UVP 33.920 €
Baujahr von 2025 bis 2026~
UVP 10.195 €
Baujahr von 2016 bis 2026~
Neuer Full-Dresser aus Milwaukee mit 175 Nm Drehmoment und 393 kg Kampfgewicht
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • Verstaumöglichkeiten ohne Ende
  • souveräner Auftritt, sowohl optisch als auch sonst
  • Puh, was für ein Motor! Abteilung Dampfhammer.
  • sehr passender V2 Blubber-Sound
  • Starkes Riesendisplay mit Vollkartennavi OHNE Handykopplung
  • Bequemer sitzt man nirgendwo - auch nicht zu Hause
Kontra:
  • sehr schwer, rangieren ist schweißtreibend
  • nix für Schwächlinge oder Anfänger
  • Sitzheizung fehlt irgendwie noch
  • Kupplung erfordert Kraft
  • Scheibe ist bei einigen Fahrern im Blickfeld
  • Apple Car-Play ja, Android-Auto leider nein (warum?!)
Pro:
  • Schöne Details
  • enorm durchzugskräftig
  • Sound
  • Verarbeitung
Kontra:
  • Windschutz

Abmessungen & Gewicht

Gewicht393kg
Radstand1.625mm
Länge2.590mm
Radstand1.625mm
Sitzhöhe: 725 mm
Höhe1.350mm
Gewicht216kg
Radstand1.435mm
Länge2.090mm
Radstand1.435mm
Sitzhöhe: 780 mm
Höhe1.115mm

Motor

Motor-BauartMilwaukee-Eight 117 V2
Hubraum1.923ccm
Hub114mm
Bohrung104mm
Kühlungflüssig
AntriebRiemen
Gänge6
Motor-BauartParallel-Twin, 8 Ventile, SOHC, 270°-Zündfolge
Hubraum900ccm
Hub80mm
Bohrung85mm
Kühlungflüssig
AntriebX-Ring-Kette
Gänge5

Fahrleistungen

Leistung109 PS bei 5.020 U/Min
Drehmoment175 NM bei 3.500 U/Min
Höchstgeschw.175km/h
Tankinhalt23Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite378km
Leistung65 PS bei 7.500 U/Min
Drehmoment80 NM bei 3.800 U/Min
Höchstgeschw.180km/h
Tankinhalt12Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite293km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifen-Rohrrahmen
Federung vorne49 mm Dual-Bending-Valve-Telegabel, nicht einstellbar (Federweg 117)mm
Federung hintenZwei 3-Zoll-Federbeine mit Emulsionstechnologie und einstellbarer Vorspannung (Federweg 76)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne130/60B19 61H
Reifen hinten180/55B18 80H
RahmenbauartZentralrohrrahmen mit zwei Unterzügen
Federung vorne43 mm Upside-Down-Gabel von Marzocchi (Federweg 120)mm
Federung hintenMarzocchi Stereo-Federbeine mit externen Reservoiren (Piggy Back), einstellbare Vorspannung (Federweg 116)mm
Aufhängung hintenAlu-Zweiarmschwinge
Reifen vorne100/90-18
Reifen hinten150/70 R17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Vierkolben-Festsättel , axial montiert ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, axial montierte Bremszange ( Ø 300 mm)
Bremsen vorneschwimmend gelagerte Ø 320 mm-Bremsscheibe, radialer Vierkolben- Bremssattel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Nissin 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 255 mm)

Fazit - was bleibt hängen

Die neue Street Glide Ultra ist kein Motorrad für Jedermann. Man muss sich schon auf diesen Full-Dresser mit seinem Gewicht einlassen - dann aber hat man jede Menge Spaß und ein nahezu unvergleichlich gelassenes Fahrerlebnis. Der V2 drückt ohne Ende, obwohl man das mit der Ultra nur selten in Anspruch nehmen wird. Hier ist eher cruisiges Vorangleiten angesagt. Der Name der Maschine ist also Programm: Ultracooles Straßengleiten!
 
Die Testmaschine wurde uns netterweise von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Dort warten die Street Glide und viele andere Harley Vorführer auf Probefahrer. Harley Kiel liegt verkehrsgünstig an der Autobahn und man kann vom Händler mehr oder weniger sofort auf Landstraßen das Bike seiner Wahl ausführen. Vielleicht ja demnächst eine Street Glide Ultra - oder eine Road Glide?

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 33.920€
  • Verfügbarkeit: Ultra seit 2025
  • Farben: grau, schwarz, blau, rot-schwarz

MotorradTest.de auf YouTube

Harley-Davidson Street Glide Ultra vs. Triumph Speed Twin 900 – welcher Motorradtyp passt besser?

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Street Glide Ultra und die Triumph Speed Twin 900, geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht vor allem um das Fahrgefühl, den Charakter und darum, wie sich die Maschine im Alltag anfühlt – auf der Landstraße, auf längeren Touren oder einfach beim entspannten Ausflug um die Ecke. Genau hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Stärken und Schwächen beider Modelle.

Grundcharakter: Tourer mit Harley-Flair vs. agile Modern-Classic

Die Street Glide Ultra steht für den großen, komfortorientierten Auftritt. Typisch Harley: viel Präsenz, ein klarer Fokus auf entspanntes Reisen und ein Setup, das auf Komfort und Stabilität ausgelegt ist. Die Speed Twin 900 dagegen wirkt wie ein Motorrad, das bewusst nah am Fahrer bleibt. Triumph setzt auf einen modernen Retro-Look und ein agiles Handling, das besonders auf kurvigen Strecken und im Alltag Spaß macht.

Beide Motorräder können Touren – aber auf unterschiedliche Art. Während die Harley eher „mitnimmt“ und lange Strecken souverän abspult, lädt die Triumph dazu ein, häufiger zu fahren, früher zu bremsen, später wieder zu beschleunigen und die Strecke aktiv zu genießen.

Motor und Antrieb: Drehmoment-Charakter vs. spritzige Alltagsdynamik

Beim Vergleich der Leistungs- und Drehmomentwerte zeigt sich ein typisches Bild: Die Harley-Davidson Street Glide Ultra ist stärker auf Durchzug und ruhiges, gleichmäßiges Vorankommen ausgelegt. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn es nicht darum geht, ständig am Limit zu fahren, sondern entspannt zu beschleunigen und dabei die Maschine kontrolliert zu bewegen.

Die Triumph Speed Twin 900 spielt dagegen ihre Stärken dort aus, wo es lebendig werden soll. Die Werte wirken insgesamt „handlicher“ im Charakter: mehr Bereitschaft, zügig zu reagieren, und ein Fahrgefühl, das sich im Stadtverkehr und auf Landstraßen besonders dynamisch anfühlt. Wer gern öfter schaltet und das Motorrad als aktives Werkzeug versteht, wird die Triumph oft als direkter erleben.

Stärken und Schwächen im Antriebsgefühl

  • Street Glide Ultra: Stärken liegen im gleichmäßigen Vortrieb und im souveränen Reisegefühl. Schwäche kann sein, dass die Maschine weniger „leichtfüßig“ wirkt, wenn es sehr eng und hektisch wird.
  • Speed Twin 900: Stärken liegen in der Spritzigkeit und im agilen Ansprechverhalten. Schwäche kann sein, dass bei sehr langen, gleichförmigen Autobahnabschnitten der Fokus weniger auf „großem Reise-Komfort“ liegt als bei der Harley.

Fahrwerk und Handling: Stabilität auf Kurs vs. Wendigkeit im Alltag

Auch bei Fahrwerk und Fahrverhalten unterscheiden sich die Philosophien deutlich. Die Street Glide Ultra ist auf Stabilität ausgelegt. Das merkt man besonders bei höheren Geschwindigkeiten und auf längeren Strecken: Die Maschine bleibt ruhig, die Linie wirkt gefestigt, und das Motorrad vermittelt ein Gefühl von „getragen werden“.

Die Speed Twin 900 setzt dagegen stärker auf Wendigkeit. Die Werte und die Abstimmung sorgen dafür, dass sich Richtungswechsel und das schnelle Reagieren leichter anfühlen. In engen Kurven, auf Landstraßen mit wechselndem Tempo oder beim Manövrieren im Alltag ist die Triumph oft im Vorteil.

Bremsen und Kontrolle

Bei den Bremswerten und der Bremscharakteristik zeigt sich: Die Harley bietet durch ihre Tourer-Ausrichtung ein sehr kontrolliertes, berechenbares Gefühl, besonders wenn das Motorrad beladen ist oder längere Zeit im Reisebetrieb unterwegs ist. Die Triumph wirkt im Vergleich oft „direkter“ und lässt sich dadurch in dynamischen Situationen sehr fein dosieren.

Beide können sicher bremsen – die Frage ist eher, wie sie sich dabei anfühlen: Harley eher souverän und stabil, Triumph eher agil und spontan.

Komfort und Ergonomie: Reiseausstattung vs. kompakte Alltagshaltung

Hier liegt einer der größten Unterschiede. Die Street Glide Ultra ist klar als Tourer gedacht. Entsprechend spielen Komfort-Features und die Gesamtergonomie eine große Rolle: Sitzposition, Windschutz und die Art, wie das Motorrad den Fahrer über längere Zeit entlastet. Die Werte und die Ausstattung zielen darauf ab, dass auch nach vielen Stunden die Konzentration nicht „wegbricht“.

Die Speed Twin 900 setzt auf eine kompaktere, sportlich-natürliche Haltung. Das ist oft angenehm, wenn die Fahrten kürzer sind oder wenn das Motorrad im Alltag flexibel bleiben soll. Wer gern spontan losfährt und nicht jedes Mal das Gefühl haben möchte, ein großes Tourenpaket zu bewegen, wird die Triumph als unkompliziert erleben.

Windschutz und Langstrecken-Feeling

Beim Vergleich der Reise-Komponenten wird deutlich: Die Harley ist stärker auf Windschutz und entspannte Fahrt ausgelegt. Die Triumph kann ebenfalls komfortabel sein, aber sie ist eher „nah am Fahrer“ als „weg vom Wind“. Das macht sie nicht schlecht – es macht sie anders. Für lange Autobahnphasen ist die Harley meist die entspanntere Wahl.

Ausstattung und Alltag: Luxus-Tourer vs. puristisch-moderne Technik

Die Street Glide Ultra bringt typischerweise eine umfangreiche Tourer-Ausstattung mit. Das zeigt sich in der Art, wie das Motorrad für längere Strecken vorbereitet ist: Komfortelemente, Bedienlogik und das Gesamtpaket wirken darauf ausgelegt, dass man nicht ständig nachjustieren muss. Auch wenn man nicht „auf große Reise“ geht, fühlt sich die Harley dadurch oft wie ein Premium-Setup an.

Die Speed Twin 900 wirkt dagegen wie ein Motorrad, das Technik und Stil in einem stimmigen Paket vereint. Die Werte und die Ausstattung sind eher auf das konzentriert, was man wirklich braucht, ohne dass das Motorrad wie ein „rollendes Wohnzimmer“ wirkt. Das ist ein Plus für alle, die das Wesentliche mögen und das Motorrad nicht zu schwerfällig im Kopf haben wollen.

Stärken und Schwächen in der Praxis

  • Street Glide Ultra: Stärken sind Komfort, Reiseorientierung und ein sehr stimmiges Gesamtpaket. Schwäche kann sein, dass sie im engen Stadtbetrieb oder bei häufigem Rangieren weniger leicht wirkt.
  • Speed Twin 900: Stärken sind Agilität, unkomplizierte Handhabung und ein direkteres Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass der Komfort- und Ausstattungsfokus weniger stark auf „Langstrecken-Luxus“ ausgelegt ist.

Für wen lohnt sich welcher Vergleich? Kaufberatung ohne Kompromisse

Wenn die Entscheidung zwischen Harley-Davidson Street Glide Ultra und Triumph Speed Twin 900 ansteht, hilft ein Blick auf die eigenen Fahrgewohnheiten. Die Harley ist die Wahl, wenn lange Strecken, entspanntes Tempo und ein hohes Maß an Komfort im Vordergrund stehen. Sie passt besonders gut zu Fahrern, die gern mit Ruhe fahren, die Landschaft genießen und dabei nicht ständig „arbeiten“ müssen, um das Motorrad im Flow zu halten.

Die Triumph ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad vor allem für abwechslungsreiche Fahrten gedacht ist: Stadt, Landstraße, kurvige Strecken und spontane Touren. Wer ein Motorrad sucht, das schnell auf Impulse reagiert und sich leicht bewegen lässt, wird mit der Speed Twin 900 sehr wahrscheinlich mehr Alltagsfreude erleben.

Typische Entscheidungsszenarien

  • Viele lange Fahrten: eher Harley, weil Komfort und Reisegefühl im Vergleich klar im Vorteil sind.
  • Kurvenreiche Strecken und häufiges Wechseln des Tempos: eher Triumph, weil das Handling und die direkte Dynamik stärker wirken.
  • Ein Motorrad für „alles“: Es kommt darauf an, ob Komfort oder Agilität wichtiger ist. Für Reise-Fokus gewinnt die Harley, für Alltags-Flexibilität die Triumph.

Fazit:

Die Harley-Davidson Street Glide Ultra ist die bessere Wahl für alle, die vor allem Langstrecke, Komfort und souveräne Stabilität suchen. Im Vergleich der Ausrichtung zeigt sich: Die Harley spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn das Motorrad nicht nur von A nach B soll, sondern wenn die Fahrt selbst möglichst entspannt bleiben darf. Wer gern mit viel Ausstattung unterwegs ist und Wind sowie Fahrbelastung möglichst reduzieren möchte, findet in der Street Glide Ultra einen passenden Reisebegleiter.

Die Triumph Speed Twin 900 passt dagegen besser zu Fahrern, die Agilität, direktes Ansprechverhalten und ein lebendiges Fahrgefühl priorisieren. Im Alltag und auf kurvigen Strecken wirkt die Triumph oft leichter zu bewegen und macht dadurch häufiger Lust auf spontane Runden. Wer ein Motorrad möchte, das sich schnell „in die Hand“ nimmt und Spaß an dynamischen Momenten liefert, liegt mit der Speed Twin 900 vorn.

Kurz gesagt: Reise-Komfort gewinnt bei der Harley – Alltags-Agilität gewinnt bei der Triumph.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙