| UVP | 13.239 € | |
| Baujahr | von 2007 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2010 bis 2018 | |
Pro und Kontra
- herrliche Drehorgel für Freunde jenseits der 10.000er
- 600er Jubel-Sound
- sehr guter Quickshifter
- hervorragende Bremsen
- sehr präzises Fahrwerk
- wer Sport will, bekommt Sport
- Hitzeentwicklung bei Stop & Go
- Display etwas klein geraten
- Untenrum passiert - nix.
- Motorleistung
- Sound
- Präzises Fahrwerk
- Platzverhältnisse
- Karge Ausstattung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 193 | kg |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Länge | 2.029 | mm |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.140 | mm |
| Gewicht | 232 | kg |
| Radstand | 1.529 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.529 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.495 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Vierzylinder-Reihenmotor, DOHC | |
| Hubraum | 599 | ccm |
| Hub | 42 | mm |
| Bohrung | 67 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Hubraum | 1.198 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 106 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
Fahrleistungen
| Leistung | 121 PS bei 14.250 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 11.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 265 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 327 | km |
| Leistung | 152 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 128 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 248 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Diamantrahmen | |
| Federung vorne | Showa BP Upside-Down 41 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | ProLink-Zentralfederbein (Federweg 128)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55-ZR17 | |
| Federung hinten | Monofederbein | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Bremssattel ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe | |
| Bremsen hinten | Scheibe | |
Fazit
Die Honda CBR600RR 2024 ist kein Motorrad, das sich jedem sofort erschließt. Und genau das ist ihre Stärke. Sie folgt nicht dem Trend zu immer mehr Hubraum, immer mehr Bequemlichkeit und immer mehr universeller Gefälligkeit. Stattdessen bleibt sie eine echte Supersportlerin mit einem hochdrehenden Reihenvierzylinder, präzisem Chassis, starker Bremse und nun endlich moderner Elektronik auf aktuellem Niveau. Sie verlangt Einsatz, belohnt dafür aber mit einem sehr direkten, klaren und ehrlichen Fahrerlebnis. Wer ein Motorrad sucht, das auf kurvigen Straßen und besonders auf der Rennstrecke glänzt, findet in ihr ein faszinierendes Angebot. Wer dagegen vor allem Drehmoment von unten, Tourenkomfort oder Alltagsneutralität will, wird mit anderen Konzepten glücklicher.
Unterm Strich ist die CBR600RR 2024 ein gelungenes Comeback einer fast ausgestorbenen Motorradgattung. Honda hat das Modell nicht nur zurückgebracht, sondern sinnvoll modernisiert, ohne seinen Kern zu verwässern. Genau deshalb dürfte dieses Motorrad nicht die breite Masse ansprechen, aber jene Fahrer umso stärker begeistern, die den klassischen 600er-Supersport-Geist vermisst haben. Als emotionales, fahraktives und technisch sauberes Sportmotorrad ist die neue CBR600RR ein starkes Statement. Sie ist vielleicht nicht das vernünftigste Motorrad ihrer Klasse – aber sehr wahrscheinlich eines der charakterstärksten.
Das Testbike wurde uns von "motofun", einem großen Honda-Händler in Kaltenkirchen nördlich von Hamburg zur Verfügung gestellt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine neue Honda zuzulegen, ist dort herzlich zu einer Probefahrt aller möglichen Modelle eingeladen. Bei motofun.de gibt es übrigens auch viele tolle gebrauchten Maschinen im 1. Stock - Sehenswert!MotorradTest.de auf YouTube
Honda CBR 600 RR vs Ducati Multistrada 1200 – Motorradvergleich
Wer vor der Entscheidung steht, welches Motorrad besser zu den eigenen Plänen passt, landet schnell bei zwei sehr unterschiedlichen Konzepten: Die Honda CBR 600 RR steht für kompromisslosen Sport, präzises Handling und ein Fahrgefühl, das auf Kurven und Dynamik ausgelegt ist. Die Ducati Multistrada 1200 dagegen ist eine vielseitige Reiseplattform: Sie verbindet sportliche Ambitionen mit Komfort, Elektronik und einer Ausrichtung, die auch längere Strecken und wechselnde Bedingungen gut abdecken soll. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich spannend – und helfen dabei, die richtige Wahl für den eigenen Stil zu treffen.
Grundidee im Vergleich: Supersport vs. Reise-Multitalent
Die Honda CBR 600 RR ist als Supersportler gebaut, um auf der Straße möglichst viel „Sport“ zu liefern: eine direkte Rückmeldung vom Vorderrad, ein agiles Einlenken und ein Motor, der im passenden Drehzahlbereich besonders lebendig wirkt. Der Fokus liegt auf Fahrspaß in Kurven und auf einem dynamischen Rhythmus, bei dem man das Motorrad spürt – statt es nur zu „benutzen“.
Die Ducati Multistrada 1200 verfolgt einen anderen Ansatz. Sie soll nicht nur schnell sein, sondern auch komfortabel und alltagstauglich bleiben. Gerade auf längeren Touren spielt die Kombination aus Sitzposition, Windschutz und Elektronik ihre Stärken aus. Dadurch wirkt das Motorrad weniger wie ein reines „Kurvenwerkzeug“, sondern eher wie ein Reisebegleiter, der sich je nach Situation anpassen kann.
Motorcharakter und Antrieb: Wie sich Leistung anfühlt
Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Honda CBR 600 RR wirkt stärker auf den sportlichen Einsatz zugeschnitten. Der Motor liefert seine Dynamik besonders dann, wenn die Drehzahl hoch genug ist, und unterstützt ein zügiges Beschleunigen aus Kurven heraus. Das Zusammenspiel aus Drehfreude und direkter Gasannahme macht es leicht, das Tempo zu steigern, ohne dass das Motorrad „träge“ wirkt.
Die Ducati Multistrada 1200 setzt dagegen stärker auf einen Charakter, der auch im Alltag souverän bleibt. Der Antrieb fühlt sich weniger wie ein reines Drehzahlspiel an, sondern eher wie ein Motor, der in vielen Situationen gleichmäßig Schub bereitstellt. Dadurch kann die Multistrada auf der Landstraße entspannter wirken, während die CBR 600 RR eher den sportlichen Modus einfordert.
Stärken und Schwächen beim Fahrgefühl
Stärke der Honda: sehr sportliche Rückmeldung, dynamisches Hochdrehen und ein Handling, das Kurven „ansagt“.
Schwäche der Honda: wer vor allem entspannt cruisen möchte, muss den sportlichen Charakter aktiv mitfahren – das Motorrad fordert eher eine sportliche Gangart.
Stärke der Ducati: vielseitiger Antrieb, der auch außerhalb der „Peak“-Drehzahl gut funktioniert und Touren angenehmer macht.
Schwäche der Ducati: wer maximale Supersport-Pureness sucht, wird den Fokus stärker auf Komfort und Vielseitigkeit spüren als auf kompromisslose Rennstrecken-Nähe.
Fahrwerk und Handling: Präzision vs. Vielseitigkeit
Beim Fahrwerk unterscheiden sich die Philosophien deutlich. Die Honda CBR 600 RR ist auf ein präzises, sportliches Ansprechverhalten ausgelegt. Das Motorrad lässt sich in Kurven zügig einlenken und vermittelt ein Gefühl von Kontrolle, wenn das Tempo steigt. Gerade bei dynamischer Fahrweise wirkt die Geometrie wie gemacht für schnelle Richtungswechsel.
Die Ducati Multistrada 1200 ist dagegen auf unterschiedliche Anforderungen vorbereitet. Das Fahrwerk und die Abstimmung zielen darauf ab, dass das Motorrad auf längeren Strecken stabil bleibt und Unebenheiten besser „wegsteckt“. Damit wird das Fahren über Tagesetappen leichter, ohne dass das Motorrad seine sportliche Seite komplett verliert.
Kurvenverhalten im Alltag
In engen Kurven zeigt die CBR 600 RR ihre Stärke: Sie wirkt wie ein Werkzeug, das man schnell „auf Linie“ bringt. Die Multistrada 1200 kann ebenfalls zügig gefahren werden, aber sie fühlt sich eher wie ein Motorrad an, das Kurven mit Stabilität und Komfort verbindet. Wer häufig sehr sportlich unterwegs ist, wird die Honda als direkter empfinden. Wer dagegen oft zwischen zügigem Fahren und entspanntem Rollen wechselt, findet in der Ducati meist den runderen Gesamtansatz.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beim Thema Bremsen geht es vor allem um Dosierbarkeit und Standfestigkeit. Die Honda CBR 600 RR ist auf sportliche Verzögerung ausgelegt: Das Gefühl am Hebel wirkt tendenziell direkt, wodurch sich Bremsmanöver gut dosieren lassen. Das passt besonders zu einer Fahrweise, bei der man häufig aus Kurven heraus wieder beschleunigt und dafür präzise Verzögerung braucht.
Die Ducati Multistrada 1200 setzt ebenfalls auf ein sicheres Bremsgefühl, aber mit stärkerem Fokus auf Alltag und Tour. Gerade bei wechselnden Bedingungen – etwa wenn die Strecke nicht durchgehend „perfekt“ ist – spielt die Kombination aus Stabilität und Elektronik eine wichtige Rolle. Das Ergebnis ist ein Motorrad, das sich auch auf längeren Fahrten berechenbar anfühlt.
Elektronik: Unterstützung oder „Fahrzeuggefühl“?
Beide Modelle profitieren von moderner Technik, aber die Ausrichtung ist unterschiedlich. Die CBR 600 RR wirkt in der Praxis wie ein Sportmotorrad, bei dem die Elektronik vor allem das sportliche Fahren absichert. Die Multistrada 1200 geht einen Schritt weiter: Elektronik und Fahrmodi sind stärker darauf ausgelegt, das Motorrad an unterschiedliche Situationen anzupassen – von sportlich bis komfortorientiert.
Ergonomie und Sitzposition: Wie lange macht das Spaß?
Die Honda CBR 600 RR bringt eine typische Supersport-Ergonomie mit: sportliche Sitzhaltung, die den Oberkörper näher an die Kontrolle über das Vorderrad bringt. Das ist ideal, wenn kurze bis mittlere Strecken im Fokus stehen und das Motorrad „aktiv“ gefahren wird. Für lange Touren kann die Haltung je nach Körpergröße und Fahrstil anstrengender werden.
Die Ducati Multistrada 1200 ist deutlich tourorientierter. Die Sitzposition wirkt entspannter, und durch die Ausrichtung als Reiseenduro wird das Motorrad auch für längere Abschnitte angenehmer. Dazu kommt, dass Windschutz und Gesamtpaket darauf abzielen, dass man nicht nach kurzer Zeit „durch“ ist, sondern die Strecke genießen kann.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße, Autobahn
In der Stadt spielt die CBR 600 RR ihre Sportlichkeit aus, aber sie verlangt mehr Aufmerksamkeit bei der Fahrhaltung und beim Umgang mit dem sportlichen Charakter. Die Multistrada 1200 wirkt hier alltagstauglicher: Sie ist leichter in den „normalen“ Fahrmodus zu bringen und bleibt auch bei wechselndem Tempo angenehm.
Auf der Landstraße ist die Honda besonders stark, wenn Kurven und zügiges Fahren im Vordergrund stehen. Die Ducati ist stark, wenn die Tour abwechslungsreich wird: mal sportlich, mal entspannt, mal mit längeren Streckenabschnitten. Auf Autobahn und schnellen Verbindungen punktet die Multistrada häufig durch den Reisecharakter.
Komfort und Ausstattung: Was man wirklich merkt
Komfort ist nicht nur eine Frage von Polstern, sondern auch von Wind, Vibrationen und dem Gesamteindruck bei Tempo. Die Honda CBR 600 RR ist klar auf sportliche Performance ausgerichtet. Das heißt: Der Fokus liegt auf direktem Feedback und dynamischem Verhalten. Wer Komfort priorisiert, wird bei der Honda eher Kompromisse spüren.
Die Ducati Multistrada 1200 ist dagegen so konzipiert, dass man sich auch bei längeren Fahrten wohlfühlt. Die Ausstattung und die Elektronik unterstützen dabei, dass das Motorrad nicht jedes Mal neu „eingefahren“ werden muss, sondern sich schnell auf die gewünschte Art fahren lässt.
Wartung, Unterhalt und Kaufentscheidung
Bei der Kaufentscheidung spielen neben dem Fahrspaß auch praktische Faktoren eine Rolle. In der Regel sind Sportmotorräder wie die Honda CBR 600 RR stärker auf den Performance-Einsatz ausgelegt, während Reiseorientierte Modelle wie die Ducati Multistrada 1200 oft als Langstreckenfahrzeuge gekauft werden. Das kann sich auf die Nutzung und damit indirekt auf den Zustand gebrauchter Exemplare auswirken.
Wichtig ist: Bei beiden Modellen lohnt sich ein Blick auf Servicehistorie, Verschleißteile und den allgemeinen Pflegezustand. Wer ein Motorrad sucht, das häufig „hart“ bewegt wurde, sollte bei der Honda besonders genau hinschauen. Wer eine Multistrada kauft, sollte ebenfalls prüfen, wie die Elektronik und die Wartungshistorie dokumentiert sind.
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrstil?
Die Honda CBR 600 RR ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt auf sportlichem Fahren liegt: schnelle Kurven, dynamisches Beschleunigen und ein Motorrad, das sich wie ein präzises Sportgerät anfühlt. Wer gerne aktiv fährt, die Drehzahl nutzt und das Handling als Hauptargument sieht, wird mit der CBR 600 RR sehr zufrieden sein.
Die Ducati Multistrada 1200 passt besser, wenn das Motorrad vielseitig sein soll: Touren, unterschiedliche Strecken, längere Tagesetappen und ein Fahrgefühl, das Komfort und sportliche Möglichkeiten verbindet. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur auf dem „kurzen Spaßtrip“ funktioniert, sondern auch auf längeren Reisen, findet in der Multistrada häufig die passendere Basis.
Fazit:
Die Honda CBR 600 RR ist die richtige Wahl für alle, die ein Supersport-Motorrad suchen, das bei sportlicher Fahrweise besonders direkt wirkt: präzises Handling, ein klar sportlicher Motorcharakter und ein Fahrgefühl, das Kurven und Tempo in den Mittelpunkt stellt. Wer häufig zügig unterwegs ist und die sportliche Sitzposition sowie den dynamischen Anspruch mag, bekommt hier ein Motorrad, das Spaß sehr konsequent priorisiert.
Die Ducati Multistrada 1200 empfiehlt sich dagegen, wenn ein Motorrad für mehr als nur kurze Ausfahrten gesucht wird: Reise- und Alltagskomfort, eine vielseitige Abstimmung und Elektronik, die das Fahren je nach Situation erleichtert. Wer Touren plant, oft zwischen entspanntem Cruisen und sportlichen Passagen wechselt und dabei ein rundes Gesamtpaket möchte, fährt mit der Multistrada meist entspannter und gleichzeitig mit genügend sportlichem Potenzial.