| UVP | 20.900 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2009 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Motor mit Schmalz und Charakter
- Extrem gut ausgestattet inkl. semi-aktivem Fahrwerk
- Großes TFT-Touch-Cockpit mit Handyanbindung (inkl. Navi)
- Viel Platz für Fahrer & Beifahrer
- Eignet sich dank "Adaptive Ride Height" auch für kleinere Piloten
- Zuladung könnte höher ausfallen
- kurze Service-Intervalle
- kein Quick-Shifter erhältlich
- kein Kardan
- Bedienung erfordert Einarbeitung
- leicht und wendig
- für Gelände und Straße (und Reise)
- kräftiger Einzylinder mit Charakter
- erstaunlich komplettes Elektronik-Paket
- voll einstellbares Fahrwerk
- wertige Details
- famoser QuickShifter
- spartanisches Display
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 258 | kg |
| Radstand | 1.585 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.585 | mm |
| Sitzhöhe: | 850-875 | mm |
| Höhe | 1.510 | mm |
| Gewicht | 162 | kg |
| Radstand | 1.506 | mm |
| Radstand | 1.506 | mm |
| Sitzhöhe: | 935 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V2 Revolution™ Max 1250 | |
| Hubraum | 1.252 | ccm |
| Hub | 72 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 80 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 152 PS bei 8.750 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 6.750 U/Min | |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 385 | km |
| Leistung | 79 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 73 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 160 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 300 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Dreiteiliger Leichtmetallrahmen mit Rohr-, Guss- und Formteilen, Motor mittragend | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel, 47 mm, mit elektronisch einstellbarem semi-aktivem Dämpfungssystem (Federweg 191)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein mit automatischer elektronischer Einstellung der Federvorspannung und semi-aktiver Steuerung von Druckstufe und Zugstufe der Dämpfung (Federweg 191)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70R19 60 V | |
| Reifen hinten | 170/60R17 72 V | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | WP XPLOR-USD, Ø 48 mm (Federweg 265)mm | |
| Federung hinten | WP XPLOR mit Pro-Lever Umlenkung (Federweg 250)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll 90mm | |
| Reifen hinten | 18 Zoll 140mm | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremsen ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 280 mm) | |
| Bremsen vorne | Brembo Zweikolben-Schwimmsattel, Bremsscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Mir gefällt die neue Pan America richtig gut. Vor allem die Optik hat es mir angetan. Die Maschine sieht aus wie ein V8-MuscleCar oder wie eine Lokomotive, die dann doch zum Motorrad wurde. Klar, dieses Bike polarisiert und gerade die Front wird nicht jedem zusagen. Aber lieber so als Einheitsbrei. Die Harley hat Charakter und ist auf 10 km sofort zu erkennen.Mit der Pan Am hat Harley nicht nur Mut bewiesen, sondern schon im 1. Wurf ein erstaunlich gutes Adventure-Bike auf die Beine gestellt. Sie wird sicher nicht gleich der GS den Rang ablaufen, aber wir sind uns sicher: Dieses Bike wird schon seine Käufer finden. Vielleicht sogar gerade die Reise-Enduro-Fraktion, die gerne einmal etwas anderes, etwas Besonderes fahren möchte. Gut gemacht, Harley!
Das Test-Bike wurde uns zur Verfügung gestellt von MTK, dem Harley-Davidson Vertragshändler in Kiel.
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Harley-Davidson Pan America 1250 Special vs. KTM 690 Enduro R: Motorradvergleich für Straße und Abenteuer
Wenn zwei Motorräder so unterschiedliche Philosophien mitbringen, wird ein Vergleich besonders spannend. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special steht für große Adventure-Touren, souveränen Langstreckenkomfort und einen Charakter, der auch auf langen Etappen Spaß macht. Die KTM 690 Enduro R dagegen ist eher die Idee von leichtem Offroad-Feeling, direktem Ansprechverhalten und maximaler Agilität – mit dem Anspruch, auch abseits der Straße schnell in den Flow zu kommen.
Im folgenden Vergleich schauen wir auf die typischen Unterschiede, die im Alltag und auf Touren spürbar werden: Fahrgefühl, Handling, Komfort, Offroad-Eignung, Ausstattung und die Frage, wie gut beide Motorräder zu unterschiedlichen Fahrstilen passen.
Grundcharakter: Großes Adventure vs. leichtes Enduro
Die Pan America 1250 Special wirkt wie ein Reisegerät, das für weite Strecken gebaut ist. Der Fokus liegt auf Stabilität, entspannterem Tempo und einem Fahrstil, der auch bei längeren Tagesetappen nicht in Stress ausartet. Wer gern plant, packt, startet und viele Kilometer am Stück fährt, findet hier eine passende Basis.
Die KTM 690 Enduro R ist dagegen deutlich näher am Offroad-Gedanken. Sie vermittelt das Gefühl, dass man schnell reagieren kann: Gas auf, Linie wählen, Hindernis annehmen. Gerade auf wechselndem Untergrund und bei kurzen, dynamischen Abschnitten spielt die KTM ihre Stärken aus.
Stärken und Schwächen im Überblick
- Pan America 1250 Special: stark bei Langstrecke, Komfort und ruhiger Kontrolle; weniger ideal, wenn maximale Leichtigkeit und Offroad-Agilität im Vordergrund stehen.
- KTM 690 Enduro R: stark bei Wendigkeit, direktem Ansprechverhalten und Offroad-Feeling; weniger geeignet, wenn viel Reise-Komfort und entspannte Langstreckenroutine Priorität haben.
Motor und Fahrgefühl: Drehmoment-Charakter vs. Enduro-Dynamik
Beim Motorcharakter zeigen sich die Unterschiede sehr deutlich. Die Pan America 1250 Special zielt auf einen souveränen, tourentauglichen Antrieb. Das macht sich vor allem beim gleichmäßigen Fahren bemerkbar: Man kann entspannt beschleunigen, ohne ständig den Drehzahlbereich zu wechseln. Das ist angenehm, wenn die Route lang ist oder wenn der Verkehr und die Streckenführung häufiges Schalten verlangen.
Die KTM 690 Enduro R wirkt dagegen lebendiger und „näher am Gas“. Das Ansprechverhalten unterstützt einen Fahrstil, bei dem man schnell auf Veränderungen reagiert. Gerade im Gelände oder auf technischeren Streckenabschnitten hilft die direkte Rückmeldung, um Tempo und Linie besser zu steuern.
Vergleich der Fahrbarkeit im Alltag
Auf der Straße profitiert die Pan America von ihrer Reiseausrichtung: Sie wirkt wie ein Motorrad, das auch bei längeren Fahrten gelassen bleibt. Die KTM kann zwar ebenfalls straßentauglich sein, fühlt sich aber stärker nach „kurz rein, schnell raus“ an – also nach Abschnitten, in denen man zügig unterwegs ist und das Motorrad aktiv bewegt.
Im Gelände dreht sich das Bild: Die KTM spielt ihre Agilität aus, während die Pan America eher mit Stabilität und kontrollierter Führung punktet. Wer viel Offroad macht, wird die KTM als leichter zu „lesen“ empfinden. Wer Offroad eher als Teil einer Reise sieht, bekommt mit der Pan America ein Motorrad, das auch auf längeren Transferstrecken nicht aus dem Konzept gerät.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Wendigkeit
Das Fahrwerk ist bei beiden Maschinen ein zentraler Punkt. Die Pan America 1250 Special ist darauf ausgelegt, Unebenheiten auf langen Strecken zu entschärfen und das Motorrad bei höheren Geschwindigkeiten stabil zu halten. Das sorgt für ein sicheres Gefühl, besonders wenn die Strecke nicht perfekt ist.
Die KTM 690 Enduro R setzt stärker auf Beweglichkeit. Das Motorrad lässt sich leichter in Richtungen bringen, und das Gefühl für Untergrundwechsel ist oft unmittelbarer. Dadurch wirkt sie besonders geeignet, wenn es darum geht, enge Passagen zu meistern oder im Gelände schnell die Linie zu wechseln.
Worauf es in der Praxis ankommt
Im Vergleich zeigt sich: Die Pan America ist im „Reise-Modus“ im Vorteil, weil sie Stabilität und Komfort kombiniert. Die KTM ist im „Offroad-Modus“ im Vorteil, weil sie Wendigkeit und direkte Rückmeldung liefert. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung – entscheidend ist, wie die eigenen Touren typischerweise aussehen.
Komfort und Ergonomie: Tourenhaltung vs. Enduro-Position
Komfort ist nicht nur Sitzhöhe oder Polsterung, sondern auch die Frage, wie entspannt man über Stunden bleibt. Die Pan America 1250 Special ist klar auf längere Fahrten ausgelegt. Die Sitzposition wirkt so gewählt, dass man auch bei längeren Etappen nicht ständig „gegen das Motorrad arbeiten“ muss. Dazu kommt das Gefühl, dass das Motorrad für Transfers und Tagesetappen gemacht ist.
Die KTM 690 Enduro R bringt eine Enduro-typische Haltung mit. Das kann im Gelände Vorteile bringen, weil man aktiver mit dem Motorrad arbeitet. Auf langen Straßenetappen kann das aber je nach Fahrstil und Körperbau weniger entspannend wirken als bei einem stärker auf Reise ausgelegten Modell.
Stärken und Schwächen bei der Alltagstauglichkeit
- Pan America 1250 Special: punktet mit Reise-Komfort und entspannterem Langstrecken-Gefühl; weniger „leichtfüßig“ im engen Offroad-Tempo.
- KTM 690 Enduro R: punktet mit aktiver Fahrweise und Agilität; weniger komfortorientiert für lange, gleichmäßige Autobahn- oder Landstraßenetappen.
Bremsen, Elektronik und Sicherheit: Kontrolle in unterschiedlichen Szenarien
Bei beiden Motorrädern spielt die Kombination aus Bremsen und Elektronik eine wichtige Rolle. Die Pan America 1250 Special bietet ein Setup, das auf Kontrolle im Reisebetrieb ausgelegt ist. Das ist besonders relevant, wenn man mit Gepäck unterwegs ist oder wenn die Strecke wechselhaft ist und man häufig bremsen muss.
Die KTM 690 Enduro R ist stärker auf dynamische Situationen ausgelegt. Gerade im Offroad-Kontext ist die Abstimmung entscheidend: Man möchte beim Bremsen und Beschleunigen ein Gefühl von direkter Rückmeldung haben, ohne dass das Motorrad „zu viel“ eingreift. Hier zeigt sich die Enduro-Philosophie: schnell reagieren, kontrolliert bleiben.
Was der Vergleich zeigt
Die Pan America wirkt wie die Maschine, die Sicherheit und Komfort in den Vordergrund stellt, wenn die Tour lang wird. Die KTM wirkt wie die Maschine, die Kontrolle in schnellen, technischen Momenten unterstützt. Beide können sicher gefahren werden – aber die Art, wie sie Sicherheit vermitteln, ist unterschiedlich.
Ausstattung und Praxis: Reise-Setup vs. Offroad-Fokus
Bei der Ausstattung trennt sich die Spreu schnell. Die Pan America 1250 Special ist prädestiniert für Touren, bei denen man Ausrüstung mitnimmt und mehrere Tage unterwegs ist. Das Motorrad wirkt so, als wäre es für „Route planen und durchziehen“ gemacht. Wer gern mit Koffer, Gepäck und Zubehör unterwegs ist, findet hier eine passende Basis.
Die KTM 690 Enduro R wirkt dagegen wie ein Motorrad, das man gern nutzt, um schnell in den Offroad-Modus zu wechseln. Das Setup unterstützt eine aktive Fahrweise und passt gut zu Fahrern, die weniger „Reise“ und mehr „Strecke erkunden“ im Kopf haben.
Stärken und Schwächen bei der Nutzung
- Pan America 1250 Special: stark für mehrtägige Touren und komfortables Mitnehmen von Ausrüstung; weniger ideal, wenn man häufig sehr enge oder stark technische Offroad-Passagen fährt.
- KTM 690 Enduro R: stark für Offroad-Abenteuer und schnelle Richtungswechsel; weniger ideal, wenn der Schwerpunkt auf maximalem Reise-Komfort und entspanntem Dauerbetrieb liegt.
Für wen passt welches Motorrad?
Der Vergleich wird am Ende vor allem eine Frage: Wie sieht die eigene Tour wirklich aus?
Harley-Davidson Pan America 1250 Special – die bessere Wahl für…
… Fahrer, die ein Adventure-Motorrad suchen, das auf langen Strecken souverän bleibt und dabei auch abseits der Straße nicht komplett „aufgibt“. Wer gern plant, packt und viele Kilometer am Stück fährt, bekommt mit der Pan America ein Motorrad, das Komfort und Kontrolle gut verbindet. Ideal ist sie für Touren, bei denen Straße und Schotter sich abwechseln, aber die Reise insgesamt im Vordergrund steht.
KTM 690 Enduro R – die bessere Wahl für…
… Fahrer, die Offroad als aktiven Teil der Tour sehen und ein Motorrad möchten, das leicht zu bewegen ist und schnell auf Eingaben reagiert. Wer gern enge Wege fährt, technische Abschnitte meistert und das Motorrad im Gelände „mitarbeitet“, wird die KTM als besonders passend empfinden. Auch für kürzere Ausfahrten mit dem Fokus auf Fahrspaß abseits der Straße ist sie eine starke Option.
Fazit:
Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt auf Langstrecken-Komfort, stabiler Kontrolle und einem Adventure-Ansatz liegt, der auch mit Gepäck und längeren Transfers funktioniert. Sie spielt ihre Stärken aus, wenn Straße und Schotter Teil derselben Reise sind und das Motorrad vor allem als zuverlässiger Tourenbegleiter überzeugen soll.
Die KTM 690 Enduro R ist die bessere Wahl, wenn Wendigkeit, direktes Fahrgefühl und Offroad-Dynamik im Vordergrund stehen. Sie passt besonders gut zu Fahrern, die das Motorrad aktiv bewegen wollen und technische oder wechselhafte Abschnitte als Hauptbestandteil der Tour sehen.
Kurz gesagt: Wer „Reise“ priorisiert, findet in der Pan America mehr Ruhe und Komfort. Wer „Gelände“ priorisiert, bekommt mit der KTM das agilere, reaktionsfreudigere Werkzeug für schnelle Abenteuer.