Harley-Davidson
Pan America 1250 Special
Triumph
Tiger 1200 GT Pro
KTM
1290 Super Adventure S
Ducati
Multistrada V4 S
| UVP | 20.900 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 20.545 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 21.599 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2025 | |
| UVP | 24.590 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Motor mit Schmalz und Charakter
- Extrem gut ausgestattet inkl. semi-aktivem Fahrwerk
- Großes TFT-Touch-Cockpit mit Handyanbindung (inkl. Navi)
- Viel Platz für Fahrer & Beifahrer
- Eignet sich dank "Adaptive Ride Height" auch für kleinere Piloten
- Zuladung könnte höher ausfallen
- kurze Service-Intervalle
- kein Quick-Shifter erhältlich
- kein Kardan
- Bedienung erfordert Einarbeitung
- Bulliger Motor
- Viel Platz für Fahrer & Sozius
- Komplette Ausstattung
- Semiaktives Fahrwerk
- Langstreckentaugliche Sitzposition
- leichte Lastwechselreaktionen
- reichlich Power
- üppige Ausstattung
- gute Bedienbarkeit
- guter Reisekofort für Fahrer und Sozius
- gelungene Deitails
- reichlich Zubeör verfügbar
- hoher, aber in dieser Klasse nicht ungewöhnlicher Preis
- etwas eigenwillige Frontmaske (Geschmackssache)
- für manchen vielleicht etwas Techniküberladen
- Hoher Sitzkomfort für Fahrer und Beifahrer
- Beeindruckender Motor, sportlich und kultiviert
- Guter Windschutz und leicht verstellbares Windschild
- Sehr handlich, dabei trotzdem stabiles Fahrverhalten
- Technisch alles an Bord (gegen Aufpreis), was das Herz begehrt
- Bremsen, Reifen, Fahrwerk: Alles super
- Reichweite könnte besser sein
- Voll ausgestattet kein Schnäppchen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 258 | kg |
| Radstand | 1.585 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.585 | mm |
| Sitzhöhe: | 850-875 | mm |
| Höhe | 1.510 | mm |
| Gewicht | 245 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.230 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 850-870 | mm |
| Höhe | 1.436 | mm |
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 849-869 | mm |
| Höhe | 1.520 | mm |
| Gewicht | 240 | kg |
| Radstand | 1.567 | mm |
| Radstand | 1.567 | mm |
| Sitzhöhe: | 840-860 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V2 Revolution™ Max 1250 | |
| Hubraum | 1.252 | ccm |
| Hub | 72 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder-12V-DOHC-Reihenmotor | |
| Hubraum | 1.160 | ccm |
| Hub | 61 | mm |
| Bohrung | 90 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V4 | |
| Hubraum | 1.158 | ccm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 152 PS bei 8.750 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 6.750 U/Min | |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 385 | km |
| Leistung | 150 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 130 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 350 | km |
| Leistung | 160 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 138 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
| Leistung | 170 PS bei 10.500 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 8.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 255 | km/h |
| Tankinhalt | 22 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 300 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Dreiteiliger Leichtmetallrahmen mit Rohr-, Guss- und Formteilen, Motor mittragend | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel, 47 mm, mit elektronisch einstellbarem semi-aktivem Dämpfungssystem (Federweg 191)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein mit automatischer elektronischer Einstellung der Federvorspannung und semi-aktiver Steuerung von Druckstufe und Zugstufe der Dämpfung (Federweg 191)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70R19 60 V | |
| Reifen hinten | 170/60R17 72 V | |
| Rahmenbauart | GitterrohrrahmenStahlrohrrahmen mit geschmiedeten Aluminium-Auslegern. Verschraubter Aluminium-Heckrahmen. | |
| Federung vorne | Showa 49 mm Upside-Down-Vorderradgabel mit semi-aktiver Dämpfung. (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | Showa Zentralfederbein mit semi-aktiver Dämpfung und automatischer elektronischer Vorspannungseinstellung. (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | „Tri-Link“ Zweiarm-Aluminiumschwinge mit zwei Aluminium-Drehmomentstützen. | |
| Reifen vorne | 120/70R19 | |
| Reifen hinten | 150/70R18 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Semi-aktive WP-USD-Gabel Ø 48 mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | Semi-aktives WP-Monoshock-Federbein (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Druckguss-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR17 | |
| Rahmenbauart | Monocoque-Rahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down (Federweg 180)mm | |
| Federung hinten | Monoshock (Federweg 180)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-19 | |
| Reifen hinten | 170/60-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremsen ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 280 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo M4.30 Stylema Monoblock-Bremssättel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Einzelkolben-Bremssattel ( Ø 282 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 330 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 265 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Mir gefällt die neue Pan America richtig gut. Vor allem die Optik hat es mir angetan. Die Maschine sieht aus wie ein V8-MuscleCar oder wie eine Lokomotive, die dann doch zum Motorrad wurde. Klar, dieses Bike polarisiert und gerade die Front wird nicht jedem zusagen. Aber lieber so als Einheitsbrei. Die Harley hat Charakter und ist auf 10 km sofort zu erkennen.Mit der Pan Am hat Harley nicht nur Mut bewiesen, sondern schon im 1. Wurf ein erstaunlich gutes Adventure-Bike auf die Beine gestellt. Sie wird sicher nicht gleich der GS den Rang ablaufen, aber wir sind uns sicher: Dieses Bike wird schon seine Käufer finden. Vielleicht sogar gerade die Reise-Enduro-Fraktion, die gerne einmal etwas anderes, etwas Besonderes fahren möchte. Gut gemacht, Harley!
Das Test-Bike wurde uns zur Verfügung gestellt von MTK, dem Harley-Davidson Vertragshändler in Kiel.
Fazit - was bleibt hängen
Na gut, schlechte Motorräder werden heutzutage in dieser Klasse eigentlich ohnehin nicht mehr gebaut. Was bleibt da also noch zu sagen? Man muss die Fehler schon mit der Lupe suchen. Aber auch das haben wir natürlich gemacht und erwähnen daher folgende Kritikpunkte: Das Fach für das Mobiltelefon fällt für zahlreiche Modelle leider zu klein aus. Aus Sicht einer Reisemaschine wäre auch ein Kardan nett – aber klar es ist eben ´ne KTM.
Die Optik gerade der Frontmaske ist nicht jedermanns Sache – aber das fällt nun wirklich unter die Rubrik Geschmacksfrage. Der Kaufpreis ist recht üppig, aber auch damit ist die KTM nicht alleine. Kommen wir also zur Einstiegsfrage zurück, ob die KTM 1290 Super Adventure S der neue Maßstab ist. Der neue Maßstab ist vielleicht sehr ambitioniert ausgedrückt. Aber mithalten mit den großen Konkurrenzmaschinen aus diesem Segment kann die KTM allemal. Und man gewinnt fast den Eindruck, die Unterschiede werden immer kleiner.
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.
Fazit - was bleibt hängen
Mann, hat das Spaß gebracht! Volker und Dietmar sind sich einig: Ein großer Wurf von Ducati. Die Wettbewerber müssen sich warm anziehen und wir freuen uns schon auf die ersten Vergleichstests mit GS & Co. Ob eingefleischte Ducati-Fans ebenso begeistert sind von der neuen Multistrada wie wir, sei dahingestellt. Objektiv betrachtet ist die neue V4S das bessere Motorrad, aber der eine oder andere wird die 1260er mit dem tollen V2 trotzdem bevorzugen, weil sie klassische Ducati-Tugenden besser repräsentiert als die neue Multi. Insofern polarisiert diese Maschine auch ein wenig, aber das muss sie wohl auch, wenn Ducati in die Top 10 will. Wir glauben, dass die Chance hierfür sehr gut stehen. Man hört von vielen Vorbestellungen, Ducati scheint alles richtig gemacht zu haben. Auguri, Ducati!Das Testmotorrad haben wir freundlicherweise zur Verfügung gestellt bekommen von Bergmann & Söhne Bremervörde.
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Motorradvergleich: Harley-Davidson Pan America 1250 Special vs Triumph Tiger 1200 GT Pro vs KTM 1290 Super Adventure S vs Ducati Multistrada V4 S
Wenn es um große Adventure-Maschinen geht, wird schnell klar: Es gibt nicht das eine perfekte Bike für alle. Genau deshalb lohnt sich ein Blick auf die Stärken der Harley-Davidson Pan America 1250 Special, der Triumph Tiger 1200 GT Pro, der KTM 1290 Super Adventure S und der Ducati Multistrada V4 S. Alle vier Modelle stehen für Touring-Genuss, aber sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte – von Charakter und Komfort über Elektronik bis hin zu Fahrgefühl und Agilität.
Worauf der Vergleich wirklich hinausläuft
Im Alltag zählt vor allem, wie gut sich ein Motorrad über längere Zeit kontrollieren lässt: Sitzposition, Windschutz, Ansprechverhalten des Motors und die Frage, wie entspannt sich das Bike bei wechselndem Tempo bewegt. Auf Touren kommt dazu, wie souverän die Maschine mit Gepäck und wechselnden Strecken umgeht. Und auf gemischten Strecken entscheidet sich, ob das Fahrwerk Reserven hat und ob die Elektronik das Fahren erleichtert – ohne das Gefühl zu nehmen.
Motorcharakter: Unterschiedliche Philosophien, ähnliche Ziele
Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special wirkt in der Wahrnehmung oft wie ein Bike, das auf Gelassenheit und Durchzug ausgelegt ist. Der Motor liefert Kraft so, dass man nicht ständig nachschalten muss – besonders dann angenehm, wenn die Strecke lang ist und die Konzentration nicht permanent auf dem Drehzahlbereich liegen soll. Das kann auf der Autobahn und bei gleichmäßigem Tempo ein echter Vorteil sein.
Die Triumph Tiger 1200 GT Pro spielt dagegen stärker die Karte „Touring mit Feinschliff“. Der Motor und die Abstimmung wirken so, dass sich das Motorrad harmonisch dosieren lässt. Gerade beim Anfahren, beim Beschleunigen aus dem Stand oder bei moderatem Tempo fühlt sich die Maschine oft besonders stimmig an. Wer häufig zwischen Landstraße, Stadt und zügigen Passagen wechselt, bekommt hier ein sehr alltagstaugliches Gesamtpaket.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist die sportlichere Interpretation des Adventure-Gedankens. Der Motorcharakter und die Art, wie die Maschine auf Gasbefehle reagiert, machen deutlich, dass Agilität und Dynamik im Fokus stehen. Auf kurvigen Strecken und bei zügiger Fahrweise zeigt sich die Stärke besonders: Das Motorrad wirkt bereit, schnell zu reagieren und dabei trotzdem stabil zu bleiben.
Die Ducati Multistrada V4 S bringt eine Mischung aus souveräner Leistung und „Premium-Fahrgefühl“. Der Motor liefert nicht nur Kraft, sondern auch ein sehr direktes, präzises Ansprechverhalten. Dadurch entsteht ein Fahrstil, der sich wie „leicht zu bedienen“ anfühlt – auch wenn die Maschine in der Leistungsklasse natürlich ordentlich Reserven hat. Wer gerne dynamisch fährt, bekommt hier ein Bike, das sich nicht verstecken muss.
Fahrwerk und Handling: Wer ist auf welcher Strecke im Vorteil?
Beim Fahrwerk geht es nicht nur um „hart oder weich“, sondern um die Frage, wie gut das Motorrad Unebenheiten wegsteckt, wie stabil es in Schräglage bleibt und wie sicher es bei Richtungswechseln wirkt. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special zeigt dabei oft eine Tendenz zu souveränem Komfort: Das Motorrad wirkt so, als wolle es lange Strecken entspannt machen. Auf schlechterem Asphalt oder bei welligen Abschnitten kann das angenehm sein, weil die Maschine nicht unnötig „nacharbeitet“.
Die Triumph Tiger 1200 GT Pro punktet häufig mit einem ausgewogenen Setup. Das Handling wirkt kontrolliert, ohne dass das Bike sich zu „zahm“ anfühlt. Gerade wenn die Strecke nicht nur aus perfekten Straßen besteht, sondern auch aus wechselnden Belägen, kann die Kombination aus Stabilität und gutem Feedback überzeugen.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist im Vergleich oft die, die am stärksten nach vorn zieht, wenn es sportlich wird. Das Handling wirkt lebendig, und die Maschine vermittelt das Gefühl, dass man sie aktiv bewegen kann. Auf kurvigen Strecken ist das ein Plus. Gleichzeitig sollte man sich bewusst sein: Wer vor allem Komfort auf langen, eher ruhigen Strecken sucht, kann die sportlichere Auslegung als „präsenter“ wahrnehmen.
Die Ducati Multistrada V4 S spielt ebenfalls in der dynamischen Liga, wirkt dabei aber häufig sehr fein abgestimmt. Das Motorrad lässt sich in vielen Situationen ruhig und präzise bewegen, ohne die Performance zu verstecken. Auf der Landstraße und bei zügigem Tempo kann das besonders Spaß machen, weil das Fahrgefühl „zusammenhängend“ wirkt – also Motor, Fahrwerk und Elektronik greifen gut ineinander.
Elektronik und Assistenz: Komfort durch Unterstützung
In dieser Klasse ist Elektronik mehr als nur „Gimmick“. Sie beeinflusst, wie sicher sich das Motorrad in unterschiedlichen Situationen anfühlt: beim Beschleunigen, beim Bremsen, in Kurven und bei wechselndem Grip. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special setzt dabei auf ein Paket, das das Fahren spürbar erleichtert, ohne den Charakter komplett zu überdecken. Das ist besonders dann hilfreich, wenn die Strecke unvorhersehbar ist oder wenn nicht jede Fahrt „sportlich bis ins Detail“ geplant ist.
Die Triumph Tiger 1200 GT Pro wirkt in der Gesamtabstimmung oft besonders stimmig, weil die Elektronik nicht nur technisch wirkt, sondern auch in der Bedienlogik überzeugt. Wer gerne verschiedene Modi nutzt und das Motorrad an die jeweilige Situation anpasst, findet hier häufig eine sehr intuitive Grundlage.
Die KTM 1290 Super Adventure S zeigt, dass Elektronik auch „sportlich“ gedacht sein kann. Die Unterstützung hilft, das Potenzial kontrolliert abzurufen – gerade dann, wenn man zügig unterwegs ist oder wenn die Strecke Gripwechsel bietet. Das kann das Motorrad schneller „fahrbar“ machen, ohne dass man sich komplett auf Assistenz verlassen muss.
Die Ducati Multistrada V4 S steht für eine besonders moderne, fein abgestimmte Elektronik. Das Zusammenspiel aus Motor, Fahrmodi und Fahrwerkslogik kann sich so anfühlen, als würde das Motorrad die passende Einstellung „mitdenken“. Für Fahrer, die gerne die Technik nutzen und dabei trotzdem ein direktes Feedback möchten, ist das ein starkes Argument.
Komfort, Ergonomie und Alltagstauglichkeit
Auf langen Touren entscheidet sich vieles im Detail: Windschutz, Sitzkomfort, Bedienbarkeit und wie entspannt sich das Motorrad im Alltag bewegt. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special wirkt dabei oft wie ein Bike, das auf „Tour statt Stress“ ausgelegt ist. Wer Wert auf eine ruhige, gelassene Sitz- und Fahrhaltung legt, wird sich hier schnell zurechtfinden.
Die Triumph Tiger 1200 GT Pro ist häufig besonders stark, wenn es um die Kombination aus Komfort und Alltagstauglichkeit geht. Das Motorrad wirkt so, als sei es für viele Situationen gemacht: vom entspannten Cruisen bis zur zügigen Fahrt über Landstraßen. Gerade wenn häufig unterschiedliche Streckenprofile gefahren werden, kann das ein Vorteil sein.
Die KTM 1290 Super Adventure S bringt Komfort mit, aber die Ausrichtung ist spürbar dynamischer. Das kann bedeuten, dass das Motorrad im Alltag „präsenter“ ist und man es aktiver bewegt. Wer das mag, bekommt ein sehr lebendiges Gefühl – wer vor allem maximalen Langstreckenkomfort sucht, sollte die eigene Priorität im Blick behalten.
Die Ducati Multistrada V4 S punktet oft mit einem hochwertigen Gesamteindruck und einem Fahrgefühl, das sich auch bei längeren Etappen nicht „anstrengend“ anfühlt. Die Bedienung und die Abstimmung wirken darauf ausgelegt, dass man sich auf die Straße konzentriert – nicht auf das Motorrad.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Pan America 1250 Special
Stärken: souveräner Touring-Charakter, gelassene Kraftentfaltung, Fokus auf entspanntes Fahren und gute Langstreckenwirkung.
Schwächen: wer maximale Sportlichkeit und „leichtes Anreißen“ in Kurven erwartet, könnte die Ausrichtung weniger direkt finden als bei den dynamischeren Modellen.
Triumph Tiger 1200 GT Pro
Stärken: ausgewogenes Gesamtpaket, harmonische Dosierbarkeit, starke Alltagstauglichkeit und ein stimmiges Zusammenspiel aus Komfort und Kontrolle.
Schwächen: wer das Motorrad als kompromissloses Performance-Tool sucht, könnte die sportliche Spitze weniger ausgeprägt wahrnehmen als bei KTM oder Ducati.
KTM 1290 Super Adventure S
Stärken: dynamisches Handling, sportliche Reaktion auf Gas und Kurvenimpulse, Elektronik als Unterstützung für zügiges Fahren.
Schwächen: die sportlichere Auslegung kann auf sehr langen, eher ruhigen Strecken als „aktiver“ empfunden werden als bei den komfortorientierteren Alternativen.
Ducati Multistrada V4 S
Stärken: präzises, modernes Fahrgefühl, starke Performance mit kontrollierbarer Kraft, sehr stimmige Elektronik und Premium-Anmutung.
Schwächen: wer vor allem auf maximale Schlichtheit im Handling setzt oder eher konservativ fährt, könnte die „Technikdichte“ als anspruchsvoller wahrnehmen.
Welche Wahl passt zu welchem Fahrstil?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern welches besser zu den eigenen Prioritäten passt. Für entspannte Touren mit Fokus auf souveränes Dahingleiten ist die Harley-Davidson Pan America 1250 Special oft die stimmige Wahl. Wer ein Motorrad sucht, das sich in vielen Situationen natürlich anfühlt – von Alltag bis längere Reise – findet in der Triumph Tiger 1200 GT Pro häufig den besten Kompromiss.
Wer dagegen gerne zügig fährt, Kurven aktiv angeht und ein sehr dynamisches Handling möchte, wird mit der KTM 1290 Super Adventure S besonders viel Freude haben. Und wer Performance, Premium-Fahrgefühl und moderne Elektronik in einem sehr präzisen Gesamtpaket sucht, landet schnell bei der Ducati Multistrada V4 S.
Fazit:
Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special ist ideal für Fahrer, die lange Strecken entspannt genießen möchten und ein souveränes, gelassenes Fahrgefühl bevorzugen. Die Triumph Tiger 1200 GT Pro passt besonders gut zu Tourern, die ein ausgewogenes Motorrad für wechselnde Einsätze suchen – komfortabel, kontrolliert und im Alltag leicht zu handhaben. Die KTM 1290 Super Adventure S empfiehlt sich, wenn Dynamik und sportliches Handling im Vordergrund stehen und das Motorrad auch auf zügigen Strecken „bereit“ wirken soll. Die Ducati Multistrada V4 S ist die Wahl für alle, die modernes Premium-Feeling, präzises Ansprechverhalten und eine sehr stimmige Elektronik möchten – mit dem Anspruch, Leistung nicht nur zu haben, sondern sie fein dosiert abzurufen. So wird aus dem Vergleich schnell eine klare Entscheidung: je nach Fahrstil und Priorität.