
Die F 450 GS ist komfortorientiert, aber mit dem Blick auf Vielseitigkeit. Auf kurzen Strecken in der Stadt fühlt sie sich oft unkompliziert an, während sie auf längeren Touren durch ihre allroundige Auslegung nicht sofort ermüdet. Wer gern spontan fährt und nicht jeden Kilometer perfekt geplant hat, wird den Ansatz mögen.
Ausstattung und Technik: Welche Richtung passt besser?
Bei der Ausstattung zeigt sich ebenfalls eine klare Linie. Die Low Rider ST wirkt wie ein Motorrad, das den Fokus auf ein stimmiges Gesamtpaket legt: Fahrgefühl, Design und eine Touring-taugliche Auslegung. Je nach Konfiguration können Features besonders dann überzeugen, wenn man Wert auf eine „fertige“ Reisebasis legt.
Die F 450 GS steht stärker für moderne Assistenz- und Funktionsideen, die das Motorrad in unterschiedlichen Situationen unterstützen. Das kann besonders interessant sein, wenn man häufig zwischen verschiedenen Streckenarten wechselt oder wenn man gern mit einem Motorrad fährt, das sich anpasst und Sicherheit im Alltag mitdenkt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Low Rider ST – Stärken
- Starker Cruiser-Charakter mit souveräner, entspannter Kraftentfaltung
- Ruhiges Fahrverhalten für längere Strecken und gleichmäßiges Tempo
- Komfort-orientierte Ergonomie für entspannte Tagesfahrten
- Stimmiges Touring-Gefühl durch die Ausrichtung des Gesamtkonzepts
Harley-Davidson Low Rider ST – mögliche Schwächen
- Weniger „leichtfüßig“ als ein Adventure-Bike, wenn es um sehr agile Manöver geht
- Für Fahrer, die häufig abseits des Asphalts unterwegs sind, kann der Adventure-Fokus fehlen
BMW F 450 GS – Stärken
- Agiles Handling für Stadt, Landstraße und wechselnde Strecken
- Adventure-Versatilität für leichte Offroad-Abschnitte und unebene Wege
- Ergonomie mit Bewegungsfreiheit für unterschiedliche Fahrstile
- Allround-Ansatz für Fahrer, die nicht nur auf eine Straße festgelegt sind
BMW F 450 GS – mögliche Schwächen
- Wer ein klassisches Cruiser-Feeling sucht, findet hier eher ein anderes Fahrkonzept
- Bei sehr langem, entspanntem „Touring im Cruiser-Modus“ kann der Fokus weniger auf maximaler Ruhe liegen
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern davon, wie gefahren wird. Die Low Rider ST ist besonders passend für Fahrer, die gern mit Charakter unterwegs sind, lange Strecken genießen und ein ruhiges, kontrolliertes Fahrgefühl bevorzugen. Sie eignet sich auch dann, wenn die Tourenplanung eher auf Asphalt und komfortables Tempo ausgerichtet ist.
Die F 450 GS ist die bessere Wahl für alle, die ein Motorrad suchen, das im Alltag flexibel bleibt und auch auf wechselnden Untergründen Spaß macht. Wer gern spontan fährt, häufig zwischen Stadt und Landstraße pendelt oder gelegentlich Schotter und Feldwege einplant, bekommt hier ein Motorrad, das diese Rolle sehr überzeugend erfüllt.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider ST ist die Wahl für Fahrer, die Cruiser-Charakter, entspannte Ergonomie und ein souverän ruhiges Fahrgefühl priorisieren. Sie spielt ihre Stärken besonders auf längeren Strecken aus und wirkt wie ein Motorrad, das man gern für Touren nutzt, bei denen Komfort und Stil im Vordergrund stehen. Wer dagegen ein Motorrad sucht, das im Alltag wendig bleibt, auf der Landstraße lebendig reagiert und auch bei wechselnden Untergründen nicht sofort an Grenzen stößt, trifft mit der BMW F 450 GS den richtigen Ton. Sie ist der vielseitigere Begleiter für alle, die nicht nur Asphalt planen, sondern gern flexibel unterwegs sind. Kurz gesagt: Low Rider ST für genussorientiertes Cruisen und Touring, F 450 GS für Agilität, Vielseitigkeit und Adventure-Feeling.