| UVP | 33.920 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 13.000 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2023 | |
Pro und Kontra
- Verstaumöglichkeiten ohne Ende
- souveräner Auftritt, sowohl optisch als auch sonst
- Puh, was für ein Motor! Abteilung Dampfhammer.
- sehr passender V2 Blubber-Sound
- Starkes Riesendisplay mit Vollkartennavi OHNE Handykopplung
- Bequemer sitzt man nirgendwo - auch nicht zu Hause
- sehr schwer, rangieren ist schweißtreibend
- nix für Schwächlinge oder Anfänger
- Sitzheizung fehlt irgendwie noch
- Kupplung erfordert Kraft
- Scheibe ist bei einigen Fahrern im Blickfeld
- Apple Car-Play ja, Android-Auto leider nein (warum?!)
- erhabene Sitzposition
- gutes Fahrverhalten auf Straße und im Gelände
- reichhaltiges Angebot an Extras und Zubehörartikeln
- gelungene Optik
- Windschild könnte etwas größer ausfallen
- Preis schnellt durch Extras in die Höhe
- nicht ganz so wendig
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 393 | kg |
| Radstand | 1.625 | mm |
| Länge | 2.590 | mm |
| Radstand | 1.625 | mm |
| Sitzhöhe: | 725 | mm |
| Höhe | 1.350 | mm |
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.593 | mm |
| Länge | 2.305 | mm |
| Radstand | 1.593 | mm |
| Sitzhöhe: | 860-880 | mm |
| Höhe | 1.356 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight 117 V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 853 | ccm |
| Hub | 77 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | wassergekühlt | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 109 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 175 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 175 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 378 | km |
| Leistung | 95 PS bei 8.250 U/Min | |
| Drehmoment | 92 NM bei 6.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 204 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 341 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | 49 mm Dual-Bending-Valve-Telegabel, nicht einstellbar (Federweg 117)mm | |
| Federung hinten | Zwei 3-Zoll-Federbeine mit Emulsionstechnologie und einstellbarer Vorspannung (Federweg 76)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 130/60B19 61H | |
| Reifen hinten | 180/55B18 80H | |
| Rahmenbauart | Stahlbrückenrahmen in Schalenbauweise | |
| Federung vorne | Upside-down Gabel, Ø 43 mm (Federweg 204)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 219)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90 21 | |
| Reifen hinten | 150/70 R17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsättel , axial montiert ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, axial montierte Bremszange ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 305 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 265 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die neue Street Glide Ultra ist kein Motorrad für Jedermann. Man muss sich schon auf diesen Full-Dresser mit seinem Gewicht einlassen - dann aber hat man jede Menge Spaß und ein nahezu unvergleichlich gelassenes Fahrerlebnis. Der V2 drückt ohne Ende, obwohl man das mit der Ultra nur selten in Anspruch nehmen wird. Hier ist eher cruisiges Vorangleiten angesagt. Der Name der Maschine ist also Programm: Ultracooles Straßengleiten!Die Testmaschine wurde uns netterweise von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Dort warten die Street Glide und viele andere Harley Vorführer auf Probefahrer. Harley Kiel liegt verkehrsgünstig an der Autobahn und man kann vom Händler mehr oder weniger sofort auf Landstraßen das Bike seiner Wahl ausführen. Vielleicht ja demnächst eine Street Glide Ultra - oder eine Road Glide?
Fazit - was bleibt hängen
An der BMW F 850 GS werden zu Weilen Preis und Herkunft kritisiert. So finden sich in unserem Testkanal auf YouTube zum Beispiel Kommentare wie: "... Motorrad aus China, Preis aus Bayern..." "... ohne Navi, mit 'nem Chinamotor (da spart nur BMW richtig Geld)..." oder "... China Böller als Premiummarke...".
Sicherlich, BMW-Motorräder haben Ihren Preis, das ist keine Frage. Allerdings finden wir den Einstiegspreis für das Serienmodell mit 11.900 € (die aktuelle CRF1000L Africa Twin kostet immerhin 13.490 € in der Basisvariante) nicht so überzogen. Problematisch ist eher, dass - und darüber lässt sich auch trefflich diskutieren - die lange Liste an Sonderausstattunsmöglichkeiten den Preis schnell in die Höhe steigen lässt. Da landet man je nach Wunschliste problemlos auch mal bei 15.000 € und mehr. Und ja, auch das ist leider typisch BMW.
Aber es hilft am Ende nix: BMW Bikes erfreuen sich einer großen Fangemeinde, trotz des hohen Preises, weil es eben gelungene und solide Motorräder sind. Die These, dass die F 850 GS durch ihre Herkunft qualitativ nicht Schritt halten kann, können wir in unserem Test nicht stützen. In unseren Augen ist die BMW F 850 GS deutlich erwachsener geworden als ihre Vorgängerinnen und rückt damit ganz klar näher an ihre große Boxer-Schwestern. Inwieweit es allerdings gelingt, den Vorsprung der Africa Twin (die wollen wir uns übrigens in den nächsten Tagen mal für einen Test besorgen) von Konkurrent Honda einzuholen, muss man sehen. Wir drücken jedenfalls die Daumen denn die Bayerin hat uns an sich ganz gut gefallen.
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson Street Glide Ultra vs. BMW F 850 GS – welcher Typ Motorrad passt besser?
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Street Glide Ultra und die BMW F 850 GS, wird der Vergleich schnell spannend: Hier trifft ein klassischer Cruiser mit starkem Fokus auf Langstreckenkomfort auf eine moderne Adventure-Maschine, die für Alltag, Reisen und auch für weniger perfekten Untergrund gemacht ist. Beide Modelle können Touren, beide machen Spaß – aber sie spielen ihre Stärken auf unterschiedlichen Bühnen aus.
Grundidee im Vergleich: Cruiser-Tourer vs. Adventure-Universalist
Die Street Glide Ultra steht für eine entspannte, boulevardartige Fahrweise. Der Schwerpunkt liegt auf ruhigem Vorankommen, gutem Windschutz und einem Gesamtpaket, das auf lange Strecken ausgelegt ist. Die BMW F 850 GS ist dagegen als vielseitiges Reise- und Alltagsmotorrad gedacht: auf Asphalt genauso wie auf Schotterpisten, mit einer Sitzposition, die mehr Kontrolle und Übersicht verspricht.
Schon die Grundhaltung zeigt sich im Fahrgefühl: Während die Harley eher „gleitet“ und den Fokus auf Komfort legt, fühlt sich die BMW dynamischer und flexibler an – besonders, wenn die Strecke nicht nur aus glattem Asphalt besteht.
Fahrgefühl und Charakter: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Im direkten Vergleich unterscheiden sich die beiden Motorräder vor allem in der Art, wie Leistung und Drehmoment genutzt werden. Die Harley-Davidson Street Glide Ultra wirkt im typischen Cruiser-Bereich besonders stimmig: Das Motorrad lässt sich angenehm dosieren und vermittelt das Gefühl, dass es für entspannte Fahrten gebaut ist. Wer gern gleichmäßig unterwegs ist, profitiert von der souveränen Art, die Strecke „mitzunehmen“.
Die BMW F 850 GS spielt dagegen ihre Stärken in der Bandbreite aus: Sie wirkt lebendiger, reagiert direkter und unterstützt eine Fahrweise, bei der man häufiger anpasst – etwa beim Beschleunigen aus Kurven heraus oder beim Wechsel zwischen Stadt und Landstraße. Gerade auf wechselndem Terrain wirkt die GS wie ein Werkzeugkasten: Sie ist nicht nur für eine Art von Strecke optimiert, sondern für viele.
Stärken und Schwächen beim Fahrcharakter
- Street Glide Ultra: Sehr stimmiger Cruiser-Flow, angenehm für lange Etappen; weniger „spielerisch“ als eine Adventure-Maschine, wenn es um häufiges Umsetzen von Fahrmanövern geht.
- F 850 GS: Flexibel und vielseitig, unterstützt dynamisches Fahren und wechselnde Bedingungen; wer ausschließlich auf maximalen Cruiser-Komfort setzt, findet die Harley oft passender.
Komfort auf langen Strecken: Wind, Sitzposition und Ruhe
Bei Touren entscheidet Komfort oft über den Unterschied zwischen „macht Spaß“ und „macht müde“. Die Harley-Davidson Street Glide Ultra ist hier klar im Vorteil, wenn es um das Gesamtgefühl geht: Windschutz, entspannte Sitzhaltung und eine ruhige Art, die Kilometer zu sammeln. Gerade bei Autobahnfahrten oder längeren Fahrten mit konstantem Tempo wirkt die Harley wie gemacht für „entspannt ankommen“.
Die BMW F 850 GS bietet ebenfalls Komfort, aber in einer anderen Ausrichtung. Die Sitzposition ist auf Übersicht und Kontrolle ausgelegt, was besonders dann angenehm ist, wenn die Strecke variiert. Auf längeren Etappen kann die GS sehr gut funktionieren – allerdings fühlt sie sich eher wie ein Reisegerät an, das man aktiv steuert, statt wie ein Tourer, der einen „trägt“.
Was zeigt der Vergleich der Komfort-Bausteine?
- Windschutz: Die Harley zielt stärker auf Ruhe im Fahrerbereich ab; die GS bleibt eher „offen“ und direkt, was bei wechselnden Bedingungen Vorteile bringen kann.
- Sitzgefühl: Die Street Glide Ultra wirkt entspannter und cruiser-typischer; die F 850 GS unterstützt eine aufrechte, kontrollorientierte Haltung.
- Ergonomie: Beide sind tourentauglich, aber die Harley ist stärker auf „weniger Arbeit“ ausgelegt, während die BMW mehr aktive Mitwirkung belohnt.
Gepäck und Alltag: Wie praktisch sind die Motorräder im echten Leben?
Im Alltag und auf Reisen zählt, wie unkompliziert sich ein Motorrad beladen und nutzen lässt. Die Street Glide Ultra ist als Tourer mit Fokus auf Komfort und Ausstattung gedacht. Das Motorrad wirkt wie geschaffen für längere Fahrten mit Gepäck, bei denen man nicht ständig umorganisieren möchte. Die BMW ist ebenfalls reiseorientiert, aber mit einem anderen Ansatz: Sie ist darauf ausgelegt, Gepäck und Fahrweise flexibel zu kombinieren – besonders dann, wenn die Route nicht nur aus „glatten“ Straßen besteht.
Im Vergleich zeigt sich: Die Harley wirkt wie die bessere Wahl, wenn die Reiseplanung eher „klassisch“ ist (Autobahn, Landstraße, komfortables Tempo). Die GS punktet, wenn die Route variieren kann und man sich nicht auf eine einzige Straßenart festlegt.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Handling unterscheiden sich die beiden Motorräder spürbar. Die Harley-Davidson Street Glide Ultra vermittelt vor allem Stabilität und Souveränität. Das Motorrad liegt ruhig, fühlt sich auf längeren Strecken berechenbar an und macht das Tempo angenehm. In engen Situationen oder bei häufigen Richtungswechseln kann die Harley weniger „leichtfüßig“ wirken als eine Adventure-Maschine.
Die BMW F 850 GS ist dagegen auf Agilität und Kontrolle ausgelegt. Gerade in Situationen, in denen man häufiger umsetzt – etwa beim Ausweichen, beim Fahren über unebene Abschnitte oder beim Wechsel zwischen Asphalt und Schotter – zeigt die GS ihre Stärke. Das Handling wirkt insgesamt „universeller“, auch wenn man damit nicht automatisch den maximalen Cruiser-Komfort der Harley erreicht.
Stärken und Schwächen beim Handling
- Street Glide Ultra: Sehr ruhige Stabilität, angenehm für gleichmäßige Fahrten; weniger ideal, wenn häufiges Manövrieren und „leichtes“ Handling im Vordergrund stehen.
- F 850 GS: Viel Kontrolle, gute Anpassungsfähigkeit; wer vor allem auf maximale Langstreckenruhe im Cruiser-Stil setzt, wird die Harley oft als entspannter empfinden.
Technik und Assistenz: Moderne Unterstützung vs. klassischer Tourer-Fokus
Technisch sind beide Motorräder auf ihre Art modern. Die BMW F 850 GS setzt stärker auf Assistenz- und Sicherheitsfeatures, die das Fahren in unterschiedlichen Situationen erleichtern können. Das ist besonders relevant, wenn die Strecke unvorhersehbar ist oder wenn man häufiger mit wechselnden Bedingungen rechnet.
Die Harley-Davidson Street Glide Ultra konzentriert sich stärker auf das Tourer-Gesamtpaket: Komfort, Bedienbarkeit und ein stimmiges Erlebnis. Je nach Fahrprofil kann das genau der Punkt sein, der überzeugt – weniger „Technik-Spielerei“, mehr „Tourenkomfort als Erlebnis“.
Für welche Strecken ist welches Motorrad besser?
Der Vergleich wird besonders klar, wenn man die typische Nutzung betrachtet:
Street Glide Ultra – ideal für
- lange Autobahn- und Landstraßenetappen
- Reisen mit Fokus auf Ruhe, Windschutz und entspanntes Tempo
- Fahrten, bei denen Komfort wichtiger ist als maximale Geländetauglichkeit
BMW F 850 GS – ideal für
- gemischte Routen (Asphalt, Landstraße, gelegentlicher Schotter)
- Alltagstauglichkeit mit Reiseoption
- Fahrstile, bei denen man öfter aktiv steuert und sich an wechselnde Bedingungen anpasst
Fazit:
Die Harley-Davidson Street Glide Ultra ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt auf Langstreckenkomfort liegt: ruhiges Fahrgefühl, starker Tourenfokus und ein Gesamtpaket, das vor allem auf entspannte Kilometer ausgelegt ist. Wer gern gleichmäßig unterwegs ist und Reisen als „Ankommen statt Kämpfen“ versteht, findet in der Street Glide Ultra meist die passendere Basis.
Die BMW F 850 GS passt dagegen besser, wenn Vielseitigkeit wichtiger ist: Sie fühlt sich flexibler an, unterstützt eine aktive Fahrweise und bleibt auch dann attraktiv, wenn die Route nicht nur aus perfektem Asphalt besteht. Wer ein Motorrad sucht, das Alltag und Reise flexibel verbindet und dabei Kontrolle in wechselnden Situationen bietet, wird mit der GS deutlich zufriedener sein.
Kurz gesagt: Harley für Komfort-Touren, BMW für universelle Reisen.