UVP 20.900 €
Baujahr von 2021 bis 2026~
UVP 16.349 €
Baujahr von 2014 bis 2021
Harleys erstes Adventure-Bike im Test - was kann die "Pan Am"?
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Pro und Kontra

Pro:
  • Motor mit Schmalz und Charakter
  • Extrem gut ausgestattet inkl. semi-aktivem Fahrwerk
  • Großes TFT-Touch-Cockpit mit Handyanbindung (inkl. Navi)
  • Viel Platz für Fahrer & Beifahrer
  • Eignet sich dank "Adaptive Ride Height" auch für kleinere Piloten
Kontra:
  • Zuladung könnte höher ausfallen
  • kurze Service-Intervalle
  • kein Quick-Shifter erhältlich
  • kein Kardan
  • Bedienung erfordert Einarbeitung
Pro:
  • Robust
  • Reisetauglichkeit
  • Soziuskomfort
  • Bedienung
Kontra:
  • Preis

Abmessungen & Gewicht

Gewicht258kg
Radstand1.585mm
Länge2.270mm
Radstand1.585mm
Sitzhöhe: 850-875 mm
Höhe1.510mm
Gewicht267kg
Radstand1.540mm
Länge2.255mm
Radstand1.540mm
Sitzhöhe: 845 mm
Höhe1.410mm

Motor

Motor-BauartV2 Revolution™ Max 1250
Hubraum1.252ccm
Hub72mm
Bohrung105mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Hubraum1.199ccm
Hub80mm
Bohrung98mm
Kühlungflüssig
AntriebKardan
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung152 PS bei 8.750 U/Min
Drehmoment125 NM bei 6.750 U/Min
Tankinhalt21Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite385km
Leistung112 PS bei 7.250 U/Min
Drehmoment117 NM bei 6.000 U/Min
Höchstgeschw.210km/h
Tankinhalt23Liter

Fahrwerk

RahmenbauartDreiteiliger Leichtmetallrahmen mit Rohr-, Guss- und Formteilen, Motor mittragend
Federung vorneUpside-Down-Gabel, 47 mm, mit elektronisch einstellbarem semi-aktivem Dämpfungssystem (Federweg 191)mm
Federung hintenZentralfederbein mit automatischer elektronischer Einstellung der Federvorspannung und semi-aktiver Steuerung von Druckstufe und Zugstufe der Dämpfung (Federweg 191)mm
Aufhängung hintenAluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne120/70R19 60 V
Reifen hinten170/60R17 72 V
RahmenbauartZentralrohr
Federung hintenMonofederbein

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremsen ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 280 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe
Bremsen hintenScheibe

Fazit - was bleibt hängen

Mir gefällt die neue Pan America richtig gut. Vor allem die Optik hat es mir angetan. Die Maschine sieht aus wie ein V8-MuscleCar oder wie eine Lokomotive, die dann doch zum Motorrad wurde. Klar, dieses Bike polarisiert und gerade die Front wird nicht jedem zusagen. Aber lieber so als Einheitsbrei. Die Harley hat Charakter und ist auf 10 km sofort zu erkennen.
 
Mit der Pan Am hat Harley nicht nur Mut bewiesen, sondern schon im 1. Wurf ein erstaunlich gutes Adventure-Bike auf die Beine gestellt. Sie wird sicher nicht gleich der GS den Rang ablaufen, aber wir sind uns sicher: Dieses Bike wird schon seine Käufer finden. Vielleicht sogar gerade die Reise-Enduro-Fraktion, die gerne einmal etwas anderes, etwas Besonderes fahren möchte. Gut gemacht, Harley!
 
Das Test-Bike wurde uns zur Verfügung gestellt von MTK, dem Harley-Davidson Vertragshändler in Kiel.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: ab 17.995 €
  • Verfügbarkeit: ab 06/2021
  • Farben: schwarz, grau, grün, orange

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Harley-Davidson Pan America 1250 Special vs. Yamaha XT 1200 ZE Super Ténéré: Adventure-Bike Vergleich

Wenn es um große Adventure-Bikes geht, treffen zwei Philosophien aufeinander: Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special steht für einen markanten Auftritt, ein kräftiges Fahrgefühl und den Anspruch, auch abseits der Komfortzone Spaß zu machen. Die Yamaha XT 1200 ZE Super Ténéré dagegen ist der Inbegriff des ausgereiften Reiseenduros – mit Fokus auf Langstreckenkomfort, souveränem Handling und einer Ausstattung, die auf Touren ausgelegt ist. Genau hier lohnt sich der Blick auf die Unterschiede: Wie verhalten sich die Bikes im Alltag, wie auf längeren Strecken und wo liegen die jeweiligen Stärken und Schwächen?

Grundidee: Charakter und Einsatzprofil

Beide Modelle sind für Reisen gemacht, aber sie fühlen sich unterschiedlich an. Die Pan America 1250 Special wirkt wie ein Adventure-Bike, das man gern aktiv fährt: Der Motor und das Gesamtpaket laden dazu ein, die Gänge zu nutzen, die Linie zu halten und auch auf unebenen Strecken selbstbewusst zu reagieren. Die Super Ténéré ist dagegen stärker auf „entspannt ankommen“ ausgelegt. Das Fahrwerk und die Geometrie zielen auf Stabilität und Ruhe ab – besonders dann, wenn die Strecke lang wird und der Fokus auf Komfort liegt.

Motor und Antrieb: Kraftentfaltung im Vergleich

Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special setzt auf einen Motorcharakter, der sich deutlich nach „Adventure mit Harley-Feeling“ anfühlt. Die Leistungsentfaltung wirkt kraftvoll und direkt, wodurch sich das Bike gut für zügiges Fahren und dynamische Beschleunigungsphasen eignet. Gleichzeitig bleibt das Ansprechverhalten so, dass auch moderates Tempo auf Landstraßen angenehm möglich ist.

Die Yamaha XT 1200 ZE Super Ténéré spielt ihre Stärken eher in der gleichmäßigen, tourentauglichen Leistungsabgabe aus. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufig lange Autobahnabschnitte, zügige Landstraßen oder konstant fließender Verkehr auf dem Plan stehen. Statt „Sportlichkeit“ steht hier „Souveränität“ im Vordergrund: Der Motor unterstützt das Fahrtempo ohne hektisch zu wirken.

Fahrwerk und Fahrverhalten: Straße, Schotter, Alltag

Adventure-Bikes müssen vieles können – und genau das zeigt sich im Fahrwerk. Die Pan America 1250 Special vermittelt ein spürbar aktives Gefühl. Beim Wechsel zwischen Kurven, beim Überfahren von Kanten und beim Fahren auf wechselndem Untergrund wirkt sie so, als würde sie den Fahrer stärker in die Dynamik einbinden. Das ist ein Vorteil, wenn gern „mit dem Motorrad“ gefahren wird und man die Linie bewusst steuert.

Die Super Ténéré ist im Vergleich darauf ausgelegt, auch bei längeren Strecken ruhig zu bleiben. Auf welligen Straßen und bei wechselnden Bedingungen sorgt das Setup für Stabilität. Gerade wenn der Tageskilometerzähler steigt, ist das ein echter Pluspunkt: weniger Stress im Fahrgefühl, mehr Fokus auf die Strecke.

Handling und Wendigkeit

Im Alltag – also beim Rangieren, in der Stadt oder auf engen Passagen – zeigt sich ein Unterschied in der „Leichtigkeit“ des Fahrgefühls. Die Pan America 1250 Special wirkt tendenziell handlicher, wenn man sie aktiv bewegt. Die Super Ténéré kann ebenfalls sicher bewegt werden, fühlt sich aber stärker nach „großem Reisegerät“ an: stabil, kontrolliert und eher auf fließendes Fahren ausgelegt.

Ergonomie und Komfort: Für lange Touren gemacht

Komfort ist bei Adventure-Bikes kein „Nice-to-have“, sondern entscheidend. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special bietet eine Sitzposition, die sich für viele Fahrer sportlich genug anfühlt, um auch auf kurvigen Strecken Spaß zu haben. Gleichzeitig bleibt sie so ausgelegt, dass längere Fahrten nicht zur Qual werden. Wer gern eine aktive Haltung einnimmt, dürfte sich hier schnell wohlfühlen.

Die Yamaha XT 1200 ZE Super Ténéré setzt noch stärker auf Reiseergonomie. Die Sitzposition und die Abstimmung zielen auf entspannte Stunden im Sattel. Besonders auf langen Etappen macht sich das bemerkbar: weniger Ermüdung, ruhigeres Fahrgefühl und ein Gesamtkonzept, das auf „Tour statt Stress“ ausgelegt ist.

Windschutz und Alltagstauglichkeit

Bei beiden Bikes spielt der Windschutz eine wichtige Rolle, weil er direkt beeinflusst, wie anstrengend eine Fahrt wird. Die Pan America 1250 Special wirkt dabei wie ein Bike, das man gut an die eigenen Vorlieben anpassen kann, um den Luftstrom zu optimieren. Die Super Ténéré ist ebenfalls stark auf Komfort ausgelegt und bietet ein Setup, das gerade bei höheren Geschwindigkeiten angenehm bleibt.

Elektronik und Ausstattung: Moderne Helfer im Vergleich

Adventure-Bikes sind heute ohne Elektronik kaum noch vorstellbar. Im Vergleich zeigt sich: Die Pan America 1250 Special setzt auf ein modernes Paket, das das Fahren unterstützt und dabei hilft, das Motorrad in unterschiedlichen Situationen kontrolliert zu bewegen. Das ist besonders nützlich, wenn die Bedingungen wechseln – etwa von Asphalt auf Schotter oder bei wechselnder Traktion.

Die Super Ténéré ist in dieser Hinsicht ebenfalls sehr gut aufgestellt. Gerade auf Reisen ist eine durchdachte Elektronik sinnvoll, weil sie nicht nur Sicherheit erhöht, sondern auch das Fahrgefühl konsistent hält. Wer häufig unterwegs ist und sich auf ein „funktioniert immer“-Gefühl verlassen möchte, wird die Yamaha besonders schätzen.

Bedienung und Übersicht

Auch die Bedienlogik zählt: Auf Touren will man sich nicht durch Menüs kämpfen. Beide Bikes bieten moderne Ansätze, aber die Yamaha wirkt in der Gesamtheit oft wie das „Reise-Tool“, das schnell verständlich bleibt. Die Harley kann ebenfalls überzeugen, setzt aber stärker auf den Charakter des Motorrads – wer das mag, fühlt sich schnell zuhause.

Bremsen und Sicherheit: Vertrauen aufbauen

Beim Bremsen geht es um mehr als reine Bremsleistung: Es zählt, wie gut sich das Motorrad dosieren lässt. Die Pan America 1250 Special vermittelt dabei ein direktes Gefühl, das in dynamischen Situationen hilft. Gleichzeitig bleibt sie kontrollierbar, wenn man eher defensiv fährt.

Die Super Ténéré punktet im Vergleich mit einem stabilen, gut vorhersehbaren Bremsverhalten. Das ist besonders auf langen Strecken wichtig, weil man sich auf gleichbleibende Dosierbarkeit verlassen möchte – egal ob bei Stadtverkehr, Landstraße oder Autobahn.

Stärken und Schwächen: Was passt besser zu welchem Fahrstil?

Harley-Davidson Pan America 1250 Special – Stärken

  • Charakter und Fahrgefühl: deutlich spürbarer Antrieb und ein aktives, dynamisches Gesamtpaket.
  • Vielseitigkeit: fühlt sich sowohl auf Straße als auch auf wechselndem Untergrund stimmig an.
  • Reise mit Anspruch: Komfort ist vorhanden, aber das Bike bleibt eher „fahrbar“ als nur „abspulbar“.

Harley-Davidson Pan America 1250 Special – Schwächen

  • Fokus: wer maximale Ruhe und „Langstrecken-Entspannung pur“ sucht, könnte die Yamaha als noch passender empfinden.
  • Alltagsgefühl: je nach Fahrstil wirkt die aktive Auslegung nicht jedem so leicht wie ein klassisches Reiseenduro.

Yamaha XT 1200 ZE Super Ténéré – Stärken

  • Reise-Komfort: das Motorrad wirkt wie für lange Etappen gebaut – stabil, ruhig und ausdauernd.
  • Souveränität: gleichmäßiges Fahrverhalten, das auch bei wechselnden Bedingungen Vertrauen gibt.
  • Gesamtpaket: Elektronik und Ausstattung sind stark auf Touren ausgelegt.

Yamaha XT 1200 ZE Super Ténéré – Schwächen

  • Charakter: wer ein besonders „aktives“ Fahrgefühl sucht, empfindet die Yamaha möglicherweise als etwas weniger verspielt.
  • Wendigkeit im Kopf: als großes Reisegerät fühlt sie sich eher nach Stabilität als nach „leichtem Spiel“ an.

Für wen lohnt sich welches Bike?

Die Entscheidung hängt weniger von „besser“ als von „passender“ ab. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special ist besonders attraktiv für Fahrer, die Adventure nicht nur als Fortbewegung sehen, sondern als Erlebnis: dynamisch, mit Charakter und mit dem Wunsch, auch auf unebenen Strecken aktiv zu fahren. Wer gern Kurven fährt, das Motorrad spüren möchte und dabei trotzdem lange Touren im Blick hat, findet hier ein stimmiges Gesamtbild.

Die Yamaha XT 1200 ZE Super Ténéré ist die richtige Wahl, wenn der Schwerpunkt klar auf Reisen liegt: lange Strecken, komfortables Handling, eine Ausstattung, die den Alltag erleichtert, und ein Fahrgefühl, das auch nach vielen Stunden noch angenehm bleibt. Wer häufig unterwegs ist, Wert auf Stabilität legt und ein Motorrad sucht, das zuverlässig „durchzieht“, wird mit der Super Ténéré sehr glücklich.

Fazit:

Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special überzeugt vor allem durch ihren markanten Charakter und das aktive, dynamische Fahrgefühl. Sie passt besonders gut zu Fahrern, die Adventure-Bikes gern selbst gestalten: zügig auf der Straße, souverän auf wechselndem Untergrund und mit einem Motor, der Lust auf Dynamik macht. Ihre Stärke liegt darin, dass sie nicht nur komfortabel ist, sondern auch „Fahrspaß“ vermittelt.

Die Yamaha XT 1200 ZE Super Ténéré ist dagegen die bessere Wahl für alle, die vor allem lange Touren planen und ein sehr ruhiges, stabiles Reisegefühl suchen. Sie wirkt wie ein ausgereiftes Langstreckenpaket: gleichmäßige Leistungsentfaltung, komfortorientierte Ergonomie und eine Elektronik, die das Fahren konsistent unterstützt. Wer häufig große Distanzen fährt und dabei möglichst wenig Stress möchte, findet in der Super Ténéré den passendsten Begleiter.

Kurz gesagt: Pan America für Charakter und aktives Fahren, Super Ténéré für Reisekomfort und Souveränität.

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