UVP 17.570 €
Baujahr von 2021 bis 2026~
UVP 21.599 €
Baujahr von 2018 bis 2025
Harleys zweites Bike mit dem neuen Revolution Motor
Weiter zum Testbericht
Schnell und mühelos viele Kilometer abspulen
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • eigenständige Optik
  • kräftiger Motor mit Leistung UND Drehmoment
  • qualitativ hochwertiger Eindruck
  • fetter V2 Sound, aber unter 95dB
  • elektronisch komplett ausgestattet inkl. Schräglagen-Sensorik
Kontra:
  • Federung hinten knüppelhart
  • futzeliger Seitenständer
Pro:
  • reichlich Power
  • üppige Ausstattung
  • gute Bedienbarkeit
  • guter Reisekofort für Fahrer und Sozius
  • gelungene Deitails
  • reichlich Zubeör verfügbar
Kontra:
  • hoher, aber in dieser Klasse nicht ungewöhnlicher Preis
  • etwas eigenwillige Frontmaske (Geschmackssache)
  • für manchen vielleicht etwas Techniküberladen

Abmessungen & Gewicht

Gewicht228kg
Radstand1.520mm
Länge2.270mm
Radstand1.520mm
Sitzhöhe: 775 mm
Gewicht243kg
Radstand1.560mm
Länge2.250mm
Radstand1.560mm
Sitzhöhe: 849-869 mm
Höhe1.520mm

Motor

Motor-BauartV2 Revolution® Max 1250T
Hubraum1.252ccm
Hub72mm
Bohrung105mm
Kühlungflüssig
AntriebRiemen
Gänge6
Motor-Bauart2-Zylinder, 4-Takt, V 75°
Hubraum1.301ccm
Hub71mm
Bohrung108mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung122 PS bei 7.500 U/Min
Drehmoment125 NM bei 6.000 U/Min
Höchstgeschw.220km/h
Tankinhalt12Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite231km
Leistung160 PS bei 9.000 U/Min
Drehmoment138 NM bei 6.750 U/Min
Höchstgeschw.250km/h
Tankinhalt23Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite404km

Fahrwerk

RahmenbauartMotor mittragegend
Federung vorneUSD-Gabel, 43 mm, mit einstellbarer Federvorspannung und einstellbarer Zug- und Druckstufe der Dämpfung (Federweg 92)mm
Federung hintenÜber Umlenkhebel angelenktes Einzelfederbein mit außenliegendem Ausgleichsbehälter, einstellbarer Federvorspannung sowie einstellbarer Zug- und Drucks (Federweg 51)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne160/70TR17 73V
Reifen hinten180/70R16 77V
RahmenbauartGitterrohr
Federung vorneSemi-aktive WP-USD-Gabel Ø 48 mm (Federweg 200)mm
Federung hintenSemi-aktives WP-Monoshock-Federbein (Federweg 200)mm
Aufhängung hintenDruckguss-Zweiarmschwinge
Reifen vorne120/70 ZR19
Reifen hinten170/60 ZR17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremse ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 260 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenBrembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm)

Fazit - was bleibt hängen

Die neue Sportster S ist unverkennbar eine Harley Davidson. Allerdings ist es eine NEUE Harley, die nicht nur optisch polarisiert, sondern auch technisch derartig vollgestopft ist, dass der eine oder andere Purist vermutlich die Nase rümpfen wird. Gerade jüngere Fahrer werden sich aber freuen, eine echte Harley mit so viel Schnickschnack bewegen zu können.
 
Wir finden es gut, dass die Sportster S so eigenständig daherkommt und Ecken und Kanten aufweist. Sie hat Charakter und ist absolut unverwechselbar. Trotzdem haben wir mal Wettbewerber herausgesucht, die der Sportster S zumindest ähnlich sind: Indian FTR 1200 S und Honda CMX 1100 Rebel passen da noch am ehesten.
 
Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Harley Davidson in Kiel. Wer sie dort mal Probe fahren möchte: Wir empfehlen eine Runde um den Westensee!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 15.495 €
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 12.000€
  • Baujahre: 2014-heute
  • Verfügbarkeit: ab 11/2021
  • Farben: rotbraun, schwarz, weiß

Fazit - was bleibt hängen

Na gut, schlechte Motorräder werden heutzutage in dieser Klasse eigentlich ohnehin nicht mehr gebaut. Was bleibt da also noch zu sagen? Man muss die Fehler schon mit der Lupe suchen. Aber auch das haben wir natürlich gemacht und erwähnen daher folgende Kritikpunkte: Das Fach für das Mobiltelefon fällt für zahlreiche Modelle leider zu klein aus. Aus Sicht einer Reisemaschine wäre auch ein Kardan nett – aber klar es ist eben ´ne KTM.

Die Optik gerade der Frontmaske ist nicht jedermanns Sache – aber das fällt nun wirklich unter die Rubrik Geschmacksfrage. Der Kaufpreis ist recht üppig, aber auch damit ist die KTM nicht alleine. Kommen wir also zur Einstiegsfrage zurück, ob die KTM 1290 Super Adventure S der neue Maßstab ist. Der neue Maßstab ist vielleicht sehr ambitioniert ausgedrückt. Aber mithalten mit den großen Konkurrenzmaschinen aus diesem Segment kann die KTM allemal. Und man gewinnt fast den Eindruck, die Unterschiede werden immer kleiner.

Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: ab 18.495 €
  • Baujahre: ab 2021
  • Verfügbarkeit: ab 2021
  • Farben: orange, schwarz

MotorradTest.de auf YouTube

Harley-Davidson Sportster S vs. KTM 1290 Super Adventure S: Welches Motorrad passt besser?

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich auftreten wie die Harley-Davidson Sportster S und die KTM 1290 Super Adventure S, wird der Vergleich schnell spannend: Hier trifft ein moderner, sportlich interpretierter Harley-Ansatz auf ein ausgewachsenes Adventure-Bike, das für lange Strecken, hohe Ansprüche und viel Elektronik gemacht ist. Beide Modelle sind leistungsstark und machen Spaß – aber sie liefern den Fahrspaß auf sehr verschiedene Art. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Wie unterscheiden sich Motorcharakter, Fahrwerk, Ergonomie, Bremsen und Ausstattung, und welche Stärken zeigen sich im Alltag sowie auf Touren?

Grundidee und Charakter: Sportlich vs. Reise-Abenteuer

Die Harley-Davidson Sportster S steht für einen dynamischen, urbanen und kurvenorientierten Stil. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man gern bewegt: zügig durch die Stadt, flott über Landstraßen und mit einem Fokus auf spürbare Rückmeldung. Die KTM 1290 Super Adventure S dagegen ist von der Grundidee her ein Reisegerät. Sie soll lange Strecken komfortabel abspulen, dabei aber jederzeit sportlich wirken können. Das merkt man schon an der Ausrichtung: Adventure bedeutet mehr Reserven, mehr Ausstattung und ein Fahrgefühl, das auf Stabilität bei Tempo und auf Vielseitigkeit ausgelegt ist.

Motor und Antrieb: Wie sich Leistung anfühlt

Im direkten Vergleich unterscheiden sich die beiden Motoren vor allem im Charakter. Die Harley-Davidson Sportster S wirkt im Alltag oft „direkter“: Der Antrieb ist darauf ausgelegt, zügig zu reagieren und das Motorrad in Schwung zu bringen. Das passt besonders gut zu Fahrten, bei denen häufig beschleunigt, gebremst und wieder beschleunigt wird – also typischen Stadt- und Landstraßen-Szenarien.

Die KTM 1290 Super Adventure S spielt ihre Stärken eher in einem breiten Leistungsband aus. Sie fühlt sich wie ein Motor an, der nicht nur für den Kick zwischendurch da ist, sondern für konstantes Vorankommen bei wechselnden Bedingungen. Auf längeren Strecken zeigt sich das besonders: gleichmäßiges Tempo, souveräne Beschleunigung aus niedrigeren Drehzahlen und ein insgesamt „tourentauglicher“ Antrieb. Die Sportlichkeit ist vorhanden, aber sie ist stärker in ein Gesamtkonzept eingebettet.

Stärken und Schwächen im Motorvergleich

  • Sportster S: Stärken liegen in der spürbaren Agilität und dem sportlichen Ansprechverhalten. Schwächen zeigen sich dort, wo man maximale Langstrecken-Ruhe und „große“ Reserven sucht.
  • 1290 Super Adventure S: Stärken liegen in Durchzug, Reserven und dem souveränen Gefühl über viele Kilometer. Schwächen können sich ergeben, wenn man ein besonders leichtfüßiges, kompaktes Fahrgefühl erwartet.

Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Stabilität

Beim Fahrwerk zeigt sich die Philosophie beider Motorräder sehr klar. Die Harley-Davidson Sportster S zielt auf ein sportliches Handling: Das Motorrad soll sich in Kurven kontrolliert bewegen lassen und dabei ein direktes Feedback geben. Das macht sie attraktiv, wenn Kurvenfahrten und dynamisches Fahren im Vordergrund stehen.

Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen auf Stabilität und Komfort ausgelegt. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten und auf längeren Etappen wirkt das Fahrwerk oft „ruhiger“ und bessermütiger gegenüber Unebenheiten. Das ist ein echter Vorteil, wenn die Strecke nicht nur aus perfekten Straßen besteht.

Bremsen und Fahrgefühl

Beide Motorräder sind in der Lage, sportlich zu bremsen, aber der Eindruck unterscheidet sich: Die Sportster S wirkt dabei oft wie ein Motorrad, das man „mit dem Gefühl“ steuert – dosiert, präzise, kurvenorientiert. Die Super Adventure S bringt zusätzlich die typische Adventure-Komponente mit: Bremsen und Fahrstabilität sind so abgestimmt, dass man auch bei wechselnden Bedingungen sicher und kontrolliert bleibt.

Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie?

Die Ergonomie ist ein entscheidender Punkt, weil sie den Alltag und die Touren stark beeinflusst. Die Harley-Davidson Sportster S bietet eine Sitzposition, die eher sportlich und aktiv wirkt. Das unterstützt ein zügiges Fahren und macht das Motorrad interessant für kürzere Strecken oder für Tage, an denen Kurven und Dynamik im Fokus stehen.

Die KTM 1290 Super Adventure S ist für längere Fahrten ausgelegt. Die Sitzposition ist so gestaltet, dass man auch nach mehreren Stunden noch entspannt fahren kann. Dazu kommt der Adventure-typische Aufbau: mehr „Reise-Komfort“, bessere Anpassbarkeit an unterschiedliche Situationen und ein Gesamtkonzept, das auf Kilometer ausgelegt ist.

Komfort vs. Sportlichkeit

  • Sportster S: Stärken bei sportlicher Aktivität und einem direkten Fahrgefühl. Schwächen eher dort, wo man sehr lange, entspannte Etappen priorisiert.
  • 1290 Super Adventure S: Stärken bei Langstrecken-Komfort und souveräner Kontrolle. Schwächen können sich zeigen, wenn man ein besonders leichtes, „kleines“ Handling bevorzugt.

Elektronik und Ausstattung: Moderne Helfer im Vergleich

Bei der Ausstattung liegen Welten zwischen den beiden Ansätzen. Die KTM 1290 Super Adventure S ist stark auf Elektronik ausgerichtet: Fahrmodi, Assistenzfunktionen und eine Abstimmung, die das Motorrad in unterschiedlichen Situationen berechenbar macht. Das ist besonders wertvoll, wenn Wetter, Belag oder Beladung variieren – also genau dort, wo man auf Touren oft landet.

Die Harley-Davidson Sportster S setzt ebenfalls auf moderne Technik, wirkt aber insgesamt stärker auf das „Fahren“ fokussiert. Die Elektronik unterstützt, bleibt jedoch eher im Hintergrund des Fahrgefühls. Das kann ein Vorteil sein, wenn man nicht ständig mit Systemen beschäftigt sein möchte, sondern einfach fahren will.

Stärken und Schwächen der Elektronik

  • Sportster S: Stärken in einer klaren, fahrerorientierten Bedienung und einem sportlichen Gesamteindruck. Schwächen eher, wenn man maximale Systemtiefe für alle Eventualitäten erwartet.
  • 1290 Super Adventure S: Stärken in umfassender Unterstützung und hoher Anpassbarkeit. Schwächen können sich ergeben, wenn man bewusst auf „zu viel“ Technik verzichten möchte.

Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße, Tour

Im Alltag zeigt sich ein typisches Muster: Die Harley-Davidson Sportster S wirkt wie ein Motorrad, das man gern im urbanen Umfeld bewegt. Sie passt gut zu Fahrten, bei denen man häufig die Geschwindigkeit wechselt und das Motorrad schnell in die gewünschte Position bringen möchte. Auch für kürzere Ausfahrten ist sie eine sehr stimmige Wahl.

Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen die bessere Option, wenn der Alltag bereits nach „Tour“ aussieht: längere Strecken, Autobahnanteile, wechselnde Straßenqualität und der Wunsch nach Komfort. Sie fühlt sich wie gemacht dafür an, nicht nur von A nach B zu kommen, sondern die Strecke selbst zu genießen – auch wenn sie länger dauert.

Für wen lohnt sich welcher Vergleich?

Der Vergleich zwischen Harley-Davidson Sportster S und KTM 1290 Super Adventure S lässt sich am besten über den eigenen Fahrstil entscheiden. Wer ein Motorrad sucht, das sportlich, direkt und kurvenorientiert wirkt, findet in der Sportster S einen starken Partner. Wer dagegen ein Motorrad möchte, das auf langen Strecken souverän bleibt, mit viel Elektronik unterstützt und dabei trotzdem sportlich genug ist, wird mit der Super Adventure S deutlich zufriedener sein.

Typische Entscheidungsszenarien

  • Kurven, kurze bis mittlere Strecken, sportlicher Fokus: eher Harley-Davidson Sportster S.
  • Reisen, lange Etappen, Komfort und Systemunterstützung: eher KTM 1290 Super Adventure S.
  • Gemischte Nutzung mit wechselnden Bedingungen: häufig Vorteil für die Super Adventure S, weil sie als Reiseplattform gedacht ist.

Fazit:

Die Harley-Davidson Sportster S ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt auf sportlichem Fahren, direktem Ansprechverhalten und einem aktiven Handling liegt. Sie passt besonders gut zu Fahrten, bei denen Kurven, Tempowechsel und ein „greifbares“ Fahrgefühl wichtiger sind als maximale Reise-Komfortreserven. Wer ein Motorrad sucht, das sich wie ein dynamisches Streetbike anfühlt und dabei moderne Technik mitbringt, findet in der Sportster S einen stimmigen Begleiter.

Die KTM 1290 Super Adventure S überzeugt vor allem dort, wo lange Strecken, Stabilität und ein umfassendes Elektronikpaket zählen. Sie spielt ihre Stärken aus, wenn Komfort über Stunden gefragt ist, wenn Straßenverhältnisse variieren und wenn das Motorrad nicht nur sportlich sein soll, sondern auch als Reisegerät überzeugt. Für Fahrerinnen und Fahrer, die häufig touren oder gern „groß“ unterwegs sind, ist die Super Adventure S die rundere Entscheidung.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙